Beiträge von Waldläufer70

    Ich habe vor einiger Zeit morgens im Wald mit einem Gemeindemitarbeiter (Wasserwerke) geplaudert, als ich mir gerade in der Hängematte sitzend einen Kaffee kochte.

    Nach dem ersten Schrecken darüber, "erwischt" worden zu sein, hat sich ein nettes Gespräch über den Aufenthalt in der Natur entwickelt. Seit diesem Erlebnis bin ich viel entspannter geworden, wenn ich "wild" in der Natur übernachte.

    Unangenehm wird es nur, wenn einen Leute mit offenem Mund anstarren, als wäre man irgendein seltenes Tier im Zoo, wie ich unlängst unter "Was hast du heute gemacht?" berichtet habe. Da man da nie so recht weiss, was die dann wem mit welchem Unterton erzählen, möchte ich solche Situationen eigentlich lieber vermeiden.

    Ein eigener Faden dazu wäre sicher interessant, weckt dann aber sicher die Erwartung, dass dieser juristisch hieb- und stichfest ist. Das würde ich mir eher nicht zutrauen. So gesehen stehe ich einem separaten Artikel eher kritisch gegenüber, obwohl es - gerade im stark regulierten Mitteleuropa - dringend Not tut, die konkreten Freiräume möglichst umfassend auszuloten.

    Ich weiss nur, dass die Schweiz im Wald, im Weidegebiet und im Hochgebirge eine Art Jedermannsrecht kennt, wie wir es aus Skandinavien und Schottland kennen, sicher aber stärker eingeschränkt als dort, schlicht weil die Bevölkerungsdichte hier viel höher ist.

    Furbrain, wenn du magst, kann ich versuchen, die Situation in der Schweiz noch etwas zuverlässiger abzuklären.

    Klar, gibt es nur wenige Forenmitglieder aus der Schweiz hier. Die Schweiz ist aber eine beliebte / schöne und abwechslungsreiche Urlaubsdestination und gerade mit Hängematte relativ günstig zu bereisen.

    Ich finde deine Überlegungen richtig und die Verweise auch. Jeder, der sich etwas vertieft informieren will, findet dort die nötigen Infos.

    Für Leute, die aber erst einmal einen kurzen und schnellen Überblick suchen, fand ich die vorige Fassung mit den ca.-Angaben (bis 1,70 ist 10 Fuß möglich, darüber besser 11 Fuß) deutlich übersichtlicher. Dass das nur Anhaltspunkte sind und jeder spezielle Vorlieben haben kann ist ja klar. Es geht nur darum, Neueinsteiger (in der Regel Männer über 1,70 m) darüber zu informieren, dass eine 2,70 m Matte ziemlich sicher für sie nicht besonders bequem sein wird.....

    Damit ķönnte ich auch gut leben. Tatsächlich gefällt es mir hier auch besser, bereits bei 170cm die tendenzielle Grenze zu setzen. Ein Problem dabei ist, dass man sich ab etwa 184/185cm bereits in Richtung 12-Fuss-Hängematte orientieren könnte/müsste. Diese sind aber auf dem (europäischen) Markt noch schwieriger zu finden. Hammock Fairy hat aber welche im Angebot. Da aber in den USA primär 10- und 11-Fuss-Hängematten den "Insider"-Markt bestimmen, ist die Beschränkung auf die Grenze bei etwa 170cm Körpergrösse schon sinnvoll.

    Mit meinem Impuls oben wollte ich primär zum weiteren Nachdenken über ein paar Aspekte des sehr guten Artikels anregen. Ich war nicht der Meinung, dass alle genannten Aspekte in den Artikel gehören. Du, Furbrain, hast das schon richtig verstanden.

    Vielleicht fragen sich einige, wie respektive wo man die Tags ergänzen kann:

    Wie bereits oben erwähnt wurde, können wir normalsterblichen Foristen das nur bei unseren eigenen Threads / Fäden machen, also bei denen, die wir selber gestartet haben.

    Dazu muss man unter dem Titel auf "Thema bearbeiten" klicken. Dann kann man - falls nötig - den Titel anpassen / korrigieren und darunter gibt es ein Feld, in das man die Tags eintragen kann. Ein Komma beendet die Eingabe. Wenn alle Tags gesetzt sind, speichern nicht vergessen.

    Wenn die Eingabe einem bereits vorhandenen Tag gleicht, wird dieses vorgeschlagen.

    Neu verwendete Tags werden dank dem Skript von DL1JPH automatisch in die Tag-Liste übernommen und dort aufgelistet. Die Liste kann über den entsprechenden Menüpunkt des Forums aufgerufen werden und heisst dort Schlagwort-Index.

    In der Schweiz ist der Wald grundsätzlich für die Allgemeinheit zugänglich. Einschränkungen werden von den Kantonen erlassen, "wo es die Erhaltung des Waldes oder andere öffentliche Interessen, wie namentlich der Schutz von Pflanzen und wildlebenden Tieren erfordern".

