Beiträge von Waldläufer70

    OT: Das umtragen in der Benutzerkarte funktioniert irgendwie nicht. Ich habe im Feld "Profil bearbeiten -> Über mich -> Benutzerkarte" Ottawa eingegeben, was aber keine Auswirkung auf mein Marker in der Karte hatte?!

    Ja, das funktioniert nicht. Du musst dich hier eintragen: https://www.haengemattenforum.de/usermap/usermap-user-input/

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    Einen guten Start am neuen Ort! Klingt toll! :)

    In dem Fall willkommen im Forum!

    Einige deiner Leidenschaften hast du hier ja schon fleissig eingebracht...

    Als Junge hatte ich ein Buch über Segelboote Segelschiffe und da wurden auch ein paar Knoten gezeigt. Das ist auch schon länger her. Seither sind mir Palstek, Schotstek und ein paar weitere Knoten ein Begriff. Sonst war ich (leider) noch nie auf einem Boot mit dabei. So richtig ins Thema Knoten vertieft habe ich mich erst, als ich mir 2010 mein erstes Leichtzelt und dann 2014 meine erste Hängematte gekauft habe.

    Hier findet man übrigens ganz viel Information zu den diversen Produkten von Samson Rope:

    https://samsonrope.com/resources/how-to-splice-rope

    Wenn man etwas runter scrollt, findet man sogar eine App dafür (nur für iOS)! :)

    Hier findet man zahlreiche weitere PDFs:

    https://samsonrope.com/search-result?…searchQuery=pdf

    Unter anderem dieses PDF zum Thema «Kriechen» (Creep):

    • Kriechen ist nicht dasselbe wie das strukturelle "Sich-Strecken" des Seils beim ersten Gebrauch. Auch frisch gespleisste Verbindungen müssen sich zuerst "setzen" und dehnen sich dabei ein wenig.
    • »Creep« geschieht über lange Zeit und ist nicht reversibel.
    • Es passiert nur unter dauernder Belastung über lange Zeit.

    Es führt eines Tages zum Reissen des Seils. Dieses sollte ersetzt werden, bevor das passiert.

    Das Kriechen vollzieht sich in drei Phasen:

    1. In den ersten Minuten bis Stunden der Belastung dehnt sich das Seil um einige Prozent.
    2. Danach streckt es sich jedes Jahr um ein paar weitere Prozente.
    3. Dann dehnt es sich plötzlich zunehmend schneller und reisst dann unvermittelt.

    Phase 3 sollte man vermeiden, Seile also besser ersetzen, bevor sie sich besonders schnell zu dehnen beginnen.

    Hier die drei Phasen des »Creep« aus dem oben verlinkten Dokument:

    © Quelle: Samson Rope

    Kannst du denn die Länge der Aufhängung der Hängematte nicht verstellen? Das müsste doch zur Lösung deines Problems führen. Wenn die Ridgeline der Hängematte lose ist, machst du die Aufhängung länger, ist sie zu stark gespannt, so machst du sie kürzer. Klingt paradox, dürfte sich aber so verhalten. Wenn die Spannung der Ridgeline passt, du aber zu hoch oder zu tief hängst, dann kannst du mit der Basisleine spielen und wieder mit der Länge der Aufhängung spielen.

    Aber ich sollte besser nichts schreiben... Ich habe ja diesen Ständer nicht... :/:/:/

    Kommt es eventuell aufs gleiche raus, statt die Ridgeline kürzer die Schenkel des Ständers länger zu machen? Dazu müsstest du die Leine an der Basis etwas kürzer einstellen. Aber vielleicht stehen die Schenkel dann zu flach oder du stösst mit dem Kopf daran oder du hängst noch höher? Aber ein Versuch kann ja nicht schaden.

    Hier noch eine Alternative zur im Eingangsbeitrag gezeigten Befestigung am Baum. Mit einem Zug am Stöckchen läßt sich die Leine schnell lösen.

    Danke für den Tipp. Bei Derek Hansen auch schon gesehen (im Buch glaube ich), aber wieder vergessen...

    Es kommt also auch mit schlechterem Wetter ganz gut zurecht.

    Tarps kommen doch immer gut mit schlechtem Wetter zurecht. Die Frage ist doch vielmehr, ob die Leute unter dem Tarp bei schlechtem Wetter mit dem Tarp zurecht kommen. ;)

    Die einzelnen AmSteel-Stränge sind jedoch leicht beschichtet. Aber nicht umhüllt wie ich das teilweise bei anderen Seilen gesehen habe, bei denen man die Beschichtung quasi bricht, wenn man das Seil stark biegt. Das Seil ist immer noch flexibel, aber klebt nicht und fasert nicht sofort auf.

    Die Beschichtung der Samson-Leine nennt sich Samthane. Keine Ahnung, was sich dahinter verbirgt.

