Beiträge von Waldläufer70

    Was du über das Tyvek schreibst, erstaunt mich. Du solltest ja – vom Gewicht her – in etwa die gleiche Stärke wie die von Tarptent erwischt haben (siehe weiter oben). Okay, ich habe mir noch nie die Mühe gemacht, daran zu reissen, kann mir aber nicht vorstellen, dass ich dieses Laminat locker zerreissen könnte. selbstverständlich achte ich darauf, dass ich einen Platz fürs Zelt zuerst von den gröbsten spitzen Gegenständen säubere. Ich erachte die Zeltunterlage als zusätzlichen Schutz, damit der eigentliche Zeltboden geschont wird. Ich kann mir bei meinem Tyvek aber nicht vorstellen, dass da ein spitzer Stein einfach so ein Loch rein macht. Aber wie gesagt: Ich bereite meinen Zeltplatz jeweils etwas vor; noch häufiger suche ich mir einen Platz, der gar keine spitzen Gegenstände aufweist. Wie gesagt: Mein Tyvek von Tarptent ist seit 2010 immer wieder im Einsatz und – von einer gewissen Verfärbung durch die Erde abgesehen – sieht die Folie noch sehr gut aus.

    Vielleicht verwendet Extremtextil ein anderes Fabrikat wie Tarptent?

    Die Stoffe finde ich persönlich sehr sinnvoll. Wenn ich nach einem bestimmten Stoff suche, finde ich Fäden, die mir zeigen, was man daraus machen kann. Wenn da nur «Stoff» steht, bringt das keinen Mehrwert. Bei einer Hängematte oder einem Tarp gehe ich davon aus, dass sie aus Stoff gemacht werden.

    Mir ist aber auch schon aufgefallen, dass manche Begriffe ins Leere führen. Da müssen irgendwann Fehler passiert sein. Ich habe schon diverse Begriffe ein zweites Mal setzen müssen, weil sie in meinen Fäden plötzlich nicht mehr da waren.

    Ansonsten bin ich der Meinung, dass ein Stichwort-Register nicht übersichtlich, sondern möglichst umfassend sein sollte, so dass man auf verschiedenen Wegen das Gesuchte findet.

    Kraniche kenne ich vor allem von ihren Geräuschen her; aus der Nähe habe ich leider noch keinen beobachten können.

    Ende November 2014 hielten sie sich ein paar Tage lang in Saint-Jean-Pied-de-Port auf und warteten auf gutes Wetter / gute Sicht für die Überquerung der Pyrenäen. Tagsüber kreisten sie hoch über dem Dorf, um keinen geeigneten Moment zu verpassen. Nachts liessen sie sich auf den Dächern nieder und machten Lärm. Als ich dann am 27./28. November zu Fuss die Pyrenäen überquerte, sah ich sie wieder kreisen. Ich weiss nicht, wer schlussendlich zuerst in Spanien war... ;)

    An diese Rufe kann ich mich noch erinnern, als wäre es gestern gewesen.

    Da könnte ich noch die Sitzmatte von «Regatta – Great Outdoors» anmerken. Ich mal eine von meinem Bruder geschenkt bekommen, ist vor allem im Winter der Matte für die Besteckschublade überlegen (dicker und isoliert somit besser) und ist doch sehr leicht (29g).

    Allerdings scheint sie mir wegen der Oberflächenstruktur als Fussmatte weniger geeignet als die von Relags.

    Noch kurz eine Offtopic-Ergänzung:

    Etwas, was ich schon öfters zuhause vergessen und dann vermisst habe – gerade von Herbst bis Frühling (also weniger im Sommer) – ist eine Sitzmatte. Wenn der Untergrund eher kühl bis kalt und oft auch feucht oder nass ist, finde ich eine Sitzmatte eine gute Sache. Auf Schneeschuh-Touren erhöht sie den Komfort ungemein.

    Sie wiegt nicht viel, isoliert gegen die Bodenkälte und Hose und Gesäss bleiben trocken und sauber. Es gibt diverse Sitzmatten im Outdoor-Fachhandel, man kann sich aber auch mit einer passend zugeschnittenen Antirutsch-Matte für die Besteckschublade sehr gut behelfen. Die eine Seite einer solchen ist beschichtet und wasserdicht, die andere eher weich und angenehm zum Sitzen.

