Beiträge von Cross Hammock

    Meiner Meinung nach sind Quilts nur etwas für Frühling bis Herbst. Leute wie Ryan Jordan schlafen damit zwar auch noch in der Arktis, aber ich finde, dass die Aufgabe, die Wärme am Körper zu halten, von einem gekammerten Schlafsack (ohne Reißverschluss) besser gelöst wird. Wenn wir Berliner übernächste Woche rausgehen, werde ich auch noch keinen Quilt nehmen, sondern den Schlafsack mit 300 g Daune. Der Quilt ist dann gut, wenn man die Möglichkeit haben will, sich aufzudecken, weil es sonst zu warm wird. Deshalb reichen bei mir im Quilt 200 g Daune. Mit dem Kordelzug und den Schlaufen wäre mir das zu viel Gehedder, weil ich mich nachts oft drehe.

    Was du über die Feuchtigkeitsresistenz von Daune schreibst, deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.

    Berliner und Berlin-Besucher: Was haltet ihr davon, am Montag/Dienstag (15./16. 4.) einen Frühlings-Hang-Out zu unternehmen? Meinetwegen können wir uns auch mal etwas Richtung östliches Stadtrandgebiet, bzw. Umland orientieren. Es ist ja noch etwas Zeit, die könnten wir nutzen, eine passende Location ausfindig zu machen. Lasst mal von euch hören!

    Was meint ihr dazu?

    Wie ich schon ganz oben schrieb, scheint mir ein Setup aus diesem Material viel zu schwer, steif und unbequem. Nach einer Schlafhaltung, die man nachts durchhält sieht das auch nicht aus. Und es gibt zudem einen in der Hängemattenszene unumstrittenen Konsens, dass man keine Seile um die Bäume binden, sondern zur Vergrößerung der Auflagefläche Gurte von mindestens 2,5 cm Breite nehmen sollte. Im vorliegenden Fall scheint das durch die Dicke der Bäume und das Hanfmaterial des Seils zwar unproblematisch, aber man sollte immer auch an die Vorbildwirkung für die (bislang 2672) YouTube-Gucker denken. Wie er den Knoten in dem Hanfseil wieder aufkriegt, nachdem er in der Hängematte gelegen hat, wird bezeichnenderweise nicht gezeigt. ;)

    Für mich als jemand, der nach wie vor im Bett besser schläft als in der Hängematte, könnte eine Querhängematte aber tatsächlich mal eine interessante Möglichkeit sein. Vielleicht gibt sich ja mal die Möglichkeit, dass ich eine ausprobieren kann

    Sehr gerne! Falls du nicht zum Hängemattentreffen kommen kannst, könnte ich dir jemanden aus Zürich nennen, der dich - nach vorheriger Absprache - bestimmt mal Probeliegen lässt, wenn du dort vorbeikommst.

    Darf man hier keine Witze mehr machen? Ich habe ja mehrere Jahre in Skandinavien gelebt und kenne Finnland ziemlich gut. Um zu wissen, dass es dort waldreich ist, brauche ich keine Wikipedia. Nur in dem Video, um das es hier geht, präsentiert sich der Kollege doch recht auffällig im baumfreien Terrain. Das kann man lustig finden, ohne ihn damit schlecht zu reden.

    Und wenn jemand, der sich hier schon mehrfach sehr unweise im Ton vergriffen hat, die Ironie von Mittagsfrost nicht verstehen will, ist das eher sein Problem.

    Ob aus einem Videoersteller auch ein Hängemattenhersteller und "Mitbewerber" wird, muss sich allerdings erst herausstellen. Wir haben hier schon manche Indigogo-, Kickstarter- und sonstige Kampagnen gesehen, aus denen nichts wurde. Arbora lässt grüßen. Es wird - das kann ich aus meiner Erfahrung sagen - auch davon abhängen, ob er noch etwas anderes zu tun hat, als Hängematten anzubieten. Als alleiniges Standbein dürfte er es damit eher schwer haben. Wenn er in seinem Newsletter schreibt: "I'm hoping to make a living out of it for myself in a way that's both satisfying and meaningful", erlaube ich mir mal, ein kleines Fragezeichen zu setzen, ob das so klappen wird. Aber wünschen wir ihm Glück!

    Und wenn das hier das Hängemattenforum ist, dann frage ich mich, was Signaturhinweise auf Messer, Jagdzubehör und Gürtel hier zu suchen haben. Diese Sachen sind in der Hängematte eher hinderlich.

