Beiträge von Waldläufer70

    Hier der Unterschied!

    Exakt! – Ich könnte mir sogar vorstellen, dass der «Halter Hitch» noch eine Spur stärker ist, da das Band weniger verdreht wird. Ist aber – wie oben erwähnt – irrelevant, weil der Knoten am Baum so zur Seite geschoben wird, dass das lasttragende Band zur Hängematte möglichst gerade durch den Knoten läuft. Das lasttragende Band wird dann quasi vom Knoten «gewhippt» (also umschlossen), ist selbst aber nicht Teil des Knotens.

    das verknautschte Gurtband ist für mich nicht elegant

    Ist sicher Ansichtssache. Die Frage ist doch: Wie lange bleibt das Band nach dem Öffnen des Knotens verknautscht? Auch nicht länger als die Stelle, wo du das Gurtband durch den Dutch Clip oder den Evo-Loop führst. Zwei dreimal mit der Hand drüberfahren und das Band aufwickeln und gut ist. Ich kann an keinem meiner Gurtbänder erkennen, wo früher mal ein Knoten war.

    abgesehen davon, dass mit einem Knoten ja auch die Bruchkraft reduziert wird

    Wo ist das Problem? Das Band, das unter Last ist, läuft ja gerade durch den Knoten. Der Knoten selbst befindet sich am wenig belasteten Ende, das man am Baum so zur Seite schieben kann, dass das belastete Band eben möglichst gerade durch den Konten läuft. Darauf musst du ohnehin achten, bei den Dutch Clips steht das aus Sicherheitsgründen sogar auf der Anleitung.

    Bei einer genähten Schlaufe sollte man auch darauf achten, weil eine Naht auch ein Schwachpunkt sein kann.

    Was würdet Ihr denn zu diesem "Anbinderknoten" sagen?

    Das ist der Ewenkenknoten mit einer halben Drehung weniger, bevor man das lose Ende auf Slip legt. Finde ich auch gut.

    Manchmal sehne ich mich wieder nach der unbeschwerten Zeit ganz am Anfang meiner Hängematten-Karriere, als ich Knoten und Dogbones selber erfunden habe, nur um dann später festzustellen, dass es das alles schon gibt.

    Warum nähst du nicht eine Schlaufe von Hand? Hab ich unterwegs auch schon gemacht. Ist nicht so schwer, und eine schönere Lösung als ein Knoten.

    Was ist daran schöner, wenn man das ganze Gurtband durch die Schlaufe ziehen muss? Klar, muss man ja nicht: Es gibt auch Karabiner, Dutch Clips und Evo-Loops, um das zu verhindern. Das Elegante am Knoten ist aber, dass man keine Hardware benötigt und das Gurtband mindestens so schnell am Baum befestigt ist, wie wenn man Hardware benutzt. Muss man die Aufhängung durch die Schlaufe ziehen, so ist das sogar recht zeitaufwändig.

    Mit Ewenkenknoten / Anbinderknoten und Becket Hitch kommt man recht gut ohne Hardware aus, wenn auch die exakte Verstellbarkeit der Länge etwas umständlicher ist.

    Ich nutze auch Hardware und Schlaufen, aber wie gesagt: Manchmal sehne ich mich nach den «guten alten Zeiten» zurück, wo ich mit den einfachsten Mitteln einfach Sachen ausprobiert habe.

    Großer Windsorknoten am Baum, das hat Stil!

    Der Baum hat uns dann quasi am Hals...

    Es war allerdings kein Grosser Windsorknoten, sondern einer, den ich – angeregt durch das Büchlein «Die 85 Methoden, eine Krawatte zu binden» von Thomas Fink und Yong Mao – so abgewandelt habe, dass er

    1. möglichst einfach ist,
    2. möglichst viel Reibung produziert und
    3. am Schluss so auf Slip gelegt werden kann, dass man ihn als Rechtshänder bequem wieder öffnen kann.

    Linkshänder machen ihn einfach genau spiegelverkehrt.

    Letztlich ist aber der Ewenkenknoten einfacher zu knoten, wenn man ihn sich mal angeeignet hat.

    PS: Der Vorteil des Krawattenknotens ist, dass das Gurtband im Knoten überall flach liegt und demnach nur wenig gequetscht wird.

    Ich glaube, ich habe nicht ganz verstanden, worum es hier geht... ;)

    Aber zu meinen Anfangszeiten habe ich gerne einen Ewenkenknoten um den Baumstamm gelegt. Der ist mit wenigen Handgriffen gemacht und lässt sich ganz leicht wieder lösen:

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    Sacki zeigt den Knoten im Video mit einem Seil, aber das funktioniert auch gut mit einem Gurtband, wenn dieses nicht zu hart ist.

    Selbst einen Krawattenknoten – auf Slip gelegt – hatte ich schon mit Erfolg verwendet.