    Eine solche Matte wiegt in der Regel so 20g bis 40g – je nach Grösse und Modell.

    Antirutsch-Matte für die Besteckschublade

    Ich würde mich nie mit Schuhen in die Matte legen

    Ich auch nicht.

    Irgendwie kann ich zwar all die Probleme nachvollziehen, nur teile ich sie eher nicht.

    • Ich kann Schuhe besser im Sitzen an- und ausziehen als im Stehen. Also erledige ich das in der Hängematte sitzend.
    • Wenn ich die Schuhe ausziehe, positioniere ich den ersten Fuss einfach auf dem Schuh. Meine Socken berühren den Waldboden nie und werden auch nie davon feucht.
    • Beinkleidung wechsle ich auf Wanderungen häufiger unterwegs auf jeweils einem Bein balancierend (kurze Hose <=> lange Hose / Regenhose). Am Abend wechsle ich eher T-Shirt oder Pullover als die Beinkleidung. Das «Flamingo-Problem» stellt sich bei mir eher unterwegs als im Nachtlager.

    Ich schlafe ja auch sehr gerne im Zelt. Da hat man quasi eine grosse Fussmatte (Zeltboden). Diese hat tatsächlich den Vorteil, dass man seine Sachen weitgehend sauber am Boden deponieren kann. Ich bin allerdings immer wieder erstaunt, wie viel «Schmutz» (Gras, tote Insekten, etc.) am Morgen im Zelt am Boden liegen, die man dann wieder rausschaffen muss / möchte. Beim Abbau des Zeltes ist – je nach Untergrund – der mühsamste Teil, den Zeltboden beim Zusammenfalten und Einrollen aussen mit einem Lappen zu säubern. Gerade diesen eher unangenehmen Teil kann ich mir ersparen, wenn ich mit der Hängematte unterwegs bin.

    Vielleicht probiere ich trotzdem mal eine Fussmatte aus... ;)

    Ich habe noch nie eine benutzt. Die Schuhe werden ohnehin schmutzig. Da sehe ich persönlich keinen Grund, auch noch eine ganze Matte schmutzig zu machen. Ich setze mich in die Hängematte, ziehe die Schuhe aus und schwinge die Beine in die Matte, wo ich mich dann mit Quilt oder Schlafsack zudecke. Beim Aufstehen gehe ich umgekehrt vor.

    Aber wenn es einem egal ist, eine Matte mitzutragen und schmutzig zu machen, dann bietet sie natürlich den Luxus, dass man ein Stück sauberen Fussboden unter der Hängematte hat, wo man Rucksack und andere Dinge absetzen kann, die nicht schmutzig werden sollen. Mit anderen Worten: Man nimmt etwas mit, das schmutzig werden darf, damit andere Dinge nicht schmutzig werden.

    Gefährlich wäre es gewesen, wenn die Hängematte über einem Wildwechsel aufgespannt gewesen wäre [...]

    Mein Hängeplatz verläuft parallel zur Krete. Tatsächlich gibt es in diesem Waldabschnitt – neben ganz viel Bärlauch etwas weiter unten* – den einen oder anderen Wildwechsel. Schon öfters hatte ich den Eindruck, dass Rehe durch mich irritiert waren, weil ich quasi ein Eindringling in ihrem Revier war. Das ist aber schon länger her. Nie hatte ich aber bisher nächtlichen Besuch in unmittelbarer Nähe.

    Nachdem ich nun erstmals «engen Kontakt» mit Wildschweinen hatte, werde ich den Untergrund an besagter Stelle bei Gelegenheit genauer auf Spuren untersuchen. Zwischen den beiden genutzten Bäumen jedenfalls habe ich noch nie irgendwelche Spuren entdecken können. Da liegt immer unberührtes Laub – bis ich es halt wieder etwas aufwirble, wenn ich mich dort niederlasse. Allerdings hätte ich nichts dagegen, wenn die Wildschweine mal etwas gemütlicher vorbeispazieren würden. Dann könnte ich sie mir mal anschauen. ;)

    * Bis der Bärlauch kommt, dürfte es noch ein paar Wochen oder zumindest Tage dauern.

    barfuß, ich denke, du hättest gar keine Zeit dazu gehabt, dich unwohl zu fühlen; dafür ging das alles viel zu schnell. Im Wald hängen heisst aus meiner Sicht: Ich bin viel sicherer als in der Stadt, habe aber nicht die volle Kontrolle darüber, wer sich sonst noch im Wald aufhält (Mensch und Tier). Die Alternative wäre zuhause bleiben (oder nur noch Campingplätze benutzen). Darauf habe ich definitiv keine Lust.

