Beiträge von Cross Hammock

    Ich weiß nicht, auf dem Wasser zu übernachten dürfte etwas zu kompliziert sein. Aber da die Uferlinie nie mehr als 5 m entfernt ist dürfte das feeling vergleichbar sein.

    Heute war unsere Königsetappe um die Kreidefelsen herum.

    Bei schönstem Sonnenschein war das ein tolles Erlebnis. Aber leider herrschte gegen Abend wieder Flaute, sodass wir nur bis Lobbe gekommen sind. Das Hängen zwischen den Kats ist mir inzwischen zur Normalität geworden.

    Heute mussten schon in der Dämmerung die Zelter wieder abbauen und auf die Trampoline der Kats umziehen, weil jemand von der Strandwacht sie verscheucht hat. An meiner Hängematte hatte er nichts auszusetzen.

    Ja genau, wir haben in Altefähr angefangen. Bist du schon da gewesen?

    Wir sind noch einen Tag auf Hiddensee geblieben und die Besatzung hat teilweise gewechselt. Unser Platz südlich von Neuendorf war ein Traum.

    Einiges musste auch am Boot repariert werden, denn wir waren auf dem Bodden bei Windstärke 6 nicht sehr materialschonend unterwegs.

    Danach war unser Untersatz wieder top.

    Und die Crew relaxed. Heute sind wir um Rügen herum bis zum Kap Arkona gesegelt. Durch die offene See bei starkem Wellengang war das für mich ein großartiges Erlebnis.

    Wir liegen jetzt auf einem ganz schmalen Uferstreifen und die See tost uns entgegen. Ich hänge wieder zwischen den Kats. Da es regnen wird habe ich diesmal ein Tarp aufgespannt.

    Die Brandung nimmt immer mehr zu und die Wellen laufen inzwischen direkt unter mir aus.

    Jetzt ist es völlig dunkel. Gedanke: Im Ernstfall würde ich heute Nacht mit den Booten raustreiben. Ich hänge trotzdem völlig windgeschützt, allerdings bei geschätzt 50 Dezibel Wellenschlag. Mal sehen wie ich unter diesen Umständen schlafen werde...

    Schöne Grüße von der Ostseeküste! Ich bin momentan mit einer größeren Truppe auf 3 Katamaranen im Ostseeraum unterwegs. Begonnen hat die Tour im Strelasund auf Rügen. Mein erster Übernachtungsplatz war in dieser Weide.

    Meine Mitstreiter sind Bodenbrüter.

    Im Hintergrund sieht man Stralsund.

    Bilder vom Segeln gibts erst mal keine, denn es war bei 2-5 Windstärken zu nass zum Fotografieren.

    Die nächste Übernachtung war am Bodden bei Zingst in einem Angelverein.

    Danach ging es weiter nach Wieck.

    Der Streckenplan sah vor, dass wir anschließend den Prerowstrom hochsegeln und dann an der schmalsten Stelle zur offenen Ostsee umtragen.

    Das war ein Abenteuer für sich. Masthöhe 9 m, die Telefonleitung hing schlapp auf 6 m durch.


    Nach 3 Stunden lagen die Kats wo sie liegen sollten und unser Kapitän war zufrieden mit uns.

    Für mich gabs einen ziemlich spektakulären Hängplatz.

    5 m vom Meer habe ich super geschlafen.

    Gestern sind wir nach Hiddensee übergesetzt und ich fand einen Platz oben am Steilufer.

    Fortsetzung folgt.

    Tolle Tour! Ich bin ja auch ein großer Freund von alpinen Unternehmungen. Vor zwei Jahren bin ich die Stubaier Runde gewandert und habe auch eine Woche oberhalb der Baumgrenze unterm Tarp geschlafen. Allerdings liegen die Alpen mir nicht zu Füßen und vor der Haustür, deshalb könnte ich nicht so einfach abbrechen...

    Momentan fahre ich gerade in die andere Richtung, zum Segeln auf der Ostsee.

