Beiträge von Waldläufer70

    Was du meinst ist ein Einschlag-Umschlag. (Ein Rollsaum ist etwas völlig anderes und wird im Bekleidungssektor für ganz leichte Stoff, v.a. bei Damenmode, verwendet. Könntest du natürlich auch ausprobieren...)

    An den Seiten reicht eine Naht. Ich würde sie mit einer Stichlänge von etwa 3mm machen. Einen elastischen Stich habe ich noch nirgends gesehen, wurde hier im Forum aber auch schon diskutiert. Ich weiss nicht, ob er etwas bringt, da drei Lagen Stoff ohnehin weniger dehnbar sind als die eine Lage der Hängematte selbst. Du könntest es aber – wenn es dir optisch nicht widerspricht und du gerne experimentierst – ja mal ausprobieren.

    Für den Tunnelzug würde ich drei bis vier Nähte in etwa 3mm bis 5mm Abstand machen. Dort dann mit kürzerer Stichlänge, da jeder Stich zur Stabilität beiträgt: Ich nutze in der Regel 2.5mm.

    Viel Spass beim Nähen! – Die meisten Geschäfte im Bereich DIY scheinen zurzeit übrigens unglaublich viel zu tun zu haben!

    Naja, 83% ist ja länger als 81%. Deshalb ist 81% auf der kurzen Seite. Die Hängematten von Warbonnet tendieren alle in Richtung 90% der Hängemattenlänge.

    Wenn der Tunnelzug unsauber genäht ist, kann es passieren, dass das Ripstop-Muster und der Falz des Tunnelzugs nicht übereinstimmen. Wenn es da Abweichungen von mehr als einem Ripstop-Karo gibt, kann man das unter Umständen negativ spüren. Im Falle eines "normalen" Whippings sollte dieses die Hängematte ebenfalls dem Ripstop-Muster entlang umfassen.

    Ich hatte schon den Eindruck, dass eine mit einer Kurve gewhippte Hängematte mit etwas längerer Ridgeline recht gut funktioniert. Auch hatte es den Anschein, dass ich dann weniger diagonal zu liegen brauchte und deshalb mit schmaleren Hängematten auskam. Wenn du Lust zum Experimentieren hast, könntest du so etwas mal ausprobieren. Ob es aber beim Problem mit deinen Schultern hilft, weiss ich nicht. In diesem Beitrag und den folgenden habe ich ein Vorgehen gezeigt, das relativ einfach umzusetzen ist und auch gut wieder rückgängig gemacht werden kann.

    Ich war gestern im Wald und wollte mich gemütlich etwas in meine Brücken-Hängematte legen. Als sie bereits schön zwischen den Bäumen hing, schwante mir, dass ich die Spreizstäbe zuhause vergessen hatte. Und so war es dann auch. Dumm gelaufen...

    Zum Glück hatte ich noch meine 12'-Gathered-End mit eingepackt und so kam ich doch noch zu Risotto, Kaffee und einem gemütlichen Dösen bei angenehmer Temperatur.

    Das ist schwierig aus der Distanz zu sagen. Du könntest

    • die Hängematte im Schulterbereich etwas verlängern (also dort etwas Stoff aus dem Whipping ziehen). Kopf und Schultern liegen dann etwas tiefer, die Stoffwände gehen etwas steiler nach oben, dafür nimmt die Belastung des Stoffes in diesem Bereich etwas ab.
    • Die Hängematte im Schulterbereich etwas verkürzen (also dort etwas Stoff ins Whipping zurückziehen). Kopf und Schultern liegen dann etwas höher, die Stoffwände gehen etwas weniger steil nach oben, dafür nimmt die Spannung des Stoffes in diesem Bereich etwas zu.

    Welche Strategie eher zu gefühlt weniger Druck auf die Schultern führt, müsstest du ausprobieren.

    Falls du noch nicht mit verschiedenen Hängewinkeln gespielt hast (längere / kürzere Firstleine), dann würde ich zuerst mal damit spielen. Vielleicht erreichst du bereits damit eine Verbesserung und brauchst am Whipping nichts zu ändern.

