Beiträge von echinotrix

    Zum ersten Punkt: Bei meinem Burrow und Incubator aus Argon 0.67 gucken jeden Morgen ein paar Daunenfederchen raus, die ich nach Möglichkeit wieder reinzupfe. Daraus habe ich die Vermutung abgeleitet, dass die Daunen mit der Zeit zwischen den Kammern wandern könnten, wenn diese aus Netzmaterial hergestellt sind.

    Zum zweiten Punkt: Da habe ich mich wohl etwas zu knapp ausgedrückt. Dass die Aussenseite grösser sein muss, weil dort der Radius grösser ist, ist logisch. Das sind die zu erwartenden 8,5%, die du angedeutet hast. Sind die Trennwände jedoch etwas weniger hoch als der durchschnittliche Loft, so führt das zu Wölbungen der einzelnen Kammern nach aussen. Der Innenstoff liegt straff an der Hängematte an, der Aussenstoff braucht für die Wölbungen zusätzlichen Stoff. So kommt es, wie ich vermute, zu der Erhöhung auf 13,5% statt nur 8,5%. Ich habe ja nicht von der Wölbung des Underquilts gesprochen, sondern von den Wölbungen der einzelnen Kammern als Erklärung für die Erhöhung der Differenz zwischen Aussen und Innen. Auch das ist nur eine Vermutung, die aber zumindest mir sehr einleuchtet.

    Okay, hab verstanden, was du gemeint hast. Danke für die Konkretisierung.

    Bezüglich der Daunenwanderung: ich denke, dass Daunen aus dem Quilt rauskommen, liegt daran, dass Daunen innen drin sind, draußen aber nicht. Zwischen den Kammern herrscht kein "Daunenkonzentrationsgefälle", deshalb wird es hier zu keiner nennenswerten Daunenwanderung kommen. Auch dann nicht, wenn die Trennwände Daunen relativ leicht durchlassen. Alles spekulativ, natürlich.

    Übrigens ein halbes Dankeschön für Deine toll ausgearbeiteten Beiträge.

    Gern geschehen!

    Die andere Hälfte vom Dankeschön muss ich Dir leider abziehen, weil solche Beiträge mich an der OPTIMALEN PASSUNG meiner Ausrüstung zweifeln lassen, also irgendwie unzufrieden machen und mich dann Zeit und Geld kosten... auch wenn der Schaffensprozess im DIY etwas schönes ist und mannigfach positve Begleiterscheinungen hat.

    Entschuldigung!

    Die Trennwände werden ja oft aus Netzstoff hergestellt. Eine Vermutung: Wenn man die Trennwände gleich hoch macht wie den Loft, können die Daunen etwas leichter von einer Kammer in die andere wandern. Sind die Trennwände etwas weniger hoch, so bildet sich quasi ein "Daunenstau", was das Wandern der Daunen etwas erschwert. Und natürlich spart man mit niedrigeren Trennwänden auch etwas Gewicht.

    Da sich der Stoff bei jeder Kammer nach aussen wölbt, dürfte das auch die grössere Breite des Aussenstoffes (13.5% mehr als innen) erklären: Man will die Wölbung ja nur aussen und nicht auf der Innenseite des Quilts haben.

    Na sowas. Da muss ich Dir doch gleich in zwei Punkten widersprechen. Selten!

    Das Moskitonetz ist meiner Meinung nach mehr oder weniger "daunendicht". Ich glaube nicht, dass es da zu nennenswerter Wanderung kommt, auch wenn die Trennwände nicht so kurz wären, wie sie sind.

    Und die äußere Hülle ist einfach deshalb größer, weil der größere Radius der Außenseite des Quilts ausgeglichen werden muss, damit die Isolation ordentlich aufbauschen kann. Auch wenn sich die Kammern nicht nach außen wölben würden, bräuchte man mehr Stoff auf der Außenseite.

    Also ich würde die Trennwände der Kammer mittig (von rechts nach links) etwas erhöhen, da man hier verhältnismäßig "immer" liegt und somit die mögliche maximale Isolierung im Gewichts/Wärme Verhältins deutlich erhöht, hier dann auch Trennwandhöhe=maximaler Loft. An den Seitlichen Enden liege ich meist nur mit einem Knie (4er Position), da könnten die Trennwände und Kammern etwas kleiner sein. Wenn es Nachts zu kalt ist liege ich ehr nicht in der 4er sondern lege beide Knie auf/nebeneinander.
    Auch wäre sicherlich eine leichte Erhöhung am Po und Schulterblättern nützlich, wenn es mit den Temperaturen mal Richtung Grenzbereich geht, da sich hier der Stoff aufgrund der Körperform am meisten dehnt ( - Daune komprimiert - ) und zumindest theoretisch durch den Memory-Effekt im Stoff immer weiter ausbeult... ergo Kältebrücke.

