Beiträge von echinotrix

    Hallo Leute,

    bei mir hat's ein paar terminliche Änderungen gegeben, ich kann so wie's ausschaut wider Erwarten doch nach Mengerschied kommen. Meine zwei Kinder (3 und 6 Jahre alt) würde ich mitnehmen. Anreise am Donnerstag, wenn's mit den Kindern gut klappt würden wir bis Sonntag bleiben.

    Mitbringen kann ich nicht viel außer das bisschen an Ausrüstung, das ich hab. Aber ich könnte mich mit Workshops einbringen, falls gewünscht: Pflanzenkunde, Vogelkunde, Navigation mit Karte und Kompass, Knotenkunde, Feuerbohren.

    Ich hoffe, es ist noch nicht zu spät für eine Zusage. Würde mich freuen, Euch mal alle zu treffen bzw. wieder zu sehen.

    LG, Roland

    Hat jemand schon mal hier Daunen gekauft? Leider machen sie keine Angaben zum Cuin, aber man könnte ja mal nachfragen.

    Ich hab bei denen mal angefragt wegen der Bauschkraft, vor einiger Zeit.

    Zitat

    Vielen Dank für Ihre Anfrage!
    Unsere Daunen haben einen Cuinwert zwischen 780 und 820!
    Gerne kann ich Sie auch persönlich beraten. Wenn Sie mir Ihre Telefonnummer schicken, rufe ich Sie gerne an!
    Liebe Grüße aus Oldenburg

    Wenn man eine Methode finden würde, die Spreu vom Weizen zu trennen, könnte man die Qualität zumindest verbessern.

    An der Uni in Regensburg hatten wir eine Maschine zum Sortieren von flugfähigem Saatgut. Die bestand im Grunde nur aus einen Ventilator und einem langen Rohr mit Öffnungen auf verschiedenen Höhen. An den Öffnungen waren Sammelbehälter angebracht, die die verschiedenen Qualitäten aufgefangen haben. Eine ähnliche Konstruktion sollte auch mit Daunen funktionieren.

    Danke, Konrad.

    An der Stelle möchte ich auch auf den umfangreichen Datenbestand von openstreetmap hinweisen. Man kann sich auf der Projektseite Hütten und Unterstände entlang seines geplanten Weges suchen oder sich z.B. hier bestimmte Elemente hervorheben lassen. Für Unterstände muss man links "amenity=shelter" eingeben und dann "Ausführen" drücken. Die Unterstände innerhalb des gewählten Kartenausschnitts werden dann angezeigt. Wenn man den Kartenausschnitt ändert, muss man nochmal "Ausführen" drücken.

    Das geht übrigens auch für Quellen, dafür einfach "amenity=drinking_water" eingeben.

    Sehr guten Filter- und Anzeigemöglichkeiten hat man auch mit der Android-App OsmAnd.

    [USER="269"]barfuß[/USER] : Ich würde dieses Jahr gerne mal das Barfußlaufen ausprobieren, habe aber noch zwei Bedenken.

    1.) Anfangs, so lange sich die Lederhaut noch nicht aufgebaut hat, ist das Barfußlaufen ja nicht sehr angenehm. Kann mich auch noch gut an meine Kindheit erinnern, wie's zu Sommerbeginn immer ordentlich gepiekst hat. Ich würde mir den Übergang gerne etwas erleichtern.
    2.) Der soziale Aspekt: Ich bin an einer Schule angestellt und kann keinesfalls Barfuß unterrichten.

    Ich dachte mir nun, dass ich diese beiden Probleme mit Huaraches lösen könnte. Hast Du mit denen Erfahrung?

    Du meintest oben ja, dass Du mit allen Barfußschuhen, die Du ausprobiert hast, letztendlich wie mit Schuhen läufst. Ist das bei einer 2 mm dicken Ledersohle wirklich auch so?

    Welches Leder würdest Du empfehlen? Und welche Schnürung?

    Danke für Deine Hilfe!

    Sehr gut mitgedacht! Echter Hirnverdreher, so ein Tarpabbau.

    Leider habe ich die starke Vermutung, dass da irgendwas noch nicht so ganz stimmt.

    Hier ein kleines Praisexperiment (entschuldigt das dreckige Küchentuch):
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    Wie man sieht verhält sich das System anders. Der Überstand ist weder so groß, wie von Konradsky angenommen, noch so klein wie es Waldläufer70 vermutet hat. Die praktische Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, ich schätze bei etwa 50% der Seitenlänge des Quadrats.
    Ich habe nicht am Tuch gezogen, sondern es nur ganz sanft umgelegt. Ich habe noch keine befriedigende Erklärung, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Läne der Diagonale sich selbst bei geringem Zug doch ziemlich stark verändert.

