Beiträge von echinotrix

    Hallo zusammen,

    ich habe mir kürzlich einen Selva 600 von Cumulus gekauft. Hier mein Bericht.

    Material

    • das innere Pertex Quantum ist wunderbar leicht und macht auch sonst einen guten Eindruck
    • das äußere Pertex Endurance ist für meinen Geschmack zu schwer. Man spart sich aber (zumindest theoretisch) einen Underquiltprotector, weil das Zeug sehr winddicht und wasserabweisend ist. Es raschelt etwas stark und fühlt sich ein bisschen sehr nach Plastik an. Ist aber relativ egal, weil man ja nicht direkt damit in Kontakt kommt.
    • Die Daune ist 1a. Der Loft ist fantastisch!


    Verarbeitung und Konstruktion

    • der differentielle Schnitt ist sehr gut gemacht, auch unter Zug bleiben die Kammern schön groß.
    • alle Nähte sind äußerst professionell gefertigt. Hier war ich mehr als positiv überrascht.
    • die abgerundeten Ecken des Quilts stellen kein Problem dar (wie wir mal vermuteten), sondern sind meiner Meinung nach gut durchdacht. Wenn man die Gummiseile an den kurzen Seiten des Quilts zuzieht, entsteht dadurch eine schöne Rundung, der Quilt schließt sehr gut ab an den Enden. Draft collars wären fein, aber die kriegt man ja auf Anfrage.
    • da der Quilt über keine seitlichen Tunnel verfügt, sondern die Gummiseile nur an den Linelocks an den Ecken befestigt werden, muss man den Quilt sehr straff spannen, damit er unter dem Hintern gut sitzt. Ist halt eben ein -14°C-Quilt und damit nicht gerade ein Leichtgewicht. Das führt dazu, dass (i) der Liegekomfort durch den starken Zug deutlich eingeschränkt wird, und dass (ii) eine sehr ausgeprägte Falte neben dem inneren Knie bzw. der Wade entsteht. Dort wird's kalt. Die Löcher kann man schließen, indem man weitere Gummiseile an den sechs seitlichen Schlaufen des Quilts anbringt und über die Ridgeline führt. Dies verringert den Liegekomfort aber leider zusätzlich - man liegt dann warm aber unbequem.


    Service von Cumulus

    • Bestellt habe ich den Quilt am 8. Januar. Cumulus hat einen Zeitraum von 10-14 Werktage bis zum Versand angegeben. Auf Rückfrage habe ich die Auskunft erhalten, dass der Quilt vorraussichtlich am 20. Januar verschickt wird (10 Werktage). Ich habe dann gefragt, ob es vielleicht möglich wäre, dass der Quilt schon am 20. Januar bei mir ist. Sie meinten, sie würden sich beeilen und versuchen, ihn am 18. Januar wegzuschicken. Auf die Reise ging er dann letztendlich am 17. Januar, am 19. Januar war er dann bei mir.
    • Ich habe mich aufgrund des eingeschränkten Liegekomforts entschieden, den Quilt zurückzuschicken. Cumulus gewährt 14 Tage Rückgaberecht. Ich habe ihnen gemailt und Sie haben sofort geantwortet, dass es kein Problem ist, ihn zurückzugeben. Das mitgelieferte Gummiseil, das ich zerschnitten habe, haben Sie mir geschenkt.

    Fazit: Gute Materialien, sehr gute Verarbeitung, kleine Mängel beim Design, guter Preis, sehr guter Service.

    Grüße,

    Roland

    P.S.: Es gibt bei extremtextil immernoch etwas von dem High Loft Apex. Das hat nur 3oz und loftet aber wie 3.5oz. Vielleicht wäre das auch noch eine Option für Dich. Kostet auch nur die Hälfte des 5oz. Eine Schicht 5oz und eine 3oz HL vielleicht? Oder 2 4oz und eine 3oz HL? Letzteres sollte auf jeden Fall reichen. Und wenn Du drei Schichten machst kannst Du den differentiellen Schnitt besser ausarbeiten.

