Beiträge von remorque

    Challenge im Kasten, top Sache! Glückwunsch :thumbup: Spannst du das Tarp gar nicht zum Boden ab?

    Danke. Ich habe einfach genommen was gerade da war: Äste als Heringe oder eben Bäume. Und bei den Bäumen war ich wohl zu faul, um mich zu bücken.

    Moin,

    Ich würde vermuten, daß die Aufhängung vor dem Einfrieren viel Wasser zwischen den Fasern aufgenommen hat?!

    Genau. Am Abend hat es noch geregnet und über Nacht wurde es dann unter 0°C.

    So, jetzt ist auch der Dezember-Overnighter an einem Ort, wo ich noch nie war, im Kasten und damit meine 2023 Hängemattenchallenge abgeschlossen. Die erste Hälfte davon war ganz schön zäh 😅

    Nach mehr als zwei Stunden mit zT recht starkem Regen kamen Hund und ich nass und verschwitzt am Hängeplatz an. Beim Aufhängen froren mir fast die Finger ab und im Schlafsack mussten beide zuerst trocknen.

    Eigentlich wollte ich noch einen Film schauen, doch dazu musste ich die Hände aus dem Schlafsack halten. So löschte ich bereits um 21:45 Uhr das Licht. Richtig eingepackt wurde uns dann auch bald warm.

    Um 7:30 drückte Hund die Blase und mich auch. Anschliessend verkrochen wir uns nochmal für eine Stunde in die Daunen, denn es war recht frisch. Dafür: Keine Zecken im Unterholz 👌

    Beim Abbauen blieb die Aufhängung in Position.

    Alles wieder eingepackt.

    Und auf geht's!

    Als Herrchen einer ebenfalls kurzbeinigen Hundedame habe ich folgende Erfahrungen gemacht:

    - gegen Neuschnee hilft nur einpacken von Hals bis Fuss 🤷‍♂️

    - ist der Schnee schon 2-3 Tage alt oder älter bleibt fast nichts mehr kleben, selbst wenn er noch pulvrig ist 👍

    - Mähnenspray hilft nicht wirklich weiter.

    Und zum Thema overnighter, zumindest ansatzweise:

    Ich habe wieder im Garten geschlafen:

    Ich war auch im sicheren Garten unterwegs. Ich wollte mein Tarp mal testen, da ich es zwar seit September habe und seit da auch schon einige Male draussen geschlafen habe, das Tarp aber erst einmal aufgehängt hatte und da hat es dann nicht mal geregnet 🙄

    Damit ich die Hängematte im Garten aufhängen konnte brauchte ich erstmal einen zweite Aufgängepunkt. Also ging ich in den Wald Sturmholz suchen und fand einen schönen, frischen Buchenast.

    Weil es trocken war hatte ich natürlich zuerst die Hängematte aufgehängt und geschaut wegen Spannung und Höhe etc. Und dann das Tarp drüber.

    Von der anderen Seite sah es so aus.

    Und aus der Nachbarperspektive so.

    Als Abspannpunkte für den Buchenast konnte ich auf den Gartenzaun zurückgreifen, so war die ganze Sache schnell aufgestellt.

    Es hat dann geregnet, gewindet und geschneit, alles hat gut funktioniert und ich habe gut geschlafen. Weil ich mit mehr Schnee gerechnet hatte, habe ich keine Spreizstäbe montiert.

    Wenn weniger Wind angesagt ist, würde ich wohl versuchen, das Tarp etwas höher zu hängen.

    Die Dose hat unten grosse Lüftungsöffnungen. Ich denke, dass ich im Boden die äusseren Löcher (die in die äussere Kammer führen) und in der Innendose die Löcher unten vergrössern muss.

    Die Sekundärverbrennung ist gut gestartet, hörte dann aber auf, als die Asche die Löcher verstopfte.

    Wie ich den Spalt zwischen äusserer und innerer Hülle versiegeln kann, dazu fehlt mir die Vorstellungskraft. Dazu hätte ich wohl die untere Dose auf den Kopf stellen und die innere darin aufhängen müssen.

