Die Reinigungsprozedur ist das Eine, das zu Reinigende Material das Andere.
Ich habe mir mal erklären lassen, dass Merino Qualität und zugleich Problematik vor allem an der Haarlänge liegt.
Billigeres Ausgangsmaterial, dass im großer Menge verfügbar ist, ist eher kurzfaseriger und dadurch weniger haltbar. Lange Merino Fasern bekommt man wohl schwerer, in kleineren Mengen - und eher hochpreisig.
Kufa Anteil erhöht die Widerstandsfähigkeit, zu Lasten der Merino Vorzüge.
Kurzum:
Ist das Ausgangsmaterial Mist, kann man noch so behutsam sein, die Löcher sind im Laufe der Zeit vorprogrammiert.
Ist das Ausgangsmaterial besser - oder genug Kufa dabei, kann man es ziemlich unkompliziert halten.
Und das im Laufe der Zeit herauszufinden ein eher ernüchternder und auch teurer Prozess.
Ich habe ein paar Sachen, die quasi schon beim angucken Löcher bekommen haben (Icebreaker lange 200er/300er Baselayer, Socken, mehrere Buff merino), da half auch das beste Pampern bei der Wäsche nichts.
Und das sind zudem noch Teile, die ich nicht oft trage und wenn, eher selten beim Laufen mit mechanischer Belastung unter'm Rucksack.
Daher habe ich es aufgegeben, Merino wie eine rohe Eier zu behandeln, wenn die paar Teile, die jetzt schon löchrig sind komplett unbrauchbar sind, werden sie entsorgt und nicht mehr durch vergleichbare aus Merino ersetzt. Auf der Aufwand-Nutzen Waage schlägt mir das zu stark negativ aus. Die Markenteile extrem teuer, trotzdem sehr viel Mist dabei, dann die Sonderbehandlung, inkl. Einzelwäsche - und trotzdem Löcher - neee.
Denn ich habe wiederum andere Teile (Decathlon Shirts und Darn Tough Socken), die ich ständig auf Tour an habe und die härtester mechanischer Belastung ausgesetzt sind und die seit Jahren in die normale 40° 1000U Wäsche mit color Pulver fliegen, ohne irgendwelche Probleme. Meist tue ich sie in einen Wäschebeutel zum mechanischen Schutz.
Beides hat Kufa Anteil.