Beiträge von Waldläufer70

    (...) aber ich empfinde den Sachverhalt, dass das Wasser, die Kamera und die Lebensmittel (also die schweren Sachen) aus praktischen Gründen oben verstaut werden schon als Manko. Denn wenn der Schwerpunkt weiter unten läge, wäre das von der Gewichtsverteilung her viel besser. Aber es geht nicht, weil man da häufiger ran muss.

    Könnte es sein, dass da – über die individuellen Unterschiede hinaus – eine Rolle spielt, ob man einen Rucksack mit Lastübertragung auf die Hüfte hat oder einen ohne Hüftgurt?

    Wenn ich die schweren Lasten gerne möglichst weit oben trage, dann gilt das für Rucksäcke mit einem «Gestell», also einer Lastübertragung auf die Hüfte. Es kann gut sein, dass es bei Rucksäcken, bei denen das gesamte Gewicht mit den Schultern getragen wird, angenehmer ist, wenn die schwersten Lasten nicht zuoberst eingepackt werden. Damit habe ich zu wenig Erfahrung.

    Ich weiss zwar nicht, was Glor-Eichen sind, aber vielleicht eignen sich die auch zum Abhängen. ;)

    Ich denke, die Hängematte erlebt seit etwa fünf, sechs Jahren einen Boom, v.a. im Outdoor-Bereich. Das starke Wachstum im Forum führe ich aber stärker darauf zurück, dass einfach viele (bereits interessierte) Leute auf ihrer Suche nach Information, auf das Forum stossen und sich dann bisweilen auch anmelden.

    Eine GE-Hängematte müsste von ihrer Geometrie her doch seitlich viel mehr Druck auf den Schläfer ausüben als eine Querhängematte (die den Stoff ja zur Seite zieht statt zu pressen) oder nicht?

    So wie ich es einschätze, müsste der seitliche Druck auf die Schultern bei beiden ähnlich sein. Bei der Quer-Hängematte gehen die "Seitenwände" (aus den Kordeln) etwa im 60°-Winkel nach oben. Würde man in einer GE-Hängematte quer liegen, so wären es nur etwa 30° (also deutlich weniger Druck). Da man aber diagonal liegt, gehen die "Wände" (aus Stoff) auch etwa in einem 60°-Winkel nach oben. Richtig eng um die Schultern wird es bei einer GE-Hängematte erst, wenn man praktisch "inline" (in Richtung der Abspannung) liegt; dann ist der Druck auf die Schultern sehr hoch.

    (...) die doppelte Firstleine mit den dazugehörigen Taschen hat mir gut gefallen. Ich überlege jetzt mal, ob ich diese Idee nicht auch für eine normale GE HM verwenden kann.

    Das wäre aus meiner Sicht relativ einfach möglich:

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    Natürlich bräuchtest du zwei solche Spreizstäbchen und sie müssten – je nach Spannung und Länge der Firstleine – etwas stabiler sein.

    Die vielleicht eleganteste Lösung mit Hardware von Myers wäre die Nutzung eines Evo-Loops aus Zing-It/Lash-It:

      

    In den Knopf-Knoten (Button Knot) könnte man die Firstleine ganz einfach ein- und aushängen. Siehe hier.

    Natürlich kann man auf die gleiche Art und Weise auch einen Hundeknochen (Dog Bone) aus Zing-It/Lash-It einbauen oder sogar eine verstellbare Firstleine aus Zing-It/Lash-It.

    Ist halt wieder mal Bling, das nicht unbedingt nötig ist

    Um zurück zum Thema zu kommen: Wenn der Befestigungspunkt der Ridgeline fix bleiben soll, könnte man die Ridgeline natürlich auch einspleissen (Brummel-Lock und das Ende einspleissen).

    Ansonsten finde ich: Myers verkauft ja auch Gear. Ich denke nicht, dass man ein Teil aus Titan gegen ein Teil aus AmSteel ausspielen sollte.

    Die neue Hardware (Bridge Bones) die direkt mitten durchs Dyneemageflecht der Aufhängungsdreiecke getrieben werden lässt aber noch einen leicht skeptischen Beigeschmack.

    Ich hatte auch den Eindruck, dass diese «Knochen» irgendwie durchs Geflecht gehen. Zusammen mit der Verkeilung, die sich daraus ergibt, bin ich mir auch nicht sicher, ob ich so etwas haben wollte. Ich bin mir aber nicht sicher, wie das Ganze wirklich funktioniert. Das «Firstleinen-Tablar» (Ablage) finde ich aber eine gelungene Sache.

    In Sachen Breite vermute ich, dass die Stange am Kopfende 110cm und die am Fussende 92cm lang ist. Das würde sich jedenfalls aus den Stangen, die Dutch im Angebot hat, ergeben. Diese Maße würden meinen beiden Eigenbauten entsprechen, für die ich ebendiese Stangen genutzt habe.