    Deine Schnarchgeräusche sind genau im gefährlichen Frequenzbereich. :)

    So etwas sollte eine Firma für gute Expeditions-Ausrüstung aber einkalkulieren! ;)

    Aber gut zu wissen, dass du Konradsky, die Isomatten wirklich intensiv nutzt. Das müsste so eine Isomatte zwar aushalten, stimmt mich als vergleichsweisen «Wenignutzer» aber doch einigermassen zuversichtlich für meine Nutzung der Matte.

    Ich hatte auch ca. 2015 eine Exped 7 Ul gekauft .

    Diese hatte auch einen solche "Delaminierungs-Schaden " erlitten .

    Beim Händler erfuhr ich dann , das die " Ersten" Serien , häufig dieses Problem hatten.

    Exped ist auch nicht mehr das, was es war.

    Da stellt sich die Frage, welche Aussage eher der Wirklichkeit entspricht: Hatte Exped zu Beginn Probleme mit der Qualität oder sind die Produkte mit der Zeit immer anfälliger geworden? – Bei den vielen nur schon in diesem Faden zusammengetragenen Schadenfällen würde auch ich die Frage in den Raum stellen wollen, inwiefern man vom Namen der Firma auf den Verwendungszweck schliessen darf.

    In meinem Fall habe ich die Schäden ja am Fussende erlitten, wo die Matte – so müsste man zumindest meinen – weniger belastet wird. Sollten die Schäden auf die Nutzung in der Brückenhängematte zurückzuführen sein, so hätte ich dort vor allem eine starke Wölbung gehabt und weniger eine Knickbelastung in der Längsachse.

    Man müsste mal möglichst viele Bilder von Schäden sammeln – schön nach Marke und Modell gesondert – und zu jedem Bild schreiben, wozu die Isomatte primär verwendet wurde. Daraus könnte man vielleicht schliessen, ob es irgendwelche Zusammenhänge zwischen einer bestimmten Verwendung und einem bestimmten Schadenbild gibt.

    Es gibt übrigens auch zu den eher klassischen, selbstaufblasenden Isomatten von Therm-a-Rest einige Meldungen bezüglich Delaminierung. Das mag daran liegen, dass beim verlinkten Modell die Klebefläche kleiner ist als bei den herkömmlichen Modellen: Gleicher Druck auf eine grössere Fläche verteilt ergibt grössere Kräfte (falls ich mir das richtig überlegt habe?). Zudem besteht eher die Gefahr, die Isomatte zu stark aufzupusten (mehr Spielraum beim Volumen): Der Winkel zwischen der Klebefläche und dem nicht verklebten Zwischenstück, das sich dann immer stärker nach oben wölbt, wird zunehmend grösser, was eine Delaminierung fördert.

    Mein vorläufiges Fazit: Ich werde sämtliche Ideen, Isomatten in der Hängematte zu verwenden (unabhängig vom Hängematten-Typ), höchstens noch mit bewährten selbstaufblasenden Isomatten oder allenfalls mit den oben diskutierten Luftmatten in Mumienform weiterverfolgen. Ein System, das womöglich mitten auf einer Tour versagt, kann ich mir nicht vorstellen.

    Für die Nutzung am Boden muss ich aber sagen, dass ich mit meiner SynMat UL 7 LW eigentlich zufrieden war. Bei einem UL-Produkt kann ich – wenn auch ungern – akzeptieren, dass die Lebensdauer kleiner ist. Entsprechend beträgt die Garantiedauer dort ja auch nur die gesetzlich vorgeschriebenen zwei Jahre. Sollten die Defekte durch die zweimalige kurze Verwendung in der Brückenhängematte ausgelöst worden sein, so war ich mit dieser Isomatte sogar sehr zufrieden. Der Defekt wäre dann ja durch eine unsachgemässe Behandlung entstanden.

    Ich hoffe, meine neue «normale» SynMat hält länger durch. Immerhin habe ich darauf fünf Jahre Garantie des Herstellers.

    Danke für den Tipp!

    Der Anbieter dürfte in Schweden liegen. 2'300 SEK sind aktuell etwa EUR 214 / 244 CHF.

    Hier steht allerdings: «Vi levererar endast till adresser i Sverige. Vi förebehåller oss rätten att avbeställa alla paket med utländsk leveransadress.»

    Google meint dazu: «Wir liefern nur an Adressen in Schweden. Wir behalten uns das Recht vor, alle Pakete mit einer ausländischen Versandadresse zu stornieren.»

    funktioniert der auch mit dem "neuen" kleineren Button Knot zuverlässig? Hätte da Sorge um dich, dass der Knoten durch die Öffnung zurück kommt und du auf dem Boden landest

    Aus diesem Grund habe ich den Knoten des «Improved Soft Shackle» verwendet. Was ich oben nicht fotografiert habe: Das «Knopfloch» bildet unten eine schmale Spitze. Selbst beim normalen «Button Knot» dürfte da eigentlich nichts rausrutschen. Ich werde aber doch sicherheitshalber beim grösseren Knoten des «Improved Soft Shackle» bleiben: Aufgrund des grösseren Knotens ist dann beim Ankerstich eine zusätzliche Windung nötig; diese verkleinert den Winkel im «Knopfloch», er wird spitzer.

