Ich benutze seit knapp drei Jahren eine Pfaff Performance 5.0, auf der ich etwa 60 Cross Hammocks, 15 Tarps, 3 Zelte, 4 Daunenschlafsäcke und jede Menge Klamotten (Hosen, Jacken, Hemden, Kleider, Unterwäsche...) genäht habe. In der Zeit war eine Reparatur nötig, der Schrittmotor (von dem ich vorher gar nichts wusste) wurde auf Garantie ausgetauscht und etwa 100 Euro Wartungskosten fielen an. Ich bin mit der Maschine einigermaßen zufrieden. Gerne hätte ich eine Profimaschine von Juki mit Nadeltransport, automatischem Fußlüfter und (viel schnellerem) Fadenschneider. Aber die wiegt 50 kg und braucht einen festen Arbeitsplatz, was für mich das Hauptargument dagegen ist. Meine Pfaff wiegt nur 10 kg, und ich kann sie wegstellen, wenn ich sie nicht mehr brauche.
Außerdem habe ich noch eine Pfaff 31 aus dem Jahr 1927, die nachträglich mit Motor ausgerüstet wurde, 14 kg wiegt und auch noch regelmäßig verwendet wird, z.B. für das Nähen von DCF mit Kevlargarn. Das packt die Neue nicht. Und dann habe ich noch eine Kettelmaschine von W6, die seit Jahren überraschend zuverlässig ist. Insgesamt fühle ich mich damit ganz gut aufgestellt und würde mich wahrscheinlich ähnlich entscheiden, wenn es gälte mich neu auszurüsten. Gerade bei Nähmaschinen ist es wichtig, dass man sein Modell kennenlernt, die leisen Töne, die sie unter Belastung von sich gibt, versteht und damit Erfahrungen sammelt.