    Waldgesetz vom 4. Oktober 1991

    Die Einbindung von Videos scheint nicht mehr richtig zu funktionieren, DL1JPH . Ein YouTube-Link wird zwar mit media ergänzt, aber nicht mehr richtig eingebunden. Woran könnte das liegen?

    EDIT: Ach so, man muss zuerst erlauben, dass YouTube Zugriff erhält. Das war vor ein paar Tagen noch nicht so. Jetzt am Mobiltelefon ist es mir gelungen, zuhause am Computer hat ein Klick nichts bewirkt.

    Vielen Dank für den Artikel, Furbrain! Ich staune immer wieder, woher du die Zeit oder die Musse nimmst, dich so intensiv schriftstellerisch zu betätigen.

    Ich werde den Artikel sicher noch im Detail lesen. Ich habe nur die Hinweise von barfuß mitbekommen, da sie mich erwähnt hat.

    Ein Detail: 10 Fuss entsprechen 305cm (1 Fuss = 30,48cm). Das würde ich so anpassen. Auch bin ich nicht sicher, ob man so einfach sagen kann: Ab 180cm Körpergrösse braucht man 11 Fuss. Unterschiedliche Menschen empfinden das unterschiedlich. Du könntest auch einfach nach dem Hinweis darauf, dass die Körpergrösse eine Rolle spielt, auf meinen Artikel zu den Hängemattengrössen hinweisen. Dort ist der Faktor von 1,9 drin versteckt. Klar, wenn man den Faden falsch liest, dann geht er noch mehr in die falsche Richtung. Aber immerhin gibt es dort auch den Einwand von Mittagsfrost und eine kleine Diskussion darüber. Und es wird deutlich, dass der europäische Hängemattenmarkt in Sachen längere Hängematten nicht viel hergibt.

    Die Breite würde ich auch eher in Relation zur Länge setzen. Grössere Leute brauchen nicht nur längere, sondern in der Regel auch etwas breitere Hängematten. Meine 360cm lange Hängematte funktioniert zwar auch mit 146cm Breite. Das ist aber eher eng. Ich würde grob empfehlen, dass eine Hängematte ungegähr halb so breit sein sollte wie lang.

    Ich würde auch nicht von der Liegefläche sprechen. Eine Hängematte muss immer deutlich länger sein als die eigentliche «Liegefläche», die man benötigt, um bequem zu liegen. Im Grunde hat am Kopf- und vor allem am Fussende einiges an Stoff lediglich die Aufgabe, dass sich die Hängematte öffnen kann, womit diagonales Liegen erst möglich wird. Ich würde deshalb besser von der Hängemattenlänge (von Raffung bis Raffung) sprechen, als von einer «Liegefläche», die in einem aufgehängten Tuch nicht so eindeutig definiert ist. Dazu kommt noch, dass bei Hängematten mit Clew / Seilfächer die «Liegefläche» meist nur den Stoff meint und dann zusätzlich in der Regel noch die Gesamtlänge angegeben ist, die für den Liegekomfort relevant ist. Die Gesamtlänge einer Hängematte mit Clews entspricht der gerafften Stofflänge einer reinen Stoffhängematte.

    Was mir im Artikel noch fehlt, wäre der Hinweis auf die anderen Hängematten-Typen wie Brücken-Hängematte und Querhängematte / 90°-Hängematte.

    Nochmals vielen Dank für deine Arbeit!

    PS: Wenn man dem Faktor von 1,9 zustimmen will, dann läge der Übergangsbereich von 10 zu 11 Fuss bei einer Körpergrösse von 160cm bis 176cm. Die Mitte davon liegt bei 168cm, was grob den von barfuß vorgeschlagenen 170cm entspricht.

    Hallo Niko und willkommen im Forum!

    Ich halte es mit Zelt und Hängematte wie du, nur dass ich in der Regel entweder das Zelt oder die Hängematte mit auf eine Tour nehme und bisher noch nicht so krasse Sachen erlebt habe wie du. Etwas heftiger Wind in Schottland und mal ein Gewitter in den Alpen war das Maximum. In den Pyrenäen hatte ich bisher immer Glück und nur sommerliche Hitze, mal abgesehen von einem bedeckten und deshalb etwas kühlen Tag.

    Spätestens bei heftigem Sturm wird es aus meiner Sicht im Wald gefährlich und auf freiem Feld bedenklich, eine Hängematte zu nutzen. Ich habe aber auch das Glück, dass ich im Zelt sehr gut schlafe und deshalb auch gar nicht das Bedürfnis habe, jederzeit in der Hängematte schlafen zu können.

    Ich denke, du wirst hier im Forum viel Interessantes finden.

    Gruss, Michael

    :/ Er hat Rückenprobleme und kann in einer "Hängematte" die an den kurzen Enden an 5 Schlaufen aufgehängt ist schlafen? Wenn er tatsächlich so eine ganze Nacht verbringt, dann müsste er mindestens Schulterschmerzen haben - und als "liegen" würde ich diese Position nicht bezeichnen. Ich könnte nicht so schlafen, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen...

