Beiträge von Waldläufer70

    Ist die Dehnbarbarkeit vergleichbar?

    Was ich nicht verstehe: Wie hast du die Verstellbarkeit bei der schwarzen Leine gemacht? Ich meine 10cm bis 310cm ist ja ein riesiger Bereich?

    Ich habe meine geknoteten Leinen gleich aufgebaut wie eine Whoopie Sling: eine Bucht gebildet und das Ende mittels Prusikknoten festgeknotet. Dabei kann ich die Länge aber nur halbieren, kürzer geht nicht.

    Falls du zwei separate Leinen mittels Prusik verbunden haben solltest (meine Vermutung), dann müsstest du eigentlich eine UCR-Ridgeline) mit der geknoteten Leine vergleichen. Ich selber bin allerdings kein Fan von UCRs, weil sie mir nicht sicher genug sind.

    Jetzt ist es aber wirklich so in D-A-CH, dass auf Grund der Dezentralisation Siedlungen quasi nur noch von ein paar Ackerfeldern getrennt werden und man sich nur in ganz bestimmten Gebieten ausreichend von der "Zivilisation" :/ distanzieren kann, [...]

    Wobei in der Schweiz aktuell viel darüber diskutiert wird, das flächenmässige Wachstum der Siedlungen zu begrenzen und durch «verdichtetes» Bauen und Wohnen zu kompensieren. Eine diesbezügliche Initiative ist allerdings abgelehnt worden.

    Wir hatten von 2007 bis und mit 2016 ein Bevölkerungswachstum von mehr als einem Prozent pro Jahr (1.43% im Jahr 2008). In den letzten Jahren ist das Wachstum etwas zurückgegangen (2017: 0.77%, 2018: 0.71%).

    Wir müssen hier schon aufpassen, dass nicht mehr und mehr Landesfläche zubetoniert oder anderweitig versiegelt wird.

    Theoretisch gibt es in der Schweiz auch ein Gesetz, welches besagt, dass alle Seeufer öffentlich zugänglich sein müssen. Als Übergangsrecht wurde dieses Recht zugunsten von Seeanliegern vorübergehend ausgehebelt. Die Forderung nach der Öffnung des Privatbesitzes wird da und dort in letzter Zeit lauter.

    Danke. Ganz tolle Anleitung!

    Damit hat sich meine Frage im Evo-Loop-Knoten erübrigt. Ja, ich denke, dass der Diamant-Knopf-Knoten-Evo-Loop so dem mit einem Evo-Loop-Knopf-Knoten à la Jeff Myers geknüpften Evo-Loop in etwa ebenbürtig sein dürfte.

    Was ich noch nicht verstanden habe: Wo genau hast du die Enden wieder nach unten geführt? Sicher um 180° entgegengesetzt? Im gleichen Drehsinn? Und wo genau gehen die Enden auf der Seite rein?

    Was meint ihr dazu?

    Ich denke, es kommt darauf an, was du mit den Seilenden gemacht hast.

    Beim Button-Knot kommen ja nach dem Knüpfen des Knotens das lose Ende wieder unten heraus und können dort in die beiden Schenkel des Evo-Loops eingespleisst werden. Damit kann bei diesem Knoten unter Belastung wirklich nichts verrutschen (wenn der Knoten ausreichend festgezogen worden ist).

    Bei deiner Version, hast du da einen Rückspleiss in die Enden gemacht? Ist es dann so, dass – analog zum Diamantknoten – die Enden oben am Knoten abgeschnitten werden? – Wenn das der Fall sein sollte, würde ich davon ausgehen, dass zwar der Knoten selbst nicht mehr abreissen sollte, dass sich der Knoten aber unter Last verschieben und im schlimmsten Fall lösen könnte. – Beim Button-Knot kann das nicht passieren.

    Ich würde mir ja einen Deutschlandrundweg wünschen, einen Mix aus Jakobsweg und Appalachian Trail, der durch alle Naturlandschaften Deutschlands führt. Träum.

    Der »Nord-Süd-Trail« ist gerade im Begriff neu zu entstehen:

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    Soul Boy ist in den Startlöchern und wartet darauf, bis die Situation den Start erlaubt.

    Soul Boy hat auch den Anstoss gegeben, dass doch jemand einen Ost-West-Trail aufgleisen soll, da auf seiner Route die neuen Bundesländer links liegen bleiben.

