Beiträge von NochSoEiner

    Ja, aber anders als gedacht. Robic hatte ich bestellt (Ich habe noch echtes Robic und nicht "irgendsoein MTN Ripstop Zeigs" ;) ), aber dann zwischendurch ein anderes Projekt umgesetzt, was schon in der Queue stand: die Ariel Bridgehammock. Übrigens als Prototyp mit Mittagsfrost seinem 40D Stoff von Extex (obwohl ich damals noch ein wenig drüber rumgenöselt hatte *hüstel hüstel*). Das Liegegefühl war für mich sehr gut! Eine weitere Gathered End Hängematte kommt von daher für mich nicht in Frage (vorerst).

    Inzwischen habe ich aus dem Prototyp der Ariel eine richtige gemacht aus HyperD und plane nochmal im Herbst nachzulegen und sie robuster zu machen. Aus dem Comparison Chart von RSBTR kann man sehen, dass Hyper D bis 300lbs empfohlen wird, Robic 1.7 aber bis 400lbs. Für 0.1 ounces bekomme ich also 50kg mehr Sicherheitspuffer. Das ist "billig".

    Da kommt dann noch ein 1000kg Liros dran und dann sollte ich mich in Ausnahmefällen auch mal trauen, über einer Baumwurzel aufzuhängen.

    Es ist also alles anders gekommen...

    Wenn es dir nichts ausmacht, eine kalte Winternacht mit angezogenen Knien unter einem unterfüllten 3/4 Top Quilt zu verbringen bist du offensichtlich sehr kälte- und schmerzunempfindlich. Vielleicht geht dein Plan in dem Fall auf. Ich würde es schon alleine wegen der Unterkühlungsgefahr nicht riskieren.

    Hmmm, ich bin mir unsicher, ob ich es so beschreiben konnte, dass man mich versteht. Der 3/4 Quilt ist nicht unterfüllt und ich bin das Gegenteil von kälteunempfindlich!

    Ich will es nochmal verdeutlichen, weil ich (bevor ich einen alten Daunenschlafsack opfere), Fehler erkennen will und ich glaube, dass es noch nicht erkennbar war:

    - Ich möchte einen Quilt machen, der für einen normalen Einsatzbereich von ca. 12-0 Grad Celsius gedacht ist.

    - Hierfür verwenden Quilthersteller eine Steghöhe von ca. 5-6cm.

    - Die berechnete Menge Daunen dafür beträgt ca. 500g

    - Die kommen auch in meinen Quilt rein.

    - Durch eine Quadratstruktur kann ich die Daunen von links nach rechts und von oben nach unten bewegen. Das funktioniert und englischsprachige können hier (youtube) einen Einblick bekommen, wie er aussehen kann.

    Bis hierhin ist es ein ganz normaler Quilt. Kein bisschen fancy - ganz normal. Den Temperaturbereich nenne ich daher auch Normalbereich.

    Mein Unterschied: nur meine Steghöhe.

    Es gibt keinen anderen Unterschied. Die Menge Daunen ist gleich. Immer noch sollen 500g rein.

    Was ist die Gefahr dadurch? Wie Hammock Fairy richtig angemerkt hat, würde es dadurch keinen Overfill geben und die Daunen sind dadurch weniger stabil. Sie verrutschen leichter und bilden Kältebrücken.

    Wie verhindere ich das? Ich verringere die Abstände zwischen den "Quadraten", wo die Daunen durchfließen und so verteilt werden. Der "Durchfluss" wird verringert und die Daune kann wieder schlechter shiften.

    MIST! Ich erkenne gerade meinen Fehler - verdammt! Sie sackt in der Kammer zusammen. Grmpf.

    Ein Bild erklärt mehr, als viele Worte. In der linken "Spalte" sieht man eine unterfüllte Kammer, rechts eine überfüllte.

    Meine Gedanke waren die ganze Zeit verhaftet in der oberen Zeile. Dort sieht man das Verhalten der Daunen, wenn die Kammer oben (sozusagen auf meinem Bauch) ist. Es gibt keine Kältebrücken. Die Isolierung ist nahezu gleichwertig.