    Die hier gezeigte Hängematte ist eine, die er ausnahmsweise verwendet hat. Sonst verwendet er eine längere, ich weiss nicht, was für eine Marke/Modell. Und tatsächlich hat er ein medizinisches Rückenleiden, das es ihm verunmöglicht, klassisch diagonal in einer Hängematte zu schlafen. Warum das so ist, weiss ich nicht. Aber er hat es ausprobiert und ich sehe keinen Grund, daran zu zweifeln. Ich stecke nicht in seiner Haut.

    Das ist genau der Punkt. Menschen sind wirklich sehr verschieden und werden mit ganz unterschiedlichen Dingen glücklich. Ich habe Kenneth Kramm mal darauf angesprochen, weshalb er seine Hängematten meistens so flach abspannt. Die Antwort: Rückenprobleme. Er kann eine Hängematte nicht so nutzen, wie die meisten es empfehlen. Wer weiss, vielleicht wäre für ihn ja ein Querlieger etwas... In der Regel nutzt er jedenfalls eine etwas längere Gathered-End-Hängematte als in diesem Video, die bestimmt nicht aus Cordura gefertigt ist. Ich weiss allerdings nicht, um welches Fabrikat es sich handelt. Ich kenne Cordura vor allem von meinem uralten Karrimor-Rucksack.

    Anscheinend ist mein Hängematten-Rechner in einer Print-Publikation erwähnt worden. Nicht schlecht. :)

    Hilda1307 hat es entdeckt und hier darauf aufmerksam gemacht. Da der Autor des Buches «Mikroabenteuer», Christo Foerster, dort schreibt, dass ich den Hängematten-Rechner so «umprogrammiert» hätte, dass er auch ohne Angabe der Ridgeline-Länge funktioniere, vielleicht hier ein paar Bemerkungen dazu:

    • Im Grunde habe ich nichts «umprogrammiert», sondern einfach mit den passenden Formeln eine Excel-Tabelle verfasst und unter «Google Tabellen» veröffentlicht.
    • Weiter ist es so, dass Derek Hansens Rechner durchaus auch ohne Angabe der Ridgelinelänge funktioniert. Nur ist es so, dass man bei seinem Rechner wählen muss, ob man die Ridgelinelänge oder die Länge der Hängematte eingeben will. Der Rechner geht dann stillschweigend davon aus, dass die Länge der Ridgeline 86,6% der Hängemattenlänge ausmacht (was dem Cosinus von 30° entspricht).
    • Die eigentliche Erweiterung bei meinem Rechner besteht darin, dass ich nicht mehr von einem fixen Verhältnis zwischen Ridgeline- und Hängemattenlänge ausgehe, sondern die beiden Längen und damit das Verhältnis zwischen ihnen bei der Eingabe frei wählen kann. Damit wird es in meinem Rechner auch möglich, die Belastung der Ridgeline für ein bestimmtes Szenario zu bestimmen, was durchaus nützlich sein kann.
    • Und natürlich kann man das Feld für die Ridgeline auch leer lassen, falls man keine Ridgeline verwendet oder einem die Grunddaten ausreichen. In diesem Fall bleiben die Felder, die nicht berechnet werden können, einfach leer. Und die Grafik, die die Hängematte aus optischen Gründen geglättet darstellt, wird etwas absurd.
    • Ebenfalls zur Erweiterung gehört die grafische Darstellung, die die Länge der Aufhängung und der Ridgeline sowie die Winkel und Position der Hängematte massstabsgetreu darstellt.

    Schön, wenn andere den Rechner auch nützlich finden. Angefangen habe ich ihn als Spielerei. Ich nutze ihn aber selber immer wieder mal, wenn ich eine neue Hängematte plane und mir von den zu erwartenden Kräften ein Bild machen möchte.

    Nein, du kannst das jetzt nicht mehr machen. Du kannst nur den Hinweis, dass ein Faden schon alt sei, missachten und den Faden dennoch weiterführen. Aber nur keine Panik, du hast alles richtig gemacht und ich mich über deinen Beitrag gefreut! :)

    PS:

    Hier nutzt Kenneth Kramm ein Cordura-Tarp als Hängematte. – Ich weiss nicht, wie wasserdicht respektive ob und wie stark ein solches imprägniert oder beschichtet ist. Jedenfalls scheint das grundsätzlich zu funktionieren.

    Ich freue mich immer wieder über die Experimentierfreudigkeit Kenneth Kramms, die er sich bis ins Pensionsalter bewahrt oder sie sogar dann neu für sich entdeckt hat.

    PS: Er verwendet an diesem Tarp laschen, um es als Hängematte nutzen zu können. Ich hätte da wie gesagt noch eine andere Idee, bei der man auch ein dickes Seil für die Verbindung von Hängematte und Clew (Seilfächer) nutzen könnte.