Beiträge von echinotrix

    Hallo nochmal,

    ich glaube, jetzt kommt meine letzte Frage: wie sind denn bei Euren 335 cm Tarps die Tie-Outs an den Flächen positioniert? Also wie weit nach innen (gemessen vom Ende der Ridgeline) und wie weit nach unten (auch gemessen von der Ridgeline aus).

    Danke, Roland

    Ich finde das auch interessant, physikalisch und psychologisch. Die Tatsache, dass man schnell ist mit einer Einschätzung ist ("Eine strukturelle Ridgeline macht ein gleichbleibendes Hängemattengefühl"), ist allzu menschlich.

    Ich denke, ich werde dann beim anstehenden Tarp-Projekt mal versuchen, Warbonnet zu kopieren. Welches Schrägband für die Ridgeline verwendet werden könnte wurde ja schon in einem anderen Thread diskutiert - ich werde die Ridgeline wohl wie von [USER="17"]dendronaut[/USER] empfohlen mit dem Polyester-Schrägband von Prym anfertigen.

    Zwei Fragen stellen sich mir noch:

    1.) Auf den Fotos kann ich leider nicht genau erkennen, wie die Ridgeline genäht wurde. Steht die nach oben hoch, oder ist das Band flach aufgenäht? In einem Thread auf hammockforums.net wurde vogeschlagen, die Ridgeline wie in der Nr. 2 oben in dieser Grafik dargestellt auszufertigen, also als französische Naht mit Schrägband als Einfassung. Ist das der Warbonnet-Way? Könnt ihr das an Euren Tarps erkennen?
    2.) Sind die Nähte der Tie-Outs an den Flächen versiegelt? Wenn ja, dann müsste das Silikon ja auf der Aussenseite aufgebracht worden sein, da ja an der Innenseite das Band angenäht ist. Oder meint ihr, dass eine Nahtversiegelung aufgrund des Bandes nicht notwendig ist (warum auch immer - Kapillarkräft, die das Wasser im Band zurückhalten und daurch das Tropfen verhindern, oder sowas)?


    Vielen Dank,

    Roland

    Hallo zusammen,

    nachdem ich schon geraume Zeit mit der Beseitigung des nervigen Calf-Ridges beschäftigt bin, frag mal nach Euren Erfahrungen dazu. Vielleicht hilft das ja.

    Nachdem ich im Sommer meine ersten Campingnächte in einer TTTM Double ohne rtructural ridgeline verbracht habe und nie auf eine nervige, harte Falte im Bereich der Knie und Waden aufmerksam geworden bin, habe ich mir bei den ersten Gehversuchen mit der Nähmaschinen natürlich auch gleich eine HM gemacht, aus ultraleichten 45 g/m^2 kalandriertem Rip-Stop. Und da war er plötzlich, der/die/das Calf-Ridge, und drückte erbarmungslos auf meine Beine. Erst hat er mich wieder zurück in die deutlich robustere TTTM Double getrieben, da das Studium der Posts hammockforum.net die Vermutung nahe legte, dass es am großen Stretch des dünnen Rip-Stops liegen kann (danke hier u.a. auch an [USER="46"]TreeGirl[/USER], die hier sehr fleissig Ihre wertvollen Tips und Erfahrungen kundtut). Als es nun plötzlich auch in dieser HM ordentlich drückte, hab ich unendlich lang mit der Aufhängung rumgespielt, mir eine 2x1.4 oz/yd^2 double-Layer geschneidert, die Höhe des Fußendes der HM variiert und viele verschiedene Liegepositionen ausprobiert. Ich werd das nervige Drücken einfach nicht los.

    Hier also meoine Fragen:

    1.) Bin ich vielleicht einfach zu empfindlich. (sollte hier jemand eine Auskunft dazu geben können, würde es mich sehr wundern ;) )
    2.) Kann es sein, dass eine strukturelle Ridgeline nicht wie erhofft dazu führt, dass jeder Hang gleich ist. Ich habe den starken Eindruck, dass der Calf-Ridge zunimmt, wenn ich sehr flach abspanne.
    3.) Kann es sein, dass der Underquilt den Calf-Ridge verstärkt, insebsondere wenn er sehr straff gespannt ist?

    Bitte, schreibt mir Eure Erfahrungen zum Calf-Ridge und allgemein zu Eurer Lernkurve was die Aufhängung angeht (nicht Material, sondern Winkel, Längen etc.). Ich würde nur ungern auf eine Bridge wechseln. Auch wenn's den [USER="17"]dendronaut[/USER] freuen würde (keine Angst, ich kauf auf jeden Fall mal noch eine bei Dir, aber momentan ist kein Geld da. Und ausserdem hat mich jetzt hier der Ehrgeiz gepackt, ich will das hinkriegen mit der Gathered end).

    Vielen Dank für Eure Hilfe!

