TLDR - vielleicht kurz vorweg:
Panel funktoniert grandios - man sollte wissen, was man braucht und nutzt.
Alles bereits erprobt - man kann sich an jahrelangen Erfahrungen orientieren und der Versuch, das Rad neu zu erfinden ist nicht nötig, womit das Thema eigentlich ein recht kurzes im Verweis auf diese Erfahrungen sein sollte
Aber so kann man das nicht stehen lassen, das hinkt ja an allen Ecken und Enden - und gibt ein völlig falsches Bild des praktisch Möglichen.
Noch mal zum Mitschreiben:
Ich beschreibe, dass das beim Wandern und den dabei typischen Energiebedarf wunderbar autark funktioniert. Nicht nur für mich, sondern für etliche Langstreckenwanderer und seit vielen Jahren, benenne konkrete Rahmenbedingungen, Geräte Ausbeuten und Bedarfe.
Darauf wird das pauschal negiert, indem Panels lediglich völlig andere Anwendungsfälle zugestanden werden
Imho sind Solarpanels aber nur für stationäres campen bzw. Touren mit langen Pausen geeignet.
Dem widerspreche ich - und weise nochmals auf die seit Jahren breit erprobte Praxis hin - konkrete Ausbeuten sind ja bereits eingangs dokumentiert.
Woraufhin singulär mir ein spezifischer Anwendungsfall unterstellt wird, obwohl ich bereits eingangs den Thread verlinkt habe, der breite Erfahrungswerte aus der Praxis für eben jenen den Anwendungsfall der autarken Nutzung von etlichen Langstreckenwanderern über zehn Jahre [!] hinweg dokumentiert.
Für eben jenen Anwendungsfall, der pauschal negiert wurde.
Begründet wird das dann selbst wiederum mit einem Anwendungsfall, der spezifischer, anekdotischer - und mehrzu bereits im Ansatz zum Scheitern verurteilt wohl kaum sein könnte:
Ich hab mit dem Vorgänger des aktuellen Anker Panels in Schottland
Und da haben wir noch nicht über konkrete Route, Jahreszeit und Wetterbedingungen geredet. Aber anhand von einer singulären Erfahrung - mit einem einzigen, sackschweren, alten Panel - in einer einzigen - dazu wenig geeigneten Region - und ohne jegliche Angaben zu optimaler Anbringung am Rucksack, Ausbeute und Energiebedarf das generelle Anwendungszenario beim Wandern abzutun - ich bleibe dabei:
Dem widerspricht ganz einfach die Praxis, sorry.
...und zwar nicht nur meine Praxis, wie oben ausgeführt.
Und - danach wird es nicht besser, denn es zeigt sich, auf welchen völlig schiefen Grundanahmen das Ganze fußt:
eine kleine Powerbank, die nur wenige Geräte mit Strom versorgen muss, kann man damit u.U. geladen bekommen.
Nicht die größe der Powerbank - und auch nicht de Anzahl der Geräte sollte der Ausgangspunkt der Überlegungen sein, sondern der Verbrauch - an dem sich die zu erntende Stommenge ausrichtet. Ich habe Ausbeuten und Bedarfe, die i.d.R. beim Wandern anfallen benannt - und diese kann man - unter den ebenso benannten Rahmenbedingungen, die ebenso klar sind - selbst mit dem ebenso benannten kleinen Panel decken - wie ja später sogar selbst festgestellt wird!
Auf dem Rucksack ist das aber schon ein Garant für meist miese Leistung, denn je nach Verschaltung kann schon ein minimal verschattetes Modul die Leistung aller Module drastisch senken.
Auch hier - das stimmt derart pauschal einfach absolut nicht. Man kann das Panel auf dem Rucksack sehr wohl in gutem Winkel ausrichten - was sich durch Messwerte bestätigen lässt. Wenn ich lese 'auf' dem Rucksack, lässt mich das schon da im Ansatz zweifeln. Hast Du Deine Anbringung einmal durchgemessen?
Und was bringt einen zu der Annahme, dass das Ganze 'auf' dem Rucksack 'meist' verschattet ist? Auch das lässt mich eher ein PICNIC vermuten, denn ich sehe keinen Grund, weshalb es bei der Anwendung am Rucksack 'meist' das Panel verschattet sein sollte. Das lässt sich - von der konkreten Anbringung ab doch auch bereits anhand der Laufrichtung zur Sonne widerlegen. Über einen langen Lauftag hat man da selbst in sonnenzugewandter Laufrichtung mehr als genug Sonnenstunden auf dem Panel.
um eine kleine Powerbank vollzuladen, aber die hat eben auch nur begrenzte Kapazität
Was ist denn eine kleine Powerbank? und warum ist es wichtig, zu benennen, dass diese eine begrenzte Kapazität hat? Haben das nicht alle? Warum ist es relevant, dass diese voll geladen wird? Und warum ist das alles überhaupt wichtig, wenn ich die Bank so ausgewählt habe, dass sie als Puffer meinen vorher ermittelten Bedarf locker deckt? Fragen über Fragen...
Aber nähern wir uns weiter.
