Beiträge von echinotrix

    Wie ich die Forensoftware manchmal hasse. Der letzte Post hat sich aufgehängt. @admin: gerne löschen, bei Gelegenheit.

    Also nochmal, diesmal mit Foto via abload.de:

    Ich bin auch nach wie vor begeistert davon, wie vielseitig man so ein kleines Stück Silnylon mit ein paar Schlafen und ein bisschen Gummiband verwenden kann. Neulich im Wald bei Regen:

    Zusätzlicher Schutz für's Fußende, wenn man keine Türen hat. Unten drunter lässt sich dann auch wunderbar Ausrüstung an die Tarp-Ridgeline hängen.

    Ich werde mirdemnächst noch einige weitere Abpsannschlaufenan annähen, dann kann man's in noch mehr Konfigurationen aufbauen.

    Ich bin auch nach wie vor begeistert davon, wie vielseitig man so ein kleines Stück Silnylon mit ein paar Schlafen und ein bisschen Gummiband verwenden kann. Neulich im Wald bei Regen:
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    (Wie ich die Forensoftware manchmal hasse:)

    Zusätzlicher Schutz für's Fußende, wenn man keine Türen hat. Unten drunter lässt sich dann auch wunderbar Ausrüstung an die Tarp-Ridgeline hängen.

    Ich werde mirdemnächst noch einige weitere Abpsannschlaufenan annähen, dann kann man's in noch mehr Konfigurationen aufbauen.

    Ja, ich kämpfe mich immer noch durch die Textwüste... Ich wünschte, er hätte sich etwas knapper gefasst und ein paar Bilder dazwischen gesetzt :/

    Allerdings, ja. Macht's einem nicht gerade leicht.

    Ich habe einige Vorbehalte:

    • Ich kann mir nicht vorstellen, wie das warm halten soll, wenn das nicht eng anliegt. Insbesondere, wenn man sich nicht komplett einwickelt.
    • Wie sehr raschelt das?
    • Wohin soll das Kondenswasser abfließen, das sich unweigerlich bildet. Er schreibt ja, dass das kein Problem wäre und sich dort sammelt, wo es nicht stört. Ich habe aber nicht wirklich verstanden, was er damit meint.
    • Bei sehr niedrigen Temperaturen muss man sich ja anscheinend unbedingt komplett einwickeln. Da würde mich stören, dass ich nicht rausschauen kann. Gerade das mag ich eigentlich an der HM. Den ungehinderten Blick auf den Wald


    Wie schon gesagt: ich würde das auf jeden Fall ausprobieren, wenn ich eine unkomplizierte Bezugsquelle finden könnte. Aber das habe ich bisher leider nicht.

    Interessant fände ich die geringen Kosten, das relativ geringe Gewicht/Packmaß sowie den Komfort (vorausgesetzt, dass man so schön diagonal liegen kann, wie ohne Isolierung).

    Hallo zusammen,

    auf hammockforums.net hat gestern jemand einen Beitrag online gestellt, der meine Aufmerksamkeit erweckt hat.

    Er berichtet davon, dass er schon seit längerem ein Isolationssystem verwendet, bei dem er ausschließlich

    verwendet. Der Post ist leider sehr lang und unübersichtlich, auch die verlinkten Videos sind auf den ersten Blick nicht sehr einleuchtend. Aber ich habe mir trotzdem die Mühe gemacht, alles zu lesen und anzuschauen. Es könnte durchaus interessant sein.

    Vielleicht hat ja jemand Zeit, sich auch ein Bild davon zu machen und seine Einschätzung abzugeben.

    Ich habe leider keine Bezusquelle in Deutschland gefunden. Wenn da jemand etwas findet, würde ich mich freuen und die Dinger mal ausprobieren. Da der preisliche Aufwand gering ist, würde ich mir das auf jeden Fall mal anschauen.

    Der original Post ist hier. Nicht erschrecken, ist erstmal ziemlich viel und unübersichtlich. Aber neu evtl. innovativ.


    Schönen Gruß,

    Roland

    Bei einer Sache, die soooo viele verschiedene Anwendungsmöglichkeiten hat, würde ich das Problem fürchten, dass man zwei Dinge gleichzeitig damit tun müßte - es z.B. als Regencover für den Rucksack oder als Rainkilt nutzen?

    Sind ja im Grunde alles nur Komfortfunktionen, da muss man dann halt Prioritäten setzen.

    Ob da eine Heisswasserflasche nicht effektiver und bequemer gewesen wäre?