    Ich schlafe zu Hause mit meinem DIY KAQ mit 4oz Apex und hab darin auch bei 17°C Raumtemperatur und einem Topquilt aus 300er Polyesterfleece nicht im geringsten gefroren. Draussen habe ich mit dem Quilt einige Male bei um die 5°C geschlafen, das war okay. Bei 3°C war mein Komfortlimit erreicht, da hab ich leicht gefröstelt, aber noch nicht gefroren.

    Allerdings bin ich auch ein relativ warmer Schläfer, und da Du ja sehr kalt schläfst liegen wohl Welten (10-15°C) zwischen uns.

    Hallo Hammock Fairy,

    wie beschrieben habe ich die 3 Schichten meines Quilts unterschiedlich groß geschnitten, die innerste ist die kleinste, nach außen hin habe ich dann jeweils etwa 5 cm pro Schicht zugegeben (siehe hier). Die drei Schichten habe ich dann auf den äußeren Stoff gelegt, diesen umgeschlagen und etwas angehoben um eine Rundung zu erzeugen. Dadurch kamen die Kanten der drei Apex-Schichten ziemlich gut zur Deckung (siehe hier). Dann habe ich festgesteckt und mit etwa 3 cm Abstand vom Rand abgesteppt (siehe hier). Das Paket habe ich dann mit der Außenseite nach oben auf die lange Stoffbahn gelegt (siehe hier) und daran festgenäht.

    Beim letzten Bild sieht man sehr schön, dass das Apex perfekt loftet, das ist auch dann noch so, wenn der Quilt unter der HM hängt. Es heisst zwar immer, dass man die Kompression bei Apex vernachlässigen und sich deshalb einen differentiellen Schnitt sparen kann, aber ich denke, dass das nur für die dünnen Quilts gilt. Ich bin mir sicher, dass mein Quilt bei weitem nicht so warm wäre, wenn ich die Lagen alle gleich groß gemacht hätte.

    Die komplette Verarbeitung war relativ unkompliziert. Was mir natürlich schon etwas Probleme gemacht hat, war, mit der großen Menge Isolation an der Nähmaschine klarzukommen. Man muss ziemlich viel rumwuchten und durch dicke Lagen nähen. Ich hatte ja immerhin drei Lagen 4oz Apex. Aber ich bin mir sicher, dass das mit einer Lage auch nicht weniger problematisch gewesen wäre. Man merkt nach dem Abstecken gar nicht mehr, dass es mehrere Lagen sind. Das Zeug "haftet" sozusagen aneinander, ein bisschen wie Klettverschluss. Wenn man's erstmal sauber hintrapiert hat, dann gibt's keine Probleme mehr.

    Und Luftblasen gibt's nicht die geringsten. Da würde man meiner Meinung nach nur Probleme bekommen, wenn man den differentiellen Schnitt deutlich ausgeprägter macht.

    Im Grunde bin ich mit dem Quilt sehr zufrieden. Das einzige Problem bei der Herstellung war ich selbst. Ich bin einfach immer mit allem zu schnell.

    Erstens hab ich zu schnell konstruiert. Mit der Folge, dass die Isolationsfläche ähnlich klein ist wie beim originalen Wooki - und eigentlich wollte ich ihn 5 cm breiter machen und die Mitte stärker betonen. Letzteres hat geklappt, aber an den Schultern ist er etwas knapp geraten. Hab die Nahtzugaben nicht ordentlich eingerechnet. Und ich hab dummerweise zum damaligen Zeitpunkt noch nicht daran gedacht, dass es besser ist, die Isolation etwa in der Mitte der Stoffbahn anzubringen und dann die Enden zu whippen anstatt einen Tunnel am Kopfende zu machen wie beim Original. Als der Quilt fertig war musste ich dann feststellen, dass die isolierte Fläche einige Zentimeter zu weit oben (Richtung Kopf war). Hätte ich den Tunnel nicht gemacht sondern nur gewhippt, dann wäre es ein Leichtes gewesen, das nachträglich optimal anzupassen.