    Ansonsten kann ich das DynaGlide von Teufelberger noch empfehlen. Das liegt zwischen dem dickeren Zing-It / Lash-It und dem dünnsten AmSteel (7/64" respektive 2.5mm). Das ist auch bei DutchWare erhältlich. Es verfügt über 12 Stränge. Einige nutzen das sogar zum Hängen, was ich aber nicht unbedingt empfehlen würde. Mir wäre der Sicherheitsfaktor zu klein. Ich möchte aber mal Evo-Loops daraus machen. Sehr praktisch ist es zum Aufhängen von Nahrung an Bäumen oder als Immer-dabei-Leine fürs Wandern.

    die kritische Temperatur aber schon bei 65 Grad Celsius. Hängemattencamping in direkter Sonneneinstrahlung dürfte damit schon fast zu heikel sein. Allerdings habe ich von solchen Problemen noch nie etwas gehört.

    Ich denke, dass das Kriechen ab dieser Temperatur stärker als darunter beschleunigt wird. Aber wann ist es schon 65°C warm? Da müssten wir ja an der direkten Sonne hängen und das Dyneema müsste irgendwie vor einem schwarzen Blech liegen, das sich auf über 65°C erhitzt. Nur, wer hängt bei solchen Temperaturen? Und wenn die Hängematte unbelastet hängt, dann fehlen die Faktoren Krafteinwirkung und deren längere Einwirkung. Ich denke, das «Problem» stellt sich nur theoretisch. Es ist aber bestimmt nicht schlau, die Hängematte über längere Zeit an der Sonne hängen zu lassen; nur schon die UV-Einstrahlung rät davon ab.

    jetzt hat sich bestätigt: es scheint ein kaputter Kondensator auf der Leiterplatte zu sein.

    Mit Elektronik kenne ich mich überhaupt nicht aus. Die Geschichte erinnert mich an meine alte Bernina: Die fing mal beim Nähen immer etwas mehr an zu rauchen, dann der Knall und sie stand still. Ich dachte an Motorschaden, der Händler meines Vertrauens identifizierte einen kaputten Kondensator und tauschte ihn aus. Sie läuft wieder wie am Schnürchen.

    Das ist auch einer der Gründe, warum ich am liebsten (und fast nur) auf der Seite schlafe: ich bin damit (noch) kürzer, liege somit noch flacher und kann zwischen beiden Schultern abwechseln...

    Das versuche ich auch immer wieder. Gerade diese Woche habe ich das in meiner ersten Brückenhängematte auch gemacht. Zu meinem Erstaunen habe ich festgestellt, dass mir das Hexon 2.4 zu fest ist: Ich hatte beim Liegen auf der Seite darin schon Schulterschmerzen bekommen; dieses Mal bin ich immer wieder mit Hüftschmerzen aufgewacht, weil mir der Druck auf die Hüftknochen zu gross geworden war. (Die Belastung des Stoffes erfolgt dort quer zur Liegerichtung, weshalb der Stoff nicht so gut nachgeben kann.)

    In klassischen Hängematte habe ich das noch nie erlebt und dort klappt das mit dem Schlafen auf der Seite, wenn das Material mir nicht zu dehnbar ist.

    Es sind schon verflixt viele Faktoren, die – je nach Hängemattentyp – eine Rolle spielen... ;(

    Die Bruchlast wird beim Spleissen so gut wie nicht verringert. Gerade Whoopie Slings sind diesbezüglich aber eine Ausnahme: Dort, wo das lose Ende den einfach geführten Hauptstrang einseitig (asymmetrisch) verlässt, wird die Bruchlast um bis zu 30% reduziert. Daher kommst du wohl auf die von dir genannte Zahl.

    Dyneema hat viele Vorteile und einen grossen Nachteil: Das Material kann "kriechen" (engl. creep). Ich weiss nicht, ab welcher Belastung dieses Phänomen beginnt. Kriechen geschieht – wie der Name sagt – schleichend und kann dann ganz plötzlich zum Reissen des Materials führen. Das dürfte bei unserem Thema hier keine grosse Rolle spielen, ist aber z.B. bei der Abspannung von Masten, die unter Dauerbelastung stehen, von Bedeutung. Da muss man die Seile regelmässig überprüfen und bei Bedarf auswechseln.