    Grundsätzlich könnte man überlegen wo die Daune also tatsächlich wärmen muss um eine Extremsituation gut zu überstehen oder wo die Isolierung nur den Windchill verhindert um den Komfort zu erhöhen (benötigt man in einer 15°C Nacht wenn man die Arme hinter den Kopf verschränken will, um gemütlich in die Sterne zu schauen, wirklich den vollen Loft am Ellenbogen???)

    Das hatte ich auch schon überlegt. Da aber die isolierte Fläche beim Wooki für meinen Geschmack etwas knapp bemessen ist, werde ich hier nicht noch sparen. Der Wooki ist zwar auch nicht schmaler als die anderen, "traditionellen" Underquilts. Da man seine Position aber nicht oder nur mit relativ großem Aufwand verändern kann, machen sich kleine Veränderungen in der Liegeposition schnell unangenehm bemerkbar.
    Ausserdem ist es eh so, dass in den äußeren beiden Kammern weniger Daune drin ist, als in den inneren, weil diese Kammern außen keinen Steg und damit weniger Umfang haben (siehe unten links vs. unten rechts). Sie haben dadurch laut meiner Schätzung nur etwa 60% des Volumens der inneren Kammern. Ich habe beim echten Wooki nachgemessen und glaube, dass Warbonnet das so gemacht hat. Ich werde es auf jeden Fall so umsetzen.
    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: Aussenkammern.png Ansichten: 2 Gr\u00f6\u00dfe: 3,3 KB ID: 29360","data-align":"none","data-attachmentid":"29360","data-size":"full"}[/ATTACH]

    An diese Möglichkeit hatte ich auch schon gedacht. Wird allenfalls bei kleineren Menschen und grossen Baumabständen ein Problem, weil das lose Ende dann sehr hoch oben liegt.

    Für mich sehe ich bei dieser Methode vor allem den Nachteil, dass die Aufhängung zweiteilig ist, also aus mehr Einzelteilen besteht.

    Das timmt. Modularität bedeutet mehr Einzelteile und damit auch mehr Verbindungen und damit wieder mehr Fehlerquellen. Alleine schon, dass es mehr Möglichkeiten gibt, etwas zu verlieren, ist ein beträchtlicher Nachteil. Aber andererseits eröffnen sich halt zusätzliche Möglichkeiten. Ist ein Trade-Off zwischen Flexibilität und Risiko (und Gewicht, und Preis, und Komplexität, und, und, und).

    Ich hab die Whoopies nie "klassisch" verwendet, sondern immer "verkehrt herum": fixe Schlaufe beim Gurtband, verstellbare bei der HM. Dadurch hatte ich nie Probleme damit, dass die Whoopie vom Toggle gerutsch ist. Man braucht dann halt eine Möglichkeit, die HM mit der Whoopiesling zu koppeln, aber das lässt sich z.B. durch einen Dutch Hook oder einfach einen dicken Knoten leicht realisieren. Und da ich es wie Du sowieso gerne mag, wenn ich bei Bedarf meine Aufhängung schnell von der HM lösen kann, schlägt man damit zwei Fliegen mit eine Klappe.

    [USER="89"]echinotrix[/USER]: Wie hast du dich vor Regen geschützt? Hast du Drip Lines um die Loops geknotet? Bei den Dog Bones würde ich wohl zu dieser Lösung tendieren und hoffen, dass das Wasser dann auch wirklich grösstenteils an diesen abtropft.

    Ich war schon seit Monaten nicht mehr im Regen draußen. Entweder es gab keinen Niederschlag oder es schneite.

    Ich würde Schuhbänder an die Loops binden. Mit den Dogbones hast Du da einen Vorteil, ein Bändchen pro Seite reicht - bei Loops bräuchte man zwei.

    Wenn man beim Dog Bone klassische knapp 7,5cm lange Schlaufen (aus 15cm Amsteel) verwendet, dann wird das Gurtband mit der oben vorgestellten Möglichkeit tatsächlich etwas weniger zusammengedrückt. Je kleiner aber die verwendeten Schlaufen sind, desto stärker wird das Gurtband gequetscht, da nützt dann das vierfache Band auch nicht mehr ganz so viel.