    Und ich hab zu schnell genäht, wodurch das Ding erstens nicht so gut ausschaut, und zweitens einige Falten entstanden sind, die Luft reinlassen.

    Ich habe letzte Woche den Quilt teilweise wieder aufgetrennt und werde die Isolation nochmal sauber auf die Stoffbahn aufnähen, diesmal mehr in der Mitte des Stoffes. Die Enden werde ich traditionell whippen, dann kann ich die Position der Isolierung noch nachjustieren, falls nötig. An der etwas kleinen Fläche kann ich leider nichts mehr ändern, aber das ist gerade noch okay.

    Insgesamt kann ich Apex nur empfehlen. Es verarbeitet sich sehr gut, kostet wenig und ist wunderbar warm. Ich hab mir auch schon neues Apex bestellt und werde bald einen 20°F-Sooki angreifen (2 Schichten 3oz HL). Diesmal aber etwas langsamer.

    Zitat aus den KAQ Tutorial: "Work slowly and carefully. If you get sick of it, take a break and read about working with down."


    Gruß, Roland

    Immer ein Problem sind die Füße und die Finger. Kann ich voll verstehen, dass Du da Probleme hast, [USER="67"]xuanxang[/USER]. Geht mir auch so.

    Die kalten Füße lassen sich nur durch gutes Schuhwerk verhindern. Da kommt's dann drauf an, was man vor hat. Wenn man nur wenige Tage unterwegs ist und keine weiten Strecken gehen will, dann sind sicher Winterboots, wie Bernd sie trägt optimal. Gut gefüttert, schnell an- und auszuziehen, bequem. Für echte Winterhikes würde ich wahrscheinlich eher auf ein Fußbekleidungssystem, wie es z.B. hier vorgestellt wird, zurückgreifen. Ist viel flexibler, leichter (insbesondere direkt am Fuß) und man kann damit unter unterschiedlichsten Bedingungen schnell und lang laufen.

    Für die Finger hab ich noch keine Lösung gefunden, mit denen Sie immer warm bleiben. Pulswärmer sind gut, auch fingerlose Handschuhe haben sich sehr bewährt. Fäustlinge sind deutlich besser als Fingerlinge. Und das Wichtigste: die Handshcuhe möglichst selten ausziehen. Wenn die Finger erstmal kalt sind, dann ist es sehr schwer, sie wieder warm zu bekommen. Eine warme Tasse Tee machen und mit dünnen Handschuhe in den Händen halten hilft gut, ist aber dafür wieder sehr aufwändig. Wandern hilft auch, das kann man aber ja nicht immer. Im Grunde also wieder eine Frage der Planung: alles darauf hin optimieren, dass man möglichst viel mit Handschuhen machen kann: Firesteel statt Feuerzeug, Gurte statt Whoopies, Schnüre an allen Reißverschlusszippern, Dutchware statt Knoten.

    In jedem Fall ist es wichtig, richtig viel Isolation anzulegen, wenn man sich nicht bewegt. Das gilt für den Körper, aber noch mehr für die Füße und für die Hände. Schaut Euch mal die Russen an. Oder Alfred Wegener in Grönland.

    Rumtrödeln, Coffe from the hammock, ausgiebige Morgentoilette und bedächtiges Einpacken ist was für den Sommer.

    Coffe (in meinem Fall tea) from the hammock geht, aber nur, wenn man nicht aus der HM rausgeht. Abends das Kochset nicht einpacken sondern stehen lassen, ein Päckchen Kaffeepulver (bzw. einen Beutel Tee) vorbereiten, heißes Wasser in der isolierten Edestahlflasche in den Fußraum des Topquilts und ein Fläschchen Alkohol in die Brusttasche des Fleecepullis. Morgens dann den Fancee Feest greifen, 1 Minute in der Tasche aufwärmen, Alkohol rein, hinstellen, sofort mit dem Firesteel anzünden, Topf drauf, das noch etwas warme Wasser vom Vorabend reinkippen, und schnell alle Körperteile wieder in die Daune. Wenn das Wasser kocht, Kaffepulver oder Teebeutel rein, kurz warten, in der Zwischenzeit die Daunenjacke anziehen. Dann Arme raus und trinken.