    Roland

    Bei einem Vorhaben wie dem PCT würde ich wahrscheinlich abschnitssweise wechseln, sofern die Checkpoints es ermöglichen. Ist halt ein rodentlicher logistischer Aufwand und geht wahrscheinlich auch ins Geld mit der Zeit, die Rumschickerei. Da kann uns dann [USER="16"]Bauerbyter[/USER] übernächstes Jahr davon berichten ;)

    Zitat von Konradsky

    P.S. der Typ vom Hammocktent hat ja den PCT mit der Ergo gemacht und angeblich nur 2 Nächte keinen Baum gehabt.

    Ich köönte mir auch vorstellen, dass das schon geht. Man muss halt wahrscheinlich bereit sein, in bestimmten Gegenden auch mal 2 Stunden Umweg zu laufen, um eine dann gerade mal so passende Aufhängemöglichkeit zu finden. In den Bergen könnte man sich überlegen, ob man z.B. zwei Friends mitnimmt. Vielleicht kann man damit noch ein paar Nächte retten rausschinden.

    Zitat von TreeGirl

    Die Ridgeline ist mit einem "French Seam" gesäumt

    Der French Seam heisst auf deutsch französische Naht.

    Zitat von TreeGirl

    Die 4 Tie-Outs für die Boden-Abspannleinen bestehen wohl aus 25mm Einfassband in das Nylon-Triangles eingenäht sind.

    Sind die Bänder der Tie-Outs zwischen die Verstärkungsdreiecke und das Tarpmaterial eingenäht? Wenn ja, dann vermute ich, dass die Verstärkungen nach der Anfertigung des Rollsaums drübergenäht wurden, oder? Oder liegen die (die Bänder) oben drauf und die Verstärkungen sind mit in den Rollsaum reingerollt? Wie ist die nicht am Rand des Tarp liegende (innere) Seite der Verstärkungen gemacht? Eingeschlagen oder heiss geschnitten und unversäubert?

    Zitat von Konradsky

    Bei dem Stoff von Dutch habe ich keine Nähte dichten müssen. Keine Ahnung warum.
    Es ist dicht.

    Ich hab manchmal eh den Eindruck, dass das Abdichten eh nur dann eine Rolle Spielt, wenn's wirklich mal über lange, lange Zeit richtig schüttet. Mit meinem ersten Tarp hab ich vor der Nahtabdichtung eine Regennacht verbracht, ohne dass auch nur ein bisschen Wasser durch die doppelte Kappnaht am First gekommen ist. War furztrocken am nächsten Morgen. Allerdings hab ich auch das Corespungarn von ExTex genommen, der hat vielleicht auch mitgeholfen.

    Danke schonmal für Eure schnelle Rückmeldung, [USER="46"]TreeGirl[/USER] und [USER][/USER]

    Zitat von TreeGirl

    Mit dieser Frage habe ich mich anfangs intensiv auseinander gesetzt.


    Interessant. Ich bin erst im letzten Jahr meine ersten mehrtägigen Touren überhaupt gegangen, und hab mich in erster Linie aus Kostengründen für die HM entschieden. Ich bin also noch ganz am Anfang - und hab mir diese Frage nie gestellt. Ich hab mir gedacht, in Deutschland find ich immer zwei Bäume. Manchmal muss ich halt vielleicht mal etwas länger suchen und weiter laufen - aber am Ende findet sich immer was.

    In den Bergen oder in der Wüste ist das natürlich anders. Sollte ich sowas mal machen wollen, dann würd ich mir wahrscheinlich eine 3/4 TAR mitnehmen, Unter die Füße dann den Rücksack mit UQ drin - für ein paar Nächte im Laufe von mehreren Monaten wäre das denke ich bequem und warm genug.

    Hallo zusammen,

    ich hab vor, ein neues Tarp zu basteln. Leider hab ich noch nie ein professionelles in Händen gehalten, an dem ich mich orientieren könnte. Vor allem die Machart des Goldstandards Warbonnet würde mich interessieren. Könntet ihr mir dazu vielleicht ein paar Fotos machen, insbesondere von den Ecken, Kanten, der Ridgeline und den Tie-Outs. Natürlich kanns auch gerne jedes andere gekaufte oder selbstgemachte Tarp sein, ich bin für jeden Input dankbar.

    Und noch was: Könnt ihr bei Euren Tarps erkennen, ob ein zusätzliches Band (Schrägband o.ä.) in die Ridgeline eingearbeitet ist? Wenn ja, welches, und wie?

    Und: Sind die Kanten eingefasst oder nur als Rollsaum gearbeitet.