Man ist aber rein vom Gewicht her wahrscheinlich besser bedingt, wenn man ein oder zwei weitere mittel-große Powerbanks einpackt.
jetzt wird es spannend - und es formt sich bereits im Ansatz mittelgroßes Neugierde, ob jemand einen Weg gefunden hat physikalische Grenzen außer Kraft zu setzen.
Noch mal zur Erinnerung, wie oben benannt, bin ich mit einem A5 Panel unterwegs.
Hätte man einen Blick in den eingangs verlinkten Thread geworfen, wüsste man:
Gewicht 70g, damit lade ich meine 10.000er Powerbank (150g) über den Lauftag i.d.R. mehr oder minder gut voll, was aber gar nicht die relevante Kenngröße ist, sondern dass ich voll autark und mit mehr Stromüberschuss, als ich für die üblichen Geräte beim Wandern benötige. Bei einem Gewicht von 220g - sagen wir großzügig 250g viel zu schweren Kabeln (die ich natürlich nicht dabei habe). Und das ist bereits ein äußerst opulentes Setup, dessen Puffer den Verbrauch bei Weitem übersteigt, wie die eingehende Lektüre offenbart hätte.
Wie zum Teufel also mit 'ein - oder zwei [!] mehr mittelgroße Powerbanks - besser bedient' - wie soll das gehen? Und was sind 'mittelgroße Powerbanks? Der Spannungsbogen steigt!
Es folgt allerdings abermals erstaunliches der Kategore:
Zitatspezifisch, anekdotisch - und mehrzu bereits im Ansatz zum Scheitern verurteilt
Das neuere Anker Panel wiegt wenigstens nur noch ~420g (der Vorgänger lag afaik bei >600g). Die Nitecore NPB4 wiegt 378g, hat 20.000mAh und ist sogar IP68, die Nitecore NB20000 wiegt ~325g.
nämlich ein viel zu schweres Setup mit sechs[!] Mal so schwerem Panel, wie von vielen derzeit genutzt - und eine Powerbank, die eben nicht eine am Bedarf ausgerichtete Powerbankgröße wie selber weiter unten noch bemerkt werden wird.
(nicht mal eine, die das optimale Verhältnis von Gewicht zu Kapazität hat, denn das sind derzeit nun Mal 10.000er. Selbst, wenn man zwei davon mitnehmen würde, wie oben geschrieben, wäre man noch leichter - und hätte zudem Ausfallsicherheit, aber gut.)
Im Ergebnis sind wir bei 750 bis 950g, also das drei- bis vierfache des Nötigen.
Das aus diesen derart schrägen Annahmen als Voraussetzung im Ergebnis die Negierung des Anwendungsfalls folgt, ist dann wirklich kein Wunder.
Und - das ganze zeigt neben dem völlig ungeeigneten Panel zudem wie bereits angeschnitten den eklatanten Denkfehler des viel zu groß gewählten Pufferspeichers für den nötigen Energiebedarf!
Es wird gedanklich eine autarke Speicherlösung, die für eine Woche reichen soll (350g, 20k Powerbank) mit einem Solarpanel Setup genutzt, dass den Speicher nur als Puffer benötigt und nachliefert - und beim diskutierten Verbrauch beim Wandern mit einem viel kleineren Puffer blendend auskommt!
So eine Powerbank würde mindestens 10h (eher mehr)am Solarpanel hängen, um geladen zu werden und dabei auch noch nicht verschattet werden.
So weit die ungefähre Physik, genau.
Nur nochmals - warum ist die Kapazität relevant und nicht der Verbrauch?
Das sollte für 4x Smartphone laden ausreichen + eine Handvoll Ladungen für eine Smartwatch. Damit alleine kann man schon bis zu einer Woche auskommen.
Eben -der Verbrauch ist deutlich niedriger, man braucht beim Wandern keine täglichen 20.000mAh!
Die Powerbank hinge in eben dieser Woche Wandern locker 70[!] Stunden am Panel!Da kann ich noch so viel Verschattung, Schlechtwettertage etc. abziehen - es geht sich in der Praxis super[!] aus!
Selbst mit kleinerem Panel und halb so großer und weniger als halb so schwerer Powerbank, 10.000 mAh - selbst mit diversen Geräten! Ich aase mittlerweile mit Strom auf Tour! Ich muss nicht hoffen, abends eine Steckdose zu finden. Ich höre mittlerweile auf langweiligen Tagesetappen selbst mit Bluetooth Kopfhörern Musik, dazu Kopflampe, jede Menge Smartphone Verbrauch durch Navigation, Trekking, Fotos etc. etc.
Den Break even der Ansätze, die alle ihre Berechtigung haben - Panel mit Powerbank, Nur Ladestecker, Powerbank mit Ladestecker - kann sich jeder anhand seines Verbrauchs selbst ausrechnen - und anhand seiner Tour ( und den dabei relevanten Rahmenbedingungen, die für oder gegen den ein oder anderen Ansatz sprechen) gewichten und abwägen und damit je nachdem besser bei dem einen oder dem anderen Ansatz liegen.
Für alle dieser Ansätze gilt aber, mit den richtigen Annahmen zum Verbrauch zu hantieren und die Setups dahingehend optimiert zusammenzustellen, um sie fair vergleichen zu können und das jeweils beste Setup für das Geplante zu wählen.
Sonst kommt halt Murks dabei raus und man braucht sich nicht wundern.