Beiträge von Waldläufer70

    Ist bei mir nicht so, meistens kommen zu der empfohlenen Länge vom Calculator noch ein paar Zentimeter dazu, bis ich mich wohl fühle. Ich bin wie gesagt nur 1,72m ;)

    Du hängst womöglich grundsätzlich lieber mit weniger Durchhang und etwas festerem Stoffgefühl. Die Frage wäre: Ist für dich bei einer längeren Hängematte mehr Durchhang angenehmer als bei einer kürzeren. Das ist letztlich der Gedanke hinter meinem Statement: Je länger die Hängematte, desto mehr Durchhang ist in der Tendenz angenehm. Die logische Folge daraus ist, dass "lang" bei grösseren Personen in Relation eben erst später anfängt, sie also tendenziell länger eine etwas längere Länge für die Firstleine wählen.

    Ich habe auch das Gefühl, dass jemand mit mehr Körpergrösse die gleiche Hängematte eher mit etwas längerer Firstleine angenehm findet (weniger Durchhang) respektive jemand etwas kürzer Gewachsenes die gleiche Hängematte mit etwas kürzerer Ridgeline bequemer findet (mehr Durchhang). Das wäre aber höchstens eine Tendenz.

    Diese Woche war ich drei Tage auf dem Alpenpanorama-Weg unterwegs. Da bin ich erneut auf eine Beobachtung gestossen, die mir schon letztes Jahr aufgefallen ist:

    • Wenn man an der Hängematte über eine verstellbare Ridgeline (Firstleine) verfügt, so kann man deren Länge so lange verändern, bis man eine für sich angenehme Liegeposition gefunden hat. (Einige ersetzen die verstellbare Ridgeline dann durch eine mit fixer Länge. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass sich Dyneema zu Beginn der Nutzung noch bleibend etwas dehnt.)
    • Ich persönlich bleibe ganz gerne bei einer verstellbaren Firstleine. Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass ich die ideale Länge gar nie finde, sondern die Länge der Leine ganz gerne immer wieder einmal etwas verändere. (Die Veränderung ist jeweils halb so gross wie das Stück Leine, das man an der verstellbaren Firstleine durch den Spleiss zieht.)
    • Mal abgesehen von der sich etwas verändernden Liegeposition hat das Verstellen der Ridgeline auch einen Einfluss darauf, wie "hart" sich der Hängemattenstoff anfühlt: Stellt man die Leine länger ein, so wird der Hängwinkel flacher und die Belastungen nehmen zu; entsprechend fühlt sich der Stoff dann etwas härter an. Verkürzt man die Firstleine, so wird der Hängewinkel steiler und die Belastungen nehmen ab; entsprechend fühlt sich der Stoff dann etwas weicher an.

    Ich hatte auf der Wanderung diese Woche nach der ersten Nacht den Eindruck, dass mir der Stoff etwas zu hart ist. Also habe ich die Ridgeline etwa 3-4 cm verkürzt (also 6-8 cm durch den Spleiss gezogen). Tatsächlich hat sich der Stoff sofort weicher angefühlt und entsprechend habe ich in der zweiten Nacht deutlich besser geschlafen!

    Das einfach als vielleicht hilfreicher Hinweis: Manchmal tut es dem Körper gut, wenn er etwas Abwechslung bekommt und nicht immer genau gleich belastet wird.

    Laut Hammock Hang Calculator kann die Ridgeline wohl noch ein ganzes Stück kürzer sein. Für mich war das für die Nacht aber schon ok. Ich probiere aber noch andere Ridgeline Einstellungen aus.

    Ich habe neulich auf dem Alpenpanorama-Weg (wieder) die Erfahrung gemacht, dass man mit der Länge der Ridgeline auch die "Härte" des Stoffes ein Stück weit regulieren kann. - Letztes Jahr schien mir der Stoff meiner Hängematte (Hexon 1.6 wide) etwas zu weich. Also habe ich die Ridgeline etwas länger eingestellt. Durch den flacheren Aufhängewinkel und die daraus resultierende stärkere Spannung wurde der Stoff gefühlt etwas "härter". Nach der ersten Nacht auf der Tour diese Woche hatte ich den Eindruck, dass mir der Stoff etwas zu hart ist. Also habe ich die Ridgeline etwa 3-4 cm verkürzt (rund 6-8 cm durch den Spleiss ziehen): Prompt habe ich viel besser geschlafen!

