Ich fürchte, ich hätte da nicht mal mehr die Energie gehabt, die Hängematte aufzuhängen... nach 4,7 Millionen Millimetern!
Beiträge von Waldläufer70
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Ich habe noch nie mit selbstklebendem Klettband gearbeitet. Ich vermute, du meinst ein Band mit Häkchen und eines mit Schläufchen, die beide selbstklebend sind.
Was ich schon versucht habe: doppelseitiges, transparentes Klebeband auf Silnylon aufzukleben. Das hält etwa gleich gut, wie wenn du ein Stück Papier an die Kühlschranktüre drückst und hoffst, es würde dort kleben bleiben, wenn du es loslässt. Mit anderen Worten: Es hält nicht dauerhaft und es hält nicht einmal einen Moment lang. Da gibt es keine Haftwirkung (etwas überspitzt formuliert); Vorfixieren ging damit nicht. – Ich glaube, mit vielleicht ein paar wenigen Ausnahmen, dass auf Silikon nur Silikon hält.
Ich glaube, ich würde eher in Richtung normales Klettband (zum Aufnähen) tendieren, dieses mit Silikon festkleben / vorfixieren, diesen abbinden lassen und dann die Bänder dem Rand entlang festnähen. Das dürfte eine ziemlich wasserdichte Geschichte geben, da der eingearbeitete Silikon das Nähgarn festklemmt und damit recht gut abdichtet.
PS: Bei diesen Nähten (die Verstärkungen sind mit Silikon aufgeklebt und anschliessend festgenäht) kann ich bei den Nadeleinstichen nicht den Hauch eines Lichtscheins sehen, wenn ich das Tarp gegen das Licht halte. Luft durchpusten geht auch nicht. Das ist natürlich noch keine Garantie dafür, dass diese Nähte komplett wasserdicht sind. EDIT: Jetzt kommt mir gerade noch in den Sinn, dass ich die Nähte danach noch mit Silikon abgedichtet habe; d.h. ich habe die Ränder der Verstärkungen mit Silikon überpinselt, damit sie sich nicht ablösen können (hoffentlich) und dabei natürlich zwangsläufig auch die Nähte abgedichtet.
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Gibt's das auch in Deutschland oder hast du das importiert?
Ich habe es bei einer Bestellung bei Dutch mitbestellt, man bekommt es aber inzwischen auch in Deutschland. Bei wem wohl? – Schau hier.
Hast du darüber Langzeiterfahrungen zur Haltbarkeit gefunden?
Da ich es im Juli erstmals verwendet habe, habe ich keine Langzeiterfahrung.
Elastosil E43
Ich wollte mir das mal bestellen (allerdings das E41), dann hiess es allerdings, dass es nur an Firmen versendet werde und nicht an private Kunden. Ich hatte dann ein Gespräch mit dem Mitarbeiter und er meinte, ich könne das schon bestellen, allerdings müsse ich wissen, dass das Produkt einige sehr giftige Stoffe wie beispielsweise Toluol enthalte (E41). Ich bin dem nicht weiter nachgegangen.
Kennst du den Unterschied zwischen den beiden Produkten, ausser dass das E43 anscheinend kein Toluol enthält.
Beide Produkte scheinen stark ätzend zu sein (Arbeiten mit Handschuhen).
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Ja, ich bin eben ein echter Komfi-Ultralighter

Den Eindruck bekomme ich gerade auch! – Ich hatte auf Wanderungen bisher immer nur eine Hängematte dabei. Die Gepäck-Hängematte wäre zu klein zum Sitzen und die zähle ich deswegen nicht.
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Ich hänge aber auch gerne etwas höher, so dass ich beim Einsteigen in die Hängematte ganz leicht auf die Zehenspitzen muss.
Das erinnert mich gerade an einen Gedanken, den ich unlängst im Jura beim Hängen an den Hängen der La Dôle hatte: Da dachte ich nämlich ans Dilemma, dass ich die Hängematte zum Sitzen gerne etwas tiefer habe (ca. 45cm ab Boden), zum Schlafen aber lieber etwas höher, was dann eigentlich recht gut mit der Gepäck-Hängematte zusammenpasst. Meine Antwort war dann: Man kann doch die Hängematte etwas mehr durchhängen lassen, bis es Zeit ist "ins Bett" zu gehen. – Ich hoffe, dass ich mich nächstes Mal noch daran erinnere!