    EDIT: Ich sehe gerade in deinem anderen geposteten Video, dass die ja mit anderen Spreizstäben gefertigt worden ist: 100cm am Kopfende, 72cm am Fussende. Dadurch kann er die Nutzlast auf 250lbs (113kg) erhöhen. Ich habe mich noch gewundert über das doch recht hohe Maximalgewicht, das Dutch vorgibt.

    Ich hatte bei einigen Einstellungen den Eindruck, dass die engste Stelle der Hängematte nicht exakt in der Mitte liegt, sondern eher ein wenig zum Kopfende hin verschoben. Man sieht das bisweilen, wenn der Stoff fast horizontal von der einen zur anderen Seite geht. Das kann aber auch täuschen.

    Wenn ich mir die Bilder der in der Hängematte liegenden Leute anschaue, habe ich nicht den Eindruck, dass sie bequemer ist als die bisher bekannten Brücken-Hängematten wie z.B. die Ridgerunner oder die Koma, die ich aber beide nicht persönlich kenne.

    Wäre toll, die alle mal in Echt auszuprobieren.

    (...) ich empfinde den Sachverhalt, dass das Wasser, die Kamera und die Lebensmittel (also die schweren Sachen) aus praktischen Gründen oben verstaut werden schon als Manko. Denn wenn der Schwerpunkt weiter unten läge, wäre das von der Gewichtsverteilung her viel besser. Aber es geht nicht, weil man da häufiger ran muss.

    Ich finde es zum Wandern wesentlich angenehmer, wenn die schweren Sachen möglichst weit oben und nahe am Rücken sind. Dann ist der Gang am aufrechtesten, sprich: Ich muss mich am wenigsten nach vorne neigen, um nicht nach hinten zu kippen.

    Man sagt auch, dass der Schwerpunkt zum Wandern möglichst weit oben und nahe am Rücken sein soll. Zum Klettern und in schwierigem Gelände hingegen soll der natürliche Körperschwerpunkt möglichst wenig nach oben verschoben werden, weshalb man dort die schweren Sachen eher in der Mitte des Rucksack nahe am Rücken verstaut.

    Mit einer Ausnahme habe ich alles Rucksäcke mit nur einem Hauptfach. Die befülle ich von unten nach oben wie folgt:

    • Daunenquilts, Daunenkissen
    • Toilettenbeutel, Kleidung
    • Hängematte (oder Zelt), Tarp
    • Kochset (rückennah), warme Jacke (rückenfern)
    • Regenzeugs, zusätzliche Kleidung für den Tag (Jacke, Pullover, lange Hose)
    • Proviant und Wasser zuoberst

    Die Reihenfolge kann sich – abhängig vom Wetter – geringfügig ändern.

    Ansonsten:

    • Kleinkram (Stirnlampe, TP, diverse Leinen, Taschenmesser, Nähset), Wasseraufbereitung, Apotheke im grossen Aussenfach
    • Trinkwasser, Fotoapparat, Telefon, Karten in den Seitentaschen (teilweise in den Hüftgurttaschen, sofern vorhanden)

    In einem anderen Faden (»Wie packt ihr eure Quilts?«) ist die umfassendere Frage aufgetaucht, wie wir unsere Rucksäcke sinnvollerweise packen.

    Natürlich spielt dabei auch eine Rolle, ob ein Rucksack nur ein Hauptfach hat (Tendenz bei Ultraleicht-Rucksäcken) oder ob er unterteilt ist in ein Schlafsackfach (unten) und ein Hauptfach (oben). Unumstritten ist sicher, dass das Einhalten der folgenden Regeln dazu führt, dass der Rucksack sich angenehm trägt. (Dabei denke ich primär ans Wandern, beim Klettern oder in dauernd unwegsamem Gelände mag das wieder anders aussehen.)

    • Leichte Gegenstände (= Gegenstände mit geringer Dichte) gehören unten in den Rucksack.
    • Schwere Gegenstände (= Gegenstände mit grosser Dichte) gehören in Rückennähe möglichst weit oben in den Rucksack.
    • Leichte oder mittelschwere Gegenstände können dazu genutzt werden, die schweren Gegenstände nahe am Rücken zu halten.

    Hier ein hilfreicher Link zum Thema.

    Gerne möchte ich die Poster im Artikel »Wie packt ihr euren Quilt?« bitten, die hierher passenden Gedanken, hier sinnvoll noch einmal zu wiederholen.