    Die Information habe ich aus diversen der oben verlinkten Publikationen von Samson Rope und von anderen Links. Zudem habe ich mal auf einer Wanderung einen vom Fach getroffen; da haben wir dann etwas gefachsimpelt. ;)

    Grob gesagt kommt es bei Dyneema zu folgenden "Verlängerungen":

    • Anfangsphase (erste Belastungen): Das Geflecht setzt / streckt sich. Das ist ein rein physischer Vorgang (keine Veränderung auf molekularer Ebene).
    • Dann die elastische Dehnung (schadet dem Material nicht und ist reversibel)
    • Ab einer gewissen Belastung setzt die plastische Dehnung ein (die Fasern werden auf molekularer Ebene verlängert; nicht reversibel, also Schädigung des Materials). Ich weiss nicht, ab welcher Belastung diese Dehnung einsetzt.
    • Und dann das Kriechen (creep). Auch da weiss ich nicht, ab welcher Belastung dieses für Dyneema typische Phänomen einsetzt. Es ist in gewisser Weise der plastischen Dehnung verwandt, setzt aber – wenn ich das richtig verstanden habe – schon bei geringeren Belastungen ein als die plastische Dehnung. Voraussetzung für das Kriechen ist permanente Belastung über einen längeren Zeitraum. Ob die regelmässige Nutzung der Hängematte bereits ausreichen könnte, weiss ich nicht. Vielleicht wenn man keinen ordentlichen Sicherheitsfaktor einberechnet und wirklich jede Nacht darin schläft...?

    Ergänzung: Es spielt beim Kriechen und der plastischen Dehnung anscheinend eine grosse Rolle, um welchen Werkstoff es sich handelt. Es kann sein, dass die beiden Begriffe bei UHMWPE (z.B. Dyneema) ineinander greifen. Für das Kriechen spielt jedenfalls die Belastung, die Einwirkungsdauer der Belastung und die Temperatur eine Rolle. Ich bin weder Chemiker noch Physiker und kenne mich da im Detail nicht aus.

    PS: Schotstek (nicht Schotsteg): Der Knoten wird gesteckt, nicht "gestegt".

    Wenn die Belastung auf die Ridgeline nicht so hoch ist, warum nehmen dann viele eine 2,5 mm Dyneema-Leine?

    Das grenzt an Overkill, oder? :/

    Das grenzt an Overkill, wenn man die Ridgeline tatsächlich nur so stark spannt, dass man sie zwischen den Fingern noch etwas abwinkeln kann, respektive eben nicht so stark spannt, dass sie fast wie eine Gitarrensaite gespannt ist. Ich selber verwende deshalb eine 1.75mm oder bei der Brückenhängematte, die einen etwas flacheren Hängewinkel benötigt, 2.2mm starke Dyneemaleine.

    Es gibt aber auch Leute, die gerne bei grösseren Baumabständen die Gurtbänder noch in greifbarer Höhe befestigen möchten, und dann das Gurtband in einem eigentlich zu flachen Winkel befestigen, um nicht auf den Boden aufzukommen. In einem solchen Fall ist eine 2.5mm starke Leine aus Dyneema natürlich sinnvoll, denn bei einer Belastung von rund 30% der Bruchlast hat man "schon" nahezu 1% Dehnung auf der Leine, was man unter Umständen beim Liegekomfort spüren kann. Es ist aber auch nicht sinnvoll, Dyneema über längere Zeit und immer wieder mit 30% der Bruchlast zu belasten, weil das der Faser unter Umständen schaden könnte. Ich weiss zwar nicht, ab welcher prozentualen Belastung (zur Bruchlast) das Kriechen des Materials einsetzt, aber es ist auf jeden Fall sinnvoll, dieses zu vermeiden.

    Beim geringen Gewicht von Dyneemaleinen tut aber selbst eine Leine mit 2.5mm Durchmesser letztlich nicht wirklich weh.

    Alle Hängematten erzeugen eine Rinne. Ich schlafe jetzt seit 2 Wochen immer wieder in meinen neuen Brückenhängematten, und obwohl der obere Spreizstab unglaubliche 110cm lang ist, spüre ich trotzdem eine Rinne. Auch 90° Hängematten haben eine Rinne. Störend fand ich die Rinnen nur bei sehr dehnbaren Stoffen.

    Deshalb schrieb ich ja, dass die Rinne bei GE-Hängematten am ausgeprägtesten ist. Das ist ja vermutlich auch das, was mich bei Hängematten – wenn es ums Schlafen geht – am meisten stört: die Rinne, die sich bildet.

    Meine Brückenhängematten haben am Kopfende alle einen 110cm langen Stab und da finde ich schon, dass die Rinne deutlich weniger ausgeprägt ist als bei meinen GE-Hängematten.

    PS: Ist denn deine Townsend Luxury Hammock angekommen? Schreibst du da dann noch mal was dazu?

    DCF ist zwar sehr reissfest, aber leider nicht sehr scheuerfest

    Das stimmt, das sind zwei ziemlich unterschiedliche Eigenschaften. Siehe hier, da hat ein Sockenhersteller den Unterschied auch nicht begriffen oder die Leute mit falschen Versprechungen zum Kauf animiert:

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