Gute Idee! Wie bereits nebenan gepostet, fallen mir Gütermann, Kanirope und Austri Alpin als deutsche bzw. europäische Hersteller ein. Hängemattenstoffe kommen entweder aus Polen, oder aus China via USA. Dieser aus England stammende Stoff wird zwar für Hängematten beworben, ist aber mit 1,28 m dafür de facto zu schmal.
Beiträge von Cross Hammock
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Ich glaube auch, dass es eine ganze Reihe Billigprodukte aus China gibt, die ihrem Namen keine Ehre machen. Aber man muss auch sehen, dass es nur noch ganz wenige in Deutschland ansässige Firmen gibt, die Hängematten und das Zubehör dafür herstellen (sagt jemand, der hier produziert und am liebsten viel mehr hiesige Produkte verarbeiten würde).
Außer Kanirope, Gütermann und Austri Alpin fallen mir gerade gar keine Materialhersteller ein, von denen ich sicher weiß, dass sie in Deutschland oder Europa produzieren. Bei Gütermann kommt die absurde Pointe hinzu, dass es das Garn, auf dem "Made in Germany" steht, nur in den USA zu kaufen gibt.
Wahrscheinlich sind die allermeisten unserer Hängemattenstoffe aus China - auch wenn wir das nicht wissen. Und was meinen Karabiner betrifft, ist das mittlerweile ein sehr verbreiteter Hängemattenkarabiner, auch die Bilder, die droney heute gepostet hat, scheinen mir genau diesen Karabiner zu zeigen.
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Weil Stippenfischer gerade das Stichwort benutzt hat: könnten die Berechtigten dieses Thema mit dem tag Nähmaschine versehen? Der Ersteller war Durchhänger - und hat sich aus dem Forum schon längst wieder verabschiedet.
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Ich habe auch mal 7 Jahre in Schweden gelebt - allerdings noch vor meiner Hängemattenzeit. Von den natürlichen Voraussetzungen her gibts sicher kaum ein schöneres Land für unser Hobby.
Välkommen hit!
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Ich vertraue in sicherheitsrelevanten Fragen auch nicht gerne auf Gefühle, sondern auf ausgiebige Tests und auf einen (chinesischen) Hersteller, der mir die Karabiner seit anderthalb Jahren in konstant hoher Qualität liefert.
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der Hängemattenstoff ist auch deshalb so schwer, weil er doppelt belastet wird: mit dem Gewicht des Nutzers in der Matte, und mit dem Gewicht der Isolierung von unten. Und ich denke, auch die Schweissnähte schwächen den Stoff.
Denkst du wirklich, das muss man extra berücksichtigen? Und waren die Nähte an der Arbora geschweißt? Ich gehe eigentlich davon aus, dass die angenähte Isolation keine großen Auswirkungen auf den Hängemattenstoff hat. Die angenähte Daunenkammer muss natürlich so dimensioniert sein, dass sich bei belasteter Hängematte die Daunen in der Kammer frei aufplustern können. Bei der Climashield Isolation hätte ich den untergenähten Hexon 1.0 Stoff, der die Isolation am Hängemattenstoff fixiert (die übrigens nur am Rand mitgefasst, aber nicht durch weitere Stütznähte gehalten wird), etwas großzügiger dimensionieren sollen, d.h. 10 cm Zugabe in Breite und Länge, anstatt nur 5 cm.
Und du hast recht: gewichtsmäßig komme ich mit Daunen-Isolation etwas höher, aber nur ca. 100g.
Die 133er Climashield Isolation wiegt für eine Cross Hammock 221 Gramm (die Kiste wurde rausgerechnet).
Dem stehen rund 300 Gramm Gewicht für die Daunen-Isolation gegenüber. Aber damit sollten dann auch Minusgrade auszuhalten sein.
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Exakt die gleichen Karabiner nutze ich an der Cross Hammock (sie kosten in China die Hälfte wie bei Dutch).
