Beiträge von echinotrix

    [SIZE=12px]Punkt 1: Die Konstruktion
    Ich hab zwar keine persönliche Erfahrung damit, aber ich kenne keinen Hersteller, der Daunen-Underquilts ohne Kammern näht. Das hat sicher seinen Grund. Neben den Kältebrücken würde die Daune auch stark zusammenrutschen, was die Isolationsleistung nochmal einschränkt. Andererseits fehlt ein differentieller Schnitt, dadurch würde die Daune stark komprimiert werden - auch wieder kalt. Bei Apex oder Primaloft ist das weniger ein Problem, weil die Synthetikfasern nicht so leicht komprimierbar sind wie Daunen.

    Punkt 2: Die Daune
    Ich würde Dir von dem "Lidl-Schnäppchen" abraten. Das ist sicher keine hochwertige Daune, ich würde mal tippen max. 600 cuin. Für 85,80 Euro kriegst Du bei Extremtextil 500g 700cuin Daune, für 135,80 Wuro sogar 500 g mit 860cuin. Und Du musst keinen Stoff, der vorher mühsam zusammengenäht wurde, auftrennen und am Schluss sogar noch wegwerfen.

    Punkt 3: Der Stoff
    Der Stoff des Amazonas-Quilts ist eventuell (wahrscheinlich?) nicht daunendicht. Das würde auf die Dauer dazu führen, dass Du Daune durch den Stoff hindurch verlierst.

    Fazit: Mach's lieber nicht.

    Was meinen andere dazu?[/SIZE]

    Ich hab auch einfach Gummikordelloops an den Leinen. Die tun seit zwei Jahren zuverlässig ihren Dienst, sind ggf. schnell und einfach zu erneuern und bieten die erwähnte Sollbruchstelle. Nicht ganz so "neat" wie die Schläuche, aber vollkommen okay für mich.

    Neuigkeiten: Ich bin auch dabei! Mit Frau und Poldi. Sind noch andere Kinder da? Dendronaut? Hab den Überblick verloren.

    Ich könnte auch gerne ein Essen machen, falls das noch benötigt wird. Einen großen Topf Rindergulasch und einen kleinen Kartoffelgulasch.

    Wir würden am Freitag nachmittag anreisen und am Sonntag Abend oder Montag Morgen wieder abreisen.

    Ich war von Freitag auf Samstag draußen bei -7°C. Hab mit meinem Alkoholkocher testweise Schnee geschmolzen, daraus wurden am Ende 500 ml kochendes Wasser. Das Projekt hat etwa 15 Minuten gedauert und knapp eine Niveadosenfüllung gebraucht. In den Kocher gehen maximal 22,5 Gramm Ethanol (=28,5 ml).

    Das unterscheidet sich schon stark von dem, was Du berichtest, Bernd.

    Ich habe die Vermutung, dass der von mir verwendete Windschutz (Sidewinder Ti-Tri von Trail Designs) einen großen Einfluss auf Leistung und Verbrauch nimmt und einem normalen Windschutz deutlich überlegen ist. Werde ich bei Gelegenheit mal austesten.

    Die Beachtung des Taupunktes ist bei richtig kalten Bedingungen von Belang.

    Nicht ganz. Der Taupunkt ist abhängig von der Temperatur UND der Luftfeuchtigkeit. Es kann auch bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt dazu kommen, dass transpiriertes Wasser in der Isolation abkühlt und kondensiert. Wenn die Lufttemperatur unter den Taupunkt sinkt, dann steigt die Luftfeuchtigkeit auf 100% und Wasser kondensiert in der Luft (Nebel). Wenn die Temperatur weiter sinkt, dann kondensiert das Wasser in der Isolation. Bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt ist das nicht so schlimm, weil man tagsüber vermutlich immer mal wieder dazu kommt, die Isolation zu trocknen.

    Die ganz harten Wintercamper reagieren auf diese Bedingungen, indem sie innen in den Schlafsack eine Plastiktüte o.ä. stecken, also im eigenen Saft kochen und damit den Feuchtigkeitstransfer durch den Schlafsack verhindern.

    Was Du hier ansprichst ist eine sogenannte Dampfsperre (Vapor barrier; VB). Die Meinung, dass man bei der Verwendenung einer VB im eigenen Saft kocht, ist weit verbreitet, aber falsch. Wenn man die Transpiration gut kontrolliert, dann fühlt es sich überhaupt nicht nach Sauna an. Also einfach beim in's Bett gehen gerade so viel zudecken, dass man nicht friert. Wenn man dann in der Nacht aufwacht und leicht fröstelt, dann kann man sich weiter zudecken. Das ist auch gut, wenn man keine VB verwendet. Shug: "Put on the insulation as you go." Schwitzen im Winter ist nie gut.

    Hab meinen Niveadosenkocher nochmal getestet:

    500 ml Wasser aus der Leitung (momentan etwa 10°C) kochen in 7:15 Minuten, dafür braucht's 12 Gramm (15 ml) Ethanol. Das alles daheim in der Küche, also ohne Wind und bei einer Umgebungstemperatur von etwa 20°C. Und mit dem Caldera Cone (das ist natürlich unfair, weil der die Effizienz deutlich steigert).

