Da ich nun leider relativ spontan aus völlig nachvollziehbaren Gründen nicht zum NRW Wintertreffen konnte, saß ich nun gestern hier mit meinem fertig gepacktem Rucksack und überlegte wie ich das Wochenende stattdessen verbringe. Nach meinem Abendessen hats mich dann gepackt, ich möchte den Kohtenstoff jetzt nicht nur testhängen, ich will ihn auch Test-Schlafen. Also etwas Ausrüstung wieder raus, Wetterbericht gecheckt und daraufhin das Tarp gegen die Jurtenseitenplane getauscht. Die ist zwar bisschen knapp, aber theoretisch solls sowieso nicht regnen (hat sich auch bewahrheitet).
Ich hatte hier um Gießen mit einer Freundin im November einen kleinen abgelegenen See entdeckt, der doch ganz idyllisch war. Also Busverbindung rausgesucht und den Rest spaziert, war ja immerhin auch schon 21 Uhr und entsprechend finster. So dann auch im Dunkeln aufgebaut.
Es sollte in der Nacht auf knapp 0 Grad runter, also Sommerschlafsack und 3 Jahreszeitenschlafsack kombiniert und erstmalig auch lange Unterwäsche beim Schlafen angelassen. Alle winterlichen Übernachtungen bisher waren in Zelten, in denen Zeitgleich noch ein Feuer war, da braucht man nicht so viel. Dazu dann die Wolldecke in den Rücken und der UQ unten drunter. Hat eine gute Weile gedauert, bis ich mich da reingearbeitet hatte und endlich warm und gemütlich lag und direkt bis in die frühen Morgenstunden durchgeschlafen, dann wurden die Füße kalt, weil mir der UQ verrutscht ist.
Noch schwerer wie in die Schlafsäcke zu kommen, war das wieder rauskommen, da auch das eine ganz schöne Verrenkung war, aber es war auch mental schwer, denn es war so muckelig da drin. Endlich draußen dann ein Ründchen um den See gedreht und einen Finger- und Magenwärmenden Cappucchino gemacht und danach wieder alles eingetütet und mit dem Bus wieder heimgefahren.