Beiträge von erik

    So, jetzt bring ich noch einen Parameter ins Spiel: den Abstand der Hängemattenenden zu den Häken.

    Die Stangen hab ich jetzt alle gleich lang. Wenn ich aber dann liege, stoße ich mit den Füßen an den Stangen an. Weil ja meine Beine leichter als mein Oberkörper, dafür aber länger sind. Kürze ich nun den Abstand Hägematte-Haken am Kopf und verlängere den anderen, verschiebe ich mich - und damit auch den Schwerpunkt - innerhalb der Stangengeometrie Richtung Kopf. Die Beine haben Platz und der Kopf auch noch.

    Insgesamt eine Sache mit schierbar unendlich viel Einstellungsmöglichkeiten ....


    Offen ist auch die Frage, ob es eher Vor- oder Nachteile bringt, wenn man die beiden Dreiecke des Ständers unterschiedlich lang macht, um den Schwerpunkt etwas zu verschieben.

    Ich tendier schon langsam in die Richtung, dass eine künstliche Verschiebung des Schwerpunkts (durch längeren Stangen am Kopf) nicht notwendig ist, weil beim (Durchschnitts-)Mensch der Körperschwerpunkt eh schön über der Mitte liegt (und sich z.B. beim Füßeeinziehen noch mehr Richtung Kopf verschiebt). Bei kompletter Symmetrie der Stangen muss man die Ridgeline nur geringfügig schräg nach oben Richtung Beine einstellen um ein Umfallen im leeren Zustand zu vermeiden. Und so richtig gemütlich wirds ja erst (bei mir) wenn die Füße noch höher hängen. Und wenn man den Ständer so schräg hinstellt, dann kann man auch problemlos in der Mitte sitzen ohne Richtung Füße kippen zu drohen.

    Ich möchte noch kurz von meinen gestrigen angewandten geometrischen Übungen berichten:

    Die von [USER="153"]Waldläufer70[/USER] vorgeschlagenen 170/255cm für Kopf und 160/240 für Fuß und 150cm Gurtband gehen überhaupt nicht. Ich (183cm, 90kg), und meine Hängematte (335cm) liegen da sowas von auf, am Kopf als auch auf den Beinen. Breiter machen geht nicht mehr, weill ich dann am Boden liegen würde.

    Ich hab mich dann an eine praktikable Höhe herangetastet, und die ist bei mir um die 240cm auf den langen und 230 auf den kurzen Stützen bei einer Breite von ca. 180cm. Dann habe ich eine angenehme Sitzhöhe und der Kopf und die Füße sind je ca. 10cm von den Stangen entfernt.

    Ein Gedanke noch zum Gelenk: Die blauen Rohrstückerl hier haben einen Außendurchmesser wie der Innendurchmesser der langen Stangen. D.h. man kann sie einfach reinstecken. Bei den oberen Gelenken kommen ein paar Beilagscheiben zwischen die beiden blauen Rohre, damit, wenn die langen Stangen drübergesteckt sind, ein Spalt zwischen den beiden ist und sie gegeneinander bewegt werden können. Das Gelenk selbst wird mit einer selbstsichernden Mutter nicht zu fest verschraubt. Sollte es sich mit der Zeit komplett verschleißen kann man es günstig ersetzen. Dadurch, dass die Rohre nur gesteckt werden hat man zwei Freiheitsgrade.


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    Zitat

    Die Zahlen stammen von deinem letzten Posting. Falls ich mich nicht verkonstruiert hab, liegt man mit einer 3,4m Ridgeline fest am Boden

    ALLES FALSCH!!! Nein, im Ernst: ich hab einen viel zu großen Seitenabstand angenommen (Seillänge unten am Boden) Jetzt stimmen die Zahlen:

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    Ich hab mir gedacht, die einzelnen Rohre sind richtige Zylinder (nicht konisch), haben aber im Gegensatz zu den "normalen" Rohren genaue Maßtoleranzen, so dass gewährleistet ist, dass das nächstkleinere Rohr genau in das größere Rohr passt. Außendurchmesser ist z.B. 19.90mm, der nächste Innendurchmesser 20.00mm. D.h. man kann die Rohre erst mal alle inneinanderschieben. Die Arretierung muss man dann noch basteln, z.B. einen Zapfen reinkleben, ober eben Querbohrungen für einen Bolzen machen.

    Davon bin ich eigentlich ausgegangen.

    Aber ich glaub Alu ist sowieso das Gscheitere, allein wegen der Sicherheit.

    So, jetzt stellt sich langsam die Frage nach dem Material.
    Aus meiner Sicht bieten sich an Rohre aus Aluminium, Carbon und Glasfaser an.

    Carbon (CFK) ist natürlich superfesch, leicht, cool, .... aber auch sehr teuer und vor allem spröde
    Glasfaser (GFK) ist nicht mehr so fesch, gar nicht mehr so leicht, aber günstiger, und auch sehr spröde
    Aluminium ist herrlich zäh im Vergleich zu den beiden Faserkonkurrenten und spielt gewichts- und preismäßig in etwa in der selben Liga wie GFK.