    Die gleiche Idee mit dem «Titanium Dutch Buckle» hatte ich hier bereits gezeigt. Vermutlich meinst du das?

    Gestern und heute habe ich eine weitere Verwendung der Evo-Loops ausprobiert. – Ich habe sie mit den Schnallen von AustriAlpin (Dreisteg und Ovalring) kombiniert:

    Vorteile:

    • Die Hängematte kann blitzschnell und sehr komfortabel in den Evo-Loop eingehängt werden.
    • Die Schnalle sorgt für eine millimetergenaue Einstellbarkeit.
    • Die Wicklung des Loops um den Ovalring mit dem mehrfachen Ankerstich verteilt den Zug recht gleichmässig auf den Ovalring.
    • Hinweis: Die Bruchlast der Schnalle bei dieser Verwendung liegt bei etwa 7,5kN (ca. 765kg).

    Detailaufnahmen:

    in der ersten Nacht war es mit der Synmat UL in der Crosshammock von unten etwas frisch - trotz eines angeblichen R-Werts von 3,3

    Der Händler meines Vertrauens sagt, dass man bei der SynMat erfahrungsgemäss nicht an die angegebenen Werte herankomme. Die SynMat Standard beispielsweise soll bis -18°C gehen, aber praktisch sei da bei etwa -10°C Schluss. Bei den DownMats hingegen könne man sich auf die angegebenen Werte recht genau verlassen.

    Bei mir war mit meiner Synmat UL 7 LW (2012) jeweils bei etwa 5°C Schluss (abhängig von den Windverhältnissen), trotz dem angegebenen R-Wert von 3.2.

    Gute Anbieter geben an, wie gross die Rückstellkraft des Gummiseils bei einer bestimmten Dehnung ist (z.B. hier). Dann kann man sich in etwa eine Vorstellung davon machen, wie viele Tafeln Schokolade da bei einer bestimmten Dehnung in etwa ziehen.

    (Wenn ich mich richtig erinnere, verhalten sich Dehnung und Rückstellkraft grob linear: Bei 50% Dehnung ist die Kraft etwa halb so gross wie bei 100% Dehnung.)

    Solange du keinen Rucksack über der Jacke trägst, kann sie auch mit 2'000mm oder 4'000mm Wassersäule wasserdicht sein. Sobald aber die Träger eines Rucksacks (Schulter- und Hüftgurte) darauf «pumpen», dann braucht man definitiv mehr Wassersäule. Das Tempo (Stichwort: Fahrrad) kann womöglich auch eine Rolle spielen. Ich rede aus der Erfahrung als Wanderer, wenn zwar zeitweise viel Wind und Regen da sind, aber doch nicht Orkan-Böen.

    Silnylon und Silpoly haben den Vorteil, dass man die Materialien mit Silikon auffrischen kann. Dann perlt das Wasser wieder schön ab. Sämtliche Imprägnier-Sprays kann man meiner Meinung nach vergessen. Das macht das Material vielleicht für zehn oder 15 Minuten etwas wasserdichter, dann ist das Zeug weggespült und belastet dann einfach noch die Umwelt. Bei Lederschuhen hat man noch die Möglichkeit, sie mit Wachs oder einer anderen Imprägnier-Mischung zu behandeln. Das hält einige Zeit.

    Gore-Tex gegenüber habe ich eher gemischte Gefühle. Ich habe eine Regenhose (Paclite) und hatte Leder-Wanderschuhe mit Gore-Tex-Membran, mit denen ich sehr zufrieden bin respektive war. Gerade bei Schuhen habe ich aber nur noch Vertrauen zur Membran, wenn diese hinter festem Leder geschützt ist. Ein Freund hat sich eine sehr teure Regenjacke mit Gore-Tex-Membran gekauft, die nach kurzer Zeit leck war. Und ich hatte schon zahlreiche Schuhe mit Gore-Tex-Membran, aber nicht in Verbindung mit einem Vollleder-Schuh, die alle nicht wirklich wasserdicht waren, einige haben sogar praktisch unbenutzt Wasser durchgelassen.

    Ich habe zahlreiche Packbeutel aus Silpoly gemacht. Mein Eindruck ist, dass Wasser auf diesem Stoff zwar sehr gut abperlt, das Gewebe aber Wasser aufnimmt, wenn es dauerhaft mit Feuchtigkeit in Berührung ist. Da dringt dann schon auch gerne etwas Feuchtigkeit durch.

    Ein anderes Beispiel: Letzte Woche habe ich meine Daunensachen in einem «Schnozzel Pumpbag» von Exped transportiert. Das beschichtete Ripstop Nylon (20D) ist komplett luftdicht. Dennoch wurden meine Daunensachen oberflächlich etwas nass, als bei starkem Regen Wasser in den Rucksack eingedrungen ist. Der Rollverschluss des Beutels war genauso verschlossen wie das luftdichte «Ventil» am Schnozzel («Rüssel») des Beutels.