barfuß, habe dir eine Nachricht geschrieben.
Beiträge von Waldläufer70
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Ich habe keine Erfahrung, weiss aber, dass bei Schlafsäcken (Grüezi Bag) und Bekleidung (Ortovox) auch Wolle eingesetzt wird.
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Ich habe das letzte Licht vor dem frühen Sonnenuntergang genutzt und wie oben bereits angedeutet noch ein paar Bilder vom Zusammenspiel zwischen Gepäckablagen und Tarp gemacht.
Zuerst aber ein Bild des Packbeutels:
Die weite Öffnung hat zu einem relativ kurzen doppelseitigen Packbeutel geführt. Die weite Öffnung hat den Vorteil, dass sich Hängematte und Aufhänge-Dreieck aus AmSteel leichter im Beutel versorgen lassen. Dazu angeregt hat mich Furbrain mit dem Packbeutel seiner Coconut. Auch meine Brücken-Hängematte sieht nun verpackt ein wenig wie eine Kokosnuss aus, auch wenn es sich bei der Farbe um Dark Olive und nicht um Braun handelt.
Gepäckablagen als Teil des Wetterschutzes
Nun aber zur Möglichkeit, die Gepäckablagen mittels einer an der Ridgeline befestigten Schlaufe nach oben abzuspannen:
In Richtung Kopfende sieht das nach oben abgespannt so aus:
In Richtung Fussende so:
Fussende von der Seite betrachtet:
Blick vom Kopfende her über die ganze Hängematte:
Und hier noch ein Foto davon, wie die Gepäckablagen im Zusammenspiel mit dem Tarp zusätzlich noch einen Teil der Funktion des Wetterschutzes übernehmen:
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Mal eine Frage zu den Kettenlinien (vorhanden oder geplant bei 3.0) - zwingt dich das nicht wieder in eine permanente Rückenlage, also ungünstig für Seitenschläfer ?
Das habe ich mir auch überlegt. Ich denke, es würde nur in der Bauchlage stören, und die funktioniert ohnehin höchstens in einer Querhängematte richtig gut.
Dort, wo sich das Kreuz befindet, liegt ja in Seitenlage in etwa die Taille, die – zumindest bei mir – noch etwas schmaler als das Becken ist. Ein erweiterter Support des Kreuzes müsste also auch für die Taille in Seitenlage in etwa am richtigen Ort liegen.
In Bezug auf die Knie gibt es in der Seitenlage zwei Möglichkeiten:
- Entweder ziehe ich die Beine etwas an. Dann kommen dort, wo sich in Rückenlage die Knie befanden, in etwa die Fussgelenke zu liegen. In diesem Fall besteht kein Problem.
- Oder aber ich drehe mich einfach zum Rand der Hängematte hin auf die Seite. Wenn ich so gestreckt dem Rand der Hängematte entlang liege, relativieren sich die Kurven in den Seitenrändern ein Stück weit. Ich spüre an den Knien nichts Unangenehmes.
Liege ich aber in der Mitte der Hängematte, so habe ich in Seitenlage aktuell etwas zu wenig Support unter der Taille. Diese fällt etwas zu sehr nach unten, was nicht optimal bequem ist. Auch deshalb würde ich bei Variante 3.0 den Support noch etwas in Richtung Taille / Kreuz ausdehnen und/oder einen etwas festeren Stoff verwenden.
Klingt das nachvollziehbar?
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Nachdem ich mir im Herbst vor zwei Jahren meine erste Brücken-Hängematte genäht hatte, war diesen Herbst mein zweites Exemplar an der Reihe.
Anpassungen des Stoffschnittes
Neben einem leichteren Stoff – ich habe dieses Mal das «1.6 oz HyperD Diamond Ripstop Nylon» von RBTR verwendet – habe ich die folgenden Parameter verändert:
- Die Länge der Liegefläche habe ich von 220cm auf 210 cm verkürzt.
- Die Tiefe der seitlichen Kettenlinien habe ich von 15cm auf 21 cm erhöht.
- Die Breite an der schmalsten Stelle ist dadurch von rund 100cm auf etwa 85 cm geschrumpft.
Davon habe ich mir versprochen, dass ich die Hängematte mit etwas mehr Durchhang würde aufhängen können, ohne etwas von der relativ flachen Liegeposition einzubüssen. Das hat geklappt. Allerdings würde ich mir wünschen, ich hätte einen etwas festeren Stoff verwendet. Der verwendete Stoff scheint in Querrichtung doch recht dehnbar zu sein. Und bei Brücken-Hängematten wird der Stoff in Querrichtung (Schussfäden) stärker belastet als in Längsrichtung (Kettfäden). Sicher hat das aber auch einiges mit Gewohnheit zu tun: Meine erste Brücken-Hängematte hatte ich ja aus dem doch recht festen Hexon 2.4 gefertigt.