    Was ich aber zu wenig bedacht habe ist meine Seite. In der unteren "Zeile" sieht man die gleiche Kammer wie in der oberen, aber um 90 Grad gedreht. So wäre sie, wenn der Quilt an meiner Seite runterhängt. Nun sieht man die Auswirkung des Unterfüllens sehr deutlich. Und nun erkenne ich auch die Kältespots. Doof. Oder gut, denn mein Schlafsack freut sich, dass er nicht geschlachtet wird.

    Damit kippt leider gerade mein ganzes Konzept. Natürlich kann ich jetzt noch argumentieren, dass ich die Kammern sehr sehr klein machen kann - dann würde mein Konzept gehen - aber wenn ich da ehrlich zu mir selbst bin, würde sich nicht nur der Arbeitsaufwand deutlich erhöhen, es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass das gewollte Umschichten der Daunen dann auch schwierig wird. Vom Gewicht der ganzen Stege mal ganz abgesehen. Auch Noseeum wiegt.

    Tja, da kann man wahrscheinlich nur sagen: schöne Idee, aber leider gefloppt. Während des Schreibens, sozusagen. :)

    Die Frage Overfill muss man daher mit "Ja" beantworten.

    Exakt das will ich! Vielleicht ist vielseitig nicht das richtige Wort. Ich suche halt nach Ideen, wie man die Temperaturbereiche vergrößern kann, dabei aber die Einschränkungen möglichst klein bleiben.

    Wenn meine Idee schlecht ist, suche ich nach dem Grund. Kälte-Spots sollte man mit engeren Kammern begegnen können, denke ich. Wenn das falsch ist, bitte ich um Korrektur. Wenn es richtig ist, um weitere Probleme, die auftreten können.

    Der obere Teil des Quiltes wird umgeschlagen und wärmt doppellagig den Oberkörper weiterhin.

    Habe ich noch nie so gemacht. Tendenziell würde ich aber denken, dass dann die Öffnung oben zu groß ist, oder? Dem könnte man natürlich entgegenwirken, indem man einen zweiten Channel auf der Innenseite einnäht. Schlage ich den Quilt um und dopple ihn, könnte man diesen Channel dann zu ziehen und hätte die Luft weiterhin gefangen....hmmmm... gefällt mir, Deine Idee. Danke!!

    Nimm für den Notfall lieber eine Rettungsdecke mit

    Die kommt jetzt, wo ich gelernt habe, dass ich sowieso in einer Vapor barrier liegen werde (im nassen Winter), definitiv mit auf Tour. Aufgrund ihrer Empfindlichkeit soll sie aber auch nur den Notfall abdecken. Ich versuche folgende Szenarien abzudecken:

    - Normalfall (Man befindet sich im vorgesehenen Temperaturbereich)

    - Sonderfall (die Temperaturen sind empfindlich kalt, man muss Gegenmaßnahmen treffen) (über diesen Fall reden wir hier)

    - Notfall (die Temperaturen sind deutlich(!) zu kalt , es drohen gesundheitliche Gefahren)

    Welche Gewichtsersparnis erwartest du dir mit deiner Methode?

    Keine. Es geht mir um die Vielseitigkeit. Stell Dir vor, man füllt, sagen wir mal, 400g ein. Bei 5cm Steghöhe würde ich damit wohl bei meinem Design ein Overfill von 20% erreichen. Lofthöhe (Vorsicht: Lofthöhe ist größer als Steghöhe) wäre wohl so um die 7-8cm. Mache ich die Steghöhe nun aber 7cm, so würden sich die Daunen ja trotzdem 7-8cm hoch türmen (vielleicht auch unerheblich mehr). Sie führen aber nicht zur Wölbung - der Loft wäre daher in beiden Fällen fast gleich. Mit einem solchen "schlappen Lappen" könnte man folgendes erreichen:

    - Normalfall (siehe oben). Die Daunen werden gleichmäßig aufgeschüttelt und man legt sich schlafen. Durch enge Kammern wandern sie kaum hin und her. Temperatur im Sack ist angenehm.

    - Sonderfall (siehe oben). Die Daunen werden gestaucht. Aufgrund des Underfills bauscht sich nun die Kammer auf, der Isolationswert steigt, Loft geht hoch auf 9-10cm. Sack ist kürzer, aber die Temperatur ist angenehm warm.