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Eine Konstruktion wie die von Arbora funktioniert nur deshalb, weil die Isolierung synthetisch (mehr Gewicht als jeder Trägerstoff!) ist, benötigt
Ja das stimmt, die Arbora war richtig schwer, aber das lag am schweren Material, doppellagig wurde da, soweit ich mich richtig erinnere, nichts verarbeitet. Wenn ich noch mal eine isolierte Cross Hammock mit Daune fertige, nehme ich Dobby, der Stoff sieht zwar kurios aus und fühlt sich außen recht glatt an; die Liegeeigenschaften gefallen mir aber recht gut.
0° 20D Wooki XL 850FP - 25 oz / 709g
0° Standard Incubator 850FP - 25.72 oz / 730g
0° Habanero 70" 900FP (!) - 25.3 oz / 718g
Da wiegt die Cross Hammock Isolation mit 133er Apex-Fütterung zum Glück weniger - wohlgemerkt einschließlich Hängematte, Karabinern und Spider Daisy Chain-Baumgurten. Aber leider ist es mir noch nicht gelungen, darin eine Nacht durchzuschlafen, weil das Fußende einklappt. Aber damit experimentiere ich noch.
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Nein, ich will mich lieber nicht als Kenner vieler verschiedener GE-Modelle ausgeben. Was mir bei Arbora besonders gut gefiel, war die eingenähte Isolation, die keinerlei Kältestellen zuließ. Deshalb bin ich auch ein großer Fan der in der Galerie gezeigten Weihnachts-Cross Hammock mit eingenähter 133g Apex-Isolation. Da gibt es (im generellen Rahmen der Isolationsleistung) auch keine Cold-Spot-Probleme.
Ich weiß, dass viele hier die Wooki-Variante bevorzugen, und was die Isolationsverteilung gegenüber einem normalen Underquilt angeht, leuchtet mir dessen Konstruktion auch ein. Nur damit, dass ich in jedem Fall 5-6 m2 Stoff mehr mitschleppen muss, werde ich mich wohl nie abfinden können. Aber das hängt damit zusammen, dass ich immer möglichst mobil und leicht unterwegs sein will. Wer mit dem Auto zum Hängplatz oder in dessen Nähe vorfährt, hat damit natürlich kein Problem.
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Haben die auch eine integrierte Isolation? @Furbrains Scandinavian Wooki unter der XLC war für mich leider zu kurz, da blieben die Füße kalt...
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Traurig, das war bisher die einzige GE-Hängematte, in der ich mich wohl gefühlt habe.
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Wow, das Material begeistert mich! Ich bin sehr gespannt darauf und werde es definitiv testen - falls es stabiler sein sollte als Hexon 1.0, das mir ja gerissen ist.
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Ich verwende Soft Shackle zum Verbinden der Carbonstangen an meinem Hängemattenständer. Dafür eignen sie sich ganz gut, weil diese Verbindung nur selten geöffnet werden muss. Aus 7/64 Amsteel gefertigt, macht der Soft Shackle deutlich mehr Freude als aus Liros-Dyneema, weil dort die einzelnen Stränge leicht aufdröseln, bzw. man beim Spleißen leicht die einzelnen Stränge verletzt. Beim Amsteel Shackle braucht man auch kein Aufziehband, beim Liros Shackle ist das dagegen sehr sinnvoll.
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Man muss da so um die Ecke denken und sich immer vorstellen wo welche Lage hin soll und wo sich nach dem Drehen welche Seite befinden wird.
Ja, Nähen ist wirklich echte Gehirnakrobatik. Was ich noch nicht kapiert habe: warum hast du die eine Seite des Kissens komplett offengelassen? Oder ist das nur noch nicht ganz fertig?
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Herzlich willkommen im Forum! Kajak, Tipi und Zeltofen gehören bei mir - neben der Hängematte - auch zum Ausstattungsstandard. Bin sehr gespannt zu hören und zu sehen, auf welchen Touren du diese Dinge nutzt.
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Zwei Lagen 100er isolieren garantiert besser als eine Lage 200er, weil darin mehr Luft eingeschlossen wird.