    Ich denke, man sieht hier ganz schön, wie genau alles geplant sein muss, damit's optimal kuschelig warm bleibt. Da gibt's kaum Spielraum, Improvisation ist der Feind. Viele weitere Tätigkeiten sind ebenso minutiös geplant bzw. eingespielt.

    Die anderen von [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] aufgezählten Sachen - Rumtrödeln, Morgentoilette und bedächtiges Einpacken - gehen absolut gar nicht. Zähneputzen tu ich später beim zweiten (richtigen) Frühstück. Da gibt's dann meistens auch eine schöne Suppe und nochmal eine Tasse Tee.

    Noch mal zurück zu kommen auf Kälte und hängen.
    Bei mir ist nicht das übernachten in der Matte das Problem, dafür gibt es entsprechendes Equipment, das Problem beginnt bei mir danach. Irgend wann muss ich raus aus der Wärmeisolierung und dann fängt sofort der Wärmeverlust an und wenn ich nicht schnell genug bin mit den Feinheiten wie: Schuhe schnüren, Reissverschlüsse oder Knöpfe schließen, Aufhängung aufwickeln, gibt es ein Problem. Nicht vergessen rechtzeitig ein Feuer für den Kaffee an zu fachen, dann die kalte Flasche mit dem kalten Wasser anfassen, genau so die kalte Espressokanne. Wenn das geschafft ist wird es wieder kurz warm, danach muss der Krempel aber wieder gereinigt und eingepackt werden, bis das Zeug verstaut ist sind die Finger bei richtig niedrigen Temperaturen wieder so kalt, das es schmerzt. Das blöde ist, da helfen auch keine Handschuhe, ich habe da ein ganzes Sammelsurium davon. Das war auch mit der Hauptgrund, warum ich die letzten Winter am Äquator verbrachte, da ist es einfach wärmer.


    Da kann ich Bernd nur zustimmen.

    Ich verstehe voll, dass das nicht für jeden was ist. Aber für mich macht gerade die Schwierigkeit den Reiz aus, und vor allem, zu sehen, dass man diese Schwierigkeiten mit Planung überwinden kann. Leider ist es im Winter (wie auch unter anderen extremen Umständen) so, das kleine Fehler eine viel drastischere Auswirkung haben als bei 25°C. Aber wenn man alles richtig mach, wird man mit vollkommen ungewohnten Eindrücken belohnt: mollig warm in der HM zu liegen während alles um einen herum vor Källte klirrt, ein heißer Tee auf einem Berg im Schneegestöber, die Stille in der Nacht wenn Schnee liegt, ...

    An konkreten Tips kann ich nur eines nochmal betonen: immer in Bewegung bleiben, wenn man nicht in der HM ist. Ich frühstücke im Winter ein paar Müsliriegel oder Schokokekse in der HM. Dann schwinge ich meine Füße raus, ziehe sofort meine Hose und meine Daunenjacke über meine Nachtsachen (Baselayer + Vapor Barrier), ziehe meine Schuhe und Handschuhe an und baue sofort ab. Kein Tee, keine Suppe - alles das gibt's erst ein paar Kilometer später. Dann entledige ich mich auch der unnörigen Klamotten.t

    Das kopmplette Setup ist auf Schnelligkeit optimiert, ja nichts zum Fummeln. Zum Beispiel hab ich im Winter Straps und Dreistege anstatt Whoopies. In den Vogesen habe ich die HM komplett mit allen Quilts und Underquiltprotektor in einem Stück eingepackt. Mit der Methode kann ich alles bis auf's Tarp mit Fäustlingen(!) abbauen.

    Also im Grunde wirklich eine Frage der Planung. Vorher und währenddessen.

