Beiträge von echinotrix

    Hängematz: Danke für's nachdenken. Ich hab aber leider kein Auto, das muss ich daheim bei der Familie lassen, falls die was unternehmen wollen. Aber die Variante mit "Zug nach Colmar und dann Bus nach Lapoutroie" ist ganz okay. Hab's ja auch nicht eilig.

    Wegen dem Schnee muss ich dann halt mal schauen. Solange ich keine Schneeschuhe brauche, mach ich mir gar keine Gedanken. Falls doch, werd ich's wahrscheinlich trotzdem machen. Etwas über 30 km und 1100 Höhenmeter sollten in 2 Tagen auch mit Schneeschuhen zu machen sein. Für diesen Fall würde ich schauen, ob ich nicht doch das Auto krieg und dann bei der Anreise noch ein paar Stunden raushol.

    Am meisten Sorgen mach ich mir wegen der Navigation, aber ich werd mein Garmin GPS mitnehmen, für den Notfall. Damit sollte ich auch für verschneite Wegweiser und nicht erkennbare Pfade gewappnet sein.

    Was halt nach wie vor fehlt ist ein Hersteller, der eine gute integrierte Gathered-end HM mach, á la Blackbird. DD zählt nicht, sind halt viel zu kurz. Und auch mit Underquiltherstellern sieht's schlecht aus. Tarps und normale HMs kriegt man ja noch einigermaßen gut, Bridges, Dutchware und Aufhängung auch (dank [USER="17"]dendronaut[/USER] ;) ).

    Hallo [USER="153"]Waldläufer70[/USER],

    könntest Du vielleicht nochmal genau zeigen, wie Du den Knoten gemacht hast? Ich hab das irgendwie nicht richtig verstanden. Du hast die lange Leine druch das überstehende Ende des Spleißes durchgezogen, oder? Schaut jedenfalls so aus. Und dann?

    Danke für's nochmalige Erklären,

    Roland

    +1 für Flasche im Schlafsack, vorher erwärmt oder auch nicht, je nachdem, ob ich ans untere Temperaturlimit gehe oder nicht. Im Winter hab ich eine Edestahlflasche (Klean Kanteen) dabei, die ist absolut dicht und hygienisch. Darüber gibt's noch eine Isolierung aus Alu-Luftpolsterfolie.

    Für den Tag mach ich mir morgens einen halben Liter Tee, den ich nach dem aufbrühen meisten noch ein bisschen strecke, das reicht mir bis zum Mittagessen, da mach ich dann nochmal das Gleiche. Und abends nochmal eine Tasse Tee oder Suppe, dazu ein warmes Essen. Verbraucht halt schon sehr viel Brennstoff, ich brauch da etwa 100 ml Ethanol am Tag, muss also etwa 80 Gramm tragen. Aber im Winter gönn ich mir das.

    Waldläufer70: Danke für die schönen Bilder, da will ich auch mal hin. Das mit den feuchten aber warmen Füßen habe ich eben auch bemerkt. Mit den ganz leichten Trailrunnern ist der Schuh halt durch die Körperwärme dann auch ruck-zuck wieder trocken, wenn's mal eine Zeit lang trocken ist und man sich ordentlich bewegt.

    wuppitom: Im Grunde würde ich die Gore-Tex-Socken wie Vapor Barrier Liner nutzen. Ich denke, da ist kein großer Unterschied, atmungsaktiv sind die Gore-Tex-Socken nicht wirklich, was die Rezensenten in Foren so schreiben.

    So wie ich das verstanden hab, ist der springende Punkt bei allen VBLs - egal ob an den Füßen oder sonst wo - dass man die Temperatur ziemlich penibel reguliert. Man darf gerade so nicht frieren, damit die Transpiration möglichst gering ist. Die Regulierung geht über die Dicke der Isolation, die Belüftung, und - vor allem - über die Anpassung der körperlichen Aktivität. Wenn man Pause macht, muss man sofort mehr Isolation draufpacken, sonst friert man sofort.

    Falls sich jemand dafür interessiert, gibt's hier die beste Abhandlung dazu, die ich bisher gefunden habe: http://andrewskurka.com/2011/vapor-b...y-application/

    Ach ja, von wegen Druckstellen mit Gore-Tex-Socken der US Army: das hatte ich auch schon gelesen. Ich hab mir jetzt einfach trotzdem mal welche bestellt, die momentane Referenzmarke: https://www.sealskinz.com/DE/. Die sollen ziemlich gut sein, mal ausprobieren.

