Beiträge von remorque

    Zum Thema Rucksack auf Radtouren kann ich folgendes beitragen :

    Vor mehr als einem Jahrzehnt wollte ich eine Radreise in Südamerika mit Mountainbiken und Mehrtageswanderungen kombinieren. Also brauchte ich einen 40l Rucksack und weil ich nichts doppelt mitnehmen wollte, hab ich einfach auf die Radtaschen verzichtet.

    Ich war vier Monate unterwegs und bin so durch verschiedene Klimazonen gekommen.

    Die Sache hat für mich so gut funktioniert, dass ich anschliessend immer wieder so unterwegs war.

    Auf Island hatte dieses Setup den Vorteil, dass ich bei Furten jeweils nit 1x durch den Bach musste, während die klassischen 4-Taschen-Tourer jeweils zuerst mit zwei, dann mit den anderen zwei und schliesslich noch mit dem Rad durch die Fluten spaziert sind.

    Für Touren in zivilisierterwn Gegenden habe ich mein Equipment leichter gemacht, so konnte ich auf einen kleineren Rucksack umstellen. 3 Wochen Kanaren:

    Damit war auch ernsthafteres Mountainbiken möglich. Westalpen von Zürich bis ans Mittelmeer:

    Weil dann eine absenkbare Sattelstütze den Weg an mein Reiserad fand, musste eine andere Lösung her. 3 Wochen Schottland

    Und schliesslich ist auch das eine Weiterführung des Gedankens, einen Rucksack auf Bikepackingtouren dabei zu haben:

    Ich hab die Osprey Seral 7, da passt Wasser und eine Hängematte rein 🙃

    Seit ich die hab, bleibt der Rucksack oft zu Hause.

    Zum Bikepacking hab ich sie jedoch noch nie benutzt da reichte mir bisher der Stauraum.

    So: 5 Nächte in den Westalpen Ende Oktober


    Oder so: 2 Nächte Nordostschweiz im Mai

    Beide Male mit Hängematte 👌

    Nachdem der März-Overnighter leider irgendwie ausgefallen war, packte ich gestern Abend die Gelegenheit beim Schopf

    und machte mich auf in die heimatlichen Hügel, um da mal etwas auszuprobieren. Bei der Tanne liess ich das Rad stehen und ging zu Fuss weiter.

    Bald war ich da, wo ich hinwollte.

    Man sieht's: Grosse Bäume mit viel Abstand, da muss gebastelt werden. Erster Versuch:

    Es gibt also doch einen Grund, warum die Trekking Treez nicht einfach normale Wanderstöcke sind 💡

    Nun gut, die Stöcke waren alt und korrodiert, einer war schon krumm, der Verlust ist also verschmerzbar. Zweiter Versuch mit einem herumliegenden Ast:

    Und hält 👌

    Wegen der Trockenheit verzichte ich auf ein Feuerchen, aber es ist ja mild und das Panorama bietet guten Outdoorfernsehersatz. Und eine chemiebetriebene Bettflasche hab ich auch dabei.

    Noch ein Bildchen im Mondschein vor dem Ins-Bett-Gehen (ja, ganz schön zersiedelt da unten)

    Kur vor 01 Uhr werd ich wieder wach: Ein heftiger Wind bläst mir das Tarp ins Gesicht. Also muss ich nochmal raus und alles sauber abspannen. Das lohnt sich doppelt, denn ein kurzer Schauer kommt auch noch vorbei. Anschliessend schlaf ich mehr oder weniger durch bis mich mein Hund gegen 07 Uhr weckt.

    Am Morgen gibt's nochmals kalte Küche und nach dem Aufräumen eine schöne Gassirunde

    bis wir wieder zurück zum Rad kommen.

    Ha, es ist schon schön, wenn es mild und nicht mehr so lange dunkel ist 🤗

    Das Thema portabler zweiter Abspannpunkt bleibt allerdings bestehen. Die Nacht hat mir gezeigt, dass meine Heringe funktionieren. Einen herumliegenden Ast findet man häufig, aber halt nicht immer...