    Wie weiter oben schon erwähnt braucht man den extra Platz bei Hex-Tarps nicht.

    Und selbst wenn man ein rechteckiges Tarp hat glaube ich, dass man das in einer Snakeskin, die so lang ist wie die Ridgeline, unterbekommt. Ich würde zuerst die eine Seite Richtung Mitte des Tarps aufrollen, die Snakeskin halb drüberziehen, dann die andere Seite ebenfalls zur Mitte hin aufrollen und die Snakeskin ganz drüberziehen. Das sollte funktionieren.

    Problematisch bei diesem Vorgehen könnte sein, dass man (i) die Luft nicht so gut rausbekommt, und (ii) dass sich die Wicklung des Stoffs beim Drübeziehen lockert und man dadurch einen großen Batzen bekommt. Ich glaube aber, dass man beide Probleme in den Griff kriegt, wenn man einigermaßen ordentlich wickelt.

    Ich würde sie mir vermutlich aus Moskitonetz nähen - im Gegensatz zur Ausführung von Dendronaut aber eher aus einem Stück. Oder ergibt es einen Sinn, die Skins zweiteilig zu gestalten?

    Aus einem Stück geht auch, sieht man auch hin und wieder. Zweiteilig ist klassisch, ich glaube, der Vorteil ist, dass zwei kegelförmige Stücke sich etwas besser an die Form des aufgerollten Tarps anpassen. Aber ob das in der Praxis relevant ist, kann ich nicht sagen. Das Moskitonetz ist ja ziemlich dehnbar. Konradsky sagt: Mach und berichte!

    Allgemein sind Snakskins eine tolle Sache. Erleichtert den Aufbau ungemein, adieu Leinengewirr. Bei schönem Wetter kann man das Ding eingepackt lassen, und wenn's regnet ist's in Windeseile fertig gemacht. War einer meiner ersten hängemattenspezifischen Ausrüstungsgegenstände - ich würde nie ohne losziehen.

    Ruß kenne ich bei meinem Kappilary Hoob Stove nicht.

    Die Kocher von tetkoba sind so schön, gerade den Capillary Hoop Stove find ich einfach toll. Fein sind auch die mit den gebogenen Alu-Röhren und natürlich die druckbetriebenen Modelle. Echte Handwerkskunst, der Typ ist ein Meister (oder eine Meisterin).

    Was mir bei der Niveadose so gefällt ist einerseits die Einfachheit (selbst wenn ich versehentlich drauftrete kann ich das Ding wieder hinbiegen und weiter verwenden), und andererseits, dass ich übriggebliebenen Alkohol einfach in der Dose mitnehmen kann.

    Anstatt Spiritus kann man auch Mehtanol nehmen, dann russt es absolut nicht mehr egal was man anstellt. Da geht der Kocher auch bei -20°C auf anhieb an. Ist aber rel. teuer. Zum Kauf braucht man einen Gewerbeschein und mus einen "EVE" Zettel unterschreiben. 5 Liter Kanister 35,50€ incl Steuern und Versand

    Methanol geht auch. Man sollte aber nicht unerwähnt lassen, dass Methanol schon ab 5-10 Gramm Vergiftungserscheinungen hervorruft und auch dampfförmig leicht aufgenommen werden kann.

    Danke für den Bericht.

    Wie sieht es bei deinem selbst gebauten Brenner mit der Russbildung aus? Ich habe zu meinem Sidewinder den originalen 12-10-Brenner und den dafür optimierten Starlyte mitbestellt. Der Starlyte ist inzwischen wohl nicht mehr im Angebot. Der Starlyte hat den Vorteil, dass man keine Heringe braucht. Nur leider heizt der dermassen langsam, dass man kaum ans Ziel kommt. Und er produziert ordentlich Russ. Klar, man kann etwas Wasser beigeben, aber das verringert die Effizienz wieder ein wenig.

    Deshalb nutze ich den 12-10-Brenner und habe bei dem einfach die "Primer-Pan" unten weggeschnitten. Jetzt geht er bei meinem Evernew 900ml-Topf exakt rein. Leider brauche ich damit zwei Heringe, damit der Topf nicht zu tief liegt.