    Noch ein anderer Ansatz: Oft wird empfohlen, das Fussende etwas höher zu hängen, damit man nicht zum Fussende hin rutscht und ausreichend Platz für die Beine hat. Du könntest mal versuchen, Kopf- und Fussende gleich hoch oder vielleicht sogar das Kopfende höher zu hängen. Dann könntest du eventuell auch etwas mehr Platz für die Schultern bekommen, weil du weiter vom Kopfende entfernt liegst. Unter Umständen wird es dann aber für die Beine unangenehmer. Falls das für die Schultern etwas bringt, es für die Beine aber unangenehmer wird, könntest du es mit einem Kissen unter den Knien versuchen.

    Dies meine spontanen – und zugegebenermassen theoretischen – Ideen.

    Ich habe am Wochenende noch gemerkt, dass man diese schöne Möglichkeit auch dann verwenden kann, wenn die Leine nicht mehr um den Baum, sondern nur noch um einen Zweig reicht:

    Einfach das Ende mit dem Knoten / der Perle etwa zweimal um den Zweig wickeln und dann den Knoten / die Perle durch die Schlaufe stecken. Ich hatte den Eindruck, dass das tipptopp hält.

    Es gibt nicht nur GE-Hängematten

    Auch bei der Brücken-Hängematte kann man mit einer Veränderung der Länge der Ridgeline den Liegekomfort anpassen:

    • Längere Ridgeline (flacherer Hängewinkel) ergibt eine festere Liegefläche (mit höherer Belastung des Materials inklusive Spreizstäbe)
    • Kürzere Ridgeline (steilerer Hängewinkel) ergibt eine weichere Liegefläche (mit mehr Entlastung für das Material inklusive Spreizstäbe)

    »Town's End« stellt bei seinen Brücken-Hängematten (siehe Video) nur gerade das bisschen Verstellbarkeit zur Verfügung, das sinnvoll ist, um genau das oben Dargestellte für seine Hängematten zu erreichen.

    Die Frage ist doch, ob ich eine verstellbare Firstleine wünsche oder nicht. Kenne ich die ideale Länge, dann kann ich sie durch eine fixe Leine ersetzen, wie einige hier das tun.

    Möchte ich eine verstellbare haben, so nutze ich dafür soviel Leine, wie ich dafür benötige. Auch wenn ich die Verstellbarkeit mithilfe eines Prusikknotens erreiche, führe ich das Seil um 180° und knote es dann an sich selber fest. Da brauche ich bei einer Whoopie-Sling nur unwesentlich mehr Länge: grob gesagt einfach die Länge des Spleisses mehr. Das gleicht sich durch das geringere Gewicht der «nackten» Dyneema-Leine mehr als aus. In beiden Fällen will ich die Länge ja nur soweit verändern können, dass ich zwischen einem Hängewinkel von etwa 25° und 35° variieren kann. Im Grunde würde sogar eine Verstellbarkeit von 28° bis etwa 34° reichen.

    Soweit meine Überlegungen und Erfahrungen dazu.

    Ich habe jedenfalls immer das Gefühl, dass ich gerne mehr Breite hätte (350x130cm und 360x1,48cm sind meine Matten) statt mehr Länge.

    Das verstehe ich. Ich denke, die Breite sollte in Relation zur Länge stehen.

    Worum es bei der Länge geht, ist folgendes: Wenn du eine Hängematte primär breiter machst und nicht auch länger, dann kannst du diese Breite nicht sinnvoll nutzen; du liegst dann zwar diagonaler in der Hängematte, die «Liegerinne» ist aber gebogen wie eine Banane.

    Die Länge führt dazu, dass du bei diagonalem Liegen flacher und flacher in der Hängematte liegen kannst. Die Breite muss einfach gross genug sein, dass dabei kein Körperteil von der Hängematte rutscht.

    Mir reichen bei meinen Hängematten 150cm Breite zum Liegen auf dem Rücken aus. Das Problem dabei ist, dass ich bei dieser geringen Breite kaum Spielraum habe: Eine Drehung nach links oder rechts und schon rutschen die Füsse von der Hängematte. Deshalb habe auch ich gerne mehr Breite.