    Das mit der zusätzlichen Wärme kann ich bestätigen. Ich habe auf meiner Tour vergangenen Sommer 2x meinen Poncho als Underquiltprotector zweckentfremdet und ihn dazu locker unter den Underquilt gehängt.

    Dabei hat sich mir jedoch beide Male tüchtig Kondens auf der Innenseite des Ponchos gebildet. Passiert das bei eigentlichen Underquiltprotectoren nicht?

    Radtour mit Hund, bei Obelix vorbei.

    Dann immer schön aufwärts zu einem aussichtsreichen Mittagspausenhängeplatz mit Eigernordwandblick.

    Leider etwas windig, darum manchmal kühl.

    Weiter geht's zu einem schönen Gubel.

    Ist geradezu häuslich eingerichtet hier, vielleicht komm ich hier mal vorbei zum Abhängen?

    Schön Füsse baden und ab nach Hause.

    Wir hatten mal ein gusseisernes Waffeleisen dabei und dieses dann direkt in die Glut gelegt, hat tipptopp funktioniert.

    Gestern mussten wir improvisieren bei der Wasserfassung (Holunder) - ist das jetzt Bushcrafting?

    Die Nacht war prima mit kulinarischer Luft nach oben.

    Anders als bei duckstance habe ich es immer noch nicht geschafft, eine Hängemattenübernachtung mit Tourenski zu verbinden. Dafür reiste ich einmal mehr von zu Hause mit dem Rad an.

    Am Abend war ich zu beschäftigt, um Fotos zu machen. Der Biwakplatz musste gefunden und eingerichtet werden, was sich aufwändiger darstellte, als erhofft. Anschliessend ging es ans Schneeschmelzen und Würstegrillen. Zusätzlich musste ich noch meinen Hund trösten, der lieber zu Hause auf dem Sofa geblieben wäre.

    So ging der Abend dahin, es war windig und mild und bald legte ich mich zur Ruhe.

    In der Nacht regnete es leicht und am Morgen präsentierte sich die Aussicht aus der Hängematte so

    Ich ass ein paar Kräcker, fütterte den Hund

    und sammelte mein Zeug wieder ein (irgendwann muss ich mir einen transportablen Verankerungspunkt organisieren, damit hätte man soooo viele zusätzliche Möglichkeiten).

    Anschliessend überlegte ich, was ich noch tun könnte. Das Wetter sah stabiler aus als erwartet, also entschied ich mich für eine Gassirunde. Ich liess den Rucksack liegen und spazierte los den Berg hoch.

    Das ging besser als gedacht und so fanden wir uns bald hier wieder.

    Wobei zugegebenermassen die Perspektive meistens so war.

    Wir erreichten den Gipfel.

    Und nach einem längeren Abstieg auch wieder das Gespann.

    Es war die ganze Zeit so mild, dass das gefühlt der erste Frühlingsovernighter war.

    Wow, der Hang ist zwar Klasse aber wohl gefühlt hätte ich mich da nicht...?(

    Alles halb so wild. Es war abgesprochen und so urban ist der Veloständer nun auch wieder nicht. Er steht in einer ruhigen - abgesehen von den Kirchenglocken - Ecke eines Ortes mit etwas über 5000 Einwohnern und in der neblig-kalten Nacht war eh niemand unterwegs 😉

    S. Auerteig ja, es hat da in der Decke Kletterhaken; wohl zum Abseilen neben dem Wasserfall.

    @kalt war es nicht wirklich. Unter dem Fels ist die Temperatur nie unter 0°C gesunken. Der Ausschlag kommt vom Zähneputzen, das Thermometer ist bei der Zahnbürste und beides habe ich in die Jackentasche gesteckt.

    Am Feuer war es eh warm mit all dem Fels rundherum, der die Wärme reflektierte, und in der Hängematte war es auch kein Problem. Der Kollege am Boden hatte zwei billige Schlafsäcke ineinander gesteckt und auch warm geschlafen.

