Beiträge von Waldläufer70

    Denn ich hatte im Verlauf meiner diesjährigen ersten Hängemattennacht festgestellt, daß mein Oberkörper im Bereich der Schultern, ich kann das schwer beschreiben, zusammengefaltet wird. Das hatte ich schon mal in den Anfangszeiten bemerkt, konnte das aber nicht richtig einordnen.

    Wenn ich mich richtig erinnere, liegst du – auch weil deine Hängematten eher kurz sind – nur wenig diagonal. Das führt dazu, dass die Schultern relativ stark eingeengt werden, weil sich der Stoff quasi um die breiteste Stelle deines Körpers wickelt, der zudem recht nahe beim Kopfende positioniert ist, wo die Hängematte sich nicht mehr gleich gut entfalten kann wie in der Mitte.

    Wenn du in einer längeren Hängematte stärker diagonal liegst, reduziert sich dieser Druck stark. Er wird aber – so wie ich das erlebe – immer ein klein wenig vorhanden bleiben. Die Gathered-End-Hängematten sind von allen Hängematten-Arten die, bei denen du am stärksten quasi in einer «Rinne» liegst.

    Eine längere Hängematte wird den Druck auf die Schultern bestimmt reduzieren (wenn sie wirklich länger und nicht zu elastisch ist), aber es bleibt immer auch ein Stück Gewöhnung, die einem leichter oder schwerer fallen kann.

    Ich finde, dass es doch egal ist, ob du nun lieber regular oder lefty-mässig schläfst. Ausser wenn du einen Wooki kaufen willst, spielt es doch überhaupt keine Rolle. Jeder nimmt die Position ein, die für ihn bequem ist und wenn du da flexibel bist: freu dich doch! Du hast mehr Möglichkeiten!

    Darum schrieb ich ja, dass das die gute Nachricht ist. ;)

    Den Unterschied zwischen Isomatte auf dem Boden und Isomatte in der 90 Grad-Matte finde ich schon gross: der Boden gibt nicht nach und es liegt sich viel härter, die HM ist beweglicher und unterstützt den Körper besser. Meiner Meinung nach (wegen der Isomatte drin) zwar nicht so gut wie eine GE ohne Isomatte, aber deutlich angenehmer als auf dem Boden!

    Ja, ich würde mir wünschen, dass ich in Hängematten besser schlafen würde als am Boden. In den meisten Fällen ist es leider nicht so. Ich wache nach einer Nacht in der Hängematte fast immer deutlich geräderter auf als nach einer Nacht auf dem Boden (im Zelt). Aber da spielen so viele Faktoren rein (welchen Platz hat man gefunden, wie war der Wandertag, wie müde ist man, welche Begegnungen und Begebenheiten klingen noch nach, usw.), dass es für mich keine reproduzierbaren Elemente gibt. Positiv ist, dass ich beim Wandern "schlechten Schlaf" relativ gut wegstecken kann; da ist eh alles anders, ich bin offen für neue Eindrücke und auf Abenteuer eingestellt. Vor einem durchschnittlichen Arbeitstag könnte ich mir einen derart unberechenbaren Schlaf allerdings nicht leisten. Ich habe es trotzdem einmal gemacht, weil dafür ein sehr berechenbarer Arbeitstag zu erwarten war. Das hat dann auch gut geklappt.

    Ich finde, dieser Packsack sieht aus wie eine einfache Plastiktüte und macht ein unangenehmes Geräusch. Was ist an dem Teil besser als an einer 0815 Plastiktüte

    Das Geräusch legt sich mit der Zeit immer mehr. Der Unterschied ist, dass DCF ein Laminat aus Dyneema-Fasern ist und zu den stabilsten "Geweben" überhaupt gehört, was das Verhältnis von Reissfestigkeit zu Gewicht anbelangt. Ein Beutel aus einer Plastikfolie ist nach kurzer Zeit kaputt, wie ja Yoggoyo bereits gesagt hat. Ein Tarp aus DCF wiegt bei gleicher Stabilität deutlich weniger als eines aus Silnylon oder Silpolyester.

    Am Sonntag im heimischen Wald. Bärlauch so weit das Auge reicht:

    Am Montag/Dienstag ganz in der Nähe von Willisau (Kanton Luzern, Schweiz):

    Indisches Reisgericht zum Abendessen auf praktischem Baumstumpf gekocht und gegessen:

    Morgenlicht am Dienstag:

    Und noch ein kleiner Bach am Mittwochmorgen:

    Dann bleibt immer noch die Option 90°-Hängematte. Vielleicht wird sie ja Deine große Liebe?

    Vielleicht... Ich frage mich dann aber immer, weshalb ich nicht gleich am Boden schlafe, wenn ich eh eine Isomatte "brauche". Klar, der "schmutzige Boden" fällt weg und der gemütliche Aufenthalt unter dem Tarp in angenehmer Sitzposition kommt dazu (in einer Quer-Hängematte allerdings nur bedingt). Mal schauen, vielleicht nähe ich mir mal noch eine...

    Aber ob ich je mal wirklich gut in einer Hängematte schlafen werde? So langsam aber sicher wage ich es zu bezweifeln.