    Wenn ich den Brenner direkt auf den Boden stelle dann ist der Topf im russenden Teil der Flamme, wenn er einen Zentimeter erhöht ist (dafür die Teelichthülle), dann habe ich keine bzw. nur kaum Russbildung. Wenn man nach dem Kochen mit dem Finger über den Topfboden streiche (außen ;) ), dann ist der Finger gaaaanz leicht schwarz.

    Mit der Niveadose habe ich Kochzeiten von etwa 6 Minuten für 500 ml Leitungswasser. Das entspricht in etwa dem, was ich mit dem 10-12 -stove auch gemessen habe. Auch der Verbrauch ist ähnlich bzw. mit der Niveadose sogar ein paar Gramm niedriger.

    Snake Skins kann übrigens sehr einfach aus alten Damenstrumpfhosen basteln. Vom Schritt zum Bauchnabel zwei Nähte setzen und zwischen den Nähte auseinanderschneiden. Ich krieg mein 11'-Tarp wunderbar darin unter. Sehr einfach und billig herzustellen. Ist auch viel robuster als man meint.
    Wenn man was Schönes haben will, kann man auch für ein paar Euro die Snakeskins vom, und deutlich robuster als dendronaut bestellen. Die sind sehr fein.

    Liebes Forum,

    angeregt durch [USER="153"]Waldläufer70[/USER] und einige positive Rezensionen (u.a. von Andrew Skurka) habe ich mir vor etwa drei Monaten ein Sidewinder-System von Trail Designs zugelegt. In Kombination mit einem selbstebastelten Dosenbrenner habe ich nun das (für mich) optimale Spirituskochsystem.

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    Das System besteht aus einem 900 ml Titan-Topf von Toaks, dem Titan-Topfständer bzw. Windschutz von Trail Designs, einem Dosenkocher aus eriner Nivea-Dose, dem Alu-Gehäuse eines Teelichtes, einem Alulüffel von Decathloch (mittlerweile ersetzt durch einen abgeschnittenen Plastiklöffel), einem Mini-Bic-Feuerzeug sowie einer 50-ml Spritzflasche.

    Der Nivea-Kocher im Detail:

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    Die 30 ml-Dose habe ich mit Karbonfilz gefüllt. Mit dem Deckel kann ich die Flamme löschen. In einem zweiten Deckel habe ich ein kleineres Loch, damit kann ich die Leistung reduzieren. Mit einem kleinen Stück Alufolie mit einem noch kleineren Loch kann ich eine noch kleinere Flamme produzieren. Ich habe also drei Leistungsstufen, ich kann damit nun z.B. Reis ohne Warmhalten (Pot-Cozy) wunderbar garen. Der Deckel erlaubt es, den Brenner gezielt zu löschen und übriggebliebenen Alkohol einfach für den nächsten Kochgang aufzubewahren. Eine Füllung reicht genau um 750 ml Wasser zum Kochen zu bringen. Um die Effizienz zu erhöhen, stelle ich den Kocher auf die Teelichthülle. Ohne geht's schneller, mit brauch ich weniger Sprit.

    Der zweite Kernbestandteil ist der Windscreen von Traildesigns:

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    Das Ding kann ich wirklich empfehlen. Robust, funktional und ultraleicht. Der Topf sitzt perfekt und kann praktisch nicht umfallen. Der Windschutz ist optimal. Im Gegensatz zur Alu-Version des Windscreens kann man in der Titan-Folie ein Feuer machen - optimal im Winter, wenn man z.B. Schnee schmelzen muss.

    Zusammenfassung:

    Pros

    • 225 g (ohne Brennstoff, mit Alulöffel, Plastiklöffel spart nochmal etwa 15 Gramm).
    • alles passt in einen 900 ml Topf
    • sehr stabil
    • sehr leicht
    • sehr energeieffizient (etwa 12 g Ethanol für 500 ml Wasser, die Umgebungsbedingungen - insbesondere Wind - spielen kaum eine Rolle: Zeit bis zum vollen Kochen etwa 6 Minuten)
    • Brenner kann mit drei unterschiedlichen Leistungsstufen betrieben werden (Köcheln möglich)
    • überschüssiges Ethanol kann aufbewahrt und wiederverwendet werden
    • sehr ausfallsicher
    • sehr langlebig
    • Verwendung als Hobo möglich (!)

    Contra

    • teuer: die Titansachen (Topf und Windscreen) kosten etwa 100,- Euro. Dre Brenner und die sonstigen Sachen sind dagegen praktisch geschenkt (10,- Euro).


    Alles in Allem kann ich das System - nach etwa 40 Kochgängen - sehr empfehlen.

    Schönen Gruß,
    Roland