Am nächsten Tag ging dann mein Gedanke noch einen Schritt weiter: Es ist nicht immer einfach, einen Platz zu finden, der sich genauso fürs Kochen und Essen eignet wie für die Nachtruhe. Ich denke fast, dass ich mich bei Mehrtageswanderungen tendenziell dahin entwickeln dürfte (ausser ein Platz ist wirklich für alles ideal), dass ich an einem schönen Ort koche und esse (vielleicht eher ohne die Hängematte dafür aufzubauen) und dann etwas später an einem anderen schönen Ort schlafe.* Dort kann ich die Hängematte dann bei Bedarf gleich von Anfang an etwas höher hängen und die Gepäck-Hängematte darunter installieren.
* Die räumliche Trennung von Kochen/Essen und Schlafen wäre im Bärengebiet ohnehin keine dumme Idee.
PS: Wenn die Gepäck-Hängematte aus Hängemattenstoff ist und über Schlaufen aus AmSteel verfügt, kann sie tagsüber auch als Hängesitz fungieren... ist unter Umständen schneller ausgepackt als die ganze Hängematte.

Sorry, da war einiges nochmals etwas off-topic. Aber vieles fliesst halt auch ineinander.
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Was habt Ihr denn alle gegen die Schnecken? Die beissen doch nicht, oder?
Ich habe mal auf einem Campingplatz meine verschwitzten T-Shirts, die ich am nächsten Tag waschen wollte, im Vorzelt im Gras liegen lassen. Am nächsten Morgen waren die voller Nacktschnecken und völlig verschleimt. Ein Glück, dass sie meine Schuhe nur aussen "befahren" haben.
Seither mag ich diese Tiere nicht mehr so gerne...

PS: Die T-Shirts habe ich danach etwa eine halbe Stunde lang am See mit Sand abgerieben, bis der Schleim einigermassen wieder weg war.
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Im Dorf gibt's meist einen Friedhof mit Leitungswasser.
Ja, natürlich, der Friedhof! – Den vergesse ich oft, bis ich ihn sehe... Danke für die Erinnerung!
Und danke für deine umfassende Einschätzung!
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Ich hänge meine Gepäck-Hängematte auch unter die Hängematte, allerdings bin ich damit auch nicht ganz glücklich, weil ich dann die Hängematte eher höher hängen muss, als ich das gerne würde. Weil ich es aber schön finde, alles in meiner Nähe zu wissen und bei Nacktschnecken-Alarm die Schuhe auch einfach mit in die Gepäck-Hängematte stellen kann, finde ich die Lösung nicht schlecht. – Fazit: Ich nehme sie manchmal mit und manchmal "vergesse" ich sie auch – mal mehr, mal weniger bewusst. Wenn ich sie mal eher weniger bewusst vergessen hatte, ging es auch immer irgendwie und nicht mal schlecht.
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Argon gab es früher auch als Hängemattenstoff, inzwischen nur noch als Quiltstoffe.
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Ich habe kürzlich tatsächlich einen dieser breiten Stoffe auf knapp 180cm Breite geschmälert, da mir die fast 190cm Breite auch zu viel sind. Ist immer noch breit, aber okay.
Die Seitenlinie ist für den Komfort wesentlich weniger wichtig als das Kopf- und das Fussende; da braucht man nicht so genau zu arbeiten, zumal man ja beim Säumen einiges korrigieren kann, wenn man will, finde ich.
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Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass du das Wasser im Jura problemlos trinken kannst
Das Problem ist ja. Es gibt dort oben kaum Oberflächenwasser. Ich weiss schlicht nicht, woher der Brunnen gespeist wird, welchen Weg das Wasser bereits gegangen ist. Deshalb zögere ich etwas, mich weiterhin an diesen Brunnen zu bedienen. Zumindest ungefiltert. Und chemische Inhaltsstoffe holt der Filter nicht raus.