    Ganz neu ist die Idee ja nicht. Mein Wintertarp hat z.B. schon seit einem knappen halben Jahr diese schmale Form. Weil ich dem Thema Sommertarp bisher wenig Aufmerksamkeit gewidmet habe, habe ich allerdings bislang keine Anstrengungen unternommen, die Fläche zu verkleinern. Ich gebe aber zu, dass mich die reduzierte Breite des DCF-Materials jetzt doch dazu brachte, auch das Sommer-Tarp so zu konfigurieren. Ob ich das für die Nylon-Variante übernehme, muss ich mir noch überlegen. Man spart etwa 10% Material und Gewicht, hat aber (das spielt bei meiner Kalkulation auch immer eine Rolle) einen höheren Fertigungsaufwand.

    Inzwischen gibts ein Update zum DCF-Tarp. Aus den Resten eines anderen Projekts habe ich noch etwas Material übrig behalten, und damit wurde das Tarp an der Ridgeline auf 1,90 m verbreitert, sodass es jetzt die gesamte Konstruktion von Karabiner zu Karabiner abdeckt. Dank an Omorotschka , der dieses Foto auf unserer Tour am letzten Wochenende aufgenommen hat. Ein Regenschutz war zwar nicht nötig, aber als Vogelkacke-Barriere hat das Tarp mal wieder gute Dienste getan.

    (Liegt man nicht wirklich schön gerade in der Cross Hammock :)?)

    Herzlich willkommen auch von mir als dem - so weit ich sehe - einzigen Anbieter, dessen Hängematten ausschließlich in Deutschland hergestellt werden! Was mir bei den Hängematten in deinem Shop auffällt, ist die Farbenfreude, die einen da förmlich anspringt. Hier im Forum bevorzugen die meisten - die Pausenhängematte von Furbrain ausgenommen - gedeckte Naturfarben, da will ich mich gar nicht ausnehmen. Aber ich habe mich zumindest auch mit knallig rotem und blauem Stoff bevorratet - nur den will nur selten jemand haben. Warum eigentlich?

    Was die kommunikativen Gepflogenheiten hier im Forum betrifft, muss man sich manchmal einfach sein Teil denken - und dann jeden so weiter atmen lassen, wie es ihm gemäß ist.

    Ich würde mich jedenfalls auch freuen, wenn du dich hier beteiligen würdest!

    Ich muss sagen, dass ich gegenüber hydrophober Daune eine gewisse Phobie nicht unterdrücken kann. Was mir an Daune gefällt: Es ist ein Naturprodukt mit unnachahmlichen wärmedämmenden Eigenschaften. Dazu gehört ein Fettfilm auf der Daune. Wer schon mal einen Schlafsack manuell gefüllt hat, weiß wie sich die Hände danach anfühlen. Diese Fettschicht wird im Zuge der chemischen Hydrophobisierung abgewaschen und durch eine Beschichtung ersetzt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die auf lange Sicht, über den kurzfristigen Effekt hinaus, dauerhaft erhalten bleiben wird. Und wenn sie weg ist, dann ist die Daune "nackig". Über die ökologischen Konsequenzen bei der Behandlung der Daune weiß man auch gar nichts - wohl nicht ohne Grund verschweigen alle Hersteller das genaue Prozedere.

    Noch mal zurück zum Anfang des Fadens: Ich habe meine sowieso schon beträchtliche Erfahrung im Umgang mit Daune im Winter und bei Feuchtigkeit vorletztes Wochenende noch mal erweitert. Auf einer Tour in den Alpen musste ich ungeplant bei Minusgraden durch einen knietiefen Bach waten und später notgedrungenermaßen mit nassen Socken und langen Unterhosen in den Schlafsack krabbeln. Und wisst ihr was: am nächsten Morgen war zwar, wie ich hier schrieb, der Schlafsack vereist, aber meine Sachen waren trocken! Und meine Daune ist natürlich nicht hydrophobisiert.

    Aber berichte trotzdem nochmal nach sagen wir mal 15 Regennächten an unterschiedlichen Orten.

    Da ich mir die Regennächte zum Draußen-Übernachten nicht gerade aussuche, wird es wahrscheinlich dauern, bis diese Zahl zusammenkommt. Aber eine Regennacht habe ich letztens mitgemacht - und kann bestätigen, dass das Tarp bei normalem Regen vollkommen ausreicht.

    Man erkennt das trockene Rechteck auf dem Boden, die Cross Hammock - und mit ihr ich in meinem Schlafsack - blieben vollkommen trocken.

    Aufwärmen konnte ich mich am nächsten Morgen auch, weil ich das abends gesammelte trockene Holz im Zelt gelagert hatte.