    Mit Ausnahme der beiden Mittelschnurpaare sind bei mir keine zwei Schnüre gleich lang. Die ersten sechs Paare gleich lang zu machen, kann unmöglich stimmen. Das längste Schnurpaar ist das am Fußende, dann nehmen die Längen bis zur Mitte hin ab und dann Richtung Kopfende wieder zu. Die Kopfschnur ist bei mir 30 cm kürzer als die Fußschnur. Genaue Maße musst du für deine Matte mit Whoopi-Slings ermitteln.

    habe ich mir eine Overlook und eine Patchworkmaschiene von W6 geholt

    Diese Kettelmaschine habe ich auch und bin damit ebenfalls seit 2 Jahren zufrieden. Genäht habe ich damit 5 Hosen, 5 Hemden, 4 Kleider, jede Menge Buffs, Unterwäsche und verschiedene andere Kleinteile. Besonders interessant finde ich die Möglichkeit, durch Weglassen der 2. Spule von links, Zurückziehen des Kettelfingers und Herabsetzen der Fadenspannung von Spule 1 Flachnähte zu nähen, die ziemlich professionell aussehen (besonders geeignet für Unterwäsche). Das Einfädeln der 4 Fäden ist allerdings eine Wissenschaft für sich. Die beiden rechten Garnrollen fädele ich bei Garnwechsel immer so ein, dass ich den alten Faden an der Spule abschneide, dann das Ende an das neue Garn anknote und den neuen Faden durch Ziehen des alten Endes hinter der Nadel durch die ganzen Ösen und Umlenkpunkte ziehe. Wie machst du das?

    Ahoi. In diesem Kontext möchte ich gerne auch nochmal auf das 8-adrige Dyneema-Geflecht von AnSoJo hinweisen. Damals sind ja die Bedürfnisse beim Spleißen aus den von mir gesammelten Kommentaren im Hängemattenforum in die Entwicklung des Seils mit eingeflossen. Gespeißt war das Projekt auch aus der Unzufriedenheit mit den auf dem deutschen Markt erhältlichen Alternativen zu Samson Amsteel.

    Leider ist dieses Seil sehr teuer. Wenn man in den USA eine ganze Rolle Amsteel kauft, bleibt man deutlich unter dem Ansojo Preis von 1,20 pro Meter. Deshalb habe ich es auch noch nicht probiert, obwohl ich „Made in Germany“ eigentlich gern unterstützen würde.

    Ich benutze seit knapp drei Jahren eine Pfaff Performance 5.0, auf der ich etwa 60 Cross Hammocks, 15 Tarps, 3 Zelte, 4 Daunenschlafsäcke und jede Menge Klamotten (Hosen, Jacken, Hemden, Kleider, Unterwäsche...) genäht habe. In der Zeit war eine Reparatur nötig, der Schrittmotor (von dem ich vorher gar nichts wusste) wurde auf Garantie ausgetauscht und etwa 100 Euro Wartungskosten fielen an. Ich bin mit der Maschine einigermaßen zufrieden. Gerne hätte ich eine Profimaschine von Juki mit Nadeltransport, automatischem Fußlüfter und (viel schnellerem) Fadenschneider. Aber die wiegt 50 kg und braucht einen festen Arbeitsplatz, was für mich das Hauptargument dagegen ist. Meine Pfaff wiegt nur 10 kg, und ich kann sie wegstellen, wenn ich sie nicht mehr brauche.

    Außerdem habe ich noch eine Pfaff 31 aus dem Jahr 1927, die nachträglich mit Motor ausgerüstet wurde, 14 kg wiegt und auch noch regelmäßig verwendet wird, z.B. für das Nähen von DCF mit Kevlargarn. Das packt die Neue nicht. Und dann habe ich noch eine Kettelmaschine von W6, die seit Jahren überraschend zuverlässig ist. Insgesamt fühle ich mich damit ganz gut aufgestellt und würde mich wahrscheinlich ähnlich entscheiden, wenn es gälte mich neu auszurüsten. Gerade bei Nähmaschinen ist es wichtig, dass man sein Modell kennenlernt, die leisen Töne, die sie unter Belastung von sich gibt, versteht und damit Erfahrungen sammelt.

    Für das Nähen von Klamotten gibt es eine nicht unerhebliche Hürde: Es fehlt an passenden Schnittmustern. Wenn man sich nur die Verpackung käuflicher Schnittmuster ansieht, schlägt einem bis heute der Designgeschmack der 1980er Jahre entgegen. Für meine Hemden und Hosen habe ich trotzdem einige Burdaschnitte gefunden, die ich auf großes Pergamentpapier übertragen und modifiziert habe und bis heute verwende.

    Eine andere Möglichkeit, dieses Dilemma zu lösen, ist, ein gut passendes, aber verschlissenes Kleidungsstück aufzutrennen und daraus ein Schnittmuster zu erstellen. Auch deshalb ist der Nahttrenner nach der Nähmaschine der beste Freund des DIYlers.