    Aber wie gesagt: ich verstehe, wenn das nicht für jeden was ist. Ich hab z.B. mit Temperaturen über 30°C Probleme. Ich bin zwar auch hier mit Planung schon ein bisschen weiter gekommen, aber ich kann mich immernoch mit -10°C besser anfreunden als mit 35.

    Zuhause liege ich in der TttM King Size.

    Aber irgendwie hab ich mich für Touren in den Wald, an die DD gewöhnt.
    Fakt ist, dass ich persönlich aus der DD leichter wieder raus komme, als aus der TttM.
    Und die hat das Mückennetz, was im Winter auch etwas den Wind abhält.
    Ist so ne Hassliebe. Eigentlich zu kurz das Dingens. Aber was Besseres für in den Wald hab ich noch nicht...

    Okay, die King size ist dann vielleicht doch ein bisschen schwer. Und das mit dem Wind kann ich auch nachvollziehen.

    Aber, lieber Bernd, das sind Gründe, aber keine Entschuldigung. Werd erwachsen. Wenn Dich da einer sieht, schämst Du Dich nicht? Erzähl ja keinem, dass Du von haengemattenforum.de bist.

    Lieber Bernd,

    ich muss mich jetzt hier mal offiziell als echter Fan Deiner Videos outen. Wunderbar, viele kleine, gute Dinge drin. Die ungewöhnlichen Blickwinkel, das Spiel mit der Schärfe, die Musik. Echt runde Sache. nur die Überblende vor dem Baum hättst Du Dir sparen können. ;)

    Ich war vorgestern auch draußen, bei -9°C auf dem Hohenberg bei Landau. War ein wunderbarer Abend. Leider hab ich mich wieder mal kaum mit der Kamera beschäftigt, nur ein paar Bildchen geschossen.

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    Würde ja grad gerne einen spontanen Frozen Butt Hang im Südwesten vorschlagen, ich weiß aber selber noch nicht, wann's bei mir gehen könnt. Vielleicht nächsten Samstag? Ich müsste das erstmal noch mit der Familie besprechen. Hätte da jemand Zeit und Lust? Wetter ist noch nicht absehbar, könnt sein, dass es deutlich milder wird, könnt aber auch so knackig bleiben wie's grad ist.

    Gruß, Roland

    Naja, da ginge schon was. Ist aber nur für Mutige: Nimm eine 3,5 m Stoffbahn, leg den Incubator diagonal drauf, steck alles an den Gummiseiltunneln schön fest und näh dann zwei- bis dreimal drüber. Fertig ist der Wookibator. Solltest Du ein Grammjäger sein, dann kannst Du noch den überflüssigen Stoff in der Mitte rausschneiden. Hätte ich aber etwas Angst, dass dadurch zu große Schwachstellen entstehen könnten.

    Dann kannst u halt aber wieder nur in eine Richtung liegen.

    Ich glaube, Du musst mal einen Synthetikwooki mit der Sanduhrform nähen. Apex verarbeitet sich prima, das ist in 0,nix passiert und kostet auch grad mal 50 Euro oder so. Kannst ja supergünstigen Stoff wie z.B. den hier nehmen, muss nicht daunendicht sein.

    Ich hab wieder ein bisschen was Neues zu berichten: Nachdem ich die clew suspension nun mit allen meinen Underquilt durchprobiert habe, kann ich das was wir schon vermutet hatten, nochmal ganz klar bestätigen: die Aufhängung geht umso besser, je breiter der Underquilt ist. Bei meinem ersten Underquilt aus einem alten Schlafsack hat's nur sehr schlecht funktioniert, der ist 120 cm breit. Mit dem kürzlich erhaltenen Cumulus-Quilt gab's auch Probleme. Dagegen hat es mit meinem DIY KAQ wunderbar funktioniert, der ist fast so breit wie die HM.