    Als echte VBL-Socke habe ich letztes Jahr mal Gefrierbeutel getestet, das ging über 20 km schon ganz gut. Noch besser find ich aber 10-Liter-Mülltüten, die sind superdünn und nicht so rutschig, merkst Du gar nicht, dass Du die an hast. Allerdings weiß ich nicht, wie lange die durchhalten, ich bin neulich nur mal etwa 2 km drin gelaufen. Das zumindest haben sie heil überstanden.

    Ja, genau, 6:10 ab in Neustadt, 11:55 an in Raves-Ban-d-Laveline. Ist halt blöderweise mit 1,5 Stunden Aufenthalt in Saint-Dié. Ich werd aber mal noch schauen, ob da nicht noch was mit'm Bus geht, vielleicht.
    Die für mich derzeit attraktivere Variante ist eh NW - Colmar mit'm Zug und dann weiter mit'm Bus um 11.15 Uhr nach Lapoutroie. Da würde ich zwar auch erst mittags ankommen, die Tour ist aber insgesamt um fast 20 km kürzer. Da ich ja noch nie so eine Tour mit Schnee und auf gänzlich unbekannten Wegen gemacht hab, ist mir das lieber als das doch sehr straffe ursprüngliche Programm. Einige von Euch haben ja schon angemerkt, dass das vielleicht zu viel sein könnte, mit Schneeschuhe auf jeden Fall.

    Aber bei Schnee würdest du dann schon auf festere Schuhe umsteigen? Im Schnee rutschst du öfters undefinierbar im Zeug rum. Da können Halbschuhe unter Umständen gefährlich werden.

    Du denkst vermutlich an Schürfwunden und Schnitte durch harten Schnee bzw. Eis, oder? Das ist ein Argument gegen Halbschuhe, ja. Auch bei Geröllfeldern würde ich's mir gut überlegen. Und wirklich steigeisenfest sind Turnschuhe ja auch nicht, also auch nix für' Gletscher. Wobei's schon auch so Spike-Gummi-Konstruktionen gibt, die auch hier gehen würden. Ist aber wohl nichts für den alpinen Bereich.

    Insgesamt denke ich, es hängt immer sehr von der konkreten Situation ab - und natürlich persönlichen Vorlieben. Bei einer Winterbegehung eines 5000ers im Alpinstil ist die Lage für mich eindeutig, bei einer mehrtägigen Herbstwanderung durch den Pfälzer Wald auch. Ansonsten muss man abwägen: Risiken gegen Komfort. Ich bin halt gerne sehr leicht unterwegs, vor allem "unten rum", sprich bei den Schuhen.

    Probier das System doch in den nächsten Tagen bei feuchten Bedingungen aus. Du kannst die Schuhe ja auch künstlich nass machen und dann eine Runde drehen, um Vorerfahrungen zu sammeln.

    Bin letzten Winter schon mal im Schneeregen mit Laufschuhen unterwegs gewesen, das hat ziemlich gut funktioniert. Bei etwa 0°C hatte ich zwar leicht feuchte, aber warme Füsse. Das war aber noch ohne Gore-Tex-Socke bzw. Dampfsperre und ohne wasserfeste Gamaschen, und es war auch nur ein paar Stunden richtig nass. Wie schon erwähnt hatte ich im August einen kompletten Regentag mit durchgehend triefnassen Schuhe. Das ist ganz schön auf die Haut gegangen, das will ich nicht unbedingt nochmal haben. Vor allem nicht im Winter, da trag ich mir dann die ganze Feuchtigkeit der Fußhaut in die Daune. Das wär nix.

    Moin Moin,
    ich trage im Winter bei nasskaltem Wetter gerne halbhohe Gummistiefel wie den Victory 2 von Viking.In Verbindung mit Coolmax Socken drunter und dicken Merinowoll Socken darüber.Damit kann ich ohne Probleme stundenlang laufen.Für lange Wanderungen vielleicht nicht so gut geeignet,aber für kurze bis mittellange Strecken komme ich damit sehr gut zurecht.Habe auch gute Erfahrungen mit dem Icebreaker von Kamik gemacht.Der hat einen Wollfilz Innenschuh.
    Wenns trockener ist,trage ich meißt Wanderschuhe wie z.B.den Lowa Trekker.

    Danke. Das hilft mir weiter.

