Beiträge von DL1JPH

    Wie so oft, die Menge macht das Gift... Leider ist Zucker für die Lebensmittelindustrie zu einer praktisch unverzichtbaren Zutat geworden. Menschen sind nunmal aufgrund unserer evolutionären Vergangenheit darauf programmiert, ein Verlangen nach leicht verarbeitbare Kalorien und somit vor Allem Zucker zu haben. Früher war das sinnvoll, da die einzige weithin verfügbare Zuckerquelle mühsam angebaute oder gesammelte Früchte waren, die den ohnehin bestenfalls gerade ausgeglichenen Kalorienhaushalt aufbessern konnten. Heute ist das (bekanntermaßen) anders - Zucker ist in praktisch allen verarbeiteten Lebensmitteln enthalten und selbige Lebensmittel stehen uns jederzeit in nahezu unbegrenzter Menge zur Verfügung. Da diese Situation (im genetischen Sinne) noch recht neu ist muss eben der Verstand unser Handeln - gegen die genetische Veranlagung - bestimmen. Dabei spielt es keine Rolle, welche der kurzkettigen Zucker zugesetzt werden - Entgegenstehende Implikationen sind erwiesenermaßen irreführend, auch wenn sie von skrupellosen Marketing-Abteilungen der Lebensmittelindustrie (und das schließt an der Stelle auch Demeter und co. ein!) auch bei angeblich gesünderen Bio-Produkten immer wieder verwendet werden... Auch wenn diese Marketing-Leute niemals auf die Idee kämen das direkt zu behaupten, da das tatsächlich nachweisbar eine Lüge und damit explizit verboten wäre.

    Solange man es nicht übertreibt ist das alles natürlich kein Problem...

    Erstmal: Wow. Das gab ja 'ne ordentliche Reaktion...

    Dann: Bitte wieder Back to Topic. Hier geht's nicht um fragwürdige Lacke, China-Billigtextilien oder andere bekanntermaßen nicht gesundheitsfördernde Materialien, sondern um die (ewige?) Kontroverse über Aluminium.

    So, damit vielleicht ein paar Kommentare meinerseits zum geschriebenen...

    [USER="14"]Mittagsfrost[/USER], ich vermute dass das daran liegt, dass bei Küchenutensilien spezifisch Stähle eingesetzt werden, die neben einer geringen Korrosionsempfindlichkeit auch eine verhältnismäßig gute Wärmeleitfähigkeit haben. [USER="21"]Konradsky[/USER]'s Beobachtungen habe ich in ähnlicher Weise auch schon gemacht.

    Bzgl. Korrelation / Kausation und der Verlässlichkeit von Studien: Seriöse Studien deklarieren ihre Finanziers und eventuelle Interessenkonflikte. Daraus und aus der verwendeten Methodik kann man meistens schon ganz gut erkennen, wo die Probleme sind. Letztendlich kann man keiner einzelnen Studie vertrauen - Erst wenn man die Ergebnisse mehrerer Studien vergleicht kann man ein halbwegs brauchbares Bild bekommen. Wenn also mehrere methodisch saubere Studien eine Korrelation zeigen ist das ein Indiz, aber kein Beweis für eine Kausation. Erst wenn man einen nachvollziehbaren Mechanismus hat, der die Korrelation erklärt, kann man sinnvollerweise von Kausation sprechen. Davon sind wir bei Aluminium aber noch sehr weit entfernt - Die Datenlage für die Korrelation an sich ist schon nicht so toll (Korreliert die Aluminiummenge im Gehirn mit Alzheimererkrankungen, Alzheimererkrankungen mit der Aluminiummenge im Gehirn, oder gibt es einen dritten Faktor, mit dem beide korrelieren?) und von einem plausiblen - geschweige denn nachvollziehbaren - Mechanismus habe ich bisher auch noch nichts gehört.

    Was den 'Akte Aluminium'-Film betrifft: Das ist leider ein gutes Beispiel, wie aus Sensationsgier seitens der Medien eine Mücke zum Elefanten gemacht werden kann. Im Grunde sagt der Film nur 'wir wissen es nicht', was auch stimmt, aber ein unvorsichtiger Zuschauer bekommt leider ein vollkommen anderes Bild vermittelt...