In den Alpen trinke ich in der Regel auch direkt aus den Bächen, wenn oberhalb keine Kuhweiden sind. In den meisten Fällen ist das problemlos. In den Alpen gibt es auch reichlich Oberflächenwasser, da das Gestein dort kaum Wasser durchlässt (Granit, Gneis, etc., also alles Urgestein). Im Jura hingegen frisst sich das Wasser in Verbindung mit der Kohlensäure durch das Gestein. Der Jurakalk ist quasi durchlöchert wie ein Schwamm. Das Oberflächenwasser versickert fast alles praktisch direkt im Untergrund; es bleibt nur an der Oberfläche, was die Humusschicht zurückhalten kann.
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Ist schön geworden. Und wenn du angenehm liegst, umso besser. Ein voller Erfolg also. Und das gelbe Garn gefällt mir auch gut.
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Was ich mich schon ein paarmal gefragt habe, gerade wenn ich im Jura unterwegs war:
Da es sich um ein Kalkgebirge handelt, findet man kaum Oberflächenwasser. Und die meisten Brunnen in den Dörfern führen kein Trinkwasser. Die sind meist mit «Eau non potable» (kein Trinkwasser)* angeschrieben und das sollte man in der Schweiz ernst nehmen, weil hier sonst jeder Brunnen Trinkwasser ausspuckt. Der Hinweis «Eau non potable» muss zwar nicht zwingend heissen, dass das Wasser nicht bekömmlich ist. Es kann bedeuten, dass es von den Behörden kontrolliert und in der Folge nicht freigegeben worden ist. Es könnte aber auch bedeuten, dass keine Kontrollen gemacht werden und die Gemeinde deshalb kein Risiko eingehen will und deshalb das Schild anbringt.
* An manchen Brunnen ist auch noch ein Schild mit dem Hinweis, nicht im Brunnen zu schwimmen und dass die Gemeinde im Falle eines Unfalles keine Verantwortung übernehme.

Jetzt meine Frage: Wie weiss ich, aus welchen Gründen das Wasser kein Trinkwasser ist?
- nicht kontrolliert und deshalb nicht freigegeben? (möglicherweise problemlos trinkbar)
- (nicht) kontrolliert und möglicherweise mit Bakterien oder Protozoen verunreinigt? (ein Filter, Chlor oder Abkochen würden Abhilfe schaffen)
- (nicht) kontrolliert und womöglich mit Stoffen aus der Landwirtschaft kontaminiert (Dünger, Pflanzenschutzmittel, etc.)? (da nützen weder Filter, Chlor, noch Abkochen)
Ich habe solches Wasser auch schon gefiltert und getrunken (und anscheinend Glück gehabt). Aber inzwischen bedeutet dieser Hinweis für mich, dass ich bei solchen Brunnen besser verzichte. Irgendwelche Probleme will ich lieber nicht haben.
Was meint ihr dazu?
Die Trinkwasserproblematik ist eigentlich das einzige, was ich im Jura bisweilen etwas schwierig finde, weil man immer etwas in Sorge ist, wann und wo man wieder an sicheres Trinkwasser kommt.
PS: Natürlich kann man im Notfall auch irgendwo klingeln, falls man nicht gerade in der Pampa ist, wo es keine Höfe mehr gibt. Aber ich möchte mir das Klingeln ja nicht zur Gewohnheit machen, um an Trinkwasser zu kommen.
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Um Viren sicher aus dem Wasser filtern zu können, braucht es eine maximale Porengrösse von nur 0.02 Mikron. Das schafft von denen, die ich kenne, nur der MSR Guardian. Sawyer und Katadyn BeFree haben 0.1 Mikron, was aber eigentlich bis vor kurzem auch schon sehr fortschrittlich war.