    Mittlwerweile habe ich mich für eine etwas extravagante Variante entschieden. Ich werde mal ausprobieren, wie sich Trailrunner im Winter machen.
    Die Idee ist folgende:
    In Kombination mit viel Wolle sollte ich bei trockenen Bedingungen bis einige Grad unter Null komfortabel unterwegs sein.
    Wenn's zusätzlich noch nass wird (Schneematsch), dann kommen wasserdichte DIY Silnylongamaschen dazu und werde ich versuchen, mit Gore-Text-Socken oder Dampfsperren meine Füße trocken zu halten. Im Sommer bin ich mal den ganzen Tag in Trailrunnern im Regen gelaufen. Mir war zwar nie kalt, aber am Abend waren meine Füße vom vielen Wasser so aufgequollen, dass das Laufen etwas unangenehm wurde. Mit trockenen Nachtsocken und einer ordentlichen Portion Melkfett war das am nächsten Morgen wieder vollständig regeneriert, meine Schuhe waren auch innerhalb kürzester Zeit wieder trocken. Aber diesmal will auf jeden Fall dass meine Füße trocken bleiben, weil ja noch die niedrigen Temperaturen dazukommen.
    Für den Fall, dass es richtig kalt werden sollte (<-10°C), hätte ich gerne so Neopren-Überschuhe wie die hier. Ich hab aber noch nicht recherchiert, wo ich sowas in der EU kriegen könnte. Eigentlich wären für diesen Temperaturbereich Mukluks optimal, aber die scheiden hier aus da ich Temperaturen über dem Gefrierpunkt erwarte und Mukluks nicht wasserfest sind. Außerdem sind die bei uns noch schwerer zu bekommen als Überschuhe.

    Trailrunner im Winter haben in meinen Augen folgende Nachteile:

    - ständige Einschätzung der Wettersituation und rechtzeitiges Reagieren auf Wetteränderungen sind nötig (viel Managementaufwand)
    - weniger Schutz in schwierigem Gelände oder bei schweren Arbeiten

    Die Vorteile sind vielfältig:

    - das Gewicht: inkl. Socken liegt man bei 500g, also etwa die Hälfte von den normalerweise verwendeten Wanderstiefeln. Wenn man sich noch die Neoprenüberzieher anzieht, ist man bei etwa 1000g, damit ist man dann aber auch locker bis -30 Grad bedient.
    - die Flexibilität: Man kommt mit einem Paar Schuhe, 2-3 Paar Socken, ein paar Gefrierbeuteln und den Überziehern für alle Bedingungen aus
    - der Preis: wie gesagt, nur ein paar Schuhe

    Wenn man sich erstmal überwunden hat und akzeptiert, dass die Schuhe nass werden dürfen, dann ist der wichtigste Schritt getan. Ich kann mir vorstellen, dass man mit dem System ziemlich gut unterwegs sein kann, wenn man ersteinmal einige Erfahrung gesammelt hat. Nicht umsonst laufen die meisten Langstreckenwanderer mit Trailrunnern, viele auch im Winter (z.B. Fronkey, hier). Es geht hier natürlich in erster Linie ums mehrtägige Wandern, für z.B. Bushcraften würde ich diese Lösung nicht empfehlen.

    Was meint ihr, werde ich damit sehr leiden oder könnte das funktionieren? Hat jemand von Euch Erfahrung mit einem solchen System?


    Gruß,

    Roland

    Ich interpretiere die Piktogramme und den Text so, dass es nicht gestattet ist, in diesen Bereichen zu nächtigen. Selbst das Betreten wird eingeschränkt. Gleiches gilt für die Schutzhütten in diesen Bereichen. Auch hier ist das Übernachten untersagt.

    Ich denke, ich werde es wohl so einrichten, dass ich mich zum Übernachten nicht in den Schutzgebieten aufhalte. Das sollte schon klappen irgendwie. Und ansonsten hoffe ich immer darauf, dass ich mit einem netten Gespräch, viel guter Gesinnung und ordentlich Komromissbereitschaft jede Begegnung gut über die Bühne bringe.

    Zitat von Waldläufer70

    Wenn dir diese Landschaft gefällt, dann könnte dir auch der Schweizer Jura gefallen.

    Also die Schweiz allgemein würde mich durchaus mal interessieren, egal ob Jura oder Alpen. Vor allem hab ich Interesse an mehrtägigen Wintertouren mit Hängematte. Hier in der Pfalz ist das sehr schwer zu kriegen, die Temperaturen gehen selten für längere Zeit unter den Gefrierpunkt. Wo bist Du denn normalerweise unterwegs, [USER="153"]Waldläufer70[/USER]? Und gehst Du auch im Winter, also mehrtägig ohne Hütten mein ich?

    Apropos Karten schleppen: Ich mach mir vor den Touren immer DIN-A3-Kopien von der Strecke, die sind deutlich leichter, ich kann reinmalen und sie sind einfacher zu handhaben. Und wenn ich den Streckenabschnitt hinter mir habe und den Kartenausschnitt nicht mehr brauche, wird er entsorgt. Man will die 12 Gramm ja nicht unnötig mit sich rumschleppen.