    Im Grunde schon. Hab ich auch schon oft gemacht. Aber in diesem Fall war es so, dass ich aufgrund der Unterkühlung gar nicht in der Lage gewesen wäre, eine Wärmflasche zu machen. Eine Frau als Wärmflasche, oder ein Mann, oder ein Hund, oder irgendein anderes Säugetier waren leider nicht verfügbar. Werd ich das nächste Mal einpacken. ;)

    Ich stelle mir das ziemlich unangenehm vor, so mitten in der Nacht schlotternd aufzuwachen.

    Wenn ich dein Erlebnis mit meinen Erfahrungen verknüpfe, so würde ich noch die folgenden Punkte als Möglichkeiten anfügen:

    • Sich im Vorfeld detailliert mit der Karte beschäftigen und sich mit der Umgebung vertraut machen
    • Sich während der Wanderung zum Übernachtungsplatz immer wieder mithilfe der Karte orientieren
    • Sich am Lagerplatz - am besten noch bei Tageslicht - den kürzesten Weg zurück in Sicherheit einprägen


    Es ist einfacher, sich im Vorfeld ganz entspannt ein Bild zu machen, als das mitten in der Nacht mit klammen Fingern und womöglich noch halb unter Schock nachholen zu müssen.

    Ein weiterer Punkt - gerade, wenn man alleine raus geht - könnte sein:

    • Übernachte im Winter nie an einem Ort, an dem du nicht bereits in der wärmeren Jahreszeit übernachtet hast und mit dem du vertraut bist.

    Das Hauptproblem war meine Sorglosigkeit. Nach mittlerweile 20-30 Winternächten mit teilweise Temperaturen um die -10°C habe ich mich bei moderaten 0°C sicher gefühlt. Eigentlich würde ich NIE mit einem ungetesteten Setup rausgehen, und auch IMMER mein Tarp ordentlich abspannen, und auch NIE ohne einen Notfallplan bereit zu haben. Das habe ich aber in diesem Fall gemacht, was sollte mir schon bei meiner Erfahrung und den moderaten Tempreaturen passieren? Einfach dumm! Definitiv nicht weiter zu empfehlen. Auch bei 5°C kann man schon ernsthafte Probleme bekommen, wenn einige unünstige Umstände zusammen kommen. Das sollte inem immer bewusst sein.

    Es ist ja nicht so, dass ich nicht wüsste, was es zu beachten gilt. Aber theoretisches Wissen und praktische Umsetung sind halt zwei verschiedene Dinge.

    Das sind sich viele der jungen Survival und Bushcraft Helden garnicht bewusst. Dass man drauf gehen kann.

    Allerdings. Das war mir bisher zwar abstrakt bewusst, aber trotzdem habe ich es nicht wirklich als echte Möglichkeit wahrgenommen. Das hat sich geändert.

    Ich hatte zwar keine Angst, war mir beim nächtlichen Wandern durch den Wald aber im Klaren darüber, dass ich ein echtes Problem bekomme, wenn mein Handy oder meine Lampe ausfällt. Das Auto wiederzufinden wäre unmöglich gewesen, weil ich ja das Gelände nicht kannte. Dann hätte ich keine Option mehr gehabt, als die ganze Nacht über in Bewegung zu bleiben und zu hoffen, dass ich mich am Morgen wieder orientieren kann. Das wäre schon wirklich extrem gewesen und sicher auch lebensbedrohlich.

    Ein paar Fragen zu deinem Punkt "immer das Tarp ordentlich abspannen": Hättest du das Problem mit deinem Tarp vermeiden können? Nutzt du ein Tarp mit Türen? Hattest du es zu hoch abgespannt und ein tieferes abspannen hätte die Schneeeinwehung verhindert?

    Genau das war der Fall. Ich hab zwar schon wie immer quer zum Wind aufgebaut, aber nicht tief genug abgespannt. Die Luv-Kante war auf etwa 60 cm Höhe. Hätt' ich sie auf 30 cm oder weniger gebracht, wie ich es üblicherweise bei Regen und Wind mache, dann hätte ich ein Problem weniger gehabt. Türen hab ich zwar keine, aber meistens habe ich ein kleines Stück Silnylon dabei, das ich bei Bedarf zusätzlich gegen den Wind montiere.

    Liebes Forum,

    hier mal ein kleiner Reisebericht, der zeigen soll, wie schnell man im Winter in echt brenzlige Situationen kommen kann.