    Deiner Beschreibung nach recht sicher Schweine

    Danke, Thomas, für deine Einschätzung und die weiterführenden Hinweise. Ich wüsste auch nicht, um welche Tiere es sich sonst handeln sollte. Wäre schön gewesen, die wären ganz gemütlich so nahe an meiner Hängematte vorbei spaziert. Allerdings wäre ich dann vielleicht auch ein wenig mehr erschrocken über den plötzlichen Besuch. Ich hätte die Tiere dann aber deutlich präziser beschreiben können.

    Es sei denn, ihr habt auch Wolpertinger

    Wer weiss, vielleicht waren es auch zwei Wolpertinger...

    Was mich allerdings stutzig macht... Wikipedia schreibt:

    «Der Legende nach gilt der Wolpertinger als sehr scheu. Die verschiedenen Arten der Jagd auf ihn unterscheiden sich regional sehr deutlich. Eine bekannte Jagdregel lautet: Wolpertinger können ausschließlich von jungen, gutaussehenden Frauen gesichtet werden, wenn diese sich in der Abenddämmerung bei Vollmond der Begleitung eines rechten, zünftigen Mannsbildes anvertrauen, das die richtigen Stellen an abgelegenen Waldrändern kennt.»

    Ich bin weder eine junge, gutaussehende Frau noch kenne ich die richtigen Stellen an abgelegenen Waldrändern. Im zweiten Fall würde auch die Begleitung einer jungen, gutaussehenden Frau fehlen. Und Vollmond war ja auch nicht mehr... Schade, wäre zu schön gewesen... ;)

    Letzte Nacht habe ich nach längerer Zeit wieder mal draussen im Wald geschlafen: an einer mir vertrauten Stelle auf einer Krete. Von dort aus hatte ich schon Rehe beobachtet, Mäuse oder Vögel im Laub rascheln gehört, ein Gewitter erlebt. Mehr nicht.

    Kalt war es nicht, aber es gab einen aufregenden Moment:

    Nach all den Berichten über Wildschweine in den Wäldern Deutschlands habe ich mich immer wieder gefragt: Gibt es denn bei uns in der Schweiz keine davon? Gesehen habe ich nämlich in all den Jahren noch nie eines (ausser im Wildpark). Bei meinen Recherchen stiess ich dann auf diese Broschüre, die mir verriet: Doch, da muss es auch in der Schweiz einiges an Schwarzwild geben!

    Letzte Nacht war es zuerst ganz still, der Blick in die Sterne frei, da ich kein Tarp aufgespannt hatte. Zudem war es ziemlich hell, da am 19. Februar Vollmond gewesen war, der Mond also viel Licht auf den Waldboden warf. Hätte ich wohl doch besser mein Tarp aufgespannt? Oder doch besser nicht?

    So gegen Mitternacht hörte ich plötzlich relativ laute Geräusche. Rannten da Tiere rum? Oder waren da Leute mit ihren Mountain-Bikes unterwegs? Mitten in der Nacht? – Ich konnte die Geräusche nicht einordnen.

    Dann plötzlich wurden die Geräusche lauter. Die «Mountain-Bikes» kamen näher – vom Kopfende meiner Hängematte her – und zwar ziemlich schnell. Menschen im Wald um Mitternacht? Gleich müssten sie an meiner Hängematte vorbeirauschen. Ich hob meinen Kopf.

    In dem Moment rannten auch schon – keine zwei Meter neben mir – zwei, allenfalls drei Tiere in einem Affenzahn an mir vorbei. Eher gedrungene Körperform, nicht allzu gross, eher niedrig gebaut. Und sehr schnell. Ich hatte weder Zeit zu erschrecken noch irgendwelche Details zu erkennen. Die Tiere machten eine Kurve um meine Hängematte, waren auf der anderen Seite in etwa zehn Metern Distanz noch einmal sichtbar, dann waren sie weg. – Es war wieder still. Das war's.

    Aus meiner Sicht kommen nur Wildschweine in Frage. Eher jüngere Tiere, denn riesig waren die nicht. Das Gewicht eines Tieres hätte ich auf vielleicht 40kg bis 50kg geschätzt, die Schulterhöhe vielleicht um die 50cm. Wie gesagt, das ging alles sehr schnell...