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Ich habe kürzlich auch gestaunt: Habe mir eine Nussmischung gekauft und da steht 615 kcal/100g auf der Packung. Im Schnitt komme ich jeweils recht locker auf die 400 kcal/100g. Da haben auch ein paar getrocknete Feigen und Datteln Platz, die es "nur" auf rund 300 kcal/100g bringen. Die sind aber gut für die Verdauung. Dann noch ein paar Fertiggerichte, bei denen ich darauf achte, dass es möglichst keine Zusatzstoffe, die mit E ausgewiesen sind, drin hat. (Ich weiss, dass sich hinter dem einen oder anderen E etwas ganz Harmloses versteckt, allerdings kenne ich die Nummern nicht auswendig.) Gerne kehre ich unterwegs auch mal ein, wenn es sich anbietet. Und regionale Produkte sind auch immer willkommen. Ist meist eine Win-Win-Situation: Ich kann meine Vorräte schonen oder aufstocken, der Anbieter kann etwas verkaufen. Und nebenbei wird etwas geplaudert, man erfährt Wissenswertes über die Region oder bekommt Informationen zum aktuellen Wetter, etc.
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Letztlich haben wir zuviel Essen mitgeschleppt. Proviant für 3 Tage (also ca. 3x400g pro Person) reicht völlig aus.
Ich habe auch festgestellt, dass ich meistens zu viel Essen mitnehme. Ich rechne meistens mit 600g Trockengewicht (rund 400 kcal / 100g) pro Tag und Person. Da ich aber meistens zu viel dabei habe, kann es gut sein, dass auch weniger reichen. Vielleicht probiere ich es auch mal mit 400g pro Tag.
Als Kocher hatte ich den Trail-Design Cone mit Stormin-Kocher und 300 ml Spiritus mit, was sich als absolut ausreichend für 3 Personen erwiesen hat
Beim Konus von TrailDesigns rechne ich übrigens mit einem Faktor 30: 20ml Alkohol bringen rund 600ml Wasser (knapp) zum Sieden. (Anders ausgedrückt: 20ml Alkohol bringen 20 fl oz Wasser zum Sieden. Da sind die imperialen Maßangaben am Topf mal praktisch.)
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Mir bindet beispielsweise SilNet unverdünnt viel zu schnell ab. Da habe ich oft nicht mehr Zeit für eine Korrektur. Bei meinem neuesten Tarp habe ich die halbrunden Verstärkungen mit unverdünntem «Windshield & Glass Sealer» (Flowable Silicone) von Permatex® aufgeklebt und dann noch zusätzlich festgenäht. Das hat auch recht schnell abgebunden, aber ging gerade noch gut, da es doch ein Stück weniger dick als SilNet ist.
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Noch etwas zu den Giardien. Mit einer Grösse von 1-15 Mikron lassen die sich eigentlich recht leicht aus dem Wasser filtern. Etwas schwieriger ist es, sie 100% sicher durch Chlor abzutöten. Zumindest Wikipedia behauptet das aktuell. Deshalb auch die deutlich längere Einwirkzeit des Micropur (2h statt bloss 30min). Bei den beiden üblicherweise in Gewässern vorkommenden Giardien ist die Abtötung – so meine Vermutung aufgrund des Datenblattes von Micropur – problemlos möglich.
Ich habe einige Zeit das Wasser mit dem Sawyer mini gefiltert und dann noch zusätzlich mit Micropur Forte behandelt (wegen allfälliger Viren und um das Wasser auch haltbar zu machen) und in diesem Zusammenhang auch Antichlor benutzt. In letzter Zeit habe ich auf das Micropur verzichtet, weil es mir weniger sympathisch als ein Filter war und der Filter ja in unseren Breiten in der Regel auch tut, was nötig ist. Ich weiss noch nicht, wo ich in Zukunft landen werde.
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In den folgenden Beiträgen hat es auch filterspezifische Fragen drin:
Lässt sich das vielleicht irgendwie noch hierher schieben, DL1JPH? Ich finde, der Einstieg oben ist sonst etwas holperig.
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Falls man das Silnylon oder Silpoly abdichten möchte, würde ich keinesfalls SIlNet und dergleichen unverdünnt anwenden. Am besten geht man meiner Meinung nach vor wie in diesem Video gezeigt:
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