So, und jetzt noch ein paar Ereignisse zur Unterhaltung der Nichtdabeigewesenen:
Am Treffpunkt konnten wir uns bei bieber1 erst einmal mit gesunder Marschverpflegung eindecken. Seine leckeren Äpfel waren nicht nur ein Hochgenuss, sondern schlugen in Punkto Vitamingehalt auch das übliche Trekkingessen.
Später sorgte echinotrix dafür, daß wir nicht nur neue Pflanzen kennenlernten, sondern auch immer wieder ins Staunen kamen, wie lecker das am Wege wachsende Grünzeug doch sein kann. Rot-, Blau- und Gelbzeug in Form von Beeren war natürlich auch dabei. Unser biologischer Wanderführer entpuppte sich übrigens auch als Ultraleichtwanderer par excellence. Nur die eingefleischtesten Grammfuchser verzichten trotz Regenwetters auf die Mitnahme eines Tarps. 
Wir haben ihn natürlich nicht nass werden lassen und halfen ihm für die Regennacht mit zwei Poncho-Tarps aus. Nach Gebrauch gab er sie uns natürlich sofort zum Schleppen wieder. So machen das die Profis! 
Andererseits trug er die schwere Axt, die das Feuerholzmachen deutlich erleichterte. In den Pausen konnte man ihn beim Löffelschnitzen beobachten. Echte Hingucker, lade doch bitte mal ein paar Fotos davon hoch!
Auch noodles war in den Pausen immer schwer beschäftigt, indem er die ohnehin schon großartigen Schnappschüsse mit einer Bildbearbeitungssoftware auf seinem Smartfone noch weiter verschönerte. Leider verletzte er sich am letzten Tag am Fuß, so daß sich unsere Achtertruppe in zwei Vierergruppen teilte: Die Berliner mit dem Verletzten nahm, auch in Anbetracht der wesentlich längeren Heimreise, eine Abkürzung und die bayrisch-fränkisch-sächsische Truppe legte noch ein paar Kilometer drauf.
So entging hangloose, der sich sein Abendessen mit leckeren Parasolpilzen verfeinerte, leider auch die Wiese, auf der es vor fotogenen Fliegenpilzen, aber vor allem auch leckeren Steinpilzen nur so wimmelte. Aus Isomatte und Netzbeutel bastelte Echinotrix flugs einen Pilzkorb, der dann mit Evoloops und Schnur am Rucksack befestigt wurde.
Bedava, unser Wanderführer (der uns immer wieder mal in die falsche Richtung verführte
) und Furbrain waren eher schwergewichtig unterwegs. Der eine in zivil mit blauem Rucksack, der andere in Military-Look mit Regenschirm in Flecktarn-Optik. Mit dem Schirm kann man sich besonders gut vor dem Regen verstecken!
Wir waren eine sehr solidarische Wandergemeinschaft. Wessen Wasservorräte aufgebraucht waren, der bekam sie von den Mitwanderern ganz selbstlos (weniger zu schleppen
) wieder aufgefüllt. Als es dann aber am zweiten Übernachtungsplatz doch etwas knapp wurde, ging ein Spähtrupp im Schein der Stirnlampe in den finsteren Wald und kam nach langem Suchen dann doch schwer beladen wieder zurück.
Selbst meine Dose Bier, die in der Abenddämmerung noch an der Bank stand, morgens aber plötzlich verschwunden war, hatte sich kein Getränkedieb in den Hals geschüttet. Nein, es war nur jemand, der sich am nächsten Morgen wunderte, warum das abends getrunkene Bier morgens wieder in der Rucksackaußentasche steckte. Während ich noch einen Freudentanz über das wiedergefundene Bier aufführte, durchfuhr mich die bittere Erkenntnis, daß sich nun mein Rucksackgewicht wieder um rund 500 g erhöhte. So dicht liegen Freud und Leid beeinander. 
Aber am solidarischsten von allen war sicher Cross Hammock.
Auf einer Trekkingtour des Hängemattenforums trug er ein Zelt mit sich. Ein Zelt!!!
Nein, nicht um darin zu schlafen! Ein Zelt (und einen Ofen), damit wir den Abend nicht in Kälte, Dunkelheit und Regen verbringen müssen, sondern in behaglicher Wärme und Geborgenheit bei Kerzenschein sitzen können. Das ist doch einen Extra-Applaus wert!
Bevor jetzt der Coronaschutzbeauftragte Panik bekommt: Nein, wir waren nicht alle im engen Zelt. Der Trekkingplatz hatte eine Hütte mit großem Vordach, so daß die Sicherheitsabstände gewahrt blieben.
Ach, es gäbe noch so viel zu erzählen, aber meine Waschmaschine ruft nach mir. Während ich in der Hängematte liegend diesen Text eintippte (und nicht einschlief!!!), hat sie meine Kleidung vom Steigerwaldschlamm befreit.