Beiträge von kilosierra

    Ich wohne in einem Holzerntegebiet. Hier sind die Dinger und auch die riesigen Holztransporter leider alltäglich und im Wald kann man oft nur quer durch den Hochwald wandern aber nicht mehr auf den Wegen. Es ist so traurig mit ansehen zu müssen, wie so vieles kaputt gemacht wird. Und wenn man dann bedenkt, dass das Holz ans andere Ende der Welt exportiert wird um als fertite Möbel oder Dielen wieder nach Europa zurück zu kommen, ist das besonders traurig.

    Täusch ich mich, oder wird bei Kondensation Wärme frei. Auf diesem Prinzip funktionieren doch Latentwärmespeicher.
    Dann sollte doch diese Kondensationswärme an einer Rettungsdecke oder anderen undurchlässigen Schicht auch zum besseren Wärmeempfinden beitragen. Zumindest kurzfristig.
    Ein Effekt, der bei einem Test mit nur einerwarmen Flasche nicht auftreten sollte.

    OK, um die Frage endgültig zu klären muss einer wohl einen Hang Tight Underquilt mit und einen ohne Reflektorschicht bestellen, und dann einen Versuch mit einer Heißwasserflasche und einem Thermometer machen ^^

    Der Sonnenaufgang gegen 9.00 Uhr ist schon bedeutend besser als gegen 5.00 Uhr im Sommer. Mich stört die morgendliche Sonne im Sommer nur.

    Eine Frage der Vorlieben und des Lagerplatzes.
    Ich fand es gut bis 10 Uhr abends einen Platz suchen zu können und morgens um 8 wenigstens mitten auf dem See schon Sonne zum Frühstück zu haben.

    Wenn du 2 Steh-Leitern o.ä. hast, plus eine ca. 3,50 lange Stange, kannst du dir sowas Ähnliches in den Garten bauen:

    Gute Idee, dann muss ich nicht alles erst in den Wald schleppen zum testen.
    Ich trau mich nicht, richtig auf Tour zu gehen, solange ich nicht weiss, wie ich warm schlafen kann. Mir wird recht schnell sehr kalt, andererseits schwitze ich auch einfach unmotiviert los. Frau und alt halt. ;(
    Der Rest einer Tour, vor allem das Kochen wird noch schwierig genug.

    Overnighter-Test abgebrochen
    Ich wollte es wissen, aber mit Rückzugsmöglichkeit.
    Also habe ich mein Tarp im Garten aufgebaut. Und erst nach dem Fernsehen, gegen 11 bin ich bei -9°C in meinen Schlafsack gekrochen.


    Leider konnte ich nicht einschlafen. Ich glaube Bodenschlafen ist nichts mehr für mich. Ich bin hin und her gerollt, es kam von unten kalt durch. Das Kopfkissen ist ständig abgehauen.


    Meine Matratze, einfache (billige) Leichtluftmatratze auf Eierkartonmatte war nicht warm genug und auch unbequem für meine alternden Knochen. Im Herbst habe ich in der billigen Hängematte bessere Nächte erlebt.


    Positiv ist meine Schlafsackkombination.
    2x Quechua 0° Daune, einer (innen) in XS und die Kapuze abgeschnitten. Ich benutze ihn als Quilt. Der andere (aussen), baugleich aber in XL, geschlossen und mit Kapuze. Von oben war mir nicht kalt.


    Um 3 Uhr hat mich der Mut verlassen und ich bin zurückgekehrt ins Bett. Draussen, an der Hauswand hat unser Thermometer -11°C angezeigt.

    Den nächsten Test muss ich aber im Wald machen. Ich will meinen selbstgebastelten Underquilt testen, im Garten habe ich keine Hängemöglichkeit. Wenn der funktioniert, zeige ich ihne hier, sonst schweige ich besser.

    Dann kann ich endlich versuchen richtig raus zu gehen. Mir macht die Länge der Nacht im Winter doch etwas Angst. Was macht man bloss in 15 Stunden Dunkelheit und Kälte? Solange die Sonne scheint ist es ja toll im Winter draussen.

