Beiträge von Waldläufer70

    Ich persönlich finde eigentlich das WB Superfly Tarp in 13' am besten, aber das könnte auch etwas überdimensioniert sein, was ich so gelesen habe, müssen Tarps ja angeblich nicht so lang sein, wenn man die Türen zu machen kann. Aber irgendwie will mich das nicht so ganz überzeugen, und ich denke nach wie vor, je länger umso besser bei Regen.

    Gerade wenn du Türen hast, kann das Tarp auch etwas kleiner sein. Zu gross ist sogar ein Nachteil: Das Tarp wird auf der Aufhängung der Hängematte aufliegen und muss dann höher gespannt werden, als wenn es kürzer wäre. Dadurch reduzierst du den Schutz von den Seiten, gewinnst aber keinen zusätzlichen Schutz von oben. Die Türen machen ja "dicht", egal ob die nun etwas näher bei der Hängematte "abschliessen" oder etwas weiter weg.

    dann kannst du auch mit 50m Baumabstand hängen

    Das bezweifle ich, weil du da ziemlich ins Schwanken kommen würdest. Ich wurde in einer Herbstnacht im Jahr 2020 um Mitternacht geweckt, weil meine Hängematte durch die im Sturm schwankenden Bäume ziemlich stark und teilweise ruckartig angehoben und wieder gesenkt wurde. Und da hatte ich meine Hängematte keine zwei Meter über Boden an den Bäumen befestigt.

    Aber klar: Im Prinzip hast du schon recht. ;)

    Bis zu dem Satz dachte ich ernsthaft die ganze Zeit, als Ihr vom nicht idealen Baumabstand geschrieben habt, dass die Bäume zu nahe beieinander standen :D Wieviel Abstand wäre denn sinnvoll, 5m?

    Ideal ist der Abstand, wenn

    • die Hängematte zwischen den Bäumen Platz hat (Mindestabstand)
    • du die Aufhängepunkte von Hand noch gut erreichen kannst (Maximalabstand)

    Der ideale Abstand hängt von deiner Körpergrösse und der Länge der Hängematte ab. (Dann auch noch von der Bauweise der Hängematte: Bei einer 90°-Grad-Hängematte wäre er kleiner, bei einer Brücken-Hängematte grösser.)

    Ich habe als Hilfe für eine erste Annäherung mal den folgenden Vorschlag gemacht:

    • 4 normale Schritte Baumabstand => aufhängen auf Brusthöhe
    • 5 normale Schritte Baumabstand => aufhängen auf Augenhöhe
    • 6 normale Schritte Baumabstand => aufhängen über Kopfhöhe

    Probier's mal aus. Vielleicht ist die Schritte-Methode für den Anfang ganz hilfreich...

    Abstand Bäume 6m; Länge Hängematte 3m; Länge Aufhängung je Seite 1,96m. Das wären doch dann 7 Meter Gesamtlänge, also 3m + 1,96m + 1,96m. :/

    Die Hängematte hängt durch und macht dabei einen "Umweg". Das ist die ganze Erklärung. :)

    Drehe die Aufhängung in Gedanken mal gegen die Mitte nach oben, bis sie waagrecht ist. Dabei kommen die beiden Enden der Aufhängung ein beträchtliches Stück näher. - Oder spanne eine Schnur waagrecht zwischen beiden Händen, führe die Hände langsam gegen die Mitte hin zusammen und beobachte, wie weit du die Hände zur Mitte hin bewegen musst, bis die Schnur ordentlich durchhängt.

    Ich verwende dafür eigentlich immer eine meiner üblichen Verdächtigen. Da ich für eine Tagestour ohnehin deutlich weniger Gepäck benötige als für eine Übernachtung, nehme ich das normale Gewicht der Hängematte gerne in Kauf und nutze deren Komfort auch auf Tagestouren.

    Ich denke, die wichtigsten Verdächtigen sind genannt. Allenfalls könnte man noch die "Lightest Hammock" von "Ticket to the Moon" nennen. Wenn ich mich richtig erinnere, nutzt Mittagsfrost diese regelmässig auf Tagestouren und ist damit sehr zufrieden.

    Auch DD hat eine "SuperLight Hammock" im Angebot. Die hatte ich mir 2014 bestellt, aber gleich weitergegeben, da ich mich darin eingeengt gefühlt habe. Rückblickend geurteilt: Ich vermute, deren Stoff ist sehr dehnbar. Auch die hat Mittagsfrost getestet, wenn ich mich richtig erinnere.