    Ich hab neulich mal eine interessante Abhandlung über Bowline (Palstek) Varianten gelesen (Mark Gommers - AN ANALYSIS OF BOWLINES). Dabei sind mir die Knoten von Alan Lee aufgefallen. Ich benutze als teil meiner HM Aufhängung zu Hause und draußen seit etwa nem Jahr als feste Schlaufe den Lee’s Locked Bowline, der bis jetzt (lass es mal 150 Übernachtungen gewesen sein) prima hält und keine offensichtlichen Schäden am Seil hinterlassen hat. Sprich, er geht auch wieder auf. ;) Der Knoten wurde von Gommers als sehr sicher eingestuft, weil durch die Seilführung keine allzu kleinen Radien entstehen (für Gommers ebenfalls ein wichtiges Kriterium). Als Seil verwende ich ebenfalls die Regatta. Ich habe für mich die Bruchlast-Reduktion mit 50% gerechnet, einen Test (vor allem mit dem entsprechenden Seil) hab ich seinerzeit nicht gefunden.

    Der Knoten ist nicht ganz easy - muss man schon ein paarmal üben, damit man ihn nicht wieder vergisst. Ich verwende ihn aber recht gerne als Alternative zum Achter. Die Anglerschlaufe werde ich aber auch mal ausprobieren! ;) Alan Lee hat einen Youtube Kanal, auf dem er die Knoten vorstellt.

    Sehr cool, vielen Dank. Ich bin immer wieder überrascht und fasziniert, wie viele tolle Knoten es gibt.

    [USER="4185"]Biker61[/USER] : Bruchtest, bitte. ;)

    Genau so was hab ich auch gebastelt, siehe hier. Ich bekomme mit dem Kocher (identisch mit dem Teil von [USER="67"]xuanxang[/USER]) mit etwa 12 g Ethanol 500 ml Wasser in etwa 6 Minuten zum Kochen, relativ unabhängig von den Umgebungsbedingungen.

    Ich mag das einfache und robuste Design sowie die Möglichkeit, die Leistung über den Simmerdeckel zu regulieren. Nicht benötigten Brennstoff kann im Kocher bleiben. Auch die Möglichkeit, den befüllten Kocher in die Jackentasche zu stecken, um bei niedrigen Temperaturen den Alkohol vorzuwärmen, finde ich praktisch.

    Im Grunde genau das gleiche Konstruktionsprinzip wie bei dem von [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER] vorgestellten Kocher, nur halt DIY. Leider ist der Carbonfilz nicht ganz günstig, aber es geht. Ich verwende seit über einem halben Jahr ausschließlich diesen Kocher und bin höchst zufrieden.

    Am Stück die drei Boxen oder jedes mal neu begonnen?
    Wie machst Du Anfang und Ende? Einfach vor zurück ein paar mal?
    Ich lerne nie aus.

    In einem Zug. Ich beginne mit einer Quernaht, dann dreimal im Zick-Zack, im Zick-Zack wieder zurück, und dann einmal komplett außen rum.

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    Mich würde schon seit langem mal interessieren, wie stabil das ist. Hab aber leider nicht das Equipment, um es auszuprobieren.

    Hallo zusammen,

    ich habe seit einiger Zeit eine neue Aufhängung in Benutzung, die sich sehr gut bewährt hat.
    Ich habe mir bei MyersTech 2x5 m Dyneema Gurtband bestellt und von Alissa 1 Paar Beetle Buckles geholt. Laut Jeff von Myerstech sollte das gut funktionieren. Nach mittlerweile 20 Nächten kann ich das voll bestätigen.

    Die Vorteile

    • super einfaches Setup, selbst mit Fäustlingen möglich
    • sehr leicht (70g inklusive Beetle Buckles und Titan Dutch Clips)
    • geringes Packmaß, ähnlich wie Whoopies mit Treestraps
    • witterungsbeständig, praktisch keine Dehnung
    • man kann die HM problemlos sehr nah an den Baum bringen (<3 cm; sehr praktisch bei kurzen Hangs)


    Die Nachteile

    • sehr teuer (37€ Gurtband + 25€ Beetle Buckles + 25€ Dutch Clips; unterm Strich also fast 90€)
    • das Gurtband ist weiß, also auffällig und man sieht jede Verschmutzung sofort (ist aber in der Waschmaschine waschbar)


    Hier noch ein paar Bilder (wiedermal über abload, weil die Forensoftware spinnt):

    Schönen Gruß,

    Roland

    Membrane ist ein Quäntchen leichter, aber dehnt sich dafür auch etwas mehr.

    Meinst Du beim Aufspannen oder wenn es nass wird? Ich vermute ersteres, oder?


    Ich habe noch nie verstanden, warum von so gut wie allen Tarp-Herstellern Gurtband vernäht wird.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das wegen dem geringeren Aufwand gemacht wird. Macht für DIY keinen großen Unterschied, aber wenn man wirtschaftlich arbeiten muss, dann können ein paar Minuten weniger pro Schlaufe und 4-6 Schlaufen pro Tarp durchaus eine Rolle spielen.
    Könnte aber auch einfach aus Tradition sein.