Posts by Randriedi

    Zwischen den Jahren ist traditionell meine MYOG-Zeit. Ob erste Gasesse, Destille, Wippdrehbank..., alles Mögliche ist in dieser Zeit schon entstanden.
    In diesem Jahr wurde der Schmied mal zum Schneider und hat seinen Hängemattentisch mit einem Regal/Ablagekorb/Packtäschchen gepimpt.

    (Irgendwie geht mir seit ich an ein Regal gedacht habe dieses Lied nicht mehr aus dem Kopf ...so jetzt habt ihr auch den Ohrwurm! :P)


    Vorlage war das Design des Baggy von Schwarze Biene


    Ohne das Teil je Life gesehen zu haben hab ich mir Gedanken um Maße, Schnitt und Nähreihenfolge gemacht und das Teil für meinen (ebenfalls MYOG-) Tisch konzeptioniert.

    ...und wie immer schlecht skizziert (aber für mich reicht sowas):


    Den geilen Stoff (Cordura Black Multicam) hab ich vom Bernd Odenwald bekommen, er hatte noch ein passendes Reststück.



    Und so sieht´s fertig aus:



    Ich finde das Teil Mega, es schafft zusätzliche Ablagefläche und dient gleichzeitig als Transportverpackung.

    TreeGirl Viereckboden ist auch meine bevorzugte Variante (da einfacher zu nähen.)

    Hab davon schon ein paar gemacht aber alle irgendwie Freestyle und über den Daumen.

    Die eine wurd nicht wirklich quadratisch, die andere war zu lang...

    Gibt's dafür eigentlich auch nen calculator oder müsste ich jetzt tatsächlich anfangen selbst zu denken? :/

    Ich bräuchte mal einen "Calculator" der mir sagt wie groß die Packsäcke sein sollen damit ich das rein bekomme was ich will ohne dass sie zu groß oder zu klein sind.
    Also z.B. Du hast ein Tarp und willst einen nicht zu engen Packsack dafür der auch andereseits nicht zu riesig ist.

    Wie macht ihr das?

    Try and error?

    Time for Coffee from the Hammock!

    Neulich bin ich im weltweiten Netz wiedermal über etwas gestolpert, was es in unseren Breiten leider nicht zu kaufen gibt aber mich extrem getriggert hat.

    (...auch "Shug" hat so ein Teil um seinen Sector 7 secure zu halten)


    Da es das Teil bei uns leider nicht zu kaufen gibt habe ich es mir mal nachgebaut und mich dabei ziemlich nahe an das Original gehalten.


    Die "Bripe" das Wort ist eine Mischung aus "brew" und "pipe" also quasi eine Pfeife um Kaffee zu brauen.

    Das Original gibt´s bei den Erfindern auf deren Website zu sehen und zumindest in den USA auch zu kaufen.


    Es funktioniert wie folgt:

    - Man füllt etwas Kaffeepulver in den Becher, dann kaltes Wasser dazu.

    - Sanft unterrühren und auf ca. 85°C erwärmen.

    - Dann abkühlen lassen auf Trinktemperatur (ca 60°-65C).

    - Kurz reinpusten um das Filtersieb etwas frei zu machen und die 50ml Kaffee durch das Röhrchen genießen.


    Als Filternetz hatte ich noch ein sehr feines Edelstagewebe das dafür geeignet war rumliegen (ca.0,4mm Maschenweite).


    Das Teil funktioniert tatsächlich super. Der Kaffee ist lecker und man hat keine Krümel im Mund.

    Leider dauert das Abkühlen wesentlich länger als das Aufheizen, da hab ich aber auch schon eine Idee die ich wenn es mich extrem stören sollte, mal weiterspinnen werde....


    Aufgrund des Packmaßes ist das Teil ultraportabel (wenn auch mit 123g nicht gerade ultralight). Man braucht keine extra Tasse wie bei Aeropress, Sportpresso, Bialetti & Co. Damit ist die "Kaffepfeife" für mich optimal für Tagestouren und Ausflüge oder einfach zum chillen in der Matte.


    Jetzt lasse ich mal noch ein paar Bilder sprechen:


    Oldschool Konstrukion des Kegelstumpfes für den Becher:


    ...sieht schonmal ganz gut aus:


    Erster Test:


    Erfahrungen was das amerikanische original angeht kann Dr.Jones vielleicht etwas sagen, der hat so eins.

    „Strümpfelbrunn“ und in der Nähe gibt´s auch noch den Ort „Mückenloch“.

    Ich glaube die hatten im Mittelalter mal einen Contest wer den beknacktesten Ortsnamen hat... 8o

    Aber eine tolle Ecke ist das schon so um den höchsten Berg im Odenwald.

    Sieht nach einer schönen Tour aus. ...das Wetter ist auch grad sehr einladend.

    Da ich mit der HM leidenschaftlich schaukle, kommt es leider zu Abrieb an der Öse, der mir langsam Sorgen bereitet.

    Habt ihr Ideen, wie man diesen verringern kann?

    - Alu Karabiner in die Stahlplatte hängen, dann nutzt sich das Alu eher ab als die Stahlplatte und der Karabiner kann regelmäßig ersetzt werden.
    - Schmieren wurder schon geschrieben (nix mit Vaseline, anständiges Fett ist das Mittel der Wahl)

    - Flexibles Bauteil dazwischen (Kette, Amsteel, Bandmaterial etc.)