    Am Morgen sind mir meine Füsse über den Underquilt gerutscht, weil ich die Hängematte an den Füssen zu wenig hoch gekriegt hatte und so erwachte ich mit kalten Füssen, aber da war es schon 8:00 Uhr und hell, also kein Problem.

    Schöner Dezemberovernighter - aber es gibt einen Haken

    Zu dritt brechen wir am Nachmittag zu einer kurzen Wanderung ab Bahnhof Steg im Tösstal auf. Bald verlassen wir die Zivilisation und wandern in das Tal der Töss hinein.

    Wir gewinnen langsam an Höhe und so nimmt der Schnee zu.

    Weiter hinten wird das Tal enger. Ich habe den Rucksack des Jahres dabei. Glühwein, allerhand Spezereien, Klimbim für den Hund...

    Beim Eindunkeln erreichen wir das Ziel und beginnen es uns gemütlich zu machen. Wir schleppen Holz und während der Kollege versucht, Feuer zu machen, suche ich einen Baum, den ich in der Höhle verkeilen kann als zweiten Aufhängepunkt für die Hängematte.

    Als ich erfolgreich aus dem Tobel wieder hochgeklettert komme, sind da plötzlich noch andere Menschen und es kommen noch mehr; am Schluss sind es gefühlt 30 Jugendliche und 10 erwachsene Leiter, die unsere gemütliche Höhle bevölkern, Baustellenscheinwerfer installieren und Raclette am Feuer machen wollen.

    Also ziehen wir uns in einen ruhigeren Winkel zurück, wo es zwar keine Feuerstelle hat, aber ich hab ja den X-Fire. Erst mal Glühwein auf den Schock. Ja, es zieht etwas.

    Einige Stunden und viele Gesänge später haben wir die Kartoffeln verspiesen und braten das Fleisch, während wir notgedrungen den Ausführungen des Leiters über den Herrn Jesus und die Hölle lauschen.

    Als wir gerade mit der Hauptspeise fertig sind, kommt der Prediger zu uns rüber und fragt uns, ob wir auch Waffeln vom Feuer wollen - da sagen wir natürlich nicht nein. Nach etwa drei Stunden zieht die Gruppe ab und wir haben wieder unsere Ruhe.

    Es ist jetzt allerdings schon recht spät und so ziehen wir uns bald in die Horizontale zurück. Während der Kollege den Boden bebrütet, habe ich mit etwas gebastelt.

    Am Morgen haben wir dann unsere Ruhe. Das Wetter ist wohl zu schlecht für Ausflügler.

    Wir haben die Feuerstelle jetzt für uns allein, gekocht wird trotzdem auf dem X-Fire und der Hund wärmt den Schoss oder umgekehrt.

    Und nach mehreren Gängen (Pancakes, Wurstresten, Kartoffeln mehrmals Tee) machen wir uns gegen Mittag auf den Weg zurück in die Zivilisation.

    Das Wetter ist in der Zwischenzeit auch besser geworden.

    Es war

    Wääje, Chueche, Flade, Tünne oder Turte heisst das Ding in der Schweiz und jetzt kommst du mir noch mit Auflauf 😵

    Zum Nachbacken: Den Teig mit Ei, Zwiebel, Lauch, Kartoffel und reichlich Käse belegen, gut pfeffern, etwas Salz und fertig (vielleicht wäre Blumenkohl tatsächlich besser als Kartoffeln, denn die waren nicht ganz durch).

    Heute mal was versucht: Kann ich mit dem X-Fire einen Kuchen backen?


    Zuerst etwa eine halbe Stunde Oberhitze.

    Das dauert, also gleich Tee gekocht.

    Und dann auch noch Würste gegrillt, ohne Bild.

    Dann ca. 10min Unterhitze. Und dann der Test:

    Hat hervorragend geklappt 👏