Zusätzlicher Support des Körpers
Was ich bei der zweiten Brückenhängematte auch ausprobieren wollte:
- Ich wollte den tiefsten Punkt der Kettenlinie ein wenig zum Kopfende hin unter den Körperschwerpunkt verschieben, um den Support unter dem Kreuz etwas zu optimieren.
Aufgrund eines Blackouts bei der Herstellung ist der tiefste Punkt der Kettenlinie leider allzu weit in Richtung Kopfende gerutscht (im Bild rechts zu sehen).

Ich habe aus der Not eine Tugend gemacht und nutze den entstandenen Hügel nun einfach als Support unter den Knien, was sehr gut funktioniert.

Es funktioniert so gut, dass ich das bei einer allfälligen Brücken-Hängematte Nummer 3.0 sogar ganz gezielt wiederholen würde:
- Ich finde es sehr angenehm, wenn die Knie nicht überstreckt werden, sondern vielmehr ganz leicht angewinkelt bleiben.
- Zudem spüre ich in Rückenlage dank dem Support unter den Knien überhaupt keinen Druck auf den Fersen.
Ein bisschen weniger Support unter den Knien wäre aber auch ausreichend. Ich würde diesen also sicher nicht noch verstärken.
Bei Modell Nummer 3.0 würde ich vielleicht sogar die ursprüngliche Idee (Unterstützung des Kreuzes) mit dem «Zufallsprodukt» (Unterstützung der Knie) kombinieren:
Beide Veränderungen der Kettenlinie würde ich aber nur sehr dezent ausführen:
- Die Unterstützung des Kreuzes würde ich nur ganz leicht andeuten. Je näher an der schmalsten Stelle der Hängematte ich die Kurve anpasse, desto stärker wirkt sich eine Anpassung aus!
- Die Unterstützung unter den Knien würde ich eine Spur stärker als beim Kreuz ausführen, da diese sich wirklich sehr angenehm auswirkt und der Stoff dort auch bereits ein ganzes Stück breiter ist, so dass eine Anpassung der Kurve sich nicht ganz so stark bemerkbar macht.
Gepäckablagen
Eine weitere Anpassung, die ich bei Version 2.0 gemacht habe, betrifft die Gepäckablagen:
- Für den Übergang von der Hängematte zur eigentlichen Gepäckablage habe ich den Stoff verwendet, der von den seitlichen Kettenlinien übrig geblieben ist (Kurve zur Gepäckablage hin). Dadurch habe ich ein Gefälle von der Hängematte zur Gepäckablage hin geschaffen (siehe Bild unten). Es kann nichts mehr aus Versehen von der Ablage in die Hängematte rutschen.
- Die Gepäckablage selbst habe ich aus einem wasserdichten Stoff gefertigt. Mit der Möglichkeit, den Stoff in der Mitte ein Stück zur Ridgeline hin hochzuziehen, entsteht ein sehr guter Wetterschutz vom Kopf- wie auch vom Fussende her. (Fotos folgen später)
Fazit
Insgesamt bin ich mit der Hängematte insofern sehr zufrieden, als der Hängewinkel sich tatsächlich etwas vergrössert hat: Die Hängematte hängt etwas mehr durch als Version 1.0, was die wirkenden Kräfte etwas reduziert. Beim verwendeten Stoff setze ich vorerst noch ein kleines Fragezeichen. Vielleicht gewöhne ich mich aber noch daran. Der ungeplante Support unter den Knien ist eine gute Idee, die sich bestimmt weiterzuverfolgen lohnt.
Fotos
Hier ein paar Fotos von den ersten Nutzungen:
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Die Hauptaussage scheint mir die folgende zu sein:
»As shown in the chart, there was no clear “winning” stitch pattern. The good news is that all of our stitching passed within reason, meaning that it’s not the stitch pattern that matters, it’s the amount of stitching. As long as you sew the minimum inches required according to the stitch formula, your sewn loop will be strong enough for load bearing applications.«
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Du kannst dich auch hier mal informieren. Ich habe es selber nur rasch überflogen, sieht aber recht professionell aus:
https://www.sailrite.com/How-to-Sew-Webbing-Loops
Ich selber nähe in der Regel fünf separate Querriegel mit einem Zickzack-Stich (vernähen, dann jeweils zweimal vor und zurück und wieder vernähen), darüber zwei separate Längsriegel mit Zickzack-Stich nach dem gleichen Muster. Das ist mehr als es bräuchte. Aber sieht hübsch aus und hält bombenfest.
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Vielleicht kennt sich alasiesta damit aus?
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Da reicht doch schon ein Baum. Den zweiten und dritten kann man mit einem zum Boden abgespannten Trekkingstock simulieren. Wer mit drei Trekkingstöcken unterwegs ist, kann sogar ganz auf Bäume verzichten.

