Beiträge von echinotrix

    Hallo Hängematz,

    danke für die Infos.

    Der Termin steht nun fest: 17.-19. Dezember. Also schon etwas später, ich werde mich also darauf vorbereiten, dass schon Schnee liegen könnte. Ich hoffe einfach mal, dass es nicht allzu viel sein wird. Ein bisschen würde mich ja nicht stören, aber wenn ich Schneeschuhe brauche, werde ich die Tour auf jeden Fall abkürzen. Ich versuche gerade, herauszufinden. ob ich nicht mit öffentlichen Verkehrsmittel ein bisschen näher an den Étang du Devin herankomme als Raves. Vielleicht geht da noch was.

    Bezüglich der Hütten sehe ich kein Problem. Ich will dort weder essen noch schlafen, sondern nur einen Platz zum akzeptierten Hängen. Deshalb werde ich mich wohl in erster Linie bei den Schutzhütten (Abri) aufhalten.

    Karten habe ich schon, eben die Topo 1:50000 vom Club Vosgien, die Du empfohlen hast.

    Der Camino LL gefällt mir eigentlich auch ganz gut, aber 1600g sind halt schon ein bisschen heftig. Ich hatte mal die Lowa Trekker, die hatte ich nur einmal wieder an, nachdem ich eine Tour mit ultraleichten Trailrunnern gemacht hab. Aber für den Winter führt wohl kein Weg an was Schwererem vorbei.
    Danke jedenfalls für die Berichte.

    Ich rufe bei Lowa direkt an und lasse mir den Herrn Kruse geben. Der hat mich bisher
    top beraten.

    Gute Idee, das werd ich auch mal probieren.

    Was findest du denn bei genau diesem Temperaturbereich problematisch?

    Im Sommer (konstant >5°C) gehe ich mit nicht wasserdichten Querfeldeinlaufschuhen (Trailrunner), die sind extrem leicht (teilweise unter 400 g), bequem und trocknen sehr schnell wieder, wenn sie mal nass waren. Für den tiefsten Winter, wenn's konstant gut unter 0°C hat, würde ich mir Mukluks besorgen. Die halten warm und atmen gut.
    Beide Schuhe sind aber für Temperaturen um den Gefrierpunkt ungeeignet, weil sie nicht wasserdicht sind und bei diesen Temperaturen nie wieder trocknen.
    Ich schwanke für den genannten Temperaturbereich zwischen den von Euch schon erwähnten, relativ wasserdichten und einigermaßen atmungsaktiven Wanderschuhen (Renegade, Doscovery, etc.) und den sehr wasserdichten aber wenig atmungsaktiven Halbgummistiefeln (z.B. Northface Chilkats).
    Hat jemand von Euch Erfahrung mit der letztgenannten Sorte von Schuhen?

    Danke für die Links.

    Meiner Ansicht / Erfahrung nach bringt es nicht so viel, allzu viel Wechselwäsche mitzunehmen. Mir scheint es sinnvoller, die Anstrengung so anzupassen, dass die Kleidung, die man trägt, bis zur Ankunft am Ziel weitgehend trocken ist.

    Da kann ich Dir nur beipflichten. Ich hab meistens nur eine Baselayer-Wechselgarnitur dabei. Wenn ich im Camp angekommen bin, versuche ich, noch so lange mäßig aktiv zu bleiben, bis ich einigermaßen trocken bin. Wenn ich dann ins Bett (bzw. die Hängematte) gehe, zieh ich mir meine trockenen Nachtklamotten an (lange Unterhose, ein T-Shirt, Nachtsocken und locker sitzenden Wollstrümpfe, wenn's sehr kalt ist noch einen Fleece-Sweater). Diese ziehe ich wirklich nur nachts an, die bleiben um alles in der Welt trocken.
    Tagsüber hab ich obenrum ein langärmeliges und ein kurzärmeliges Merinoshirt und meinen Lodensweater an, im Camp zieh ich bei Bedarf noch eine Regenjacke drüber. Bis -5°C reicht das vollkommen aus. Bei noch tieferen Temperaturen würd' ich mir noch eine Daunenjacke und eine Thermohose mitnehmen, und evtl. Campbooties.

    Leicht feuchte Sachen zu trocknen geht auch zwischen Underquilt und HM relativ gut, allerdings muss man aufpassen, dass.man nicht zu viel Feuchtigkeit in die Daune bringt (falls man Daune verwendet).

    Vielen Dank für die hilfreichen Antworten.

    Wenn es so viel Schnee gibt, dass sich Schneeschuhe aufdrängen [...], dann sind 18km am Tag sehr ambitiös!