    Ich hab das System den Winter über ausprobiert und bin (bis auf das Gewicht) sehr zufrieden damit. Sehr wenig Fummelei und durch das Festnähen des Dreistegs und dass 4-fach-Nehmen des Bandes sehr robust und ausfallsicher. Ich hab praktisch keine Abnutzung am Gurtband feststellen können.

    Danke von mir für den guten Tip.

    Ich verwende keine Dogbones sondern Amsteel-Loops an der Hängematte, das Gurtband ist das von Extex (25 mm). Ich kann bestätigen, dass das Gurtband mit den Loops weniger stark zusammengedrückt wird, als auf Deinen Fotos zu sehen.

    Ein weiterer Nachteil ist mir inzwischen auch noch bewusst geworden: Möchte man das Gurtband mal waschen, so kann man den Dreisteg nicht einfach entfernen

    Man könnte zwei kleine Stücken Klettband ans Gurtband nähen um die Schlaufe mit machen. Dann kann man diese bei Bedarf öffnen und die Dreistege abnehmen. Die Schlitze des Dreisteges sind groß genug, um auch Gurtband mit Klettband drauf durchfädeln zu können, schätze ich. Müsste man aml ausprobieren.

    Vielen Dank nochmal. Schaut so aus als wären die Trennwände überall gleich. Wie schaut's denn mit dem Loft des Quilts aus? Also wenn man einfach mal einen Meterstab daneben hält und dann waagrecht abliest (also keine weiteren Löcher in den schönen Quilt). Sind's bei Deinem Wooki auch die für 20°-Underquilts üblichen 2'' (5,08 cm)? Bei meinem Winter-Wooki lag ich ja mit 8,5 cm ziemlich nah an den von [USER="46"]TreeGirl[/USER] zitierten 3,5'' (8,9 cm).

    Ich glaube, man kann die Höhe der Trennwände nicht gleichsetzen mit dem Loft des Quilts. Die Mitten der Kammern wölben sich ja hoch. Wenn also die Trennwände 3 cm hoch sind, dann kann es durchaus sein, dass die Kammern selbst auf 5 cm Loft oder mehr kommen. Man kann zwar nun die Trennwände als "Kältebrücken" sehen, hier ist die Daune ja nur 3 cm hoch. Ich allerdings glaube nicht, dass die Wärmerückhaltekraft des Quilts dadurch in spürbarem Maß eingeschränkt wird. Bei allen Quilts, die ich bisher gesehen habe, war der Loft im Bereich der Trennwände geringer als in der Mitte der Kammern. Und ich würde mal schwer annehmen, dass die Loftangaben sich immer auf die Dicke des Quilts in der Mitte der Kammern beziehen.

    Ich hatte bei meinem Warbonnet-Wooki nicht den Eindruck, als ob die Kammern an den Beinen weniger hoch wären. Zumindest habe ich mit einem Meterstab nichts in diese Richtung messen können. Die Kammern werden schmäler, aber nicht weniger hoch. Was definitiv nicht vorhanden ist sind Abnäher á la HG Incubator. Es könnte zwar sein, dass die ganze Außenhülle "schräg steht", aber ich glaube nicht, dass das der Fall ist. Eine Bestätigung (oder Widerlegung) von einem Wooki-Besitzer wäre schön. Auch Messwerte von Lynx oder Yeti sind willkommen.

    Stoff: der ExTex-Stoff fühlt sich gut an und sieht auch gut aus. Das einzige Problem das ich damit (außer der Farbauswahl) habe ist, dass er relativ schmal ist. Für einen "normalen" Underquilt sind 145cm mehr als ausreichend - aber der Wooki soll ja die ganze Breite der Hängematte abdecken. Die Warbonnet Hängematten sind zwischen 149cm und 153cm breit. Der Wooki ist 149cm breit, was anscheinend auch mit den etwas breiteren WB Hängematten funktioniert. Aber bei einer Rohbreite von 145cm kann das vielleicht etwas knapp werden. Deshalb bin ich schon länger auf der Suche nach möglichst breiten daunendichten Stoffen. Das Argon von Dutch ist zwar schön, aber leider auch zu schmal. Am breitesten ist noch das 1.0oz HyperD calendared, mit ca. 150cm. Abgesehen von den super breiten Stoffen von DIYGearSupply.