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Die rechtliche Seite der Hängemattennutzung ist ein Thema, das eng mit der Wald- und Naturschutzgesetzgebung verbandelt ist - und die ist in Deutschland so eng reglementiert, das einem manchmal ganz schlecht werden kann - mir jedenfalls. Sacki hat sich über diese Regelwut kürzlich in einem Video Luft gemacht, und mir damit aus der Seele gesprochen. Ich habe ihm daraufhin ein Foto geschickt, das im Community-Bereich seines Kanals seit zwei Wochen für rege Diskussion sorgt.
Ich gebe zu, dass ich mir bei meinen Outdoor-Unternehmungen Freiheiten herausnehme, die die rechtlichen Grenzen regelmäßig überschreiten. Aber ich tue das mit Verantwortungsbewusstsein, Augenmaß und viel Erfahrung. Und deshalb ärgere ich mich immer über Videos, in denen die halbe Zeit gesägt und Shelter gebaut wird. Solchen Leuten muss man Grenzen setzen. Für mich und die Berliner Hängercommunity gilt bei unseren Treffen die Leave No Trace-Regel. Natürlich haben wir auch Holz verbrannt, aber das lag im Wald herum und wurde in einem Ofen verbrannt, der keine Brandflecken auf dem Waldboden hinterlässt.
Danke an noodles , dass er aus Rechtskennerperspektive ein paar Anhaltspunkte beigesteuert hat, die das Hängemattenübernachten im Wald
nicht prinzipiell illegal erscheinen lassen.
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Zurück zum anfänglichen Thema. Ich muss gestehen, dass ich solchen Videos ziemlich skeptisch gegenüber stehe. Begriffe wie "survival" oder "survival situation" werden inflationär in Outdoorforen und besonders bei Youtube verwendet. Sie zeugen von der Sehnsucht , unserer Hightechwelt entkommen und mit einfachsten Mitteln der Natur standhalten zu wollen. Oftmals sind diese Mittel, d.h. das Outdoor-Equipment, dann aber doch wieder direkte Abkömmlinge der Hightechwelt, sodass die angekündigte "survival situation" de facto nicht besteht, weil der Daunenschlafsack und die daunengefüllte Isomatte die Kälte und das wasserdichte Zeltdach die Nässe komfortabel fernhalten.
Und dann gibt es noch Leute wie hier im konkreten Fall, die sich wirklich kasteien. Vor denen habe ich erst mal Respekt. Aber war es - bei genauerem Nachdenken - nicht eine ziemliche Schnapsidee, aus dem Fallschirm eine Hängematte zu machen? Besser geschützt hätte er sich doch wohl, wenn er sich aus Reisig und Fichtenzweigen eine ordentliche Unterlage gemacht, neben der das Feuer entzündet und sich dann in die doch recht üppigen Stoffbahnen eingewickelt hätte, sodass mehrere Lagen den Körper umschließen. Damit hätte der Beitrag zwar nicht mehr ins Forum gepasst, aber der Kälteschutz wäre definitiv effektiver gewesen.
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Verständnisfrage: Wie spannst du eine Hängematte bei einem Baumabstand von ca. 200 Meter ab?
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Hier nutzt Kenneth Kramm ein Cordura-Tarp als Hängematte.
Man staunt immer wieder, was so alles geht. Cordura ist ein ganz bewusst rau gehaltener und deshalb extrem abriebfester Stoff. Das sind Eigenschaften, die man in erster Linie weder bei einer Hängematte noch einem Tarp benötigt. Viele Cordurastoffe sind per se auch nicht imprägniert oder beschichtet und deshalb im Rohzustand auch nicht wasserdicht. Ich habe mal eine Tasche für einen Schlitten aus einem imprägnierten Cordura genäht. Wenn ich mir vorstelle, in einer Hängematte zu liegen, die aus diesem Reibeisenstoff gefertigt ist, kriege ich eine Gänsehaut. Aber das hält diesen YouTuber nicht davon ab, ihn genau dafür einzusetzen.