    - Luxusfall (neu). Die Außentemperatur ist zu warm für den Sack. Durch den Underfill kann ich vor dem Schlafen die Daunen bei voller Länge auf die Beine und an die Seite "schubsen". Die Isolation am Rumpf sinkt (Loft geht auf 2-3 in dem Bereich) und der Sack lässt sich mit Füße raus immer noch angenehm nutzen.

    und z.B. mit einer Daunenjacke zu ergänzen

    Das mache ich schon. Die Daunenjacke ist Bestandteil des Normalfalls. Als Kaltschläfer plane ich meinen Quilt für den Bereich von 0 Grad Celsius Komfort. Erreiche ich diese Temperatur draußen wirklich, wäre der Quilt aber zu kalt für mich. Die Daunenjacke führt dazu, dass es dann aber doch passt.

    Ein Nachteil fällt mir noch zum Umschlagen ein, Mittagsfrost: die Wärme verdoppelt sich nur an der umgeschlagenen Stelle. Schlage ich also 50cm um, verbleibt bei einem 200er Sack 100cm ungedoppelt. Beim Underfill führt das "Stauchen und Kürzen" zu einer regelmäßigen Erhöhung der Isolation auf Länge der verbleibenden 3/4tel Länge.

    Also, nachdem ich nun in einem anderen Thread erklärt bekommen habe, ob Daune auch als Winter-Isolationsmaterial in Frage kommt und wenn ja, unter welchen Bedingungen dieses am Idealsten ist, treibt mich nun die nächsten Frage um:

    Overfill, ja oder nein?

    Zur Erklärung erst einmal für Unbedarfte:

    wenn man sich einen Quilt oder Schlafsack aus Daune macht, berechnet man anhand des Volumens des Quilts und der Bauschfähigkeit der Daunen die benötigte Menge. Ein bisschen Mathematik, nix Schweres. Dann gehen viele hin und planen, diese Menge zu Überschreiten - also mehr Daunen als eigentlich benötigt, einzuplanen. Zpacks nimmt hierfür bspw. 30% Overfill (http://www.zpacks.com/quilts/solo-quilt.shtml)

    Als Grund dafür wird genannt, dass die Loftfähigkeit der Daune irgendwann durch die Kompression nachlässt und man aber will, dass die Kammer, in der die Daune eingefüllt wurde, trotzdem zu 100% ausgefüllt wird. Wird sie das, so stimmen weiterhin die vom Hersteller angegebenen Temperaturwerte, denn das Volumen der "gefangenen Luft" bleibt dann gleich.

    Ein anderer Grund, der manchmal genannt wird, ist, dass die Daunen sich durch den erhöhten Druck weniger bewegen und so an dem Ort bleiben, wo man sie hingeschüttelt hat. Also kein Shiften.

    Geht man davon aus, das ZPacks recht hat mit ihren Angaben, so benötigt man für einen Sack mit Limit Wert von -7 genau 2.25" (5.7 cm) Loft. Für tiefere Temperaturen mehr.

    Ich würde gerne einen Underfill* machen!

    Was denke ich mir dabei?! Ich möchte mir die Daunen dann, wenn der Bereich nach unten hin unterschritten wird, es also kälter wird, als die Temperatur, die er eigentlich kann, zum Rumpfbereich hin zusammenschubsen. Oder in Zahlen, die 25% der unteren Hälfte will ich nach oben schütteln. Damit sollte die Isolierung zunehmen und man sollte wieder einen warmen Quilt haben, so meine Überlegung. Damit das geht, muss die Kammer sich noch ausdehnen können. Bleiben wir also bei dem Beispiel von ZPacks so müsste der Steg (Baffle) bspw. 8cm sein. Nun kann man zwar nicht mehr gerade liegen, denn die Füße würde sofort unterkühlen, zieht man die Füße aber an, wird es warm. Ist das bequem? Nein. Aber eine kurze unbequeme warme Nacht erscheint mir erholsamer, als eine kurze kalte Nacht.

