Beiträge von Cross Hammock

    Für das Geld bekommst du keinen Underquilt - und gleich gar nicht zwei davon. Ich würde dir empfehlen, in Isomatten zu investieren. Dem allgemeinen Forenkonsens folgend ist das zwar nicht so bequem wie mit Underquilt, aber der Vorteil einer Isomatte ist ganz eindeutig die Multifunktionalität. Du kannst - im Fall es gibt keine passende Hängemöglichkeit - ganz einfach auf dem Boden schlafen.

    Den Rucksack hängt man mit einer Schnur um den Baum oder lässt ihn am Schlafplatz einfach stehen. Ich habe noch nie gehört, dass jemandem, der in der Natur übernachtet, was geklaut wurde - im Unterschied zum Campingplatz.

    Das war wohl ein sehr sauertöpfischer Sauerländer, dem wohl auch die Argumentation mit dem Grundgesetz kaum eingeleuchtet hätte (aber danke für den Tipp!). An alle Neulinge: Verhaltet euch wie es hier empfohlen wird und ihr werdet sehen, die befürchteten Konfrontationen treten sogut wie nie ein.

    Mal ehrlich: muss man jemandem, der nach der Dicke eines Blechs fragt, mit dem Vorwurf "Raubkopie" kommen?

    Ansonsten rege ich an, eine in anderen Foren weithin verbreitete Unterscheidung zu treffen (die mir auch erst mit der Zeit klargeworden ist):

    DIY - das sind die Heimwerker mit Farbeimer und Bohrmaschine

    MYOG - das sind wir, die wir uns unsere ausgefuchste Ausrüstung selber bauen

    Herzlich willkommen auch von mir!

    Ich kann heute nur versichern: Hängematten sind viel bequemer gegenüber dem Boden

    Davon muss hier (zum Glück) niemand mehr überzeugt werden.

    Der Kollege hatte eine Hängematte (Links auf dem Foto) - da wurden mir die Augen aufgetan!

    Die Hängematte des Kollegen ist anscheinend eine Amok Draumr. Die ist zwar mit weit über einem Kilo Gewicht ziemlich schwer, aber schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, wenn du nicht nur weg vom Boden, sondern in einer Hängematte wirklich gerade und eben - und also quer - liegen willst. :)

    Ich übernachte ja ziemlich häufig im Wald - und dann auch noch oft in größeren Gruppen. Da bin ich doch sehr erstaunt, wie selten es zu den Konflikten kommt, die hier besprochen werden. Ich kann alle, die hier mitlesen, nur ermutigen, sich von der Rechtslage (die das Übernachten im Wald anscheinend in vielen Fällen verbietet) nicht abschrecken zu lassen, sondern es trotzdem zu tun, aber mit Umsicht und Verantwortungsgefühl. Es gibt nicht viele Dinge, die mehr Einklang mit der Natur vermitteln.

    Cross Hammock was ich noch nicht gesehen habe bei deinem Hot Tent: woraus besteht das Abzugsrohr und wie wird es zusammenmontiert? (Unter dem Link, wo du deine Ausrüstung auf einem Foto abgebildet hast, kann ich nichts sehen, was danach aussähe....)

    Das Rohr besteht aus einem 2,10 x 0,3 m großen Stück Titanfolie, das sich über die kurze Kante aufgewickelt leicht transportieren lässt. Für den Betrieb am Ofen wird es über die lange Kante gewickelt und bildet dann ein langes Rohr. Das Prinzip ist einfach und genial, besonders weil sich die Folie nach der ersten Benutzung an das Rohr „erinnert“ und nach dem Auspacken von selbst in diese Form springt, sodass man leichtes Spiel beim Aufbau hat.

    Die Winterbedingungen am Lake Michigan sind sicherlich nicht mit denen an der deutschen Waterkant vergleichbar. Aber es lohnt sich in jedem Fall, neben Hängematte und Tarp auch noch ein Zelt mit dabei zu haben, das man heizen kann. Und wenn es gar das Snowtrekker-Modell von BoundryWaters ist, braucht man - wie man auf dem einen Bild oben sieht - schon wieder einen Ventilator, damit man die Wärme erträgt.

    Hängematte und Zelt schließen sich keineswegs aus. Ich besitze mehrere Hot-Tents, die zwischen 300 g und 5 kg wiegen und je nach Charakter der Tour mitgenommen werden. Dazu braucht man noch einen Zeltofen, der die Bude schön warm macht. Dass das im Winter mit einem Teelicht klappt, wage ich zu bezweifeln. Eine solche Tour habe ich im Februar mit Schneeschuhen in den Alpen unternommen, und dabei nicht mehr als 15 kg mit dabei gehabt. https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/7704-wintertour-in-den-alpen-mit-ul-ausrüstung-teil-1-equipment

    Ansonsten bin ich mit den Berlinern im Winter häufig mit meinen geräumigeren (und schwereren) Zelt-Modellen an den einschlägigen Berliner Hängplätzen unterwegs gewesen. Dass man lange zusammen im Warmen sitzen und sich dann in die Hängematte zurückziehen kann, genießen wir immer sehr. Es gibt hier im Forum viele Berichte darüber.

    Ja, eine schöne und ausführliche Erklärung! Ich hatte das Problem auch im letzten Winter, wie man auf dem Bild hier sieht.

    Wie stark die Böen waren, sieht man an dem gelben Zelt; aber auch meine Konstruktion war ziemlich beansprucht. Einmal ist mir in der Nacht auch der eine Hering rausgeflogen, der die beiden Türen auf der windzugewandten Seite hielt. Insofern schien in dem Fall die windzugewandte Seite doch die mehr beanspruchte zu sein. Insgesamt ist man in einer solchen Situation sicher am besten aufgestellt, wenn man ein Tarp mit Türen benutzt. Dass der Windschutz nicht bis zum Boden reicht, hat aber (für mich erstaunlicherweise) kaum etwas ausgemacht; ich wurde nur immer sanft hin und her geschaukelt und hatte in der Hängematte trotz Wind und Schneeregen eine erstaunlich ruhige Nacht.