Beiträge von Waldläufer70

    Vielleicht meinte NochSoEiner diesen Post:

    Whipping-Methoden

    (Das dritte Bild würde ich nicht beachten, da ich mit dem Warbonnet Whipping bisher anscheinend noch nicht klar komme. Bei mir führt jenes nicht zu reproduzierbaren Ergebnissen.)

    Den Einschlag-Umschlag für den Tunnelzug kannst du deutlich schmaler gestalten: rund 1.5cm Einschlag, dann je nach gewünschter Whipping-Methode 3cm bis 6cm für den Tunnelzug.

    Die Hängematte aus Hexon W 1.7, die du direkt bei Dutch bestellen kannst (Link oben), wäre vielleicht auch eine Überlegung wert. Dutch macht die dir auf Wunsch exakt so lang, wie du sie wünschst. Die Hängematte selbst ist wirklich sehr günstig ($30), nur das Porto (und eventuell der Zoll) kosten einiges zusätzlich. Im Betrag von $30 eingeschlossen ist auch lediglich der fertig genähte Stoff; die Schlaufen und Aufhängung käme bei Bedarf noch dazu. In die Schweiz könnte ich mir die fertig genähte Hängematte samt Porto zollfrei schicken lassen. Bei Litauen können die Zollberechnungen allerdings anders aussehen.

    Was ich gerade verstanden habe, Sooki ist nur ein Underquilt und man braucht trotzdem eine separate Hängematte.

    Korrekt? :)

    Ja, das ist richtig. Falls du deine Hängematte auch mal waschen möchtest, dann halte ich es nicht für besonders schlau, die Isolation direkt an der Hängematte fest anzubringen. Ich finde es besser, wenn man beides separat waschen kann, wenn es mal nötig werden sollte.

    Nur kurz:

    Aus meiner Sicht funktioniert der Faktor 1.9 mit eher festen Stoffen besser als mit sehr elastischen. Ich habe inzwischen zwei Hängematten, die sogar rund doppelt so lang sind wie ich. Eine ist aus dem Hammock-Nylon von Extremtextil: Die habe ich etwa 370cm lang gemacht. Die andere ist eine aus Hexon W 1.7 von Dutch (ca. 367cm lang). Ich habe mir die von DutchWare gleich 12' lang machen lassen, was sehr günstig war! Das sind eigentlich meine bequemsten Hängematten. Die erste ist nur etwa 146cm breit, die andere von Dutch rund 172cm breit. Die zusätzliche Breite ist nicht zwingend nötig, verschafft aber einfach einen sehr angenehmen zusätzlichen Raum, um sich auch mal auf die Seite zu drehen, ohne mit Füssen oder Kopf von der Hängematte zu rutschen. Ich könnte mir aber denken, dass für deine Grösse 150cm Breite schon recht knapp bemessen sind. Ich bin etwa 184cm gross.

    Wenn man feste Stoffe mag, finde ich, kann man auch gut bis zum Faktor 2.0 gehen. Bei eher elastischen Stoffen, kommt es aufgrund der Länge unter Umständen dann auch wieder zu einem eher unangenehmen Badewannen-Effekt. Bei deinem Gewicht – so meine Vermutung – kommen für dich aber allzu dehnbare Stoffe ohnehin nicht unbedingt in Frage.

    Deine Isolation würde ich mit der längeren Hängematte einfach mal ausprobieren. Du kannst die Stretch-Bänder ja verlängern, allenfalls am Fussende etwas mehr als am Kopfende.

    Mein Gedanke ging dahin, dass das Tarp zur Mitte hin auf beiden Seiten in eine stumpfwinklige Spitze ausläuft, die man mit Gummiseilen zum Boden hin abspannen könnte. Das würde zudem die exponierten Seiten der Hängematte schützen. Bei ruhigem Wetter könnte man die Flügel allenfalls nach innen zum First hin hochfalten.

    Dummerweise könnte man in eine so "fixierte" Hängematte nur schwer einsteigen, ohne das Tarp aus den Verankerungen bei den Stäben zu reissen...

    Ich hatte mir schon überlegt, ein Tarp zu nähen, das man in Verlängerungen der Spreizstäbe aus dünnem, elastischem Material einhängen kann. Dann müsste man das Tarp nicht einmal mehr zum Boden hin abspannen. Ich hätte nur die Befürchtung, dass es einen dann dank dem «Segel» bei heftigem Sturm ziemlich verschaukeln oder sogar ausleeren könnte.

    Das überrascht mich jetzt so ein wenig, weil das WB Cloudburst ist ja nur 11ft lang, dachte ein 12ft Hextarp sollte dann erst recht reichen? Oder ist das wegen der Formgebung? Das Cloudburst ist ja rechteckig... Meine Sorge war eigentlich eher die fehlenden pull outs.