    Bleibt noch das Problem des Shiftens der Daunen. Ich plane ja für meinen kommenden Quilt eine quadratische Kammer, die an den Enden offen ist (Hier nochmal der Link). Mache ich diese Kammern nun kleiner, so mein Plan, bewegen sich die Daunen noch, aber nur so, dass ich sie wirklich auch in die Richtung schubsen muss.

    Optische Folge allens: ein Quilt, dessen Kammer flach sind und nicht nach oben gewölbt.

    Was meint ihr? Liege ich mit meinen Überlegungen richtig? Kann man auf diese Art und Weise einen normallangen 0 Grad Komfort Sack einen dreiviertel-langen -7 Grad Komfort Sack machen? Was übersehe ich?


    *Anekdote aus der Zeit, wo mein Sohn noch sehr sehr klein war: Auf die Frage, welche Rolle er denn sein will, wenn wir zusammen spielen, antwortete er: Der Liebewicht! Ich stutzte. Bis er mir in seiner kindlichen Art erklärte, dass, wenn es einen Bösewicht gäbe, es ja auch einen Liebewicht geben müsse. Von daher: Underfill. ;)

    Ich glaube übrigens nicht, dass Konrad mit seinem Versuch grundsätzlich die Theorie widerlegt hat, sondern lediglich die unvollständigen Konzepte, die wir Theoretiker hier oft diskutieren.

    Absolut. Er hat mir gezeigt, dass meine Annahme, dass die Parameter gleich sind, nicht stimmt. Der menschliche Körper war in diesem Fall keine (wie von mir angenommen) Konstante, sondern eine mir nicht bekannte Variable.

    Michael das mit deiner Dampfkurve ist eben rein theoretisch.

    Definitiv! Das macht die Sache ja auch so toll, wie ich finde. Ich erinnere mich an meine Hypothese am Anfang des Fadens, wo ich schrieb, dass wenn ich in einer Nacht ohne VBL 500ml ausschwitze, dann muss ich es auch tun, wenn ich in einem VPL stecke - weil die Parameter gleich sind. Reine Theorie - und zwar logische.

    Und dann kommt ein Praktiker daher, legt sich dankenswerter Weise in einen und verbringt die Nacht darin und siehe da - das Ergebnis sind keine 500ml, sondern deutlich weniger! Praxis widerlegt in diesem Fall die Theorie und das ist toll. Mir eröffnet es ein Schlafkonzept in Daune mit all seinen Vorteilen und ich bin sehr dankbar darum.

    Manchmal kommen Praktiker und Theoretiker auch mal nicht auf eine Linie. So erinnere ich mich an eine Diskussion um die Knotbarkeit von Dyneema. Die Theoretiker führten an, dass dieses gefährlich sei, denn es gab Daten, die das widerlegten. Dyneema rutscht, hieß es. Aber ich musste schmunzeln, denn ich knote es mit großem Erfolg - haltbar. Auch geschätzte 90% aller Angler nutzen Dyneema und knoten ihre Wirbel an die Hauptschnur. Keiner würde es tun, wenn das nicht gehen würde und sie die Fische andauernd verlieren würden - noch nie ist bei mir ein solcher Knoten gerissen oder gerutscht. Und so kommt es manchmal, dass man an einander vorbei redet und keinen Nenner findet.

    Und trotzdem: für mich ist genau das eines der kostbaren Dinge, die wir hier haben - wir haben Theoretiker und wir haben Praktiker - und ich liebe diese Mischung, denn die Gedanken und Ergebnisse sind immer interessant. An dieser Stelle daher mal ein Dankeschön an jeden, der sich irgendwie einer von beiden Parteien zugehörig fühlt! Ich finde beide gleich klasse - egal ob sich eine Hypothese oder ein Praxistest mal bestätigt oder mal eben auch nicht! :)


    Ich schätze mal, dass es einen grossen Unterschied macht, ob der Quilt einfach so da liegt oder ob du ihn von innen kontinuierlich mit deiner Körperwärme heizt und deshalb von innen nach aussen ein Temperaturgefälle hast.

    Das wird Mittagsfrost sicher auch so sehen. Er wollte wohl nur darauf hinaus, dass sich eben doch Feuchtigkeit absetzen kann. Das diese unter Umständen auch wieder verdunsten kann, steht dabei wohl außer Frage.