    Bastelzeit, damit ich, wenn wieder Schnee da ist, alles fertig habe für ein Winterbiwak im Schnee.
    Heute habe ich meinen Gepäckschlitten (sagt man auf Deutsch auch Pulka?) soweit fertig gemacht, dass ich testen könnte.
    Ein ganz einfacher Schlitten ohne Sitz und Bremsen, ein Packsack (nicht mehr wasserdicht), eine Schutzhülle aus einem alten Zelt.
    Eine lange Hundeleine (Joggingleine) mit Gürtel zum Ziehen. Drin ist ein Topquilt, ein Schlafsack, ein Undequilt (alles Daune), Schlafkleidung, die Hängematte, Tarp, Holzkocher, Töpfe, Kleinkram.

    Ist noch nicht fertig gepackt, nur um zu sehen ob alles reinpasst. Anderer Kram kommt noch in den Rucksack.




    Oh, mir ist nie eingefallen, dass der typische Geruch von Wildschweinen der von Liebstöckel ist.
    Als ich Kind war, gab es einen trockenen Kräuterkäse in der Streudose, den mochte ich sehr. Für mich riechen Wildschweine so wie dieser Käse. Mit Liebstöckel habe ich diesen Geruch nie in Verbindung gebracht. Danke für den Hinweis.

    Hat man keinen Trockner , dann ggf. auf einen warmen Sommertag warten und die Daunendecke in die Sonne hängen. Gibt nichts besseres als Wind u. Some um etwas richtig trocken zu bekommen.

    Ich bin nach wie vor der totale Wolle-Fan. Solange einem die Motten nicht das Material zerfressen, ist Wolle in meinen Augen unschlagbar. Bestes Schlafklima, sehr warm, langlebig, stinkt nicht, wärmt trotz Nässe usw.

    Ja, ist sehr schwer und voluminös und fällt damit heute durch...

    Hat aber seinen Grund warum im Mittelalter alle Wolle getragen haben.

    Ich wasche Daunen, wenn es sich nicht vermeigen lässt auch nur an heissen Sommertagen. Auch dann lasse ich sie meist mehrere Tage trocknen und gehe regelmässig aufschütteln.

    Bei Wolle bin ich ganz deiner Meinung, ich trage wenn es kalt wird (auch zum Schlafen) selbstgemachte Wollunterwäsche (gesponnen und gestrickt) aus Schafwolle, Alpaka, Angora und Seide. Wollfilz ist auch Klasse, sehr dicht, fast winddicht, aber auch schwer.
    Mit loser Wolle (kardiertes Vlies) habe ich die Erfahrung, dass sie sich doch auf Dauer zusammendrückt und dann eher wie Filz wird. Einen Schlafsack, TQ oder UQ daraus kann man nicht so gut komprimieren, wie Daune. Er wird sich nicht wieder vollständig aufplustern.

    Schöne Übernachtung bei "wundervollem" Wetter. Mir wird schon beim zusehen kalt.
    4 grad in der Nacht geht schon, wenn es am Tag warm wird. Hatte ich Anfang November, als ich das letzte mal mit dem Kajak unterwegs war auch.
    Kannst du mal dein Tarp skizzieren? Das ist nicht viereckig, oder? Ich kann es aus den Bildern einfach nicht erkennen, wie es aufgehängt ist. Mir scheint, einige Stellen sind doppelt gelegt.

    So etwas Ähnliches habe ich auch gemacht.
    Ein eigentlich sehr guter Daunenschlafsack von D4 für kleines Geld gebraucht gefunden.
    Leider Grösse XS. Viel zu eng für mich.
    Ich schlafe auch meist mit offenem Schlafsack als Topquilt. Dabei stört die Kapuze eigentlich immer.
    In einem Anfall von Unzurechnungsfähigkeit habe ich das gesamte Kopfteil abgetrennt und abgeschnitten. Eine ziemliche Sauerei, die Federchen fliegen durch die ganze Bude.
    Das Ergebnis passt mir aber gut.
    Bis 5 grad habe ich damit nun schon in der Hängematte geschlafen. Wenn es kühl wird, ist noch genug Platz drunter um einen einfachen Daunenschlafsack (Aegismax) unter dem Quilt zu benutzen.
    Leider habe ich gerade keine Bilder davon zur Hand.