    Heute Nacht schlief ich sehr gut. Ich hatte gelesen, dass es sein könnte, dass Nordlichter bis in die Alpen sichtbar sein würden, und nahm mir vor, dass ich ab und zu rausschauen würde. Ich erwachte allerdings nur 2x. Beim ersten Mal war ich nur so halb wach und beim zweiten Mal, war schon fast Aufstehzeit.

    Ohne Hund ist es natürlich schon bequemer in der Hängematte, aber die 8kg Hund haben neben, oder meistens auf mir problemlos Platz. Ich kann mich dann halt praktisch nicht bewegen. Dafür hat man eine Alarmanlage dabei und "muss" nicht selbst wachsam sein. Ihr Lieblingsplatz ist zwischen meinen Beinen auf dem Schlafsack (also ein Bein angewinkelt und der Fuss unter dem anderen Knie). Da liegt sie auch am liebsten, wenn (wir über der Baumgrenze :saint: ) am Boden campen, nur liege ich am Boden überhaupt nicht gerne auf dem Rücken. Wenn sie (oder ich) mehr Wärme braucht, und sie in den Schlafsack muss, dann liegt sie auf einem meiner beiden Arme auf/neben mir.

    Bei den 0°C heute Nacht hatten sowohl sie wie auch ich noch Reserven. Wenn es kälter wird und der Schlafsack mehr geschlossen werden muss, wird es komplizierter.

    Ich habe zwar kein Yak, aber häufig einen anderen Anhänger.

    Im Zweifelsfall verzichte ich immer auf den Anhänger, weil er einfach 10Kg Zusatzgewicht bringt - oder vielleicht 8kg, wenn man den Gepäckträger und die Taschen, die man sonst braucht, abzieht. Bei mir geht es immer bergauf und da merkt man das Zusatzgewicht.

    Abgesehen davon ist ein Anhänger natürlich eine tolle Sache. Ich brauche ihn v.a. für den Hund, aber auch um allerlei zu transportieren. Auf längeren Touren ist er cool, weil man, wenn man ihn abkoppelt und zB auf dem Camping stehen lässt, wieder ein sportliches Rad hat und kein Trekkingrad mit Gedöns.

    Ich habe keine Erfahrung mit einspurigen Anhängern, kann mir aber vorstellen, dass das Fahrverhalten da noch besser ist. Das Zusatzgewicht bleibt halt bestehen.

    Schöner Bericht von der Seentour 👍

    Ich frage mich immer, wie die Bikepacking-User das machen. Alle Taschen abmontieren? Vertrauen, dass nichts geklaut wird? Das Rad einfach mit in den Laden nehmen? Und wie macht Ihr das, wenn es mal in die Pension geht?

    Weil ich mich da angesprochen fühle: Beim Einkaufen lass ich alles ausser Geldbeutel und Handy (=Navi und Kamera) am Rad und vertraue auf das Gute im Menschen, respektive darauf, dass es ein bisschen mühsam ist, da an etwas ranzukommen, was einigermassen wertvoll ist. Mir ist in über 20 Jahren nie etwas weggekommen; ich bewege mich da aber allerallermeistens auch nicht in Grossstädten.

    Bei Pensionen gibt es meist die Möglichkeit, das Rad irgendwo unterzubringen.

    Fagorian ja, mit Zelt hätte ich die Tour wohl weniger gut überstanden. Es gab doch recht viel immobile, kalte und dunkle Zeit zu überbrücken und das gelingt mir im Zelt immer schlechter.

    jenshelge danke!

    sakura das ist ein aufgemotztes Titus Goldrush mit einer Rodeolabs Spork Gabel und 2" Continental RaceKing Mountainbike Reifen. Verkauft wird es als Gravelbike.

    Die Route ging durch die Westalpen

    und war ein Mix aus Asphaltstrassen

    und Kiesstrassen

    Pisten

    Wanderwegen

    und weglosem Gletschervorland.

    Ich konnte also fahren, schieben und tragen.