    Ich weiss nicht, ob mein Vergleich mit dem Niederschlag bei der Überquerung eines Gebirges eins zu eins auf die Situation in einem Schlafsack oder Quilt übertragen werden kann

    Es hört sich zumindest nicht unlogisch an. Ich hatte ursprünglich mal überlegt, ob es daher Sinn machen kann, in den winterlichen Bedingungen mein Groundshield oben auf alles drauf zu legen - VB vorausgesetzt. Die Kondensation wäre dadurch zwar nicht verhindert, aber es könnte keine Feuchtigkeit von außen mehr dazu angezogen werden. Theorethisch sollte so die Daune trocken bleiben. Das geht aber, wie gesagt, nur in Verbindung mit der Vapor Barrier.

    Wenn Deine Hypothese stimmt, so sagt sie eines aus: sich nur auf das Konzept "Daune unten/ Apex oben" zu verlassen, reicht nicht aus für eine zuverlässige Isolierung, da Parameter (Wetter) mit einfließen, die man nicht beeinflussen kann.

    weil ich dachte, dass die Feuchtigkeit dann in der Kufa hängen würde.

    War nicht so

    Okay, dann brauche ich das Konzept nicht weiterverfolgen. Ich werde zwar trotzdem Schichten haben, weil ich den Gedanken mag, dass ein 350g (Daunenfüllung) Quilt und ein 200g Quilt jeweils für sich schon einen weiten Bereich abdecken - zusammen man aber eben auch den (unteren) Winterbereich abdecken kann. Das hat dann aber nichts mehr mit dem "Feuchtigkeitsmanagement" zu tun. Danke für Deinen Test! Feuchtigkeitsmanagement für Daune heißt bei mir nun Vapor Barrier. Deine Liegeerfahrungen decken sich mit denen, anderer Nutzer, die ebenso berichten.

    Cross Hammock Interessante Art zu befüllen! Reinweg der Fußraum wird damit von allen Konzepten am besten abgedeckt, die ich kenne. Danke für's Teilen!

    Sehr interessant, euer Input - vielen Dank dafür!

    Der VBL macht möglicherweise dann Sinn, wenn der Körper darauf reagiert und die Schweißproduktion zurückfährt. Morgens aufzuwachen und einen etwas feuchten Baselayer über den Tag zu trocknen, hört sich schon mal (komforttechnisch) machbar an.

    Witzig war dann folgendes im Verlauf des Tages: Auf der Suche nach VBL bei Youtube kam ich auf eine etwas "eigenwillige" Darstellung einer Frau, die eine Regenhose und eine Regenjacke als VB anzieht (siehe hier) und komme dann Abends hierher zurück und lese, das echinotrix sowas schon lange so macht. Danke für den Link! Diese Art der Dampfsperre hat für mich einen riesigen Vorteil: wenn man nachts mal muss, dann ist es leicht, sich bei -5 Grad aus der Hängematte zu wuchten, sich was Warmes überzuziehen und mal kurz hinterm Baum zu verschwinden. Die Vorstellung, aus dem VBL, nun feucht, auszusteigen, erscheint mir bei der Temperatur kein Spaß zu sein.
    Ich werde diese Ansätze definitiv mal weiterverfolgen!

    Konrad hat aber noch eine weitere Idee in obiger Diskussion mit echinotrix ins Spiel gebracht, an die ich ebenfalls schon gedacht habe und die definitiv bei mir Aussicht auf Umsetzung hat: die Kombination aus Daunenquilt und KuFa! Hast Du das danach noch öfters gemacht, Konrad? Hat sich das bestätigt, dass dieses funktioniert? Dann wäre mein Problem gelöst.

    Dann hieße das nämlich: bau Dir einen Daunenquilt der 3-Season ist und im Winter legst Du eine Schicht Apex oben drauf, um von +5 auf -5 zu kommen. Dabei schützt Du nebenbei Deinen Daunenquilt davor, Kondensation aufzunehmen, da diese im Apex landet - die damit besser umgehen kann.

