Vor ein paar Tagen - zum Glück noch rechtzeitig vor dem Urlaub - kamen die restlichen Carbonrohre an und ich konnte mein angekündigtes Projekt angehen: einen Hängemattenständer für die Cross Hammock. Ich habe mit dem von Schaumkuppel entwickelten Konzept ja bereits sehr positive Erfahrungen gesammelt, nur dass die Eichenstangen meines ersten Modells knappe 8 Kilo auf die Waage bringen. Das ist nichts für einen Urlaub mit leichtem Gepäck. Also sollte das Nachfolgermodell aus Carbonrohren bestehen - dem momentan attraktivsten Material, wenn es um ein optimales Verhältnis von Gewicht und Steifigkeit bei Druckbelastungen geht. Denn Biegekräfte - das konnte ich beim Eichenholz-Prototyp feststellen - treten bei einem Hängemattenständer dieses Typs kaum auf.
Die erste Überlegung richtete sich auf die Dimensionen des Materials. Viel länger als 50 cm sollten die einzelnen Sektionen nicht sein, um die Transportabilität zu garantieren. Und als Außendurchmesser habe ich mich nach mancherlei Überlegungen schließlich für 28 mm entschieden. Die Wandstärke beträgt 1 mm. Für die Verbindung der Rohre untereinander habe ich Hülsen verwendet, die gleichfalls aus Carbonrohren (500 x 26 x 24 mm) bestehen. Jedes Dieser Rohre wiegt sagenhafte 60, bzw. 62 Gramm!
Die Hülsenrohre habe ich geviertelt und dann mit Schleifpapier eine leichte Press- bzw. Übergangspassung hergestellt, wie ich das vor vielen Jahren mal in meiner Werkzeugmacherlehre gelernt habe. Damit klemmen die Hülsen an der einen Seite fest und können auf der anderen locker gesteckt werden. Geklebt wurde nichts. Verarbeitet habe ich die Rohre mit Schutzhandschuhen draußen, denn Carbonstaub soll nicht viel gesünder als Asbest sein.
Dann muss man den Ständer nur noch zusammenstecken und an den Enden Bohrungen für die Soft Shackles anbringen. Dafür habe ich jeweils zunächst einen alten Weinkorken eingepfropft und dann ein Endteil aus Hartplastik aufgeklebt. im Innern sind die Rohrsektionen durch einen Gummizug verbunden, wie man das bei Zeltgestänge kennt.
Das Ergebnis kann sich meiner Ansicht nach sehen lassen:
Der Ständer ist enorm steif, aber ich bin doch froh, dass ich nicht noch dünnere Rohre gewählt habe. Und das Beste: der Ständer wiegt weit unter 2 Kilogramm. 200 Gramm wiegen allein die 4 Sandheringe, die ich nächste Woche am Strand brauchen werde.
Damit dürften ab sofort auch Fußwanderungen durch die Wüste für Hängemattenschläfer im Bereich des Möglichen liegen...
Beiträge von Cross Hammock
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Weil die Lokalität, das Wetter und die Gruppendynamik stimmten, haben wir den Abend in vollen Zügen genossen.
Erst nach 22:00 Uhr begann es etwas zu tröpfeln, sodass noch ein Tarp nötig wurde. Als der Himmel gegen 1:00 Uhr seine Schleusen zu öffnen begann, lagen wir längst in den Hängematten. Es groß die gesamte Nacht in Strömen und morgens bot sich mir in die eine Richtung dieses Bild.
Unter dem Gewächshaus hatte seit einiger Zeit schon vonLieven Zuflucht gefunden. In Richtung Schnietz geblickt sah es so aus:
Unter diesen Umständen ist man einerseits froh, in der Hängematte zu liegen (wenn das Tarp am richtigen Platz hängt und alles dicht ist). Andererseits steht man nach dem Aussteigen sofort im Morast.
Gegen 9:00 Uhr gab es eine zweistündige Regenpause, die wir zum Abbauen und zur Rückfahrt nutzen konnten. Erst als ich in Schmöckwitz in der Straßenbahn saß
setzte der Dauerregen wieder ein. Aufs Ganze gesehen hatten wir einiges Glück und werden diesen Sommer doch nicht als durchgängige Trockenperiode in Erinnerung behalten müssen... -
Unser Hang-Out hat sich mal wieder zu einem für alle Beteiligten denkwürdigen Ereignis entwickelt. Seit Mitte April gab es in Berlin keinen nennenswerten Niederschlag mehr - und welchen Termin suchen wir uns für unser regionales Sommertreffen aus? Aber seht selbst.