    Etwas salopp formuliert sind 1.9mal deine Körpergrösse ein luxuriöser Ansatz für die Länge. Für die Breite ist es nicht schlecht, wenn du wenigstens 0.9mal deine Körpergrösse zur Verfügung hast. Bei mir ergäbe das eine Hängematte mit rund 350cm Länge und etwa 165cm Breite. Ich finde aber für die Breite auch 0.95mal meine Körpergrösse nicht schlecht: Bei 175cm Breite muss ich noch etwas weniger darauf achten, dass nichts neben der Hängematte landet. Dafür flattert mir unter Umständen etwas Stoff ins Gesicht. Da muss man halt abwägen, was einem wichtiger ist. Wenn eine Stoffbahn (gut) 180cm breit ist, dann ist mir aber auch diese Breite recht; da schneide ich nichts weg, auch wenn das dann eher auf der üppigen Seite ist.

    Also nochmals zusammengefasst: Die Länge ist für das (möglichst) gestreckte Liegen verantwortlich. Dazu kann die Breite nichts beitragen. Die Breite brauche ich aber, damit ich auf der Hängematte ausreichend Platz habe und mich nicht darauf achten muss, dass kein Körperteil von der Matte rutscht. Insofern hast du recht: Auch die Breite trägt ihren Teil zum Komfort bei.

    Du meinst Zing-It (rot, gelb) / Lash-It (grau).

    Die meisten Dynemma-Leinen sind wohl eher zu rutschig dafür. Aber wenn man eine Leine spleissen kann, weshalb sollte man dann mit Knoten arbeiten?

    Ich habe damals eine Leine mit Dyneema-Kern, aber einem Mantel aus einem anderen Material verwendet. Für den Prusik sogar eine solche Leine mit dünnerem Durchmesser, damit sie sich noch etwas besser festklammert. Das wäre aber wohl gar nicht nötig.

    Hallo Mrs Dalloway (und willkommen im Forum)

    Ich möchte dir, obwohl ich mir noch keinen Quilt selber genäht habe, noch diesen Faden und insbesondere den direkt verlinkten Post von Christian unterwegs ans Herz legen:

    RE: Isolationswerte (Komforttemperatur) von Climashield® APEX

    Er empfiehlt, bei der Verwendung von Apex für einen Unterquilt eher die Isolationsdicke etwas aufzustocken, weil der Unterquilt für die Isolation in der Hängematte die grössere Bedeutung hat als der Topquilt.

    Mich würde dann – wenn du dein Projekt erfolgreich umgesetzt hast – noch interessieren, wie die Liste hier sich für dich bewährt.

    Alle Hohlfaserfilter stammen, soweit ich weiss, aus dem medizinischen Bereich der Dialyse. Ich wollte den Filter auch nicht schlecht machen. Ich frage mich bloss, wie ein mechanischer Filter so kleine Poren haben können soll, dass sie chemische Substanzen auf molekularer Ebene sicher herausfiltern können. Das ist in etwa so, wie wenn du mit einem optischen Mikroskop – egal wie gut es ist – Moleküle betrachten wolltest. – Vielleicht liege ich mit dieser Einschätzung falsch, dann sagt es mir bitte.

    Das bedeutet nun aber nicht, dass der Miniwell L610 Quatsch ist. Ich finde bloss die Werbesprache von Herstellern ganz allgemein oft etwas überrissen.

    Danke jedenfalls für deinen Bericht, wuppitom.

    Was für eine Schnur nutzt ihr für das WBW? Normales paracord? Wie stark?

    Ich habe bei meinen wenigen Versuchen das Paracord Typ 1 verwendet, allenfalls entseelt. Einfach, weil ich das da hatte.

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    Im Grunde funktioniert jede Schnur, die sich gut knoten lässt. Da gibt es bestimmt noch bessere (und billigere) Schnur.

    Ich habe dafür einen einfachen Takling-Knoten verwendet.

    PS: Schritt 1 kann man hier vergessen. Das Bild stammt aus einem anderen Faden...