    Was war nun das Problem? Ganz einfach: die clew suspension erlaubt es nicht, den Quilt schräg zu stellen, weil sie immer in Richtung HM-Ende zieht. Damit schauen auch bei einem sehr langen Quilt die Füße raus und der Kopf wenn man mit etwa 30° in der HM liegt. Einzige Lösung, die ich hier sehe, wäre, die Aufhängung an den Seiten des UQ ansetzen zu lassen. Das würde aber heißen, dass man sehr lange Schnüre verwenden muss, ein Kontensalat wäre praktisch unvermeidbar. Werd mal auf hammockforums.net nachfragen, ob jemand dieses Problem schonmal gehabt hat. Wurde meines Wissens nach nichts angesprochen.

    Fazit für mich: die clew suspension kann man für die meisten kommerziell erhältlichen UQs vergessen, weil die alle um die 110-120 cm breit sind. Schade, ich hätte gehofft, dass das ein toller Mod sein könnte, um bereits vohandene Quilts bequemer zu machen. Ist aber nix.

    Insgesamt denke ich, dass diese "Lösung" das zu Grunde liegende Problem nicht behebt, sondern nur an den Symptomen herumdoktort.

    Wie schon erwähnt: die clew suspension ist in meinen Augen nur als Mod für bereits vorhandene, rechteckige Underquilts relevant. Und je breiter der Underquilt ist, desto besser funktioniert sie. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie bei einem Quilt, der annähernd die gleichte Breite wie der Hängemattenstoff hat, deutlich bequemer ist als die Aufhängung mit zwei starken Gummiseilen entlang der Seiten des Quilts. Und im Falle eines so breiten Quilts braucht's dann auch keine Rumdoktorei, denke ich.

    Naja, ich denke Warbonnet hat kein Interesse daran Quilts für andere Hängematten herzustellen.

    Ein Wooki mit Sanduhr-förmiger Isolierung wäre vermutlich 300g schwerer. Dazu kommt ein höherer Arbeitsaufwand und mehr Isolierung, d.h. höhere Kosten. Das lohnt sich nur für Custom Quilt Hersteller wie Locolibre. Warbonnet hält die Kosten niedrig indem sie One-Size-Fits-All-Lösungen machen.

    Das ist nur eine Lösung für echte DIYer. Für mich hat sie auch zuviele Nachteile. Man muss beim whippen sehr genau sein, und ich denke dass vermutlich auch mehrere Anläufe nötig sind, bis Quilt und Hängematte optimal gewhippt sind. Das möchte ich nicht jedesmal machen, wenn ich meine Hängematte wechsele. Für einen kommerziellen Hersteller wäre so ein Quilt ein Albtraum - wenn ich sehe was für Probleme die Leute schon mit sehr nutzerfreundlicher Ausrüstung haben, dann möchte ich nicht wissen wie schlimm es wäre wenn man Quilt und Hängematte selbst zusammen-whippen muss.

    Ich spreche eigentlich immer in erster Linie als DIYler. Das ganze Gerede über clew suspension, double layer mit Isolierung und sanduhrförmiger Isolierung ist für kommerzielle Anbieter vollkommen uninteressant. Ersteres ist wie erwähnt ein relativ schmutziger Mod, die beiden anderen Konzepte sind viel zu kompliziert bzw. haben eine zu kleine Zielgruppe. Sind eben nur spielerische Überlegungen. Die im kommerziellen Bereich derzeit beste Umsetzung ist der Wooki. Ich wüsste kaum, wie man das für die Breite Masse besser machen könnte.

    Aber nochmal: die clew suspension gibt einem die Möglichkeit, auch bereits vorhandene Quilt ohne viel Aufwand bequemer zu machen. Und die isolierte double layer HM sowie die sanduhrförmige Isolierung sind was für die, die es eben genau so haben wollen.

    Ich habe noch einige Anlaufschwierigkeiten mir der Karte. Ich musste feststellen, dass bei der derzeit benutzten Lösung anscheinend nur 16 Wegpunkte unterstützt werden. kahel war der Sechzehnte. Ich recherchiere gerade nach einer Lösung für dieses Problemchen um.