Beiträge von Cross Hammock

    Bevor uns möglicherweise eine Lockdown-Verschärfung noch kürzere Zügel anlegt, bin ich gestern mit einem Freund zur Übernachtung am östlichen Stadtrand aufgebrochen.

    Da wir aufgrund der nassen Witterung Holz mitgenommen haben, fiel das Transportvolumen entsprechend hoch aus.

    Unterwegs begegnete uns noch ein kleiner bibergeschaffener Skulpturenpark. Um unsere Schlafbäume keinem Risiko auszusetzen haben wir uns etwas vom Ufer entfernt.

    Übernachtet wurde in einer Cross Hammock 2 in 1 mit DCF-Tarp.

    Ich habe eine Cross Hammock Protection und mein minimalistisches DCF-Tarp ohne Türen benutzt. Mit dabei war natürlich auch das Ofenzelt, in dem wir es uns für einige Stunden gemütlich gemacht haben.

    Im Hintergrund sieht man hier die neue Panoramascheibe des Ali-Ofens, die ihrer Premiere harrte.

    Der Ofen zieht nicht ganz so gut wie mein alter, weil das Rohr nur 6 cm Durchmesser besitzt, aber wenn man den Dämpfer weglässt, funktioniert er wunderbar.

    Wie man sieht, haben wir es uns richtig gut gehen lassen.

    Zwischenzeitlich war durch das Nackensteak allerdings die Luftqualität etwas beeinträchtigt...

    Der Panoramaofen erwies sich als der absolute Stimmungsbringer! Er ist zwar nicht mehr wirklich rucksacktauglich, bringt aber feinste Lagerfeueratmosphäre ins Zelt.

    Der helle Fleck markiert nach dem Zeltabbau noch kurze Zeit den gestrigen Abend.

    Ich wusste das du eine XL Variante herstellst, aber diese ist nicht über die Website, sondern im Gespräch erhältlich, oder?

    Ja, das ist richtig. Hintergrund ist, dass ich es noch nicht geschafft habe, die Seite umzuprogrammieren, da ich konsequenterweise für jede Stoff-, Farb- und Modellvatiante noch eine XL-Version anbieten müsste. Es gibt bisher vier Exemplare der XL und alle Besitzer sind damit zufrieden.

    Das Gewicht ist natürlich etwas höher. Beispielsweise wiegt die XL 2 in 1 aus Hexon 2.4 560 g. Damit du die Möglichkeiten der Cross Hammock XL nutzen kannst, brauchst du allerdings einer der beiden Fjøl XL Isomatten, die 2,20 m lang sind. Ich hatte nur eine mal da und fand sie vom Handling her vergleichbar mit einer der längsgerippten Exped-Matten. Aber ein Käufer sagte mir, dass die Isolationsleistung der Sommermatte nicht überragend ist - also solltest du besser die teurere (aber komischerweise auf dem Datenblatt leichtere) Wintermatte nehmen. Vielleicht kann Hammock Fairy etwas zur Sommerversion der Fjøl XL sagen.

    Wenn es dir nicht um eine Isomattennutzung geht - viele nehmen die Cross Hammock ohne Netz im Sommer zum Chillen - kannst du als über 1,90 m großer Nutzer auch ohne Probleme die normale Cross Hammock nehmen, deren Stoff 2,22 m lang ist. Dann passt aber keine 2,20 m lange Isomatte rein (liegt an der komplizierten Geometrie der Cross Hammock).

    Ich kann barfuß nur beipflichten. Dieser Ständer sieht nicht sehr vertrauenswürdig aus. Wieso wird auf keinem einzigen Bild ein Setup gezeigt, bei dem auch wirklich jemand in der Hängematte liegt? Das Gewicht des Ständers ist - nebenbei gesagt - für lediglich zwei Aufstellstangen ziemlich hoch.

    Ich muss sagen, dass ich da schon etwas differenzierter vorgehe, was vielleicht daran liegt, dass ich eine Querhängematte nutze. Wenn es kälter als +5 Grad wird, nehme auch ich immer das gleiche Setup, bestehend aus sehr warmer Isomatte (XTherm) und einem Daunenschlafsack mit 750g Füllung. Wenn es im Frühling und Herbst wärmer bleibt als +5 Grad, verwende ich eine dünnere Isomatte und auch einen dünneren Schlafsack mit nur noch 300g Daune. Und im Sommer reicht mir ein Quilt, der nochmal leichter ist und es mir ermöglicht, mich aufzudecken.

    Das soll jetzt aber nicht heißen, dass du mit einem im Sommer vielleicht zu warmen Setup falsch liegen musst. Wichtig ist, dass du bei kalten Verhältnissen warm eingepackt bist.

    Ich lese das leider zu spät, nachdem du schon geklebt hast. Meine erste Wahl wäre gewesen, die Stelle mit einem Flicken von Hand zu stopfen. Das ist zwar fummelig und sieht möglicherweise nicht perfekt aus, ist aber die handwerklich angemessenste Lösung, jedenfalls meiner Ansicht nach.

    Wenn sogar dir die Detailberechnung zu komplex ist, lasse ich das lieber gleich ganz sein. Ich finde nach wie vor folgende Herangehensweise sinnvoll: Man überlegt sich den angepeilten Temperaturbereich, legt die gesamte Daunenmenge fest und rechnet dann die jeweilige Kammernfüllung aus. Mit meinem Winterschlafsack habe ich übrigens schon tiefere Temperaturen von etwa -10 Grad gut ausgehalten.