    Zuerst mal zum Thema "eigene Einschätzung": Leider sind Menschen erwiesenermaßen sehr schlecht darin, statistische Zusammenhänge zu erfassen. Wir sehen oft Zusammenhänge, wo es keine gibt (Korelation impliziert nicht Kausation) und übersehen an anderer Stelle oft Informationen, wenn sie nicht in unser Weltbild passen (Confirmation Bias / Cognitive Dissonance). Daher traue ich mir selbst nur ungern...

    Was die Materialwahl betrifft: Ich verwende für Kochgeschirr gerne Stahl, da er robust ist und gleichzeitig eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit hat. Bei Alu muss man zu sehr nachdenken, was man 'reintut. Für den Deckel ist mir das aber herzlich egal, da er bis auf eventuelle Spritzer ohnehin nur Kontakt mit Wasser hat. Titan ist mir wegen der schlechten Wärmeleitung unsympathisch.

    Hm... Eine Korrelation belegt noch lange keine Kausation... Fakt ist, dass es laut des von dir verlinkten Artikels eine Studie gibt, die nahelegt, dass das Ferritin im menschlichen Körper auch andere Metallionen bindet. Das war lange nicht bekannt und muss in neuerer Forschung berücksichtigt werden. Fakt ist aber auch, dass in der medizinischen Fachliteratur ein wahrscheinlicher Zusammenhang zwischen normaler (geringer) Aluminiumexposition durch Kochgeschirr u. Ä. und Alzheimer verneint wird und dass die Symptomatik einer tatsächlichen Aluminiumvergiftung sehr anders aussieht als Alzheimer. Sicher ist es keine gute Idee, sich größere Mengen an Metallsalzen in die Nahrung zu mischen, das war schon lange bekannt. Von einem Aludeckel würde ich eher nicht erwarten, dass sich größere Mengen an Metallsalzen lösen, vor Allem da Aluminiumoxyd praktisch nicht löslich ist.

    Ganz ehrlich, einige der Liganden in Edelstahl sind wahrscheinlich schlimmer als Aluminium.

    Die wichtigste Überlegung dürfte wohl sein, was man von dem Kit eigentlich will... Ein militärisches Notfallkit wird vollkommen anders aussehen als das EH-Kit eines medizinischen Laien, das wiederum wohl relativ wenig mit dem EH-Kit eines Arztes gemeinsam haben dürfte. Das Kit muss zum Einsatzzweck und dem eigenen Können passen, sonst macht es keinen Sinn.

    Ich persönlich habe je nach Situation bis zu drei EH-Kits zur Verfügung: Ein großes im Auto, ein kleineres aber immer noch gut bestücktes im Rucksack und ein minimalistisches am Mann. Bei Tagestouren in normalem (nicht sehr abgelegenen) Gelände habe ich beispielsweise oft nicht den großen Wanderrucksack dabei und damit nur das Mini-Kit. Bei längeren Wanderungen kommt dann der große Rucksack und das darin verstaute Kit mit.

    Das Mini-Kit enthält gerade genug Material, um eine größere Wunde lange genug im Griff zu halten, sodass ich (oder jemand, der es nutzt, wenn ich das nicht mehr kann) entsprechend weiterführende Maßnahmen veranlassen kann. Es enthält sterile Kochsalzlösung als Wundspülung, zwei elastische Binden, ES-Kompressen, Steristrips, ein Dreieckstuch und ein paar Pflaster. Das Multitool (ebenfalls immer am Mann) kann zur Entfernung von Dornen (oder Zecken) verwendet werden.

    Das Rucksack-Kit basiert auf dem DIN-Verbandkasten und ist für mich ausreichend, wenn medizinische Hilfe u. U. mehrere Stunden entfernt ist. Es enthält zusätzlich auch Medikamente, die mir im Notfall weiterhelfen können, sowie einen Samsplint und ein SWAT-T (Ein Elastikband, das als Druckverband oder Tourniquet angelegt werden kann).

