Beiträge von echinotrix

    Ich habe den Stoff zweimal verarbeitet, einmal in der leichten (36g/m^2), einmal der schweren Variante (55 g/m^2). Das Erste habe ich mit einer doppelten Kappnaht gemacht, das Zweite mit einem franzözischen Saum, verstärkt mit Polyesterband. Beide Tarps sind gut geworden, das Schwerere ist mein Standardtarp. Ich finde die dünnen, beschichteten Stoffe zwar auch schwerer zu nähen als z.b. Baumwolle, aber es geht eigentlich. Richtig nervig hab ich eigentlich immer nur die Umschlagsäume an den Kettenlinien gefunden.

    Probier's einfach mal aus!

    Da bei dieser Variante die "Sollbruchstelle", der Karabiner mit dem Gummiring, entfällt, muß man sehr gut aufpassen und sich immer in die Hängematte, NIEMALS in den Wooki setzen.

    Das ist ein Nachteil, ja. Da der Underquilt von der Daune "aufgespannt" wird, die HM aber nicht, besteht immer die Gefahr, dass man sich in den Quilt setzt. Allerdings hatte ich da bisher nie Probleme, auch nicht schlaftrunken und nach einigen Gläsern Wein. Normalerweise liegt ja auch der Topquilt in der HM, dadurch wird die Gefahr, sich in den UQ zu setzen, deutlich reduziert. Zudem fühlen sich die Stoffe in meiner Kombination - 1.6oz HyperD und 1.0oz Nylon Taffetta - sehr unterschiedlich an, das kann man kaum übersehen.

    Was meinst Du, wäre es sinnvoll die Hängematte und den Underquilt jeweils an der Mitte der Längsseiten aneinanderzuheften? Mit Druckknöpfen wäre die Verbindung sogar leicht lösbar. Oder wäre diese punktuelle Verbindung dem Komfort abträglich?

    Das könnte man durchaus machen. Ich persönlich würde einfach ein dünnes Bändchen an die HM und die entsprechende Stelle am UQ nähen, aber Druckknöpfe gehen natürlich genauso. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Liegekomfort darunter leidet.

    Hallo zusammen,

    nach langem Zögern habe ich endlich mal ausprobiert, wie sich ein gemeinsames Whipping für HM und meinen DIY Wooki macht.

    Zuerst habe ich HM und Wooki auf exakt die gleiche Länge gebracht, jeweils mit Tunneln an den Enden. Dann habe ich an einem Ende von HM und UQ zwei idetnische Loops durch die Tunnel gezogen und beide Teile an einem Haken aufgehängt. Dadurch wurden HM und Wooki ganau aneinander ausgerichtet, sowohl bezüglich Position als auch bezüglich der leichten Rundung. Dann habe ich im Grunde ein Standard-Warbonnet-Whipping durch den Tunnel der HM gemacht, nur habe ich den Stoff des Underquilts mit eingeschnürt. Wiederholung am anderen Ende, Continuous Loops drum rum, fertig.

    Das Ergebnis schaut dann so aus:

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    Nach mittlerweile etwa 20 Nächten kann ich sagen, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Der Underquilt sitzt perfekt, noch etwas besser als bei der "normalen" Befestigung.

    Kann ich für DIYler empfehlen.

    Vorschlag:

    Dutch Netless Hängematte (1.6oz Hexon, mit Whoopies und Treestraps): 435 Gramm
    Warbonnet Minifly: 333 Gramm

    Noch ein paar Gramm für etwas Zing It und etwas Dutchware für die Aufhängung des Tarps, dann solltest Du bei unter 800 Gramm rauskommen. Solte ein Insektennetz notwendig sein, dann würde ich eines nehmen, das nur den Kopf und den Oberkörper bedeckt. Das wiegt unter 100 Gramm, muss man aber selber basteln (soweit ich weiß). Ein Fronkey Style Bugnet von Dutch kommt auf 170 Gramm, dann landest Du bei etwa 970 Gramm.

    Wie sieht denn UL Setup aus? Für welche Temperaturen ist es ausgelegt?

    Sehr kurze Aufhänge-Schlaufe für Hängematten

    Übrigens ist mir vor einiger Zeit eine Idee gekommen, wie man die Aufhänge-Schlaufen einer Hängematte stark verkürzen kann:

    Dazu verwendet man einen überlappend gespleissten Dogbone. Ein solcher ist schon einmal deutlich kürzer als ein konventioneller. Diesen faltet man in der Mitte, schiebt die Bucht (das gefaltete Ende) durch den Tunnelzug der Hängematte und anschliessend durch die beiden Schlaufen des "Knochens". Dadurch erhält man eine sehr kurze Schlaufe.

    Man kann den Dogbone/Loop auch einfach mehrmals um den Stoff wickeln, dann wird die Aufhängung auch kürzer. Zusätzlich wird der Druck auf eine größere Fläche verteilt, was die Belastung des Stoffes etwas verringert.

    Gibt es irgendwo Anleitungen/Schnittmuster für KuFa Underquilts?

    Gibt es natürlich. Ein ganz toller und beliebter Underquilt ist z.B. der hier. Die Konstruktion ist aber schon etwas ausgefeilter und die Anleitung versteht man erst dann gut, wenn man ihn mal genäht hat.

    Du kannst es aber auch einfach so machen:

    • Nimm zwei Rechteckige Stücke Nylonstoff (z.B. sowas hier), Abmessungen etwa 1,3 x 2,2 Meter. Leg Sie mit den rechtem Seiten aufeinander.
    • Nimm ein ebenso großes Stück Climashield Apex und leg es drauf.
    • Näh im Abstand von etwa 1,5 cm einmal außen rum durch alle Lagen, lass an einer Seite etwa 20 cm offen.
    • Greif zwischen die Stofflagen und wende die ganze Konstruktion.
    • Näh deas Loch von außen zu. Muss nicht schön sein, die Naht verschwindet, wenn Du 6. machst.
    • Näh an allen Seiten mit einen Tunnel.
    • Noch Gummikordeln durch alle Tunnel und bis etwa 5°C gut gewärmt abhängen.

    Oder halt die ganz einfache Variante: ein PLUQ. Davon gibt's sogar no-sew-Varianten.

    Ganz toll geworden, wirklich! Ich will auch so einen! Machst Du auch Auftragsarbeiten? ;)

    Was hat Dich denn der ganze Spaß gekostet?

    Vielleicht muss ich in der klassischen Hängematte mal versuchen, die Ränder des Quilts nicht zwischen Körper und Hängematte nach unten zu ziehen, sondern den Quilt nur lose über mich zu legen. Vielleicht ist genau das der Fehler.

    Ich ziehe die Ränder des Quilts - wie schon erwähnt - an den Seiten nicht bzw. nur ganz leicht zwischen Körpern und HM. Mit Luftlöchern hatte ich nie Probleme, zumindest nicht, seit ich einen Wooki-Design-Underquilt verwende. Seit der Underquilt perfekt sitzt, macht der Topquilt auch keine Probleme mehr. Vorher habe ich unbewusst oft versucht, kalte Stellen, die durch den Underquilt verursacht wurden, irgendwie mit dem Topquilt zu beheben - was natürlich nie funktioniert hat.