    Beim Inline Skaten kam mal ein Hund aus einer Hofeinfahrt rausgeschossen und wirkte eher agressiv. Bei dem hat es gut funktioniert mich langsam rückwärts fahrend zu entfernen. Ich hatte de Eindruck, dass er nicht verstand, was da vorgeht Ich sehe ihn an und entferne mich. Vielleicht funktioniert das ja auch im Gehen.
    Ansonsten ist mein Gefühl, dass die freilaufenden Hunde hier auf dem Land, in Frankreich, sehr friedlich sind. Noch nie hatte ich Schwierigkeiten mit ihnen.

    Hallo Kerstin, willkommen bei uns im Forum.

    Bin gespannt auf Deine unkonventionellen Low-Budget-Basteleien und natürlich hoffe ich auch auf gute Ausflugtips. Nächstes Jahr geht es wieder nach Frankreich und ich suche noch Inspiration ;)

    Ich bin im Zentralmassiv, zwischen Clermont Ferrand, Saint Etienne und Le Puy en Velay. Das ist Mittelgebirge bis 1880m, viel Wald und gut zum Wandern. Frag ruhig.

    Auf der Suche nach Antworten, bin ich auf dieses Forum gestossen.

    Die Antworten habe ich nach einigen Stunden Suchen und Lesen noch nicht gefunden, aber ich habe so viele interessante Sachen gesehen, dass ich wohl länger hierbleiben werde.

    Da lohnt sich auch eine Anmeldung und Vorstellung.

    Ich bin schon immer gerne draussen und taste mich seit Jahren an ein möglichst unkompliriertes Übernachten in der ‘Wildnis’ heran.

    Vor Jahren habe ich zur Hirschbrunft im Cantal noch im Auto geschlafen. Dann habe ich mal eine Nacht unter freiem Himmel, 500m vom Auto entfernt , versucht. Im Jahr drauf eine kleine Wanderung (9km) / Tag mit Nacht im Wald, im Zelt wegen der Mücken. Später, zum Testen, eine Nacht im Wald 500m vom Haus entfernt, in der Hängematte.

    Ich schleppe zu viel Körperfett mit mir rum, um auch noch meinen ganzen Kram zu tragen und so sind richtige Wanderungen über mehrere Tage eher nur ein Wunschtraum für mich.

    Dies Jahr nun hatte ich eine ‘Eingebung’ und habe mir ein billiges Luftkajak gekauft. Das Ding ist breit und stabil, recht langsam und lässt sich leicht vom Wind schieben, gerne in die falsche Richtung. Aber es bietet Platz für all meinen Krempel, den ich nun nicht mehr tragen muss.

    So habe ich in diesem Sommer die grossen Stauseen meiner weiteren Umgebung erkundet. Immer länger wurden meine Touren, mit immer mehr Biwacks. Die letzte im Oktober/November war vier Tage lang.

    Bisher bin ich auf mehrtägigen Touren immer allein unterwegs. In dieser dünnbesiedelten Gegend finden sich nicht genug Verrückte scheint mir. In meinem Zweisitzer ist auch nicht genug Platz für zwei Personen und das Gepäck.

    Ich fahre nur bei gutem Wetter los und habe bisher nur einmal vorsorglich das Tarp installiert. Sonst schlafe ich in der Hängematte unter den Sternen. Jetzt ist für mich die Saison vorbei, die Nächte sind doch sehr lang und die Tage schrecklich kurz. Ich hoffe auf Schnee, denn seit Jahren will ich mal ein Biwack im Schnee wagen.

    Weil ich kaum Geld habe, benutze ich eine billige NoName Hängematte mit integriertem Insektennetz, einen zum Quilt umgebauten Daunenschlafsack von D4 (Decathlon), einen selbstgemachten Daunenunderquilt aus zwei alten, schlechten Aldi-Daunenjacken, ein Tarp von D4. Mein Kahn ist das Madison von Sevylor, auch von mir verbessert.


    Ach ja, ich bin nicht mehr ganz jung, ausser im Kopf, weiblich und lebe in der südlichen Mitte Frankreichs (Zentralmassiv).

    Wenn es euch interessiert zeige ich gerne Bilder von meinen Basteleien und Ausflügen.


    Viele Grüsse

    Kerstin