Schöner Dezemberovernighter - aber es gibt einen Haken
Zu dritt brechen wir am Nachmittag zu einer kurzen Wanderung ab Bahnhof Steg im Tösstal auf. Bald verlassen wir die Zivilisation und wandern in das Tal der Töss hinein.
Wir gewinnen langsam an Höhe und so nimmt der Schnee zu.
Weiter hinten wird das Tal enger. Ich habe den Rucksack des Jahres dabei. Glühwein, allerhand Spezereien, Klimbim für den Hund...
Beim Eindunkeln erreichen wir das Ziel und beginnen es uns gemütlich zu machen. Wir schleppen Holz und während der Kollege versucht, Feuer zu machen, suche ich einen Baum, den ich in der Höhle verkeilen kann als zweiten Aufhängepunkt für die Hängematte.
Als ich erfolgreich aus dem Tobel wieder hochgeklettert komme, sind da plötzlich noch andere Menschen und es kommen noch mehr; am Schluss sind es gefühlt 30 Jugendliche und 10 erwachsene Leiter, die unsere gemütliche Höhle bevölkern, Baustellenscheinwerfer installieren und Raclette am Feuer machen wollen.
Also ziehen wir uns in einen ruhigeren Winkel zurück, wo es zwar keine Feuerstelle hat, aber ich hab ja den X-Fire. Erst mal Glühwein auf den Schock. Ja, es zieht etwas.
Einige Stunden und viele Gesänge später haben wir die Kartoffeln verspiesen und braten das Fleisch, während wir notgedrungen den Ausführungen des Leiters über den Herrn Jesus und die Hölle lauschen.
Als wir gerade mit der Hauptspeise fertig sind, kommt der Prediger zu uns rüber und fragt uns, ob wir auch Waffeln vom Feuer wollen - da sagen wir natürlich nicht nein. Nach etwa drei Stunden zieht die Gruppe ab und wir haben wieder unsere Ruhe.
Es ist jetzt allerdings schon recht spät und so ziehen wir uns bald in die Horizontale zurück. Während der Kollege den Boden bebrütet, habe ich mit etwas gebastelt.
Am Morgen haben wir dann unsere Ruhe. Das Wetter ist wohl zu schlecht für Ausflügler.
Wir haben die Feuerstelle jetzt für uns allein, gekocht wird trotzdem auf dem X-Fire und der Hund wärmt den Schoss oder umgekehrt.
Und nach mehreren Gängen (Pancakes, Wurstresten, Kartoffeln mehrmals Tee) machen wir uns gegen Mittag auf den Weg zurück in die Zivilisation.
Das Wetter ist in der Zwischenzeit auch besser geworden.
Es war