Beiträge von Waldläufer70

    335 cm * 0,83 = ca. 280 cm

    30 cm Überstand auf jeder Seite ergibt eine Firstlänge des Tarps von etwa 340 cm.

    Das dürfte also reichen! Ich nutze ein 12'-Tarp bis zu einer Hängemattenlänge von 12'. Das wird etwas knapp, reicht aber aus, wenn man das Tarp gut positioniert und so weit unten wie möglich aufspannt.

    Aber mit einem Warbonnet-Tarp machst du bestimmt nichts falsch, hast eine sehr gute Qualität und sparst noch etwas Gewicht! :)

    PS: Bei einem Tarp mit Türen könnte die Firstlänge sogar noch etwas knapper ausfallen.

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    Ich habe mit einer ENO Double Nest angefangen (ähnlich lang wie die Standard-Hängematten von Amazonas) und habe darin auch relativ gut geschlafen - mal besser, mal schlechter, zu Beginn sogar mit einer kurzen Isomatte, die immer herumgerutscht ist. Als ich mich dann hier im Forum im Zusammenhang mit einem Kurs für Jugendliche mit dem Titel "Hängematte selbstgemacht" erkundigt habe, welche Länge empfohlen wird, habe ich mich schliesslich für etwas mehr Länge entschieden (rund 330 cm). Inzwischen habe ich mir alle Hängematten, die ich regelmässig nutze, selbst genäht. Die kürzeste ist circa 330 cm lang (knapp 11 Fuss), die längste gegen 370 cm (gut 12 Fuss). Am besten schlafe ich zurzeit in einer Hängematte, die gegen 350 cm lang ist und an Kopf- und Fussende eine leichte Kurve eingearbeitet hat: Sie ist für mich ausreichend breit (gut 170 cm) und bietet gute Unterstützung für den Rücken.

    Am Schluss ist aus meiner Sicht lediglich entscheidend, dass DU gut mit Deiner Hängematte zurechtkommst. Alles andere ist unwichtig. Der Vorteil einer kurzen Matte ist auf jeden Fall, dass Du mit einem kleineren Tarp auskommst.

    So, und jetzt höre ich auf, denn das ist der Vorstellungsfaden: Da soll man eigentlich nicht auf Fragen eingehen. ;)

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    Aus meiner Sicht kommt es darauf an, wieviele Stöcke du verwendest. Weiter solltest du bedenken, dass Dyneema sehr viel Zug aushält, auf Reibung aber eher empfindlich reagiert.

    Ich würde davon abraten. Ich würde wohl auch durchdrehen, wenn ich bei jedem Aufbau zahlreiche Stöcke platzieren müsste und auch die Höhe der Aufhängung nur noch umständlich anpassen könnte.

    Urlaubsendestress... Aber Waldläufer70 hat das mit den resultierenden Kräften bestens dargestellt. Und da kann man sehen, das wenn das Seil sehr straff gespannt wird, die resultierende Kraft zwischen den Bäumen theoretisch gegen unendlich gehen könnte. So hatte ich das auch in Erinnerung. Danke!

    Das ist exakt das gleiche Phänomen, wie wenn man die Hängematte zu stark spannt. Auch da können die Kräfte theoretisch gegen unendlich streben. Nur gibt das Material nach, sodass wirklich gefährliche Werte nur selten erreicht werden. Naja, und wenn man mal mit besonders dehnungsarmem Material arbeitet, dann reisst es dann eben plötzlich doch, weil es zu wenig nachgeben kann und die Kräfte sich tatsächlich sehr stark hochschaukeln.

    Je stärker die Quergurte gespannt sind, desto höher ist die Belastung der Bäume. Die Zugrichtung geht den Gurten entlang zur Mitte zwischen den beiden verwendeten Bäumen.

    EDIT: Hier noch eine Skizze dazu:

    Rot: Zug der beiden Hängematten

    Orange: Gegenkraft (gleich gross wie Zug der beiden Hängematten)

    Violett: Kräftedreieck

    Das Kräftedreieck zeigt die Kräfte, die auf das Querband wirken:

    • Der schräge Teil zeigt die Kräfte, die auf den Teil des Bandes von den Bäumen zur Hängemattenaufhängung (und natürlich auch auf die Bäume) wirken. Die werden umso grösser, je stärker das Querband gespannt ist.
    • Der horizontale Teil zeigt die Kräfte, die auf den mittleren Teil des Querbandes wirken. Auch diese Kräfte wachsen mit zusätzlicher Vorspannung des Querbandes stark an.

    Da wäre ich vorsichtig mit. Mein Plastikgöffel ist mir auf Tour in zwei gebrochen und dann stehst du da. Neulich erst wieder einen Reisebericht gelesen, wo es denen genau so ergangen ist. Ende vom Lied....Göffel aus Titan, Problem gelöst

    Das stimmt natürlich. Zur Not kann man sich aber auch einen Löffel schnitzen. Habe ich auch schon gemacht, als ich den Löffel zu Hause vergessen hatte.