    Hier noch eine kleine Anekdote zum Thema:

    Auf dem Jakobsweg begegnete mir hinter den Pyrenäen ein anderer Pilger, nennen wir ihn Frank. Er war in Berlin gestartet, hatte Zelt und Kocher dabei und war fit wie ein Turnschuh. Er konnte problemlos mit dem Rucksack auf dem Rücken zahlreiche Liegestützen machen. Allerdings klagte er, dass sein Rucksack schon recht schwer sei und stark nach hinten ziehe. Ich habe mir dann seinen Rucksack angeschaut; das Problem war schnell gefunden: Frank hatte seinen Wasserbeutel hinten aussen am Rucksack befestigt. Er hatte sich dabei nicht viel gedacht und sicher 1'700km auf diese Weise zurückgelegt. Ich gab ihm dann den Tipp, den Beutel doch ganz zuoberst und nahe am Rücken in den Rucksack zu legen. Er folgte meinem Rat und probierte aus, ob ihm dieser tatsächlich helfen würde. Nach wenigen Metern war er glücklich darüber, wie «leicht» sich sein Rucksack plötzlich anfühlte.

    Die Evo-Loops können an einem eher glatten Baumgurt etwas rutschen. Das ist mir vor allem beim flacheren Aufhängewinkel der Brücken-Hängematte ein paarmal aufgefallen.

    In diesen Fällen kann es helfen, das Tarp mit einem Prusik aus Paracord Typ 1 am Baumgurt zu befestigen. Hier ein Bild davon:

    Der gelbe Evo-Loop hilft, den Baumgurt ohne Last am Baum zu fixieren, und ist nicht notwendig. Es geht um das leuchtend gelbe Paracord Typ 1, an dem das Tarp befestigt ist.

    Inzwischen kann ich sagen, dass ich nicht mehr das Gefühl habe, dass das «HyperD Diamond Ripstop Nylon» zu dehnbar ist; ich liege sehr angenehm in der Hängematte, habe mich anscheinend an das andere Liegegefühl gewöhnt.

    Die Hängematte fügt sich sehr schön unters Tarp ein:

    (Beim Fussende links hatte ich das Tarp nicht abgespannt, weil ein Baum im Weg war...)

    Ich fühle mich darin sehr wohl:

    Trotzdem würde ich aber nach wie vor eher einen etwas weniger dehnbaren Stoff wählen. Heute morgen ist mir im Gegenlicht des Sonnenaufgangs aufgefallen, dass der Stoff sich an den Nähten dem Band entlang ein klein wenig «aufzieht»: Es werden ganz kleine Lichtpunkte sichtbar, nicht überall gleich stark und sie scheinen sich nach der Belastung auch wieder vollständig zu schliessen, es scheint also kein bleibender Schaden zu entstehen. Ich werde das aber auf alle Fälle im Auge behalten.

    Ein Freund, der meine Position kannte und am Morgen vorbei kam, meinte, dass man mich im Wald kaum wahrnehme, wenn man nicht wisse, wo ich hänge. Aber das ist ein anderes Thema:

    Ich habe zum dritten Mal am gleichen Platz übernachtet und war – abgesehen vom Bellen von Rehen und dem Zwitschern der Vögel – alleine.

    Die Temperaturen fielen wieder knapp unter den Gefrierpunkt, weshalb ich erneut die in eine Wolldecke eingewickelte Eva mitgenommen und mit einer Therm-a-Rest Prolite zugedeckt habe:

      

    Jedenfalls habe ich erstaunlich gut geschlafen und bin nur selten aufgewacht:

    Vielen Dank für deine Rückmeldung. In dem Fall auf keinen Fall einen so grossen Aufwand machen! – Ich klicke, wenn ich wieder mal bei einem meiner Beiträge lande, gelegentlich auch mal den einen oder anderen Link an. So entgeht mir zumindest nicht ganz alles.

    PS: Man kann das Forum auch mal durch eine solche Maschine jagen, wenn man will. Das dauert allerdings... (mal schauen, was dabei rauskommt)

    ... Ich habe die Maschine jetzt rund eine Stunde laufen lassen: Es wurden bisher gegen 2'580 Seiten geprüft und 63 kaputte Links gefunden.

    Vielen Dank, DL1JPH !

    Bei der Einführung des neuen Forums war mal noch die Rede von einem Skript, das nicht mehr funktionierende Links markiert. Das fände ich nach wie vor eine tolle Möglichkeit, denn leider gibt es immer wieder mal Links, die tot sind, weil eine Web-Adresse geändert hat.

    Wenn aber die Gefahr besteht, dass solche Eigenleistungen bei jedem Update wieder vor die Hunde gehen, dann wäre es den Aufwand natürlich nicht wert. Ich bin schon so erstaunt, dass eine kostenpflichtige Software beim Update so viele Probleme machen konnte.

    Nochmals vielen Dank für deinen Riesen-Aufwand! :)