    Die Flatterei bzw dass Material überschüssig war, kann natürlich auch an der zu langen ridgeline gelegen haben dann...

    Ja, das ist auch meine Erfahrung. Ich habe 2016 meinem Bruder zu Weihnachten eine gut 340 cm lange selbst genähte Hängematte geschenkt. Er wollte die Ridgeline unbedingt länger stellen, ohne sie so auszuprobieren, wie ich sie voreingestellt hatte. :rolleyes: Inzwischen hat er sich schon ein oder zwei Mal beklagt, dass er so viel vorigen Stoff an den Seiten habe. Kein Wunder: Wer die Ridgeline verlängert, liegt weniger diagonal und nutzt deshalb weniger von der Stoffbreite aus!

    Noch etwas anderes: Was bedeutet eigentlich "OneWind"? "ein Wind" oder "eine Biegung / Windung"? Wenn man von "eine Biegung / Windung" ausgeht, wäre die Aussprache /wʌn waɪnd/. Falls man von "ein Wind" ausgeht, wäre die Aussprache /wʌn wɪnd/.

    Woodsman: Toll, dass das mit dem Spleissen gleich so gut geklappt hat. Ich kenne nur das AmSteel, mit welchem das wirklich einfach geht. Aber das von dir verwendete und von Furbrain verlinkte Produkt soll auch sehr gut sein, was sich ja nun einmal mehr gezeigt hat. Schön, dass du einen deutschen Anbieter berücksichtigen konntest!

    Das Resultat sieht gut aus! :)

    Ich bin vom Montag bis gestern auf dem Alpenpanorama-Weg unterwegs gewesen. Je nach Abschnitt läppern sich da ordentlich Höhenmeter zusammen. Und wenn dann noch warmes Wetter und Sonnenschein dazukommen wie ganz besonders gestern, dann wird das ganz schön anstrengend. Beim Aufstieg gestern habe ich allein am Kopf bestimmt einen halben Liter Wasser geschwitzt. Es hat sich jedenfalls so angefühlt.

    Zwei Dinge haben mich unterwegs echt zum Schmunzeln gebracht:

    • Für die erste Übernachtung meine ich zwei Bäume mit wunderschöner Aussicht auf Schwarzenburg gefunden zu haben (siehe Fotos unten). Schon habe ich den Baumgurt am einen Baum befestigt und will das gleiche auch beim zweiten Baum tun. Da fällt mir an jenem ein Schild auf: Man möge den Baum bitte nicht berühren, denn auf ihm befinde sich der Horst eines Rotmilan-Paares, das über eine Webcam gefilmt werde. Mist, weitersuchen... ich will ja weder die Vögel noch die Aufnahmen stören.
    • Am dritten Tag schliesslich setze ich mich am Schwarzsee in ein Restaurant, um Penne an Bärlauchsauce zu geniessen. (Es ist primär Schnittlauch dran... :() Da höre ich plötzlich einen Mops, der angesichts der Hitze aus dem letzten Loch pfeift, an Schnappatmung leidet. Ich will schon aufspringen und ihm zu Hilfe eilen, da merke ich: Da ist kein Mops, es ist bloss eine mitteldicke Frau in mittlerem Alter, die mit der Pumpe ihr Schlauchboot aufbläst.

    Was man nicht alles erlebt, wenn man ein paar Tage unterwegs ist... 8o

    Quintessenz der Tour: Die schönsten Hängeplätze kommen nicht immer dann, wenn man sie braucht. Vielleicht muss ich es in Zukunft auch mal früher Feierabend sein lassen...

    Ergänzung: Hier noch ein paar Fotos...

    Ich denke so hat sich das gezogene Ende verjüngt beim Ziehen.

    Aus meiner Erfahrung ist es wichtig, beim Spleissen nicht zu ziehen. Wenn man zieht, verklemmt sich das innere Seil im äusseren. Viel leichter geht es, wenn man das äussere Seil über das innere schiebt. Also: schieben, nicht ziehen.