    Hat sich mein Post schon gelohnt! Vielen Dank, [USER="46"]TreeGirl[/USER]. Mein Hirn ist leider auch nicht mehr das, was es mal war. Dass der Extex-Stoff nicht breit genug ist war mir auch schon mal aufgefallen, ich habe es aber schlicht und einfach wieder vergessen. Wahrscheinlich hätte ich ihn einfach bestellt und wäre beim Ausmessen dann unsanft wieder daran erinnert worden.

    Ich dachte schon eimal daran, den Stoff etwas zu verbreitern. Ist zwar viel Arbeit, sollte aber eigentlich problemlos funktionieren. Die Nähte sollten nicht spürbar sein und dass sich der Stretch lokal etwas verringert, spielt an den Rändern des Quilts wohl kaum eine Rolle. Auch bezüglich der Stabilität hätte ich keine Bedenken, eine doppelte Kappnaht sollte das locker aushalten. Insbesondere, weil die Kräfte ja längs zur Richtung der Naht wirken.

    Oder ich lass die Kanten während der Herstellung des Quilts roh, schneide dann ganz knapp ab und fasse die Ränder am Schluss mit Band ein. Damit könnte ich die volle Breite des Stoffes nutzen bzw. es käme auf jeder Seite sogar noch ein bisschen was dazu, ein Zentimeter vielleicht. Damit wäre ich dann bei der Breite des Warbonnet-Wookis. Das hätte gleichzeitig noch den Vorteil, dass ich ein paar Nähte verstecken und auch noch farbliche Akzente setzen könnte. Ich denke da an ein dunkles Rot zum Beispiel. Was hältst Du davon (nicht vom Rot, sondern vom Einfassen allgemein)?

    Vielleicht mache ich es aber einfach so, dass ich mir Stoff bei DYIGearSupply oder sonstwo bestelle und alles andere bei Extex. Anstatt rumzubasteln.

    Loft: Warbonnet gibt an, dass der Winter Wooki 3.5" Loft hat - also ca. 8,9cm. Im Gegensatz zum 20°F Wooki (nur lächerliche 2") liegt er damit auf einer Linie mit den anderen Herstellern wie HammockGear und Undergroundquilts. Lediglich Enlightened Equipment verwendet höhere Kammern (3.75"). Da der Wooki besser abschließt als alle anderen Quilts, würde ich annehmen dass er sogar wärmer ist als Quilts mit vergleichbarer Kammerhöhe und Daunenfüllmenge.

    Overfill: Ich meine mal gelesen zu haben, dass fast alle Quilt-Hersteller mindestens 20% Overfill machen. 36% klingen also nicht weit hergeholt.

    Das sind sehr interessante Auskünfte, bestätigt meine Vermutungen.

    Bei zwei wichtigen Sachen bin ich mir noch etwas unsicher:

    1.) Wie hoch soll ich die Trennwände der Kammern machen? Ich habe mehrfach gelesen, dass man sie etwas weniger hoch macht, als der gewünschte Loft. Aber wie viel? Ich habe leider vergessen, das bei meinem originalen Wooki zu messen. Sollte ganz einfach möglich sein, indem man im Bereich des Trennwände einen Faden durch den Quilt zieht, zwei Markierungen setzt und dann deren Abstand misst. Vielleicht hat ja jemand mal Muße, das für mich (und die anderen DIYler des Forums) bei einem Quilt der renommierten Hersteller nachzuholen.

    2.) Und das wichtigste: Um wie viel mache ich die äußere Hülle größer als die innere? Auf diese Frage gibt's wohl keine einfache Antwort, weil verschiedene Stoffe sich unterschiedlich stark dehnen und das ja dann ausschlaggebend ist für den differentiellen Schnitt. Aber vielleicht kann mir diesbezüglich noch jemand ein bisschen weiter helfen, bzw. hilfreiche Links nennen.

    Ich hoffe du kommst zum Sommertreffen, damit ich mir deine Werke anschauen kann und du mir Tipps geben kannst! Da ist Show & Tell angesagt!

    Da muss ich Dich leider enttäuschen, da ich Mitte Juli mit meiner Familie in Südfrankreich oder Ligurien sein werde. Aber irgendwann ergibt sich sicher mal was. Vielleicht schau ich ja auch einfach mal in Deggendorf vorbei, wenn ich in Regensburg bin - da komm ich ursprünglich her. Auf jeden Fall werde ich den Quilt wieder hier vorstellen, wenn er fertig ist.