    Nach über 900 Tagen ununterbrochen in Daune draußen kann ich sagen

    Konrad, vielen Dank, dass Du Dich mit Deiner Erfahrung einbringst!!

    Auch wenn ich beim Lesen Deiner Zeilen wohl ähnlich innerlich zusammensacke wie nasse Daune. ;)

    Mich wundert das alles, aber Du bist ja nicht alleine, mit dem was Du sagst. Eigentlich galt Daune für mich immer als Nonplusultra. Die Spitze der Isolierung. Einzig: man darf seinen Sack nicht dem Regen aussetzen oder im Quilt schwimmen gehen, war meine Annahme bisher. Aber so, wie sich das liest, ist Daune genau dort nicht zu gebrauchen, wo ich sie benötigen würde: in einer Zeit, wo das Packmaß aufgrund der Temperatur sowieso hoch ist. Eigentlich dachte ich, ich könnte mit einer entsprechenden Tüte etwas von diesem Gewicht wegbekommen, aber es sieht eher düster aus, wenn ich alles richtig sehe.

    Eine Übernachtung im VBL stelle ich mir nur begrenzt toll vor. Das hat folgenden Grund:

    Ich mag nicht in 500ml Schweiß liegen! Dazu stelle ich folgende Logik zur Diskussion, die von Cross Hammock und Waldläufer70 schon angedeutet wurde: Wenn ich mich so kleide, dass ich in einem normalen Daunensack nicht schwitze sondern es eher kühl bis normal warm ist, dann habe ich gelernt, dass ich 500ml Schweiß in der Nacht abgebe. Wenn ich nun die gleiche Kleidung (oder vielleicht ein wenig weniger, weil der Liner selbst sicher auch einen R-Wert hat) trage und mich in einen VBL lege, dann schwitze ich also die gleiche Menge Schweiß aus, denn die Parameter sind die gleichen. Nur, dass der Schweiß im VBL nicht nach außen abgegeben wird, sondern innerhalb dessen bleibt. 500ml ist richtig viel. Diese Menge ist morgens dann also in der Kleidung. Der einzige "Vorteil" ist der, dass diese anbehalten kann und über die Körperwärme diese über weitere Schichten dann zum Verdunsten gebracht werden kann, richtig? Lege ich die Schlafsachen in den Rucksack (wie ich es sonst mache), würde ich in der ersten Nacht 500ml Wasser einlagern, in der zweiten 1000ml usw. Macht es denn Sinn, irgendetwas anzuhaben im VBL? Doch nicht, oder? Daune (aber auch Synthetik) im Winter, müssten demnach immer zur Folge haben, dass sie ab Temperaturen unter 0 Grad Wasser ansammeln.

    Heißt Wintercamping immer, dass man nur 3 Tage campt und dann wieder einkehren muss? So habe ich es bisher gemacht, hatte aber eigentlich eine andere Vorstellung davon.

    Danke an alle!

    Waldläufer70 Ich habe Cumulus mal angeschrieben, ob sie die Daunen auch so verkaufen. Mal sehen. Ebenfalls bin ich neugierig geworden, ob in deren Quilts hydrophobische Daunen verwendet werden. In den Specs sieht das nicht so aus. Bei Bekleidung habe ich das aber gesehen. Hab ich gleich mitgefragt - Ergebnisse werden hier bekanntgegeben.

    Cross Hammock Wow! Tolle Quilts hast Du da gemacht. Vielen Dank auch für das Teilen der Füllmengen! Ich schwanke immer noch, was das angeht. Bei meinen Berechnungen komme ich aktuell auf 433g und erhalte damit einen Quilt, der kurz unter 0 (bei mir) reichen sollte. Anderen würde er aber wohl bis -7 Grad gute Dienste tun.

    Michael Argon gibt es bei Dutch. Bei Extex kannst Du mal in den Bereich unbeschichtete Stoffe gehen und als "Anwendungsbereich" nach "Schlafsack" suchen.

    Gibt es eigentlich Auswertungen darüber, wie die Baffles (eingenähte "Abstandshalter" zwischen Ober- und Unterstoff) ideal sein sollen? Es gibt sie ja in verschiedene Ausprägungen, z.B.