    Vielen Dank für Eure Hilfe,

    Roland

    n01, ich finde es prima, daß Du "um die Ecke" denkst. Nur so werden neue Entwicklungen geboren. Die Verrückten, die etwas machen wollen das die Fachleute als Unsinn abtun, werden erst belächelt und später irgendwann bewundert. Also laß Dich nicht von uns davon abbringen, die Idee weiter zu verfolgen. Auch wenn ich selbst sehr skeptisch bin wünsche ich Dir viel Erfolg.

    Ich kann zwar bei Deiner Idee momentan nicht weiterhelfen, aber ich möchte Dir wie [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] auch nochmal Mut machen, weiter zu basteln. Auch wenn Du am Ende vielleicht nicht den OnionPod realisieren wirst, die Wahrscheinlichkeit, dass *irgendwas* Nützliches dabei heraus kommt ist hoch. Auf jeden Fall bist Du hinterher um ein paar Erfahrungen reicher. Versuch macht kluch, Umwege fördern die Ortskenntnis, alles fertig kaufen ist langweilig.

    Tinker on!

    Hallo zusammen,

    ich bin aus der Gegend und komme gerne mit, wenn's sich familiär ausgeht. Ich kann das leider im Moment noch schwer einschätzen.

    Zitat von Hängematz

    Soweit ich weiß, rechnet man bei Trekking Pfalz für Zelt mit drei Personen. D. h. im Umkehrschluss pro Zeltplatz können drei Hängematzen hängen.

    Das ist leider ein bisschen anders. Aus den FAQs:
    "Natürlich könnt ihr gerne statt im Zelt in einer Hängematte übernachten. Da diese in der Regel genauso viel Platz braucht wie ein Zelt, berechnen wir auch den gleichen Preis – also 10 Euro."
    In der Praxis ist es aber so, dass die da sehr nachsichtig sind. Falls wirklich mal ein Platzwart vorbeischaut (was ausser auf der Kalmit sehr selten ist), dann kann man ja mit dem reden. Mit der HM belegst Du i.d.R ja auch keinen der für Zelte geigneten Plätze.

    Zitat von Hängematz

    Nebenbei bemerkt, der Platz am Modenbacher Hof gilt als nicht besonders hängemattenfreundlich. Eigentlich gilt es nur zwei Möglichkeiten. Einmal direkt am Zuweg und einmal über dem Bach.

    Das stimmt leider. Aber auch da kann man improvisieren und hoffen, dass man ggf. mit den Menschen reden kann. Nebenan ist ein ausgedehnter Kiefern-Buchen-Wald, da gibt's haufenweise Möglichkeiten.

    Man sollte sich natürlich in beiden Fällen darüber im Klaren sein, dass man kein Recht darauf hat, dass die Platzwarte einem entgegenkommen. Im schlimmsten Fall hauen sie einen davon und man muss noch ein paar Euro Strafe zahlen. Wäre dann ärgerlich, aber da kann man dann halt nix machen. Wenn man sich aber ordentlich aufführt und freundlich mit den Leuten redet, dann gibt's im Normalfall auch keine Probleme. Die Pfälzer sind nett. Nur illegal Feuer machen geht im trockenen, waldbrandgefährdeten PW auf keinen Fall. Da verstehen die keinen Spaß, vollkommen zurecht. Aber das spielt in diesem Fall ja keine Rolle, da man das Feuer ja offiziell machen darf - solange keine Warnstufe 3 oder höher ausgerufen ist. Gerade das offiziell erlaubte Lagerfeuer im Wald ist es für mich, das die Trekkingplätze so absolut besonders macht. Das gibt's sonst nirgend in Deutschland, soweit ich weiss.

    Ich hab mir den Termin mal in den Kalender eingetragen und meld mich dann, sobald ich weiss ob's geht.


    Roland

    Hallo zusammen,

    in diesem Thread sollen Eure derzeitigen Setups für unteschiedliche Temperaturbereiche gesammelt werden, vor allem die Isolation ist interessant (zu der natürlich auch Tarps, UQPs und sonstige Add-ons gehören können). Kochen, Klopapier usw. sind aussen vor.

    Gerne könnt ihr auch Eure Wunschsetups mit dazu schreiben, wenn ihr (wie ich) noch nicht mit Eurer aktuellen Ausrüstung zufrieden seid.

    Ich mach mal einen Anfang:


    über 0°C: TTTM Double, DIY Hex Tarp, Synthetikschlafsack 12°C, DIY UQ (3/4, 250 g Daune), im unteren Temperaturbereich warme Klamotten und ggf. Flaschen mit heißem Wasser
    -5 bis 0°C: wie oben, zusätzlich eine Evazote unter die Beine
    -10 bis -5°C: Pod mit 12°C Synthetikschlafsack
    drunter kom ich nicht, über 20°C würd' ich mich ohne Underquilt trauen

    Mein derzeitiges Wunschsetup wäre wie oben beschrieben aber mit einem wärmeren Daunen-Topquilt (0°C) und einem ebensolchen Sclafsack für die Pod.


    Roland