    Das Kit im Auto ist auch dazu geeignet, anderen zu helfen - Es enthält also vor Allem wesentlich mehr Material als für eine Person benötigt würde. Der vorgeschriebene DIN-Verbandkasten befindet sich zusätzlich dazu im Fahrzeug.

    Ach so: Das beste EH-Kit bringt nichts, wenn es am Boden des Rucksacks ist... Es sollte entweder in einer Außentasche oder ganz oben im Hauptfach sein. Woher ich das Weiß? Ratet mal... :angel:

    Nachdem ich ja einen älteren Bruder dieser Hängematte habe kann ich deine Erfahrungen so bestätigen - Die plastische Dehnung fällt bei meinen etwas über 100kg und längerer Benutzung allerdings deutlich stärker aus, dafür ist die elastische Dehnung nach den ersten paar Nächten praktisch null. Die Hängematte ist so wie sie ist eigentlich sehr angenehm. Die Matte hatte ursprünglich 298cm - Jetzt habe ich sie mit 313cm, also einer plastischen Dehnung von 15cm oder ca. 5% gemessen.

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    Das weiß ich nicht... Ich habe auf meiner Tastatur (en_US) auch kein ß, aber ein Programm (Autokey, Linux), das aus einer Tastenfolge (q$ss, das q$ ist eine Taste auf meiner Tastatur - also insgesamt drei Tasten nacheinander) das entsprechende Zeichen generiert. Sowas gibt es sicher auch für andere Systeme.

    Normalerweise rechnet man mit etwa 83% der Hängemattenlänge für die Ridgeline. Der Ständer müsste das, plus die Aufhängung, aufnehmen können. Die Hängematte selbst hängt natürlich im 30°-Winkel, wobei du je nach Gestell damit rechnen musst, dass du erheblich Spielraum hast. Bei meinem "Urlaubs-Gestell" (Stahlrohr) muss ich dir Hängematte praktisch straff spannen, damit ich hinterher auf einen 40°-Winkel komme.

    Auch von mir ein herzliches Danke an alle, die dieses Treffen zu dem gemacht haben, was es war: Ein geniales Wochenende, das viel zu schnell vorbei war. Ein besonderer Dank gehört natürlich [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER], der das Ganze organisiert hat und zusammen mit [USER="46"]TreeGirl[/USER] dafür gesorgt hat, dass eine beinahe unüberschaubare Menge an Hängematten vor Ort waren. Weil ich keine langen Reden mag (und sowieso mindestens die Hälfte vergessen würde) sage ich in dem Sinne einfach nur: Leute, ihr seid klasse. Alle. Nach solchen Treffen weiß ich wieder, warum ich dieses Forum so mag. :give_rose:

    Danke.

    Das mit der Länge hat [USER="153"]Waldläufer70[/USER] ja schon geschrieben... Ich würde dir auch die TttM Double (oder Kingsize, wenn du das möchtest) empfehlen. Die ist nicht optimal, aber gut und günstig. Ansonsten wirst du wohl bei kleineren Herstellern - hauptsächlich aus den USA - landen. Das kostet dann aber richtig Geld (wenn es auch gut investiert wäre!), das muss ja für den ersten Versuch nicht unbedingt sein.

    Hm... Ich bin mir ja nicht sicher, ob ich das witzig oder einfach unsinnig finde... Andererseits fliege ich auch nie, daher weiß ich natürlich nicht, wie schlecht die Sitze wirklich sind.

    PS: Weitere Antworten werden sich wegen des Treffens wohl etwas verzögern.

    So, dann schreib' ich auch mal meine persönliche Meinung dazu:

    Ich mag die Kommentarfunktion eigentlich ganz gerne, da man so Anmerkungen zu Posts schreiben kann ohne gleich einen kompletten Thread ins OT ziehen zu müssen. Diesen Effekt (und mangel desselben in anderen Foren) habe ich hier schon öfter gesehen. So bleibt einiges stehen, was anderenfalls als OT verschoben oder gelöscht werden müsste, obwohl es interessant wäre. Beiträge zum Thema sollten natürlich wie immer in normale Posts, ggf. mit Verwendung der Zitat-Funktion.