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Letzten Sonntag habe ich mir im Kino den zurzeit bei uns in der Schweiz eben angelaufenen Spielfilm «Bruno Manser – Die Stimme des Regenwaldes» angeschaut. Zwar war die Hängematte nie Thema, doch ich war sehr berührt von der Art und Weise, wie sich Manser ab 1984 den Penan im Regenwald Borneos angenähert und mit ihnen gelebt hat. Die Atmosphäre des Regenwaldes ist im Film sehr schön eingefangen. Der anschliessende Kampf für die Rechte der Penan angesichts der gigantischen Abholzung wurde ebenfalls sehr interessant gezeichnet. Insbesondere die eher ruhige Art und die sorgfältige Herangehensweise des Regisseurs haben mir gut gefallen. – Soweit mein Filmtipp. Bäume zum Hängen kamen im Film jedenfalls zur Genüge vor...
Gerade schaue ich mir auf YouTube ergänzend den Dokumentarfilm «Bruno Manser – Laki Penan» aus dem Jahr 2007 an. Dort erhält man über die Geschichte hinaus immer wieder Einblick in die wundervoll von Hand gestalteten Tagebücher des im Jahr 2000 verschollenen Schweizer Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten. Manser – so heisst es im Dokumentarfilm – habe nicht in den Hütten der Penan übernachtet, sondern habe sich jeweils zurückgezogen und die Hängematte gespannt. – Dank diesem Stichwort kommt ihr nun in den Genuss meines Filmtipps, der in dieser Form hoffentlich nicht zu politisch ist.
Eine Seite aus den Tagebüchern Bruno Mansers:
© Quelle
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Beim Topquilt ist es ja – meines Wissens nach – so, dass ein Quilt eine geschlossene Fussbox hat, während eine Decke/Blanket offen ist (deckenförmig) respektive zu einer Decke geöffnet werden kann (mittels Reissverschluss oder Druckknöpfen).
Beim Ding unter der Hängematte handelt es sich um eine Decke. Daraus ergibt sich, dass wir entweder ein Underblanket vorliegen (respektive unter der Hängematte hängen) haben, oder aber – als Gegenstück zum Topquilt – eben einen Underquilt, den man eigentlich auch Unterquilt nennen könnte, da "der Quilt" seit ich mich erinnern kann, im Duden vorkommt. Kurz: Underblanket und Underquilt sind letztlich das gleiche.
Der Isolationswert hängt von der Isolation (hochwertige Daune > Daune > Kunstfaser) und von der Dicke der Isolation ab.
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Wissen beflügelt, aber wenn es neu ist, kann es einen durchaus lähmen, bis man damit (auch praktisch) vertraut ist.
Willkommen im Forum!
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spricht doch aber eigentlich nichts gegen einen Ripstopsack, oder?
Unbeschichtetes Ripstop ist ja durchaus atmungsaktiv. Da sähe ich jetzt kein Problem, wenn die Daunensachen vor dem losen Verpacken einige Zeit offen in der Wohnung ausgelüftet worden sind. Oder meinst du vielleicht beschichtetes Ripstop?
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[...] Bei einer Brückenhängematte könntest du die 4 Ecken der Spreizstäbe nutzen, aber bei einer GE-Hängematte wäre das schwieriger [...]
Naphtet: Richtig, du könntest am Rucksack quasi ein Aufhänge-Dreieck befestigen, sprich: zwei gleich lange Leinen, die von den Ecken oder Seiten (Kompressionsriemen des Rucksacks) zum Kopf- und Fussende der Hängematte gehen. Je länger das Dreieck – im Falle einer GE-Hängematte wäre es sehr lang – desto stabiler hängt der Rucksack. Probiert habe ich es nicht, aber das müsste eigentlich funktionieren.
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Vielen Dank für deinen Bericht. Sehr inspirierend!
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Du kannst dir zwei kurze Stücke Karbonrohr besorgen und ein etwa 10cm langes Stück des nächstdünneren Rohres zur Hälfte einkleben. Dann kannst du die Rohre zusammenstecken. Auf der einen Seite leimst du eine Metallspitze ein, auf der anderen ein Gewinde für die Tischplatte. Jedenfalls würde ich das so machen.
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Ich ging von Terpentinersatz aus. Hier hatten wir das mal diskutiert.
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The Outdoors Station hat dazu auch ein sehr gutes Video. Wird zuhause ergänzt...
Ach so, das ist ja bereits das Video, das ich meinte...

Meiner Meinung nach das beste / klarste Video zum Thema (von denen, die ich bisher gesehen habe).
Was im Video gesagt wird, lässt sich auch auf das Silikon aus dem Baumarkt übertragen. Die Lösung soll dünn genug sein, dass sie in die Nähte einzieht, aber doch dickflüssig genug, dass sie nicht über das Silnylon (oder Silpolyester) herunterfliesst.
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Ken Click (YouTube) nimmt zum Campen mit der Hängematte jeweils eine alte US-Autonummer mit, die er - wenn ich das richtig in Erinnerung habe - auf ein Stativ schraubt. Sicher könnte man auch eine zerlegbare Karbonstange mit Metallspitze verwenden, die man in den Boden steckt.
Ken hat auf seinem Tischchen mit Tischtuch jeweils die wundervollsten Gerichte gezaubert.