    Ja, das hängt mit der Form zusammen. Ich habe da anfangs Oktober aber auch ganz bewusst eine sehr nasse Nacht in Kauf genommen, weil ich wandern und die neue Brücken-Hängematte unbedingt ausprobieren wollte, und einfach gehofft, dass es nicht allzu schräg regnen wird. Ich wurde trotzdem ein klein wenig feucht im Gesicht, das Moskitonetz hat aber einiges aufgefangen. Der dichte Nebel, der da bisweilen herrschte, hat allerdings ohnehin alles ein wenig feucht werden lassen; denn der hat sich horizontal bewegt.

    So sah es am nächsten Morgen aus. Man kann erahnen, wo der Wind das Tarp auf die Enden der Spreizstäbe gedrückt hat:

     

    Ich denke, dass die Spreizstäbe selbst mit den Pull-outs das Tarp ein wenig berühren könnten. Du könntest aber grosse Schrumpfschläuche oder ein Stück eines alten Fahrradschlauches über die Endstücke der Koma schieben und auf der Innenseite am passenden Ort ein Loch für den Spreizstab rein machen, um das Tarp zu schonen.

    Oder hat die Koma nicht sogar abgerundete Endkappen? – Dann würde ich mir tatsächlich keine Sorgen machen. Ich habe die Stäbe von Dutch: Die haben etwas gebrochene Kanten und selbst da hatte ich bisher nicht den Eindruck, dass es dem Tarp schadet. Ich würde dann aber auf alle Fälle etwas Gummiseil in die Tarp-Abspannung integrieren, damit dieses immer schön nachgeben kann.

    Ich habe bisher immer mein 12'-Hex-Tarp genutzt, weil ich kein grösseres habe. Meine Erfahrung: Wenn der Wind nur leicht von der Stirn- oder Fussseite kommt, kann es passieren, dass du feucht oder sogar nass wirst. Kommt der Regen von oben, so reicht es gut aus. Ich könnte mir denken, dass Türen etwas mehr Schutz bieten, auch wenn man diese natürlich nur soweit schliessen kann, wie es das Aufhänge-Dreieck zulässt.

    Die sieht ja echt super aus! Ich finde, sie ist dir sehr gut gelungen! – Zumindest aus der gegebenen Distanz sieht die absolut professionell aus.

    Die 708g finde ich jetzt für eine integrierte Hängematte auch nicht so schwer. Ich käme da bestimmt nicht leichter weg. Meine Brücken-Hängematten sind mit den Spreizstäben und ohne Netz noch ein Stück schwerer.

    sowie die typischen Anfängerfehler (wie Unterspule) leer, wenn man gerade im Flow ist...

    Wie würdest du denn diesen Fehler vermeiden wollen? – Mir passiert das auch immer. Sonst müsste ich ja nach einiger Zeit ständig den Unterfaden ausfädeln, die Spule herausnehmen und schauen, ob noch genug Faden drauf ist.

    Ich nähe meine Unterfadenspulen immer leer und dann geht es weiter.

    Wenn ich richtig informiert bin, machen das die Profis auch nicht anders. Die achten einfach peinlich genau darauf, dass die Nadel im Überlappungsbereich exakt die gleichen Löcher erwischt. Der Faden ist dann in einem kleinen Bereich doppelt geführt, aber mit den identischen Stichen.

    ... vielleicht, weil Eichen dafür bekannt sind ihre Äste bei anhaltender Trockenheit spontan abzuwerfen

    Ich hatte mich auch gewundert, wo wir hier im Forum die Rinde der Eichen jeweils als besonders robust eingestuft hatten.

    Deine Erklärung, Furbrain, ergibt absolut Sinn, geht es ja nicht nur um den Schutz der Bäume, sondern auch um den Schutz der Menschen, die sie nutzen!

    EDIT: Bei Buchen scheint mir das bei anhaltender Trockenheit auch gelegentlich zu passieren. Ich sehe bei Buchen jedenfalls oft Zweige und auch dünnere Äste irgendwo im Baum hängen.

    Dies könnte man Notfalls mit erneuter Klebung und zusätzlichen Nähten wieder instandsetzen. Hoffe ich. 😉

    Ich habe ja die Verstärkungen bei meinem Tarp mit SilNet angeklebt. Damit sich ganz bestimmt nichts wieder löst (ich wollte dem SilNet mal keine Vorschusslorbeeren zukommen lassen), habe ich die Ränder noch mit SilNet versiegelt und zudem prophylaktisch eine sekundäre Naht angebracht. – So betrachtet würde ich es an deiner Stelle wohl auch mal mit Kleben versuchen und die Verklebungen einfach regelmässig begutachten. Eine Naht ist dann schnell gesetzt, wenn etwas nicht optimal halten sollte.

    Ich habe heute auf einem Mountainbike-Ausflug meine erste Dutch-Hängematte (aus dem Hexon Wide 1.7) getestet. Ich habe sie mir 12' lang machen lassen. Die liegt sich sehr angenehm. Eingekuschelt in die Quilts war mir wunderbar warm.

     

     

    PS: Die Hängematte ist auch wirklich 12' (366cm) lang, eher sogar noch eine Spur länger!