    Alternativ hat Waldläufer70 auch einen (sehr anschaulichen) Rechner gebaut: *klick*

    Danke für die Erwähnung. Der Link zum Rechner findet sich gleich im Startpost:

    Waldläufer70
    22. Mai 2016 um 14:33

    Von diagonalem liegen konnte jedenfalls nicht mal im Ansatz die Rede sein. Es war nur eine Liegeposition möglich: Schnurstracks grade, eingequetscht zwischen den Flanken...

    Das klingt für mich danach, dass du die Hängematte ziemlich sicher viel zu stark gespannt hast. Dann ist nur noch eine Liegerichtung möglich: längs und eingeengt wie eine Wurst in der Pelle. (Dazu kommt noch, dass du die Materialien dann quälst: Die Belastung nimmt bei zu starker Spannung schnell enorm stark nach oben zu.)

    Wenn die Hängematte länger ist (und wohl auch etwas einen weniger dehnbaren Stoff hat), dann kannst du deutlich besser diagonal liegen, musst die Hängematte aber auch ordentlich durchhängen lassen!

    Eine Brücken-Hängematte ist ein relativ heikles Design. Da machen kleine Änderungen beim Stoff und im Zuschnitt im Zusammenspiel mit den Spreizstäben einen grossen Unterschied im Liegekomfort. Ich habe zwei Stück selber genäht: Beide sind angenehm und doch fehlt mir noch ein ganzes Stück zum Optimum.

    In einer Cross Hammock durfte ich auch schon zur Probe liegen. :) Hier liegst du entfernt ähnlich wie auf einer angenehmen Luftmatte auf weichem Boden. Und doch lässt sich das nur schwer vergleichen. Der Ein- und Ausstieg ist etwas schwieriger, das ist aber auf jeden Fall Geschmackssache.

    Zurück zur Gathered-End-Hängematte: Ich bin 184 cm gross und werde ca. ab 340 cm Länge warm mit dem Liegekomfort. Bei mehr als 12' (366 cm) merke ich dann allerdings keinen wirklichen Komfortgewinn mehr. Auch hier spielt die Beschaffenheit des Stoffs eine grosse Rolle. Sie muss zu den eigenen Bedürfnissen passen.

    und dann wird die Belastung auch für die gesunden Bäume zu hoch. Noch ein Mechanismus wie die Klimaerwärmung sich schließlich auswirkt ;(

    Wobei zwei Zyklen in höheren Lagen für die Bäume dort nicht zwingend problematisch sein müssen, sofern sie genug Wasser haben und nicht zu sehr durch Stürme geschädigt sind. Schlimmer werden wohl die drei Zyklen für Fichten, die in zu tiefen Lagen - und womöglich noch in Monokultur - angepflanzt sind. Je näher die Bäume einander sind, desto eher werden sie befallen.

    Ich bin jedenfalls gespannt, wo das noch hinführt.

    Ich fand den Aspekt spannend, dass ein starker Befall mit dem Borkenkäfer (primär Buchdrucker) den Baum "verdursten" und zudem auch "verhungern" lässt.

    Die Temperatur hat - über Trockenheit und Sturmwurf hinweg - einen Einfluss auf die Zahl der Entwicklungszyklen des Käfers pro Jahr: In tieferen Lagen könnten aus zwei Zyklen pro Jahr drei werden, in höheren Lagen könnte ein zweiter Zyklus dazukommen.

    Vielen Dank für die schönen Fotos, barfuß! :)

    Das letzte erinnert mich entfernt an den "grossen Krater" in Israel (Negev-Wüste). Eine Arbeitskollegin war in den letzten Monaten zweimal in Namibia, weil sie dort Leute kennt und es ihr irre gefallen hat. Verständlich, wenn man diese Fotos sieht! :)

    Hab' noch eine schöne und erholsame Zeit dort "unten"!

    Das klingt schlüssig.

    Übrigens, wenn ich die Tour hinter mir habe, dann liebäugle ich auch nochmal mit einem komfortablen Setup mir allem Drum und Dran ;) Das wird sicher auch spannend :)

    Mich würde es freuen, wenn du nach deiner Tour einen Tour-Bericht verfassen könntest. Dein Projekt klingt nämlich echt spannend. Und schön wäre auch, wenn du uns dann daran teilhaben lässt, was gut (und allenfalls auch was weniger gut) geklappt hat. Vielleicht hast du ja - für dich - tatsächlich genau die richtige Ausrüstung gekauft.