    Danke für die Zahlenangaben, mit denen ich jetzt mal folgende Rechnung anstelle: Der von Hammock Fairy angeführte längste Blackdiamond Scandinavian Topquilt mit den Maßen von 1,50 m Breite mal 2,15 m Länge bei 10 cm Loft (was nicht dasselbe ist, wie die Kammernhöhe - dazu später) hat ein Raumvolumen von 322,5 Litern, wenn er unbelastet und voll aufgeplustert glatt auf dem Boden liegt. Die knapp 30 Unzen 850 er Daune könnten sich aber laut der Formel von Waldläufer70 bis auf 417 Liter ausdehnen. Der "Overfill", der standardmäßig eingefüllt wird, beträgt also nicht 10%, sondern satte 30%. Logisch weitergefolgert müsste man bei zusätzlicher Überfüllung also vom Over-Overfill sprechen. Oder man lässt - mein Vorschlag - diesen Begriff einfach weg und nennt Füllgewicht und Qualität der Daunen als maßgebliche Orientierungsgrößen.

    Und jetzt noch mal zur Kammernhöhe. Wenn man konsequent mathematisch denkt, müsste die im genannten Fall 12 cm hoch sein, nämlich 10 cm fürs Raumvolumen und 2 cm für die Naht am Außen- und Innenstoff. Guckt man jetzt in die Shops von Dutch und Ripstop, stellt man fest, dass das breiteste Kammernband nur 3,5 Zoll, also knapp 9 cm breit ist, was abzüglich der Nahtzugaben knapp 7 cm Kammernhöhe ergibt. Ist das nicht viel zu wenig? Ich bin mir sicher: nein. Die effektive Höhe von 7 cm reicht für den dicksten Loft völlig aus. Kein Hersteller würde in unserem Fall 12 cm breite Kammerbänder verarbeiten. Warum? Jetzt kommt man zur Praxis. Für die Wärmeleistung ist es wichtig, dass sich die Daune eben nicht völlig frei entfaltet, sondern ein gewisses, wenn auch geringes, Maß an Komprimierung erhalten bleibt. Dadurch kann sie weniger verrutschen, aber es steigt auch die Isolationswirkung. Natürlich sollte es nicht so sein, dass die Daune im aufgerollten Zustand des Quilts "gequetscht" wird, die Proportionen zwischen Loft und Kammernhöhe sollten schon stimmen. Aber in jedem Fall ist es - meiner Meinung nach - wichtig, die Kammern nicht zu hoch zu dimensionieren. Ich habe bei meinem dicksten Daunenschlafsack (750 g 850er Daune) etwa 8 cm breite Stege verarbeitet und glaube mit den effektiv 6 cm Kammerhöhe gut gefahren zu sein.

    Die Isolation, bzw das Kälte-Rating hängt von der Höhe der Kammern ab, also wieviel Luft zwischen der Innen- und Aussenfläche erwärmt werden kann.

    Das Overfill erhöht nicht den Isolationswert, sondern verhindert Bewegung der Daunen, also eventuelle Isolationslöcher weil die Daunen sich innerhalb der Kammern in eine Ecke verziehen.


    Ein 0° Daunenschlaftsack mit 100g Overfill ist trotzdem für 0°.

    Hier erlaube ich mir aus praktischer Perspektive einige dicke Fragezeichen. Dass die Höhe der Kammern nicht das entscheidende Kriterium ist, sondern die Füllmenge der Daunen, sieht man schon daran, dass bei Cumulus über die Bandbreite mehrerer Modelle hinweg gleich hohe Kammern verarbeitet werden. Das habe ich zwar nicht selbst überprüft, wurde aber an anderer Stelle (leider weiß ich nicht mehr wo) so berichtet. Alle seriösen Schlafsackhersteller geben folglich das Gewicht und die Qualität der Daunenfüllung an und kein einziger schreibt etwas über die Kammernhöhe.

    Und wenn durch den selbst definierten "Overfill" die Bewegung der Daunen verhindert wird, hat das natürlich direkte Auswirkungen auf die Isolationsleistung. Die "Isolationslöcher", von denen du schreibst, haben unmittelbare Auswirkungen auf den Isolationswert - d.h. die Wärmeleistung -, da kann die Auskunftsperson von Hammockgear behaupten was sie will.

    Bin auch vernarrt in das Teil.

    Nur die Kerzen sind unangenehm teuer. Ich hab deshalb lange rum experimentiert um funktionierende Kerzen selber zu gießen.

    Ich hatte auf der Kanutour auch diese Lampe mit ( Moch ebenso). Was mich daran etwas stört ist die Aufhängekette, die sehr heiß wird. Wenn das Ding mal umfällt, verkleckert das Wachs das Glas. Aber ich mag sie trotzdem. Warum hast du die Kerzen selber gegossen? Wenn meine 4 mitgelieferten Stumpen runtergebrannt sind, habe ich eigentlich vor, ganz normale 3 cm dicke Kerzen passend zu kürzen und anstelle der Originalkerzen zu verwenden. Hat das schon jemand probiert?