Beiträge von Waldläufer70

    Wobei ich zu Fuss auch eher einen strammen Schritt habe - wenn ich dann Leute dabei habe, die Wandern mit Spazieren verwechseln vergeht mir nach und nach auch die Freude

    Ich finde beides anstrengend: Leute, die bummeln, wie auch solche, die sehr sportlich unterwegs sind. Ich finde es immer hilfreich, wenn die Leute, die gemeinsam unterwegs sind, ein ähnliches Tempo, einen vergleichbaren Rhythmus haben. Allenfalls kann man auch Treffpunkte ausmachen und so unterschiedliche Bedürfnisse ausgleichen.

    Ein paar Bilder vom Wochenende im Neuenburger Jura (CH). Kaum zu glauben, wie schön und warm es die letzten Tage noch war...

      Mont Blanc leicht rechts im Hintergrund

      Abend- und Morgenstimmung

    Nebelmeer nach erster Übernachtung

    Zweite Übernachtung

    Wenn du einen Locked-Brummel-Spleiss machst, brauchst du fürs eingespleisste Ende den 42-fachen Durchmesser der Schnur (2*21 = 2 Fid-Längen). Die Schlaufe selbst muss aus einem Stück Schnur bestehen, das mindestens den 21-fachen Durchmesser der Schnur hat (1*21 = 1 Fid-Länge). Der verstellbare Spleiss einer Whoopie Sling braucht den 73,5-fachen Durchmesser der Schnur (3,5*21 = 3,5 Fid-Längen).

    Das die aus meiner Sicht wichtigsten Maße zum Spleissen.

    Ich würde den Faden offen lassen. Dann kannst du, @Walkinged, nach deiner Tour hier ein paar Bilder posten und deine Eindrücke zur Hängemattentauglichkeit posten. Einer ist immer der Erste.

    Ich habe das bei zwei Fernwanderwegen Schottlands so gemacht: Mit dem Zelt durchgewandert und mir immer die Frage gestellt: «Könnte man diesen Weg auch mit der Hängematte wandern?» (siehe Great Glen Way / East Highland Way)

    Ich frage dieses Mal nicht mehr, ob es sich um einen Parasolpilz handelt. Ganz offensichtlich ist es ein Federhauben-Pilz, ein Neomycet aus Nordamerika. Ich hoffe, du hast die Exemplare ausgerissen, die Stelle deutlich markiert und den Fund den Behörden gemeldet, am besten mit einer Gewebeprobe.

    #8

    Bis 2007 habe ich (jüngere) Leute mit Stöcken eher belächelt. Dann war ich in Frankreich zehn Tage auf der Via Podiensis unterwegs und hatte Schmerzen im linken Schienbein (die Franzosen haben sich darüber gestritten, ob ich eine Tendinite oder einen Périostite hätte). Mich hat diese Entzündung jedenfalls stark beim Wandern behindert. Eine nette Irin hat mir dann für einen Tag ihre Trekkingstöcke ausgeliehen. Seit 2010 habe ich selber welche und nutze sie sehr oft. 2014 war ich über 2'000km am Stück mit ihnen unterwegs. Inzwischen lasse ich sie zwischendurch auch mal weg. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie mir in der Ebene und im Aufstieg helfen (auch beim Queren von Hindernissen), beim Abstieg aber manchmal auch hinderlich sind. Wenn ich den hier genannten Tipp #5 beherzige, brauche ich sie bergab nur noch selten und halte sie oft einfach solange in einer Hand oder setze sie pro forma auf.

    PS: Wenn ich mit dem Zelt unterwegs bin, nutze ich sie nachts als Zeltstangen, was ich sehr praktisch finde.

    Ich bezweifle, dass man beim Ausrutschen an den Tip denkt bzw. die Zeit hat, das Gewicht bewusst zu verlagern. Entweder es geschieht intuitiv oder gar nicht.

    Mir ist es schon ein paarmal gelungen, seit ich mich darauf achte. Natürlich hatte ich mich da schon während des ganzen Abstiegs dazu ermahnt und war auch sehr präsent, so dass ein kleiner unachtsamer Moment mich nicht zu Fall gebracht hat. Wenn ich aber gedankenverloren die Landschaft geniesse (wie gerade dieses Wochenende immer wieder), bin ich immer in Gefahr, das Hauptgewicht auf die Fersen zu legen. Und dann kommt der erste Rutscher meistens überraschend schnell.