    Wenn es "geflutscht" hat, hast du es vermutlich schon mit Schieben gemacht respektive beim Ziehen am richtigen Ort das äussere Seil fixiert, sodass sich jenes über das innere geschoben hat.

    Nein, das stimmt nicht. Du kannst Dich dort ganz normal anmelden.

    Ich kann die Frage von sakura durchaus nachvollziehen: Ich habe für eine "normale" Anmeldung auch keine Möglichkeit gefunden. Man kann sich nirgends registrieren, sondern nur über Twitter oder Facebook anmelden oder mitteilen, dass man das Passwort vergessen hat. Aber vielleicht wurde die Registrierung auch geschickt versteckt. Könntest du vielleicht den Link für die Registrierung posten oder zeigen, wie man den Weg dorthin findet?

    Ansonsten würde ich dir, sakura, empfehlen, unten auf der Seite über das Kontaktformular deine Frage zu stellen. Die müsste dir eigentlich weiterhelfen können.

    Das Teil hat mich durch meine gesamte Isomatten-Phase begleitet und hat wunderbar funktioniert. Mit einem SPE kann man jede vorhandene Isomattte in der Hängematte nutzen und ist nicht auf Spezialversionen angewiesen. Ein SPE sieht erst mal komisch aus, aber macht warme Schultern und warme Knie :thumbup:

    Das würde dann wohl erklären, warum die "Savotta Sleeping Mat" in einer Hängematte relativ gut funktioniert, zumindest in der Blackbird XLC gemäss dem genannten Freund, der sie in dieser verwendet.

    Sorry, gewogen habe ich das Teil nicht. Meine Isomatten-Phase war vor meiner Ultralight-Phase ;)

    Denkst du, das ist bei dir nur eine Phase? :/

    Ich habe vor Jahren im Sommer mit einer Therm-a-Rest ProLite in Torsolänge (120cm x 51cm) experimentiert. Im Sommer ging das recht gut, aber sie hat sie schon mehrmals pro Nacht in irgendeine Richtung verschoben (Verrutschen + Rotationsbewegung).

    Ein Freund nutzt die Isomatte von Savotta mit den "Flügeln" in seiner Blackbird XLC und kommt damit gut zurecht (3 Jahreszeiten). Da verrutscht nichts, sagt er. Ich kann mir schon vorstellen, dass eine eher feste Isomatte mit Gummierung einigermassen funktionieren kann.

    PS: Jetzt kommt mir in den Sinn, dass ich mal im April in meiner Vor-Unterquilt-Zeit bei Temperaturen leicht unter dem Gefrierpunkt auf einer Isomatte mit gummierter Oberfläche (selbstaufblasend) übernachtet hatte. Verrutscht ist die kaum, aber es war schwierig, immer exakt darauf zu liegen, was notwendig war, weil es sonst schnell sehr kalt wurde. 8|:rolleyes::sleeping:

    Und die haben sogar etwas Essenzielles verstanden:

    "12-foot hammock on Onewind.----The longer the hammock, the more comfortable you’ll be. Sleeping comfort in a hammock is often equated with being able to lie flat at night instead of sleeping in a curved position like a banana."

    "12-Fuß-Hängematte bei Onewind.---- Je länger die Hängematte, desto bequemer wird es für Sie sein. Schlafkomfort in einer Hängematte wird oft damit gleichgesetzt, dass man nachts flach liegen kann, anstatt in einer gekrümmten Position wie eine Banane zu schlafen."

    Danke für den Link!

    Willkommen im Forum!

    Viele kommen mit der Cross Hammock sehr gut zurecht. Das könnte also eine gute Wahl für dich sein. Die Schweiz eignet sich ja ohnehin vorzüglich zum Draussen-Schlafen. Die Berge hast du dir diesbezüglich schon erschlossen, nun kommen anscheinend die baumreichen tieferen Lagen dran. Der Wald nimmt bei uns in vielen Kantonen ja flächenmässig zu, das dürfte also gut klappen. Viel Erfolg bei deinen Projekten und Ideen!