    Zu Hause vergessen, verlieren oder ein Defekt kann immer passieren. Bei einem Löffel aus Titan hat man eines der drei Probleme weniger. Immerhin. :)

    Im Übrigen ist auch ein Löffel aus Holz eine durchaus gute Wahl, sofern das Holz keinen unangenehmen Geschmack hat. Gibt es an diversen Marktständen für relativ kleines Geld (verglichen mit einem Löffel aus Titan).

    Das klingt positiv, wuppitom, und bei dir mache ich mir auch keine Sorgen! :thumbup: Mir ist bloss wichtig, dass man bei solchen Aufbauten weiss, was man macht und wo allenfalls Probleme lauern könnten. Wenn man sich das nicht bewusst macht, kann es auch mal ins Auge gehen. (Wie bei dem Typen, der eine Slackline an einer aus Backsteinen gemauerten Säule befestigt hat: Die brach dann zusammen und das Dach darüber stürzte ein. Da war dann der "Baum" der Schwachpunkt.*)

    Ich habe übrigens deine Methode auch schon ein paarmal genutzt, um ein Tarp aufzuspannen, wenn in der gewünschten Richtung kein Baum stand und ich es wegen Stolpergefahr nicht zum Boden hin abspannen wollte.

    *Edit: Das Video habe ich wieder gefunden:

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    Ich dachte bei der Belastung nicht an den Baum, sondern an den Quergurt. Wenn du den stark vorspannst, wird die Belastung für diesen insbesondere bei dehnungsarmem Material sehr hoch (schnell einmal ein Mehrfaches der Hängemattenlast). Das kann ins Auge gehen. Je stärker der Knick im Quergurt, desto kleiner ist seine Belastung. Bleibt der Knick klein, so wird's problematisch: Der Zug auf Gurt (und natürlich auch Bäume) wird höher als nötig.

    Es ist das gleiche Szenario wie bei einer zu stark gespannten Hängematte: Die Belastung von Baumgurten und Hängematte (oder alternativ: Ridgeline) wächst schnell stark an.

    Bedenke einfach, dass die Belastung der Quergurte umso höher wird, je mehr du sie spannst. Dyneema dehnt sich zwar weniger (und hat bei gleichem Gewicht eine deutlich höhere Bruchlast); allerdings wird diese wegen der geringen Dehnung bei dynamischer Belastung auch leichter erreicht (oder im schlimmsten Fall überschritten). Gerade bei Nutzung mit zwei Hängematten könnte das eventuell heikel werden. Wenn du am Baum ausreichend hoch gehst und die Quergurte nicht zu stark spannst, sodass die Belastung der Quergurte verkleinert wird, finde ich diese Aufbauweise durchaus interessant.

    Ich habe bisher alles mit dem Nähgarn aus dem Supermarkt genäht, also einem gewöhnlichen Allesnäher. Dickeres Garn kriege ich auf meinen Nähmaschinen nicht anständig genäht. Am besten mehrere unabhängige Streifen mit Zickzackstich machen, viermal hin und zurück. Ist ein Streifen defekt, so hat man immer noch genug intakte. Und bei Bedarf kann man wieder mal darüber nähen.

    PS: Ich weiss, Allesnäher für Gurtband wird nicht empfohlen! Ist bei mir eine "Notlösung" (siehe oben), die seit vielen Jahren gut hält. Als Hersteller würde ich das nicht machen, sondern nach anderen Lösungen suchen.

    Liege ich richtig damit das eine zweilagige Hm flexibler ist?

    Zweilagiger Stoff ist weniger flexibel, also gibt weniger nach. ;)

    Ja, man kann eine dünne Isomatte einschieben. Viele sagen jedoch, dass das nur mittelprächtig funktioniert. Ein Underquilt funktioniert insgesamt besser. Ohne Isolationsschicht zwischen den beiden Stofflagen kann man nicht von einer spürbaren Isolationswirkung sprechen. Allenfalls von einer (leichten?) Erschwernis für Stechmücken, von unten durch den Stoff zu stechen.

    In den Daunenquillt atmen ist immer noch ne nicht ganz so gute Idee. Hydrophobquantumprodiesdasananas hin oder her.

    Ich habe das an einem anderen Ort auch schon geschrieben: Wenn es kälter ist als erwartet, kann man sich durchaus auch mal eine Nacht lang ganz mit dem Daunenquilt zudecken und darunter atmen. Das ist deutlich wärmer, als die ganze Nacht zu schlottern. Ich habe das in einer kalten und windigen Nacht auf einem Hügel in den Alpen (im Zelt) mal gemacht und es war absolut kein Problem für den Daunenquilt. Wie weit man das jede Nacht so machen kann, habe ich nicht ausprobiert. Aber sakura will das anscheinend ja auch nicht tun.