    Das befürchte ich auch. Ich werde mir für den Fall, dass das eintritt, eine kürzere Alternativroute vorbereiten.

    Da es einen niederländischen Bushcrafter in den Vogesen gibt, habe ich den vor ein paar Tagen angemailt
    und gefragt wann denn so Schnee ist. Er meinte mit viel Glück hat man Ende Januar bis vielleicht Mitte März
    Schnee.

    Genau auf so eine Connection hatte ich gehofft, Konrad. Wäre es vielleicht möglich, dass Du kurz bevor ich aufbreche mal beim Kollegen anfragst, wie die Schneelage so ist? Den Wetterbericht im Internet abzufragen kriege ich ja hin, aber eine gute Seite für Schneehöhen hab ich noch nicht recherchiert bekommen. (Hat da vielleicht jemand einen Tip?)

    Ich würde mir frühzeitig Schuhe organisieren aber nur mitnehmen wenn wirklich richtig viel Schnee liegt.

    Mach ich.

    Dafür unbedingt Gamaschen einstecken.

    Mach ich.

    Die größte Herrausforderung deiner Tour könnte meiner Meinung nach der Umgang mit den Temperaturen um den Gefriepunkt sein.

    Damit komme ich klar. Hatte letzten Winter einige Male die Gelegenheit, das zu trainieren. Nach einige Fehlschlägen bin ich dann ziemlich gut klargekommen.
    Viel Wolle. Aufpassen, dass die körperliche Anstrengung nicht zu groß, aber auch nicht zu gering ist. Viel essen und trinken. Wechselsachen. Warm in die HM. Wärmflaschen. Vapor barriers. Und viele weitere Kleinigkeiten.

    ... reichlich Brennstoff (primern?!) ...

    Ich bin bis jetzt nur mit Alkohol unterwegs gewesen und auch sehr gut damit klargekommen. Ich steck mir immer 50 ml Alkohol in die Hosentasche. Der Fancy Feast hat so wenig Metall, dass der körperwarme Alkohol auch nach dem Reinschütten noch warm genug ist, um problemlos mit dem Feuerstahl angezündet werden zu können. Wenn es extrem kalt wäre und ich absehbar größere Mengen Schnee schmelzen müsste, dann würde ich wohl auf Gas oder sogar Benzin umsteigen, insbesondere in größeren Höhen. Aber bis ich so ein Projekt mal angreife, dauerts wohl noch ein bisschen.

    ... und natürlich genug zum lesen, da die Nächte recht lang sind.

    Hab immer Hörbücher dabei, dann krieg ich keine kalten Finger vom Buch halten.


    Ich glaube, das wird schon klappen. Wenn's nicht direkt davor einen Meter Neuschnee runtergehaut hat.

    Sollte jemand mitkommen wollen, dann sagt bescheid. Ich geh zwar auch sehr gerne Solo, aber freue mich auch über Begleitung.

    Liebe Gemeinde,

    ich plane, irgendwann im Zeitraum Mitte November bis Ende Dezember ein kurzes Stück in den Vogesen zu laufen, größtenteils auf dem GR5. Drei Tage, zwei Nächte.
    Die Tour soll folgendermaßen aussehen:

    Erster Tag
    Anreise mit dem Zug nach Raves
    Raves - Étang du Devin (18 km)

    Zweiter Tag
    Étang du Devin - Trois Fours (18 km)

    Dritter Tag
    Trois Fours - Metzeral (12 km)
    Heimreise mit dem Zug

    Übernachten werde ich in bzw. bei unbewirtschafteten Schutzhütten, da sind einige vorhanden entlang des Weges. Die Abschnitte lassen sich also sehr flexibel verlängern oder verkürzen, je nach Vorankommen.

    Nun habe ich leider weder im alpinen Bereich Erfahrung, noch mit ausgedehnten Wanderungen bei viel Schnee. Ich will das Ganze nicht unterschätzen, sind ja doch schon deutlich rauhere Verhältnisse als hier bei mir im Pfälzer Wald.

    Was meint ihr, worauf ich mich einstellen sollte? Schnee wird's wohl zu der Jahreszeit dort ziemlich sicher geben, sollte ich vielleicht Schneeschuhe mitnehmen? Komme ich die Berge überhaupt rauf? Ist die Strecke machbar auch wenn Schnee liegt? Was kann ich machen, wenn schlechtes Wetter mich festsetzt? Wie könnte ich in einem solchen Falle die Tour abbrechen?

    Ich bin für alle Rückmeldungen dankbar. Insbesondere wenn jemand dieses Stück schon mal im Winter gelaufen ist, würden mich ihre/seine Erfahrungen interessieren.