    Ziemlich nett fände ich es wenn man die einzelnen Stäbe in sich zusammenstecke könnte, könnte man z.B. mit diesen teleskopierbaren Rohren machen:
    https://www.bolek-shop.de/gfk/profile/ge…-serie-t?c=1306

    Die alles entscheidende Frage allerdings ist, welchen Durchmesser und Wandstärke nehmen?

    Hat da wer eine Idee?

    Was mich noch Wunder nimmt: Lässt sich das Modell zusammenfalten? Ich meine so, dass alle vier Stangen parallel liegen? (Ich hätte ja auf ein Nein getippt.) Oder muss man die Teile auseinander nehmen?

    Nein nein, zusammenfalten geht gar nicht, ich hab Stecknadelköpfe als "Kugelgelenk" mit Mini O-Ringen als Verbinder verwendet. Muss man zerlegen. In Echt möchte ich gerne teleskopierbare Rohre nehmen, ich weiß nur noch nicht welcher Werkstoff und welche Dimension und woher.

    Ich hab plötzlich die Bastelwut bekommen ....

    hier die Maße:
    lange Stange: 2,4m
    kurze Stange: 1,8m
    Seil unten: 1,5m
    Ridgeline: 3m

    mit 1,4m über der Erde wirds glaub ich etwas knapp

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    Lösen könnte man das Problem, wenn das Gestell die gleiche Asymetrie aufweisen würde.

    Die lange Seite würde an der Kopfseite vorbeiführen, die kurze Seite an der abgewandten Seite.
    Dadurch sollte sich mehr Raum am Kopf ergeben

    Hervorragende Idee! Sowas bau ich mir auch. Hab's gleich mal visualisiert. Allerdings glaube ich, dass die Kopfseite die der kurzen Stange sein soll. in meinem Fall liege ich mit dem Kopf links. Die Stange ist weiter weg und weiter unten/hinten.

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    Noch mal anschaulich, weil meine Zeichenkünste überschaubar sind:

    Oben und unten je zwei Scharniere, keine Möglichkeit zur Verwendung als Hängemattenständer

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    Schrägt man allerdings die unter Kante ab ....

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    kann man, nachdem man die oberen Scharniere einen exakt voreingestellten Winkel abbiegt, den Ständer auseinanderklappen. Die Länge des Seils am Boden muss mit dem Winkel zusammenpassen, aber das hat [USER="33"]waldläufer[/USER] schon alles in #38 beschrieben

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    Das bezweifele ich. Bei dieser Konstellation sollte der eine Klebestreifen das Öffnen in Längsrichtung und der andere Klebestreifen das Öffnen in Querrichtung verhindern. Damit hält des Würfelpaket fest zusammen.

    Hab ich etwas falsch beschrieben, man muss natürlich die Klebestreifen in der Mitte teilen, so dass nur jeweils zwei Stangen miteinander verbunden sind, also insgesamt 4 Klebestreifen (Scharniere)

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    Nein! Das würde auch mit Holz funktionieren. Das sind acht Ebenen mit acht Scharnieren, wenn man nur den "Innenraum" betrachtet. - Und wo siehst du beim Himmel-und-Hölle-Spiel ein Tetraeder wie beim Hängemattengestell?

    Wenn ich vier Würfel wie in der Skizze zusammenlege und mittels Klebeband (Scharnier) verklebe (die dunklen Streifen) dann hab ich eine Holz-Himmel und Hölle. Eine die verkehrt rum liegt. Dann geht nur die einer ODER die andere Richtung zu biegen.
    Jetzt kann ich mir vorstellen, den einen Klebestreifen auf der unteren (gegenüberliegenden) Seite anzubringen, dann hab ich zwar keine echte HuH mehr, aber ich kann immer noch die eine oder die andere Richtung knicken. Und dann stell ich mir vor ich hätte keine Würfel sondern lange Stäbe verwendet, und flugs hab ich einen Hängemattenständer .... den man allerdings nicht ausklappen kann, weil eben zu wenig Freiheitsgrade vorhanden sind. Wenn ich allerdings bei zwei Stäben eine leichte Schräge am Ende draufmache, kann ich den Hängemattenständer - wie Du eh schon geschrieben hast - in genau einer Form aufstellen.

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    Das Beispiel mit "Himmel und Hölle" habe ich übrigens nicht verstanden. Bei diesem Spiel muss ich zwar - fürs Spiel - abwechslungsweise waagrecht und senkrecht öffnen. Ich kann aber problemlos auch in beide Richtungen gleichzeitig öffnen. Aus meiner Sicht ist das ein völlig anderer Fall.

    In beiden beiden Richtungen gleichzeit öffnen geht aber nur weil das Papier flexibel ist. Wenn du dir eine aus vier Holzwürfeln vorstellst, dann geht eben nur die eine oder die andere Richtung.

    Ich meine, man braucht bei zwei Gelenken zwei Freiheitsgrade. Also entweder oben oder unten. Ich hab bei den oberen Ecken normale Scharniere konstruiert (an den Kanten) und bei unteren Kugelgelenke (an den Ecken)
    Bei vier Scharnieren lässt sich nur die eine oder die andere Ebene klappen, wie bei Himmel oder Hölle, wenn das wer kennt.

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