Ich weiss jetzt nicht, ob das hilfreich ist, aber ich habe folgende anekdotische Geschichte:
Ich war bis letzten Herbst immer der Meinung, dass ich jede Zecke, spätestens wenn sie mich beisst, bemerke, weil die mich brutal jucken und auch die übelsten Stiche zurücklassen. Mückenstiche stören mich überhaupt nicht, aber die Zeckenbisse sind zum die Wand hochgehen.
Nun gut: Letzten Herbst hat sich bei mir an einer Wade eine Wanderröte inklusive Fieber entwickelt, an einem Ort, wo ich nie bewusst eine Zecke hatte und schon gar nicht über längere Zeit. Die Stelle war auch ohne Spiegel für mich gut sichtbar. Somit war ich überzeugt, dass das nicht von einer Zecke sein konnte.
Der Bluttest ergab dann aber doch, dass ich Borreliose-positiv war. Zwar könnte es sein, dass die Borreliose-Antikörper von einem früheren - mir unbekannten Ereignis - herrührten aber so rein vom Zusammenhang her passte es mit der Wanderröte halt schon gut zusammen.
Man hat mir dann eine Antibiotika-Kur verschrieben, die mich für etwa drei Wochen lahmlegte, aber was will man machen?
Dieses Jahr bin ich mir keines Zeckenbisses bewusst. Sonst sind es so 1-3 pro Jahr. Ich bin viel draussen, versuche aber das Risiko möglichst klein zu halten (auf Wegen bleiben, grosse Picknickdecke etc.). Chemie hab ich zu Hause, vergesse ich aber sozusagen immer. Meine Erfahrung an mir und unserem Hund sagen mir, dass die Zecken v.a. von Mai bis Anfang Juli unterwegs sind, tendenziell an feuchteren Standorten und v.a. dort, wo es im Winter nicht richtig gefriert.