    - Wenn die Ausrichtung des Aufbaus ein maximales Schaukeln bei minimalem Verschleiß- und Wartungsaufwand ist: neue, kugelgelagerte Aufnahme bauen ;)

    Bernd Odenwald ins Lavuu? Bau es auf und wir testen es ;)


    Waldläufer70 wiedemeier an verdicken durch Beilagen hatte ich auch schon gedacht, hatte aber bei Klebeband Bedenken wegen dem gebappe wenn's warm wird und altert.

    Original Tesa könnte aber gehen, werd ich mir mal besorgen und testen.


    Hammock Goofy die Dinger heißen "Erdsandwurm" sind aus GFK und 32 cm lang, das entspricht etwa den orange screws.

    Halten tut's soweit gut ich habs in mehrere Tage von Regen aufgeweichtem Rasen getestet hat bestens geankert.


    Im Unterschied zu den orange screws brauchst du aber ein 8mm Rundeisen o.ä. zum Ein- und Ausdrehen. Die orange screws kommen mir dem Schutzrohr, dass dazu und als Toggle dient.

    Aufgrund der Wandstärke von 2mm und dem stabilen Eindruck beim reinlegen halten sich meine Bedenken in Grenzen.

    Außerdem sagt mein Kumpel der Zimmerer ist immer:"Was sich verbiegen kann bricht auch nicht so schnell..." ;)


    Ich hätte mich auch gefreut etwas weniger Abstand zwischen den Rohren zu haben das würde zu einem geraderen Verlauf führen.

    Habe aber passendere nicht gefunden und da der Spananier auch von 1mm Differenz innen zu nächstem Rohr außen schrieb dachte ich mir das wird schon gehen...


    Nun ist es erstmal so gebaut wie es da steht und ich werde es benutzen und beobachten wie es sich weiterhin verhält.


    Meinen Anwendungsfall sehe ich ohnehin auch weniger kritisch da ich nicht plane mich bei Touren alleine auf das Gestell zu verlassen es ist eher das Chillgestell auf dem Campingplatz und ggf. mal indoor.

    Ich könnte mir in den Hintern beißen, dass ich mir in Mengerschied die aufgebauten Tensa 4 nicht detaillierter angeschaut habe.

    Da hielt ich sie noch für Alu-Klappergestelle mit zweifelhaftem Nutzen, sowas für die Hängemattennerds eben.


    Nachdem ich aber bei YT den selbsternannten "Lord of Lollygag" so von dem Teil habe schwärmen hören und eine Möglichkeit zur Indoor Aufhängung gesucht habe machte es klick.

    Ich recherchierte mich durch diverse Threads auch im US-Forum und fand einen von Schaumkuppel geposteten Link zu einem spanischen Blog auf dem jemand eine aus meiner Sicht ziemlich gute Lösung gebaut hatte.

    ...so sollte es werden!

    Da ich gerne solche Bastelprojekte mache habe ich mich also mal den Hängematten-Tetraeder herangewagt.


    Erstmal shopping, sägen und viiiiel entgraten:


    Dann Zusammenbau und erstes Probeliegen:


    Das Ergebnis ist exakt so geworden wie ich es mir vorgestellt habe.



    Ich habe viel gelernt z.B. spleißen vom Bernd Odenwald und dass diese "Rohr-Klick-Nubbsies" offiziell "Arretierungsfedern" heißen etc.


    Das Gestell ist erstaunlich stabil und hält mich (rund 95Kg) problemlos aus. Und das obwohl die Rohre aufgrund der Differenz von je 1mm Innen- zu Außenduchmesser, beim Aufbauen und unter Belastung nicht ganz gerade laufen.



    Auch die Bolzen der Arretierungsfedern hätte ich mir etwas dicker als die 5mm gewünscht, habe ich aber zeitnah nur so bekommen. Dicker, stabiler und schwerer geht aber immer...


    So sieht das Teil zerlegt aus:


    Gewicht: 5,2 Kg

    1160g je Stange

    325g Kordels und Karabiner

    218g Wurmis


    Für die Nachbauer:

    Alles in allem hat mich das Projekt gekostet:

    13 € für zwei Schraubheringe "Wurmi" (Obelink)

    10€ für 20 Arretierungsfedern (Obelink)

    6,50€ für 12 Stuhlbeinkappen (Amazon)

    ca 40€ für die Alurohre (ebay: 35mm, 30mm und 25mm Aufendurchmesser, Materialstärke 2mm)

    und 5-10€ für die Schnüre (Extremtextil)

    Karabiner und Paracord waren vorhanden.


    Den Zeitaufwand würde ich mit etwa 4-5h veranschlagen.

    Am meisten hat das Entgraten aufgehalten. Das Tuning der Kordeln und Bänder dann zwar auch noch etwas aber das war nicht so ´ne Fließbandarbeit ;-)

    Für Jule und mich war es ja auch das erste Treffen in diesem Forum.


    Hat super spaß mit euch gemacht!

    Ich finde es immer wieder klasse wie ähnlich doch die Menschen in „der Szene“ doch ticken und wie gut man sich mit Leuten versteht die man noch nie getroffen hat nur weil man als kleinsten gemeinsamen Nenner die Leidenschaft für das draußen schlafen Und kochen teilt.


    Danke an Bernd Odenwald für die Orga und alle die durch ihre Mithilfe und das Mitmachen dieses Treffen zu dem tollen Event gemacht haben das es war!


    Rocketman Bernd sagte glaub ich was von 7 Grad wenn ich das richtig mitbekommen habe...