Begonnen hat alles recht vielversprechend. Von dem für gestern Nachmittag vorhergesagten Gewitter blieben wir nahezu vollständig verschont.
In vonLievens Gumotex, dem Grabner-Kayak von Schnietz und meinem Alpacka Gnu haben wir uns gegen 16:30 an der Schmöckwitzer Brücke mit allem Geraffel auf der Dahme eingeschifft (klingt komisch, aber das sagt man, glaub ich, so).
Nach eine knappen Stunde kam die Insel Seddinwall in Sicht, an der es aus Hängemattenperspektive nicht viel auszusetzen gibt.
Ein passender Anlandepunkt war auch schnell gefunden. Badende Kinder? Fehlanzeige.
Von etlichen aus dem Urwald auftauchenden Dauercampern wurden wir dann trotzdem noch eine Ecke weiter komplimentiert.
Bäume gab es zwar jede Menge, aber es bedeutete schon eine gewisse Herausforderung, die passenden davon im richtigen Abstand und mit dem richtigen Durchmesser zu finden. Die reine 30°-Abspannlehre konnte ich unter den aktuellen Gegebenheiten leider nicht beachten, aber dank dehnungsarmer Dyneema-Schnüre war das kein Problem.Schnietz und ich haben uns unmittelbar am Wasser postiert, vonLieven etwas weiter rechts und Furbrain im Gelände hinter der Kamera. Der Platz im Vordergrund war für den Abend unser Wohnzimmer.
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Zusätzliche Paddel können wir uns schenken, denn wir werden wahrscheinlich nur zu viert sein. Ich bringe aber noch ein zusätzliches Tarp zum drunter-Sitzen mit. Wetterbericht sieht eigentlich ganz gut aus. Falls ihr es einrichten könnt, wär es auch nicht schlecht, pünktlich zu starten, denn nach 16:00 soll es schon noch paar Tropfen geben.
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Hallo Leute, morgen ist es soweit und wir stechen 16:00 Uhr an der Schmöckwitzer Brücke in See Richtung Seddinwall. Treffpunkt Strandbad rechts neben der Brücke. Das Wetter soll nicht ganz optimal sein, aber von paar Tropfen Regen lassen wir uns nicht abschrecken, oder? Ich komme doch allein und könnte also noch jemanden im Alpacka Gnu mitnehmen. Eine kurze Rückmeldung wäre gut, dann bringe ich noch ein zweites Paddel mit. Wenn am Donnerstag das Wetter mitspielt, würde ich noch gerne über den Gosener Graben bis nach Erkner paddeln und dann von dort mit dem Zug zurückfahren. Das soll eine großartige Strecke durch das größte Naturschutzgebiet bei Berlin sein. Hätte - vorausgesetzt das Wetter spielt mit - jemand von euch Lust, diese 7 Paddelkilometer noch mitzunehmen?
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Ja, das Video habe ich gesehen und auch die Info, dass dem Erfinder die Carbon-Rohre kaputtgegangen sind, hat mich erreicht. Ich möchte das trotzdem selber ausprobieren, weil ich in der nächsten Zeit verschiedene Hängesituationen haben werde, bei denen ich mich nicht auf das Vorhandensein von Bäumen verlassen kann. Das werde ich natürlich auch hier vorstellen, aber momentan warte ich noch auf die Rohre.
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Ja, das liegt wahrscheinlich daran, dass kaum eine Querbelastung der Stangen auftritt. Ich warte momentan noch auf Carbon Rohre, aus denen ich einen Tensahedron unter 2 kg bauen will. Einige der Rohre sind schon da.