    Ich habe eine umgebogene GItarrensaite (hohes E oder H) in einen Holzgriff eingeleimt, in den ich zuvor ein 1mm dickes Loch gebohrt hatte. Die etwas aufgerauten Saitenenden halten mit ein paar Tropfen Araldit sehr gut:

    29100-71122622-jpg

    Dieses Werkzeug eignet sich sehr gut für dünne Leinen aus Dyneema (ca. 1,5mm bis 2mm). Für dickeres verwende ich meistens 1mm dicken Draht, den ich ebenfalls umbiege, die Enden aber einfach etwas verdrehe und dann als Handgriff wie beim Griff eines Regenschirms umbiege.

    Ich habe sogar nur 3,5cm fürs Auge genommen bei 1/8"-AmSteel (ca. 3mm Durchmesser). Das hat gereicht, um alles gut durchziehen zu können.

    Der recht enge Radius schwächt das Konstrukt zwar ein wenig, ich gehe aber davon aus, dass der Loop immer noch mehr aushält als das Gurtband. Bei zu grossen Augen besteht umgekehrt die Gefahr, dass der Knoten im dümmsten Fall durchrutschen könnte. Das soll gemäss Jeff Myers beim Improved-Soft-Shackle-Evo-Loop schon vorgekommen sein.

    Ups, da bin ich / sind wir ja zum Teil wirklich etwas weit vom Thema abgekommen... :/

    Ich habe ja nach wie vor nicht im Sinn, vom Bett / von der Matratze auf die Hängematte umzusteigen. Für mich dient die Hängematte einfach als Übernachtungsmöglichkeit auf Touren (bisher) im Schweizer Mittelland und Jura, wo die Wälder häufig und das baumfreie und unbewohnte Gebiet rar sind.

    Was mir eben bei einer Übernachtung aufgefallen ist: Ich weiss nach wie vor nicht, ob ich nun «regular» (Kopf links, Füsse rechts) oder «lefty» (Kopf rechts, Füsse links) liege.

    Zu Beginn meiner Hängekarriere hatte ich mir gar nie Gedanken über die Liegerichtung gemacht. Ich habe mich einfach nach Gefühl hineingelegt. Ich kann mich an eine Tour dem Doubs (Grenzfluss zwischen der Schweiz und Frankreich) entlang erinnern (2014), auf der ich «lefty» hing. Ich meine mich zu erinnern, dass ich im Sommer 2015 auf einem Campingplatz im Tessin drei Nächte nacheinander «regular» lag.

    Auf die Idee, auf meine bevorzugte Liegerichtung zu achten, kam ich erst aufgrund der diesbezüglichen Hinweise hier im Forum.

    In letzter Zeit hatte ich den Eindruck, dass ich wohl eher «regular» liege. Denn oft, wenn ich die Nacht als «Lefty» begonnen hatte und nicht einschlafen konnte, half mir ein Wechsel in die «Regular-Postion» und es ging mit dem Schlafen besser.

    Doch nun – in der Nacht von Montag auf Dienstag – bettete ich mich zielbewusst als «Regular-Schläfer» in die Hängematte. Ich konnte mich zwar gut entspannen, aber nicht zielführend schlafen. Also wechselte ich in die «Lefty-Position»: Augenblicklich ging es mit dem Schlafen besser.

    Ich komme zum Schluss: Bei mir gibt es keine eindeutig bessere Liegerichtung. Es scheint übergeordnete Kriterien zu geben, auf die ich achten muss. Ein paar Vermutungen habe ich:

    • Aus welcher Richtung "droht Gefahr": Jeder Hängeplatz hat eine sicherere und eine exponiertere Seite. Ich möchte mein Kopfende nicht nur auf der sicheren Seite haben, sondern auch so liegen, dass ich die exponierte Seite gut einsehen kann.
    • Auf welcher Seite steige ich ein und wo ist mein Gepäck deponiert: Wenn ich das Gepäck am Boden deponiere, dann möchte ich den Kopf gerne dort haben, um darauf Zugriff zu haben. Und ich mag das Gepäck lieber auf der exponierten Seite deponieren, denn in diese Richtung blicke ich, wenn ich in der Hängematte sitze und von dort steige ich auch ein und aus.
    • Aussicht: Ich liege gerne so, dass mir (da mag das bisher Gesagte mit einfliessen) die Aussicht gefällt, angenehm ist.

    Die gute Nachricht für mich: Die Liegerichtung scheint für mich keine Rolle zu spielen.

    Die schlechte Nachricht für mich: Ich schlafe nach wie vor in der Hängematte nicht besonders gut.

    Manchmal denke ich, dass ich in der Brücken-Hängematte besser schlafe, aber auch da bin ich mir letztlich nicht sicher, weil ich die Hängematten jeweils nur auf Tour nutze und noch nie über längere Zeit in der Hängematte geschlafen habe.

    Ich glaube, dass der schwache Punkt beim »Improved Soft Shackle« als auch beim »Button Knot Soft Shackle« die Nase ist, nicht der Knoten. Zumindest ist das der Teil, der auf den Fotos, die ich bisher gesehen habe, gerissen ist.