    #5 Im (steilen) Abstieg lohnt es sich, das Gewicht zügig von der Ferse auf den Fussballen zu bringen. Das hat mehrere Vorteile:

    • Die Belastung der Knie wird deutlich reduziert!
    • Der Fussballen hat eine grössere und breitere Auflagefläche und in der Regel das bessere Profil als die Fersenpartie der Schuhsohle. (Der hinterste Teil der Fersenpartie hat bei vielen Schuhen kein Profil!)
    • Wenn man auf dem Fussballen wegrutscht, kann man sich meist noch mit der Ferse auffangen. Wer mit der Ferse rutscht, landet in der Regel auf dem Hintern.

    Diesen Tipp möchte ich nach der Wanderung an diesem Wochenende noch einmal hervorheben:

    • Auf meiner Tour kürzlich im Tessin bin ich morgens unmittelbar nach dem Start in den zweiten Tag ausgerutscht und mit dem 15kg schweren Rucksack auf dem Rücken mit dem Gesäss auf eine Felsplatte gedonnert. Seither plagen mich Nackenschmerzen, die dank regelmässigen Übungen langsam besser werden. – Vielleicht hätte ich den Sturz vermeiden können, wenn ich konsequent die Fussballen belastet hätte.
    • An diesem Wochenende kamen ein paar steile Abstiege – teilweise mit losem Gestein – auf mich zu. Einige Male wäre ich um ein Haar ausgerutscht.

    Viele Leute machen es vielleicht automatisch richtig und bringen das Gewicht sehr zügig auf den Fussballen. Allen anderen, die das nicht automatisch tun (mich eingeschlossen), kann ich nur empfehlen, sich auf diesen Tipp zu achten. Selbst wenn man zu rutschen beginnt, kann man sich oft noch auffangen, wenn man dann blitzschnell den Druck auf den Fussballen bringt.

    Es gibt diverse Stoffe, die etwa 180cm bis sogar 190cm breit sind:

    Hexon W 1.6

    1.6 oz HyperD XL Diamond Ripstop Nylon

    Hammock Fairy, Furbrain oder Fagorian können dir noch weitere nennen. Die von mir genannten sind für einige schon etwas zu dehnbar.

    Die 330cm kommen von den 11' und das wären eigentlich 335cm. Also besser grad ordentlich lang. Ich selber rechne i.d.R. Körpergrösse mal 1,9.

    Für die Breite reicht in der Regel die halbe Länge aus, ausser du lässt die Hängematte sehr steil durchhängen und liegst sehr diagonal. Allenfalls kannst du noch etwas "Reservebreite" zugeben: Breite = Körpergrösse. Aber das ist i.d.R. schon fast zu viel des Guten.

    Ich kenne diesen Steig und den zu erwartenden Baumbestand nicht.

    Hier im Schweizer Mittelland (hier leben rund zwei Drittel der Bevölkerung auf etwa 30% der Landesfläche, der Rest ist deutlich gebirgiger) finde ich leichter zwei passende Bäume als einen Platz fürs Zelt. Naja, etwas vorsuchtiger ausgedückt: mindestens so leicht.

    Was mir erst unlängst aufgefallen ist: Während bei einer klassischen Gathered-End-Hängematte der Stoff primär in Längsrichtung belastet wird, wird er bei einer Brücken-Hängematte in erster Linie in Quer-Richtung belastet. Der Zug in Längsrichtung ist zwar sehr hoch, deutlich höher als bei einer Gathered-End, aber er wird praktisch komplett von den in die Seiten eingearbeiteten Bändern aufgenommen. Man hängt dann zwischen diesen Bändern – in gewisser Weise ähnlich wie in einer Querhängematte – und belastet den Stoff damit quer zur Hänge- respektive Liegerichtung.

    Ich würde deshalb in Zukunft darauf achten, dass der verwendete Stoff nicht nur in Längsrichtung (Kette), sondern ganz besonders auch in Querrichtung (Schuss) ausreichend stabil und – der eigenen Vorliebe entsprechend – nicht zu dehnbar ist.

    Also lieber kurz aufstehen, nachjustieren, und dann den Rest der Nacht Ruhe

    Auf jeden Fall! Habe ich in diesem Fall gemacht und dann sehr gut geschlafen! :)

    Nun weiss ich, dass ich bei meiner Brücken-Hängematte 1.0 eine horizontale Firstleine brauche. Ich habe am Morgen mithilfe des künstlichen Horizonts ein Foto von der Seite gemacht. :) Ein paarmal hatte ich das Fussende höher; das war keine gute Idee ~ in der Brücken-Hängematte...