    Mitte Dezember bin ich raus, um die Nacht auf dem Hohenberg nahe Landau zu verbringen. Ich habe etwa eine Stunde Fußweg vom geplanten Nachtlager entfernt geparkt und bin erstmal eine schöne Runde durch den abtauenden Winterwald gewandert. Die Temperaturen waren moderat, am Nachmittag so um die 2°C, und es wehte kaum Wind. Gegen 16.30 Uhr habe ich an einer schönen Stelle neben einer kleinen Schutzhütte mein Setup aufgebaut.

    Dann habe ich es mir in der Hütte bequem gemacht, Reis mit Linsen gekocht, zwei Gläser Wein getrunken und Hörbuch gehört. Um etwa 20.30 Uhr bin ich in die Hängematte gekrochen und wie üblich sofort eingeschlafen.

    So weit, so gut.

    Einige Stunden später bin ich wieder aufgewacht und war erst einmal ziemlich verwirrt, weil ich am ganzen Körper gezittert habe. Als ich meine Stirnlampe von der Ridgeline genommen und mich umgesehen habe, sah ich, dass mein Topquilt patschnass war, weil ein kräftiger Wind den mittlerweile eingesetzten Schneeregen unter dem Tarp durchblies. Es war sogar Schnee in der Hängematte. Auch von unten her war's ungewöhnlich kalt, was daran lag, dass ich am Tag zuvor die Aufhängung meines DIY Wookis modifiziert hatte und nicht kontrolliert habe, ob er richtig sitzt.
    Ich bin sofort aufgestanden, hab alles angezogen, was ich dabei hatte (Hose, Fleecejacke, Daunenweste, Regenjacke) und habe angefangen abzubauen. Obwohl ich mich dabei bewusst viel bewegt habe, hat es doch etwa 10 Minuten gedauert, bis ich aufgehört habe zu zittern.

    Kurze Zeit später war alles eingepackt und ich habe mich auf den Rückweg zum Auto gemacht. Es war etwa Mitternacht. Da ich die Gegend nicht gut kannte, habe ich mit dem Handy navigiert. Einen Kompass hatte ich zwar wie immer dabei, aber auf eine Karte verzichte ich bei Overnightern meistens. Da bin ich also bei -1°C und dichtem Schneegestöber durch den Wald gestapft und hätte keine Chance gehabt, ohne mein Handy zurück zum Auto zu finden. Doch noch im Wald zu übernachten wäre nicht in Frage gekommen, weil mein Setup ja patschnass war. Und dann hat auch noch meine Stirnlampe signalisiert, dass ihr bald der Saft ausgeht. Glücklicherweise habe ich nach etwa 1,5 Stunden dann doch den Parkplatz erreicht und bin nach Hause gefahren.

    Nochmal mit dem Schrecken davon gekommen! Das hätte auch ganz leicht anders ausgehen können. Wenn ich nicht rechtzeitig wach geworden wäre, hätte es durchaus passieren können, dass aus der milden Hypothermie eine mittelschwere geworden wäre, inklusive Bewusstseinseintrübung. Dann hätte ich vielleicht den Ernst der Lage nicht erkannt und wäre nicht sofort aufgestanden, um mich zu bewegen. Ebenso wäre es katastrophal gewesen, wenn ich das Handy verloren oder wenn es plötzlich seinen Geist aufgegeben hätte. Gleiches gilt für die Stirnlampe. Ich hätte zwar eine kleine Funzel als Reserve gehabt, aber damit wäre es sehr schwer gewesen, die zugeschneiten Wege zu erkennen. Das Auto wiederzufinden wäre unter diesen Umständen im Grunde unmöglich geworden.

    Daher, Memo an mich für den Winter:

    • Wenn ich nicht sicher weiß, wie sich das Wetter entwickeln wird, immer das Tarp ordentlich abspannen.
    • Nie mit ungetesteter Ausrüstung rausgehen, selbst wenn es sich nur um eine kleine Veränderung an der UQ-Aufhängung handelt
    • Immer Kompass UND Karte mitnehmen
    • Immer eine vollwertige Reservelampe mitnehmen

    Das war mir eine Lehre!

    Gruß, Roland

    Wenn du mit der Erstellung von Tarp. Shop ect fertig bist: Schicke doch am besten ausgewählten Youtubern mit genug viewern ein Modell zum Testen. Das dürfte massive Werbung sein!

    Oder auch eine an's Forum (z.B. an [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER], gerne aber auch an mich oder jeden anderen Freiwilligen), wir schicken Sie dann auf eigene Kosten von Mitglied zu Mitglied (am Ende natürlich zurück zu Dir). Nicht viel Werbung, aber dafür brauchbares Feedback von versierten Hängemattennutzern.