    - so wie bei Seitenschläfer zu sehen (Kammer für Kammer komplett abschließend)

    - oder aber offene Systeme (Viereckige, offene Kammern, wie man sie im Nachbarforum bewundern kann. Vorteil dort wäre, dass man Daunen zu jedem Zeitpunkt neu positionieren kann, um Kälteempfindungen entgegenzuwirken.

    Natürlich hat da jeder eigene Vorlieben, aber gibt es auch was Messbares?

    Danke für die erste Einschätzung. Ich möchte den Daunenquilt nutzen, um damit mehrere Tage wandern zu gehen in feuchtem Wetter (was natürlich nur mein worst case ist). So alle 4-5 Tage habe ich immer mal wieder die Möglichkeit, ihn trocknen zu können, denke ich.

    RSBTR verkauft übrigens HyperDry Downs, habe ich gerade gesehen. Die ist aber extrem teuer: knapp 100g kosten 38$ und da ist bei 400g noch keine Mehrwertsteuer bzw. Zoll drauf. Ich formuliere meine Frage oben daher mal so um: Gibt es einen deutschen Verkäufer oder kann man die unbehandelten Daunen selber behandeln?

    Hallo zusammen,

    eigentlich sind derzeit noch nicht alle meine Projekte abgeschlossen, aber wir haben noch 1-2 Monate Winter, da würde ich gerne ein anderes Projekt vorziehen: den MYOG-Austausch meines Kunstfaserschlafsacks. Mehr dazu später ggfs. in einem eigenen Thread.

    Hier will ich nur mal meiner Verzweiflung Luft machen und eure dazu Meinung einholen.

    Irgendwie scheint Daune nämlich total toll zu sein: sehr leicht, tolles Packmaß, lange Haltbarkeit, gut zu waschen. Aber es schwebt das Damoklesschwert der Nässe über ihr, wo sie in sich zusammenfällt, als gäbe es sie gar nicht.

    Meine Fragen gehen in zwei Richtungen:

    Ich möchte meinen zukünftigen Quilt zum Wintercamping nutzen. Wintercamping heißt manchmal aber nicht nur kalt, sondern auch Regen, Nieselregen und Wind. Groß nass geworden ist mein Kufa-Schlafsack bisher nicht wirklich. Aber ausschließen kann ich es nicht zu hundert Prozent. Befinde ich mich in der Nähe der Zivilisation, ist es auch egal. Aber wenn ich Daune habe und nicht in den nächsten 80km irgendwas Erreichbares wäre, wäre es doof. Viele von euch nutzen Daunenquilts: wie schätzt ihr das ein? Liegt die Gefahr bei Daunen in Feuchtigkeit oder in Nässe? Lüftet ihr eure Quilts/ Schlafsäcke im Winter oberhalb der Frostgrenze draußen, wenn ihr geschlafen habt, um die Feuchtigkeit eures Körpers rauszubekommen? Langt es, sie in einen wasserdichten Packsack unterzubringen und die normale Winterfeuchtigkeit macht ihr nix aus?

    Das zweite geht in Richtung Bauschkraft. Wie man bei Extex lesen kann, ist die Bauschkraft einer 700cuin Mischung kleiner als die einer 860er. Soweit so einfach: will ich Bauschkraft, muss ich die bessere Daune nehmen. Gleichzeitig schreiben sie aber auch, dass die Rückstellkraft der 700er besser ist. Also ist die 700er besser für den Winter? Oder sollte man vielleicht gar keine unbehandelte nehmen, sondern (gibt es dafür eine Quelle?) nur imprägnierte Daunen kaufen?

    Ich würde mich freuen, wenn Ihr Lust hättet, mich aufzuklären (in diese Richtung ;) ).

    Eigentlich wäre das nochmal 'ne Challenge, die ich ausprobieren müsste: gelingt es, zwei Weihnachtsbäumen im Standard-Ständer irgendwie so abzuspannen, dass man dazwischen 'ne Hängematte spannen kann. Der Lichterkranz müsste natürlich irgendwann abgeschaltet werden, sonst kommt man ja nicht zur Ruhe. ;)

    Euch vielen Dank für das schöne Miteinander hier, tolle Feiertage und ein schönes Jahr 2019.