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Die Überlegung ist eigentlich, durch die eingenähte Apex-Isolation den Underquilt einzusparen. Ich bin von dem gestern Abend fertig gewordenen Prototyp begeistert, obwohl ich noch ausprobieren muss, wie man darin eine ganze Nacht schläft. Der Nachteil der Konstruktion ist ganz offenbar, dass diese Form der Cross Hammock ganz genau auf den Nutzer zugeschnitten werden muss. Wenn z.B. kürzere oder breitschultrigere Leute als ich die Matte nutzen, müssen einzelne Maße der Schnüre genau angepasst werden, sonst liegt man entweder im Hohlkreuz (so geht es meiner Frau) oder der Stoffdruck auf der Schulter wird zu groß oder - davon hat mir barfuß mal geschrieben - die Füße hängen runter, wenn man auf der Seite liegt. Ich bin momentan noch skeptisch, ob ich unter diesen Umständen ein Angebot für eine größere Nutzergruppe erstellen kann. Außerdem steht - ohne Isomatte - natürlich wiederum die Frage im Raum, ob man eine Cross Hammock Isolation für Leute, die mehr als ich mit meinen 75 kg wiegen, überhaupt anbieten kann, ohne Schäden an Matte und Gesundheit zu riskieren. Es gibt also noch viel zu tun.
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Das Thema dieser Diskussion beschäftigt mich schon seit langem, weil ich sehr gerne autark unterwegs bin und trotzdem wenig Lust habe, viel zu schleppen. UL ist meiner Meinung nach ein wichtiges Mittel, um diesem Ziel nahe zu kommen. Aber es gilt: es gibt keine absoluten, sondern nur relative Lösungen. Bestimmte Bequemlichkeiten erkaufe ich mir mit Mehrgewicht, weil die Materialien einfach bequemer oder qualitativ besser sind. Bezogen auf die Cross Hammock heißt das: Ich schenke mir 30 g Gewichtsersparnis, die die Verwendung von soft shackles gegenüber Karabinern bringen würde, weil Karabiner einfach viel bequemer zu handhaben sind. Und ich verzichte nicht auf Kanirope-Seitenschnüre, die doppelt soviel wiegen und 11mal mehr kosten als Billig-Dyneemaschnüre aus China, weil der Qualitätsunterschied sofort ins Auge springt.
Trotzdem kann ich seit heute einen neuen Rekord beisteuern: Mein DIY-Setup, bestehend aus Cross Hammock Isolation (neuer Prototyp, noch nicht erhältlich), Quilt, Tarp, Rucksack wiegt inclusive aller Abspannmaterialien und Heringe genau soviel:
Im einzelnen sind das:
- DIY-Daunen-Quilt (400 g - grauer Packsack),
- olivfarbener Beutel mit Heringen und Abspannschnüren (100 g)
- kleiner blauer Packsack mit dem Tarp (300 g)
- Prototyp der Cross Hammock Isolation mit Climashield-Apex-Isolation und allen Schnüren und Baumgurten im blauen Packsack (700 g)
- der DIY-Rucksack wiegt etwas über 400 g
Das Gewicht der Kiste wurde selbstverständlich rausgerechnet.
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Haben denn alle einen Platz im Boot? Die Packraft-Flotte von omorotschka steht ja wohl nicht zur Verfügung. Ich komme zwar mit dem Alpaka Gnu, in dem für zwei Leute Platz ist, aber aller Voraussicht nach kommt auch M. mit, der beim ersten Test im Tiergarten dabei war. Also kann ich wahrscheinlich hangloose nicht mitnehmen, der, wenn ich richtig sehe, noch bootlos ist.
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16:00 Uhr ab Schmöckwitzer Brücke klingt auch für mich machbar!
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Neben den gewerblichen Ansprüchen, denen man nur in einem Shop entsprechen kann, finde ich es auch wichtig, dass hier in erster Linie der Austausch über Fragen, Projekte und Unternehmungen stattfinden kann. Dass der eine oder die andere de facto mehrere Rollen innehat, ist unvermeidlich und muss man wohl akzeptieren.
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Aus gegebenem Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass ich Bestellungen nur über den Shop auf meiner Seite abwickele und nicht über Privatnachrichten hier im Forum. Danke für euer Verständnis!
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Ich fahre am 23. Juli drei Wochen in den Urlaub. Bis dahin habe ich zwar noch jede Menge Termine sowohl unter der Woche als auch am Wochenende zu absolvieren, aber ich habe ebenfalls große Lust auf einen Hang in ähnlicher Konstellation und Umgebung wie letztens. Ein doodle ist vielleicht wirklich eine gute Idee! Setzt du einen auf, [USER="176"]hangloose[/USER]?
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Ja, du hast ein super Ortsgedächtnis!
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