    Es war jetzt nicht ein Overnighter, sondern deren fünf am Stück und somit meine längste Hängemattentour bis jetzt. Ausserdem war es die erste mehrnächtige Tour, bei der ich komplett auf das Backup der Isomatte verzichtet habe.

    Was soll ich sagen? Es hat funktioniert! Ich hab pro Nacht bis zu 12 Stunden in der Hängematte verbracht, weil es draussen dunkel und kalt war, und hatte dabei keine Verspannungen oder Druckstellen zu beklagen, sondern genoss Entspannung pur bei Minimaltemperaturen um 0°C. Ab Nacht 3 hatte ich die Verpflegung so organisiert, dass ich sowohl am Abend als auch am Morgen in der Hängematte essen konnte, was die Aufenthaltsdauer im Warmen verlängerte.

    In der ersten Nacht standen die Bäume zu eng für einen perfekten Häng, aber das hat nicht weiter gestört.

    In der zweiten Nacht war es immer noch knapp.

    In der vierten Nacht hatte ich alle Möglichkeiten.

    Und von Nacht drei und fünf gibt es keine Bilder, da ich im Dunkeln kam und ging.

    Tagsüber war ich mit Radfahren beschäftigt.

    Ich weiss jetzt nicht, ob das hilfreich ist, aber ich habe folgende anekdotische Geschichte:

    Ich war bis letzten Herbst immer der Meinung, dass ich jede Zecke, spätestens wenn sie mich beisst, bemerke, weil die mich brutal jucken und auch die übelsten Stiche zurücklassen. Mückenstiche stören mich überhaupt nicht, aber die Zeckenbisse sind zum die Wand hochgehen.

    Nun gut: Letzten Herbst hat sich bei mir an einer Wade eine Wanderröte inklusive Fieber entwickelt, an einem Ort, wo ich nie bewusst eine Zecke hatte und schon gar nicht über längere Zeit. Die Stelle war auch ohne Spiegel für mich gut sichtbar. Somit war ich überzeugt, dass das nicht von einer Zecke sein konnte.

    Der Bluttest ergab dann aber doch, dass ich Borreliose-positiv war. Zwar könnte es sein, dass die Borreliose-Antikörper von einem früheren - mir unbekannten Ereignis - herrührten aber so rein vom Zusammenhang her passte es mit der Wanderröte halt schon gut zusammen.

    Man hat mir dann eine Antibiotika-Kur verschrieben, die mich für etwa drei Wochen lahmlegte, aber was will man machen?

    Dieses Jahr bin ich mir keines Zeckenbisses bewusst. Sonst sind es so 1-3 pro Jahr. Ich bin viel draussen, versuche aber das Risiko möglichst klein zu halten (auf Wegen bleiben, grosse Picknickdecke etc.). Chemie hab ich zu Hause, vergesse ich aber sozusagen immer. Meine Erfahrung an mir und unserem Hund sagen mir, dass die Zecken v.a. von Mai bis Anfang Juli unterwegs sind, tendenziell an feuchteren Standorten und v.a. dort, wo es im Winter nicht richtig gefriert.

    Gestern bin ich, nachdem ich alles Gedoens erledigt hatte, nach 20 Uhr noch zu einem Overnighter aufgebrochen. Kurz nach 22 Uhr war ich im Zielgebiet und suchte mir zwei Bäume. Eigentlich hätte ich ja am Waldrand hängen wollen, aber da war alles zugewachsen oder es gab keine geeigneten Bäume. Nach etwas Suchen wurde ich dann doch noch fündig. Und so lag ich noch vor 23 Uhr in der Matte.

    Am anderen Morgen präsentierte sich die Situation so:

    Ich hatte zu Hause einigen Hirnschmalz investiert, um einen Platz mit Morgensonne zu finden. Weil ich schliesslich im Wald hing, gab es den Sonnenaufgang dann auf dem Trail und nicht in der Hängematte.

    Alpenpanorama mit Föhnstimmung gab es auch.

    Und weil ich noch etwas Zeit hatte, tuckerte ich noch etwas durch die Gegend, bevor ich mich auf den Heimweg machte.