    Um welche Tierart könnte es sich sonst gehandelt haben? – Vielleicht hat mir jemand einen Tipp?

    War die Situation gefährlich? – Aus meiner Sicht nicht. Ich habe mich nicht bedroht gefühlt... hatte auch gar nicht die Zeit dazu, mich bedroht zu fühlen. – Wäre die Situation gefährlich gewesen, wenn ich das Tarp aufgespannt gehabt hätte? – Vielleicht. Allenfalls wären die Tiere dann in die Schnur gerannt. In der Nacht sind alle Abspannschnüre grau. – Ich weiss es nicht.

    Ich hatte bisher gedacht, dass catcuts in erster Linie bei Silnylon verwendet werden, gerade wegen des Stretch.

    Ich weiss bis heute nicht, welche Aussage tatsächlich korrekt ist. Rein von der Theorie her kann ich mir beides vorstellen. Mein Silpoly-Tarp (weiter oben vorgestellt) hat keinen tiefen Kettenlinien-Schnitt, lässt sich aber trotz / wegen der geringeren Dehnbarkeit sehr schön abspannen.

    Oder den hier https://www.extremtextil.de/ripstop-nylon-…praegniert.html aber der ist wieder imprägniert. Und wiegt das doppelte. :D Ich hab mal so eine Discounter Tragetasche nachgewogen, die wiegt 50g bei ca. 30x30cm.

    Dieser Stoff ist grossartig für Hängematten! Aber auch für Tragetaschen kann ich mir ihn sehr gut vorstellen. Hast nicht du, Hammock Fairy, schon solche Einkaufstaschen daraus genäht? Ich meine, ich hätte das vor etwa zwei Jahren hier mal irgendwo gelesen...

    Also, ich habe mal nachgeschaut, woraus mein Tyvek besteht. Ich habe es 2010 mit meinem Tarptent Contrail aus den USA mitbestellt. Es sieht – wie gesagt – noch immer sehr gut aus, ist aber nicht ganz leicht.

    Es soll sogar waschbar sein und könne bei der ersten Wäsche um etwa 5% schrumpfen. Ich habe meine Bodenschutzfolie noch nie gewaschen, sondern einfach gelegentlich mit einem feuchten Lappen gereinigt.

    Hier ein paar Informationen dazu. Und hier der Link, wo ich die Folie gekauft habe. Meine Folie wiegt etwa 145g und misst rund 2,2m² (langes Trapez, zum Fussende hin zusammenlaufend). Das wären rund 65g/m² oder 1.9 oz/yard².

    Mein Tyvek fühlt sich an wie ein mit Kunststoff beschichtetes Papier und ist ziemlich rutschig. Ich vermute, dass es sich um «hardstructure» Tyvek handelt, habe allerdings noch nie von diesen zwei Sorten gehört und weiss es deshalb nicht. Die Beschreibung auf Extremtextil passt eher auf «hardstructure».

    Mein Tyvek dürfte also das mit 70g/m² sein, ich denke aber, das dünnere mit 54g/m² dürfte den Zweck auch erfüllen, wenn du nicht gerade auf Dornen oder sehr rauem Gestein übernachten möchtest. Das Material ist echt robust. Bei meinem habe ich bisher kaum Gebrauchsspuren, nur die Spuren vom Zusammenfalten sind etwas sichtbar, was aber beim Verstauen sehr hilfreich ist.

    Ohne jetzt nachzuschlagen meine ich, dass Cordura sehr grobes und abriebfestes Nylon-Gewebe ist, das oft für stabile Trekkingrucksäcke zum Einsatz kommt. Oft ist es auf der Innenseite mit Polyurethan beschichtet. Mein alter und immer noch guter Rucksack von 1992 ist aus Cordura.

    Die Ortlieb-Taschen sind wohl aus einem Planen-Material, das beidseitig gummiartig beschichtet ist.

    Beim Tyvek muss ich mal nachschauen, die Bezeichnungen sagen mir nichts. Ich tippe mal, dass ich ein «hardstructure» Tyvek verwende. Ich melde mich nochmal... Ja, die Farbe ist halt hell. Aber die Folie liegt ja unter Zelt und Matratze, da konnte ich bisher ganz gut damit leben.