    Wildcampingplätze

    Mir würde so etwas in der Schweiz in den Randzonen von Naturparks in grösserem Stil gefallen: Man bucht ein Ticket und darf sich dann in diesem Gebiet – trotz Naturschutz – relativ frei bewegen, falls nötig mit festen Übernachtungsplätzen. Es gelten bestimmte Regeln im Sinne des »Leave no Trace« und fest angestellte Park-Ranger würden die Naturliebhaber mit Rat und Tat unterstützen (und bei Verstössen gegen die Regeln wegweisen). Da bei uns im alpinen Raum die Natur immer mehr zurückkehrt, könnte man solche Gebiete dafür nutzen. Freiwillige könnten bestehende Alpen vor der Vergandung bewahren, die Wege unterhalten und andere Arbeiten erledigen, die für die Weiterführung des Projekts notwendig sind. Verlassene Alpen könnten auch als Übernachtungsplätze für Leute genutzt werden, die nicht gleich stark auf Outdoor getrimmt sind. In gewisser Weise gibt es solche Trails (offiziell und inoffiziell) bei uns schon (z.B. als Initiative von SAC-Hütten), ein eigentliches Outdoor-Konzept fehlt aber meistens noch. Private Anbieter, die entsprechende Touren anbieten, gibt es bereits einige.

    Die Schweiz erlaubt noch das freie Übernachten in den Bergen, weitet aber auch die Naturschutzgebiete in denen es dann doch verboten ist, weiter aus.

    Genau das gefällt mir nicht. Ich verstehe nicht, weshalb man Naturschutzgebiete und die Präsenz des Menschen gegeneinander ausspielen müsste. Klar, es braucht auch Kernzonen, in denen man nur auf den Wegen Zutritt hat. Es bräuchte aber zwischen den Randzonen, in denen ein sanfter Tourismus mit einer einfachen Bewirtschaftung gelebt wird, noch Zwischenzonen, in denen der geneigte Mensch die Möglichkeit hat, sich in der freien Natur zu erleben und das Leben in ihr und den Umgang mit ihr einzuüben.

    Viele Menschen vergessen, dass bis vor ca. 50 Jahren noch vieles in D noch erlaubt war oder zumindest toleriert wurde. Meine Eltern, Baujahr 30er Jahre, konnten nach dem Krieg als junge Erwachsene deutlich freier Übernachten, als es heute möglich ist - auch in Deutschland. Bilder von deren Camping-Modus quasi nur mit Zeltplane irgendwo im Busch belegen das (mein Vater war sicherlich kein Wildcamper, es muss damals also noch nicht verboten gewesen sein).

    Stimmt, mein Vater hat mir erzählt, wie er mit seinem Vater und seinem jüngeren Bruder nach dem Krieg von der schwäbischen Alb mit dem Fahrrad zum Bodensee gefahren ist und wie sie jeweils irgendwo unter den Heuständen draussen zusammen übernachtet haben.

    Die Regelwut hat wohl auch mit dem rasanten Bevölkerungswachstum zu tun. Die Schweiz hatte 1970 rund 6.2 Millionen Einwohner, heute sind es schon fast 8.6 Millionen (+38.7% in 50 Jahren, im Schnitt 0.657% pro Jahr). Aktuell wird gebaut wie verrückt. In Deutschland gab es ein sehr starkes Bevölkerungswachstum nach dem Krieg bis in die 70er-Jahre, dann ein Rückgang und schliesslich ein zweiter Wachstumsschub von den 80ern bis in die 90er-Jahre. Seither ist die Bevölkerungszahl Deutschlands relativ stabil.

    Also beim nächsten Treffen zeigst du mir mal wie man Schuhe richtig bindet. Ich bin gespannt, ob ich es bisher "richtig" gemacht habe und

    wußte bisher gar nicht, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt. Mir ist nur schon aufgefallen, dass das Schuhebinden bei manchen Leuten sehr umständlich aussieht und lange dauert...

    Hier sieht man die zwei simplen Knoten:

    Vergleich-Kreuz-Diebes-Altweiberknoten-600x185.png

    Beim Schuhebinden kann das Resultat aussehen wie beim Kreuzknoten (links) oder wie beim Altweiberknoten (Mitte). Es kommt darauf an, ob der erste Schritt und der zweite Schritt (Schlaufen machen) zueinander passen oder nicht. Man kann den Knoten links herum oder rechts herum machen; das spielt keine Rolle.