    Danke und viele Grüße,

    Roland


    [*]Welche dicke Climashield würdet ihr empfehlen? Bis -5 grad C
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    Also die kommerziellen werden mit 6 oz/yd^2 bei 25°F angesiedelt, also bei etwa -4°C. Das Apex hat 3,8 cm Dicke. Mein Underquilt aus 4 oz/yd^2 hat etwa 2,5 cm und hält mich bis etwa 8°C richtig warm (Komfort), bis 5°C ist's immernoch okay (Limit).


    [*]Ist es besser für bis 0 Grad zu bauen und ggf. mit isomatte zu verstärken?
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    Ich würde erstmal ein -5°C-Set als 3-Season empfehlen. Dann noch was Wärmeres für den Winter, und dann was Kühleres für den Sommer. Oder erst einen Sommer-UQ und damit den 3-Season-UQ auf wintertauglichkeit aumotzen. Mit Isomatten würde ich nicht anfangen, ist aber Geschmacksache.


    [*]soll ich vllt einen dünnen bis 0 grad, der auch im Sommer funktioniert bauen und zusätzlich einen 3/4 für den Winter? Welche Stärken?
    [/LIST]

    Geschmackssache.


    [*] echinotrix schafft dein uq die 5 grad? Du schreibst dass er zu lang ist. Welches Schnittmuster hast du verwendet? Wie groß bist du? Deine HM? Wie zufrieden bist du mit deiner stoffwahl?
    [/LIST]

    Ja, 5 °C geht. Mit langer Unterhose und einem dünnen Fleecepulli kein Problem. Mein Schnittmuster war das aus der zitierten Anleitung von Arrowhead-Equipment, hab ich unverändert verwendet. Ich bin 180 cm und würde den nächsten Quilt 20 cm kürzer machen, das wäre immernoch ausreichend um Kopf und Füße ordentlich abzudecken. Stoffwahl war wunderbar, sofern man mit dem Farbe klarkommt.


    [*]sollte ich einen differentialschnitt machen?also innen etwas kleiner als außen? Wie viel? Dicke der Isolierung X 2 an allen Seiten?
    [/LIST]

    Differentieller Schnitt ist bei Apex nicht so wichtig wie bei Daune, aber ein bisschen wird halt schon komprimiert. Schadet also nicht. Vor allem, wenn man einen dickeren Quilt näht. Ich würde sagen, bis 2,5 cm kann man sich's sparen, wenn's dicker wird würde ich einen machen.

    Gruß, Roland

    [USER="89"]echinotrix[/USER] ist das Apex mit dem Ripstop irgendwie vernäht oder verklebt?

    Ist genäht.

    Ich werde auf jeden Fall mal die Option MYOG näher betrachten. Auch wenn ich nicht selbst nähe, könnte ich mir vorstellen dass ich das günstiger bekommen als via Export.

    Eigentlich würde ich Dir gerne anbieten, einen QQuilt zu nähen. Ich würde das auch (fast) zum Unkostenpreis machen, aber die Zeit ist das Problem. Sind dann halt doch etwa 6 Stunden Arbeit. Muss ich mal noch ein bisschen überlegen. Wäre das für Dich überhaupt interessant?

    Quilts mit Climashield Apex kann ich empfehlen, die Isolationswirkung ist sehr gut. Mit meinem selbstgemachten Quiltset (Top-Quilt hier, Underquilt hier) komm ich komfortabel klar bis zu einer Temperatur von 5 Grad Celcius, das Set wiegt 1100 Gramm. Wobei ich den Underquilt das nächste Mal noch deutlich kleiner machen würde, der ist total überdimensioniert.

    In Daune würde ich für's gleiche Gewicht bis etwa -5°C kommen. Preislich wäre man da aber bei etwa 600 Euro, in Synthetik kostet's ungefähr die Hälfte.

    Die Quilts entsprechen vom Schnitt her denen von Arrowhead-Equipment.

    P.S.: Ich bin ein Normalschläfer, weder warm noch kalt, die Herstellerangaben bezüglich der Komfortbereiche stimmen bei mir meist ziemlich genau.

    Ich brauche etwa 20 ml Ethanol für 500 ml Wasser (25:1). Allerdings hab ich noch nie eine echte Versuchsreihe durchgeführt, Parameter wie Umgebungstemperatur, Wassertemperatur, Druck und Wind sind sehr einflussreich.

    Von welchen Rahmenbedingungen gehst Du aus, wenn Du sagst, dass Du bei Deinen Caldera Cones bei etwa 30:1 liegst?