    - Underquilt: SELVA 120 von Cumulus

    - Schlafsack: X-LITE 200 von Cumulus

    Um möglichst warm zu schlafen, wäre es wichtig, dass v.a. der Underquilt an die zu erwartenden Temperaturen angepasst ist. Ist dir von unten warm, dann braucht es nicht mehr viel, um auch oben rum warm eingepackt zu sein. Unten rum brauchst du mehr Reserve als oben. - Das sagen viele Leute mit Erfahrung: Nicht umsonst redet man oft vom "Cold Butt Syndrome" (CBS), das "Cold Chest Syndrome" (CCS) hingegen hat es bisher meines Wissens nicht geschafft, einen eigenen Namen zu erhalten.

    Ausserdem hatte man mir hier gesagt (ich weis nicht mehr wer) das Breiter als 1,50m beim Bikepacking nicht notwendig wären.

    Was hat denn das mit Bikepacking zu tun? Haben Bikepacker andere Ansprüche an den Komfort als z.B. Wanderer? Oder achten sie mehr aufs Gewicht? Allenfalls achten sie noch etwas mehr aufs Packvolumen. Aber um welchen Preis?

    Mir (184 cm) reichen 150 cm Breite nicht wirklich aus: Ich fühle mich mit einer solchen Hängematte eher eingeengt. Die sind super zum Chillen, aber taugen für mich nur bedingt zum Schlafen? Natürlich darf ich nicht von mir auf andere schliessen, doch ich bin jedenfalls froh, wenn eine Hängematte gegen 180 cm Breite hat. Anderen flattert dann bereits zu viel Stoff um die Ohren. - Hoffen wir das Beste für dich!

    PS: Solch leichte Stoffe sind einfach ein ganzes Stück empfindlicher. Da kann es reichen, dass du mal irgendwo mit dem Stoff hängen bleibst, und schon hast du ein kleines, unscheinbares Loch im Stoff. Wenn es dann blöd läuft, reisst der Stoff plötzlich ein und du liegst am Boden. Das muss nicht passieren, kann aber passieren. Und je leichter / feiner ein Stoff ist, desto grösser ist das Risiko.

    Der Sinn eines "Bishop Bag" (auf einer Seite ein kleines Loch, auf der anderen eine Öffnung mit Kordelzug) ist ja, dass du die Hängematte schnell und unkompliziert auf- und abbauen kannst.

    Ich denke nicht, dass ein solcher Beutel mit Kompression besonders praktisch ist. Wenn der komprimierte Beutel zudem nicht exakt in deine Fahrradtasche passt, dann verlierst du damit eher Volumen, da du unweigerlich eine kugelige Form erhältst. Viele hier ziehen einen etwas zu grossen Beutel vor, weil der sich viel besser verstauen lässt.

    Isolation zu komprimieren mag Sinn ergeben, wobei ich bei Daune nicht übertreiben würde: Die braucht auch ohne extreme Komprimierung weniger Platz als Kunstfaserisolation.

    Danke für den Tipp mit den Duschen. Übernachten tue ich immer ausserhalb der Ortschaften irgendwo im Wald. Das sollte ja ok sein, oder. Idealerweise bemerkt man mich ja gar nicht :)

    Das mache ich auch so. Möglichst unbemerkt bleiben und diese Möglichkeit der Übernachtung auch für künftige Generationen am Leben erhalten.

    Es sind frei stehende Duschen, wie man sie aus Freibädern kennt. Da müsstest du halt mit Badehose duschen. Aber auf jeden Fall angenehm, wenn du ganz verschwitzt in Neuchâtel ankommst! :) Nach Neuenburg gibt es schöne Ecken, wo du bestimmt einen Schlafplatz findest: z.B. in Boudry über die Areuse und dann in Richtung Wald hoch. Hinter der psychiatrischen Klinik (Ortsteil Perreux) findest du im Wald bestimmt etwas. Ob es auch in Cortaillod in Seenähe möglich wäre, kann ich nicht sagen. Wald gibt es auch dort; das könnte aber auch recht touristisch sein.

    Die Rhone wäre zu weit westlich für mich und ein großer Umweg zu meinem Ziel (Nachbarort von Cannes) Und nun habe ich mir schon mein krasses neues Fahrrad gekauft, jetzt will ich auch sehen, wie es sich am Berg schlägt :)

    Na, klar, das leuchtet natürlich völlig ein! :)