    Wenn es mit dem Binden zu langsam geht, dann kann man diese Methode anwenden:

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    Nur dumm, dass er den ersten respektive zweiten Teil falsch herum gemacht hat. Bei seinem Vorgehen erhält man einen Altweiberknoten. Aber nicht so schlimm, wenn der Knoten öfters aufgeht, er hat ihn ja schnell wieder gemacht. ;)

    Hmmm... :/ Was hat das nun alles mit der Firstleine der Hängematte zu tun? ... :/:/:/ Naja, man kann die Schuhe bestimmt mit so einem Knoten an die Hängematten-Firstleine hängen. :)

    Von Stammtisch war da nicht die Rede.

    Daher habe ich entsprechende kommentiert.

    Der Titel war sicher nicht so geschickt gewählt. Ich habe den Titel gar nicht so genau angeschaut, sondern einfach den Text gelesen. Dabei wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass da jemand ein grosses Treffen veranstalten möchte. Ich war dann total verwundert über deinen ausführlichen Text...

    Weshalb soll man nicht jetzt Gleichgesinnte für ein solches Treffen im überschaubaren Rahmen suchen? Warum nicht jetzt schon eine Idee äussern, die einem gerade kommt. Damit ist ja nichts über den Zeitpunkt der Durchführung gesagt.

    Interesse an kurzfristigen Hängemattentreffen im Bereich um Kassel

    Ich glaube, ihr habt das Anliegen von dong nicht ganz richtig erfasst. Er sucht Gleichgesinnte, um in seiner Region mal gemütlich abzuhängen und zu fachsimpeln. Dagegen spricht eigentlich nichts und es steht auch nicht in Konflikt mit den grossen Treffen, die ihr löblicherweise in regelmässigen Abständen plant und durchführt.

    Was dong aus meiner Sicht vorschwebt ist quasi ein Stammtisch, wie es ihn im Berlin bereits seit ein paar Jahren gibt und an dem ich letztes Jahr sogar mal relativ kurzfristig habe teilnehmen dürfen, weil ich gerade vor Ort war.

    Nur aus reiner Neugier: Woher hast du diese Zahl?

    Aus meinem ersten Link, den ich dem Wort «Waldfläche» hinterlegt habe.

    Ich vermute, dass die allgemeine Baumdichte auch stark von der Baumart und der forstwirtschaftlichen Tradition abhängt. Viele in diesem Forum wünschen sich die Möglichkeit, die Hängematte auch zwischen zwei recht dicht beieinander stehenden Bäumen aufhängen zu können. Ich habe dieses Problem in der Schweiz (ausser in reinen Fichtenplantagen) eigentlich höchst selten.

    Hier kommt die forstwirtschaftliche Tradition ins Spiel. Die Schweiz hat sich forstwirtschaftlich mit der Gründung der ETH (Eidgenössische Technische Hochschule) in Zürich im Jahr 1855 von Deutschland und Frankreich gelöst. Damit ging eine relativ frühe kritische Haltung der Fichte ausserhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes gegenüber einher (Stichwort «naturnaher Waldbau»). Deshalb ist der Fichtenanteil in der Schweiz ausserhalb des natürlichen Verbreitungsgebietes bei uns tiefer als beispielsweise in Deutschland. (Christian Küchli, Auf den Eichen wachsen die besten Schinken, AT Verlag, Aarau 2000, S. 31)

    Aber wir kommen vom Thema ab. Obwohl natürlich alles zusammenhängt. Denn ein Wald in unmittelbarer Siedlungsnähe muss andere Interessen erfüllen als ein Wald in den Weiten Skandinaviens.

    Nochmals etwas off-topic: Wer sich für das immer mehr aussterbende Leben im Alpenraum interessiert, dem sei die folgende von der Bevölkerung sehr positiv aufgenommene Dokumentation über die «Wildheuer» hoch über dem Urnersee (der oberste Teil des Vierwaldstättersees, hier) empfohlen. Die Sendung vermittelt einen wirklich tollen (und bisweilen auch traurigen) Einblick in die Lebensweise im unwegsamen Gelände im Alpenraum. Der Kommentar ist in Deutsch, die Leute, die sich im Film zu Wort melden, sprechen hingegen Schweizerdeutsch:

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    Vielleicht noch ein Gedanke, inwiefern selbst dieser Beitrag mit dem Thema zu tun hat: Wenn die im Film dokumentierte Lebensweise eines Tages aussterben sollte, so würde das zu einer zunehmenden Vergandung (das Zuwachsen der Weiden und Grasflächen mit Buschwerk und später Bäumen) führen. Damit ginge ein Rückgang der Artenvielfalt einher. Die Gebiete würden immer unzugänglicher und wären dann nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für den Outdoorbereich verloren. Zudem würde der Lawinenschutz eher verschlechtert.