Der Sawyer Mini (SP128) hat gefühlt nur 30% der Durchflussrate, dafür wiegt und kostet er auch nur die Hälfte.
Den habe ich bisher immer als Schwerkraftfilter verwendet. (Wie gesagt: Drücken mag ich nicht.) Und da dauert es bei mir 10-15min für einen Liter Wasser.
Ich nehme oft gar keinen Filter mehr mit.
Wo ich unterwegs bin, habe ich zu 99% klares Wasser. Ein Filter ist nur bei trübem Wasser sinnvoll.
Wer sich vor Giardien und Viren schützen will, muss sowieso noch zusätzlich zum Filtern das Wasser mit UV oder chemisch behandeln.
Das sehe ich etwas anders. Ich sehe dem Wasser ja nicht an, ob es Bakterien oder Protozoen drin sind. Klar, wenn ich direkt von der Quelle trinken kann, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass das Wasser klar und unbedenklich ist. Umgekehrt: In Schottland ist manches Wasser trüb und erfüllt trotzdem Trinkwasserqualität. Früher kam es zum Teil sogar whiskyfarben aus dem Wasserhahn, v.a. auf abgelegenen Inseln. Die EU-Richtlinien haben dem ein Ende bereitet: Es wurden selbst auf abgelegene Inseln Wasserleitungen gelegt. (So zumindest die mündlichen Hinweise, die ich mal auf der Insel Iona als Erklärung dafür bekommen habe, weshalb das Wasser eines Tages plötzlich nicht mehr whiskyfarben aus dem Hahn kam.)
Dann kommt noch dazu, dass trübes Wasser die Filter relativ schnell verstopft, weshalb ich dazu tendiere, solches Wasser zuerst vorzufiltern und damit von den gröbsten Schwebstoffen zu befreien. (Gerade der Sawyer Mini reagiert relativ schnell auf Verunreinigungen.)
Gegen Viren könnte man auch den Guardian-Wasserfilter von MSR verwenden: Der hat eine Porengrösse von 0.02 Mikron, sollte deshalb auch Viren beseitigen und hat mit 2,5l/Minute eine ordentliche Durchflussrate. Allerdings ist er recht schwer.