    Herstellung des Diamantknoten müsste ich wohl wirklich mal ausprobieren. Ich hatte mit den beiden anderen bisher keine Probleme.

    Die Schlaufe ist das Loop.

    Ach so, ich dachte, es verhält sich umgekehrt. Vielleicht muss ich den Diamantknoten doch mal noch lernen. Nachdem ich erfahren habe, dass sowohl der »Improved Soft Shackle« als auch der »Button Knot Soft Shackle« deutlich stärker sind, dachte ich, ich könne mich um den drücken. ;)

    Warum verkompliziert-vereinfachen? Ein Diamantknoten ist ...

    Weil ich den nicht kannte und weil es beim Paracord 1 eh nicht möglich ist, daran zu hängen. Fürs Tarp reicht der Ashley-Stopper-Knoten gut. Danke für deine Ergänzung.

    Was machst du mit der Schlaufe, die am Schluss übrig bleibt? Oder kann man die auch weglassen?

    Ich hätte auch Evo-Loops empfohlen.

    Hexon 1.6 ist ein toller Stoff, der dir aber allenfalls etwas zu elastisch sein könnte, nicht aber muss. Eine meiner bequemsten Hängematten habe ich aus Hexon 1.6 gefertigt. Wenn du etwas zu sehr durchhängen solltest, könntest du das unter Umständen durch eine Kurve ausgleichen.

    Was mir auch noch aufgefallen ist, dass alleine der erste Schritt schon sehr von dem verwendeten Seiltyp abhängig ist. Nimmt mann nämlich einfach irgendwas (bei Paracord viel es mir besonders auf) kann es sein, dass sich der Knoten ganz anders zuzieht und ich komplett den Überblick verloren habe. Gerade beim Erlernen ist das nicht wirklich hilfreich - später kann mann dass bestimmt umgehen.

    Heute habe ich versucht, einen Button-Knot aus dem Paracord Typ 1 zu knoten. Das ist mir überhaupt nicht gelungen. Es hat mir einfach den ganzen Knoten quasi umgestülpt, als ich die losen Enden durch die Mitte nach unten gezogen habe. Vermutlich müsste man da noch sorgfältiger als mit AmSteel den Knoten in ganz kleinen Schritten immer mehr festziehen. Das hat bei mir nicht geklappt, weil ich die Kordelenden mit relativ viel Kraft nach unten ziehen musste, um die Enden durchzubekommen; dabei hatte ich dann so viel Schwung, dass es den Knoten schon so weit umgestülpt hat, dass er nicht mehr zu retten war.

    Ich denke, ich bleibe bei AmSteel und Zing-It/Lash-It.

    Man kann einen simplen Evo-Loop auch aus einem nicht spleissbaren (oder schlecht spleissbaren) Material machen, wenn man den Ashley-Stopper-Knoten verwendet:

    How-to-Tie-a-Stopper-Knot.jpg

    © Quelle

    Hier ein Beispiel aus Paracord Typ 1:

    Zur Herstellung des Knotens muss man die beiden Enden der Bucht parallel führen und den Stopper-Knoten aus zwei Strängen knoten. Beim Stecken des Knotens muss man einfach darauf achten, dass die beiden Kordeln immer schön parallel verlaufen.

    Allerdings ist so eine Konstruktion sicher nicht geeignet, um daran zu hängen. Davon würde ich dringend abraten, selbst wenn man eine wesentlich reissfestere Kordel verwendet. Ich weiss einfach nicht, ob der Knoten bei hoher Last abrutschen und sich dann öffnen könnte.

    Ich nutze diesen Evo-Loop aktuell an meinem Polyesterband (Hängematten-Aufhängung), um mein leichtes Tarp nach oben abzuspannen:

      

    Das klappt ganz gut!

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    Außerdem habe noch etwas herausgefunden: Und zwar scheint (bei mir) nicht die Höhenlage des Kopfes relevant zu sein, sondern vielmehr der Winkel, den eine gedachte Achse durch den Schädel mit dem Oberkörper bildet.

    Man kann sich das ganz leicht anhand der Kinnposition vorstellen: Je niedriger das Kinn bzw. je näher das Kinn an der Brust ist, desto größer ist der Winkel. Dieser Winkel sollte (bei mir) für ein bequemes Hängen besonders klein (aber nicht negativ!) sein.

    Ich hatte dieses Problem mal ganz ausgeprägt in der Brücken-Hängematte. Ich hatte das Fussende zu hoch platziert und rutschte dann zum Kopfende hin in den kritischen Bereich, wo der Stoff stärker anzusteigen beginnt. Das hat mir richtig den Nacken zusammengestaucht. Erst als ich auf die Idee gekommen bin, aufzustehen und das Fussende etwas zu lösen, liess der Druck nach und mein Nacken konnte sich wieder entspannen. Ganz anders ist es bei einer Gathered-End-Hängematte kaum möglich, das Fussende zu hoch zu hängen, denn da rutscht der Körper (Nacken) nicht gegen einen Anschlag, wo es plötzlich steiler hochgeht.