Beiträge von Schwarzwaldine

    Hier sind ja sehr viele MinimalschuhträgerInnen, sehr schön! Ich gehöre auch zur Fraktion, bin seit 9 Jahren barfuß oder in Minimalschuhen unterwegs. Angefangen habe ich, als ich noch in Norwegen gelebt habe, das waren einfach wesentlich bessere Barfußbedingungen als hier. Damals war ich auch im Winter häufig barfuß unterwegs, das war die Zeit der super-warmen Füße für mich. Barfuß übers Eis oder über gefrorenen Boden ist toll, Schnee mochte ich allerdings weniger (wobei es den sagenhaften "warmen" Schnee tatsächlich gibt).

    Leider musste ich durch das ISG/Rückentheater einige Jahre Schuhe tragen und so sind die Zeiten des unbeschwerten Barfußgehens wieder vorbei und ich habe wieder gelegentlich kalte Füße (ein Orthopäde hatte einen Beckenschiefstand festgestellt und meinte, das ISG-Theater käme daher, ich solle es mit ausgleichen versuchen - bis sich dann vor einem guten Jahr endlich gezeigt hat, dass der Beckenschiefstand vom Kieferpressen verursacht wird, mit entsprechender Behandlung isser weg und ich kann wieder barfuß laufen, Gott sei Dank!). Aber ob ich jemals wieder so radikal barfuß unterwegs sein kann wie in Norwegen, glaube ich nicht, da waren die Bedingungen einfach viel besser, viel mehr Naturboden, kaum Schotter, da war ich regelmäßig barfuß wandern. Barfuß durchs Moor ist ein Traum ...

    Anfangs habe ich mir viele Schuhe selbst genäht, weil es vor 9 Jahren in Norwegen noch nicht viel Auswahl gab, mittlerweile habe ich eine ziemlich große Auswahl, von funktional bis schick. Wandern gehe ich mit Zaqq expeq oder Merrell Vaporgloves, wobei ich mit letzteren mit dem 10kg-Rucksack auf viel Asphalt und Schotter Probleme mit dem linken Bein bekommen habe, völlig verspannt, hatte ich noch nie - für den Schwarzwald-Schotter brauche ich wohl etwas mehr Steifigkeit in der Sohle und werde bei der nächsten Tour die Altra Superior anziehen, die ich eigentlich fürs Radfahren gekauft habe. "Normale" Schuhe besitze ich gar nicht mehr, mit normalen Wanderschuhen käme ich vermutlich keinen Meter mehr, nur auf dem Gravel trage ich clickpedaltaugliche Mountainbikeschuhe, in denen ich aber nach Möglichkeit keine längeren Strecken gehe.

    Ich hoffe, Dir kommt beim Teetrinken die Erleuchtung, wie der Versuch noch zu retten ist! Bei dem "ich bin unverletzt" hatte ich aber schon an einen totalen Absturz (gibt ja noch andere Möglichkeiten als die Knoten) gedacht, von daher ist "nur" die Matte verletzt - aber blöd genug ist es und ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn ein Projekt nicht so funzt wie es hätte sollen.

    Also, Daumendrücken für die erfolgreiche Verbesserung. Hier findet sich sicher auch noch ein Näher mit konkreten Tipps. ;)

    Levi und jenshelge: Wir sprechen uns am Berg ... ;)

    Meinen Schwerlasttransporter habe ich zwar auch oft genug über die Alpen und übers norwegische Hochgebirge gekarrt bekommen und stoisch jedes Transportangebot abgelehnt, frau hat ja schließlich auch ihren Stolz, aber jetzt macht es einfach mehr Spaß. Obwohl ich gar nicht ausschließen will, dass der Schwerlasttransporteur irgendwann wieder ran darf. Ist schließlich auch ein verdammt feines Schätzchen.

    Leichter, schneller, günstiger.

    Ich hoffe, es ist ok, wenn ich bei älteren Beiträgen mitsenfe und diese wieder hochhole ... für mich war vor allem das "leichter" der ausschlaggebende Grund, dass das Gravel auch zum Reiserad geworden ist. Es wiegt mit Campingausstattung so viel wie mein altes Reiserad ohne Gepäck. Und damit kann ich es problemlos tragen, wenn es nötig ist (ich muss immer noch etwas auf den Rücken aufpassen).

    Und der Spaßfaktor ist auch nicht zu vernachlässigen. Mit dem Reiserad und Schwerlastbepackung (4 Ortliebtaschen, Gepäcksack quer über dem Gepäckträger, Lenkertasche) konnte ich auch Schotter fahren, ja. Aber Spaß hat das selten gemacht. Mit dem beladenen Gravel machen dagegen Schotter und grobe Wege richtig Spaß. Jetzt in Norwegen waren wir auf (wohlgemerkt: ausgeschilderte Fahrradrouten!) unterwegs, da hätte ich früher die Wahl zwischen abpacken und einzeln drüber tragen gehabt oder umdrehen. Gravel: einfach anheben und drübertragen. :thumbup:

    Das wird ja hier richtig kreativ, klasse! So viele gute Ideen zum Verbessern. tomtom - ich weiß nicht, ob ich Deine Beschreibung so richtig nachvollziehen kann, für mich hört sich das an wie eine Bridge-HM mit den Trekkingstöcken. Oder willst Du die TS an der CrossHammock anbringen?


    Cross Hammock: Dogbone musste ich jetzt erst nachschlagen ;). Und ich weiß, was bei der nächsten Extex-Bestellung mit in den Warenkorb wandert ...

    Auch eine gute Idee mit den Verbindungsschnüren zum Auffächern - gerade, weil dieser erste Versuch relativ schmal ausfällt. Aber die Restebahn war halt nicht breiter und immerhin ist der Rucksack bisher nicht rausgepurzelt. Er legt sich aber von selbst leicht diagonal, das schlaue Kerlchen ;) .

    Eine dünne Rückholschnur am Ende der Daisychains werde ich definitiv ausprobieren (ich hatte mich schon bei Cross Hammocks Videos gefragt, wie der seine Baumgurte wieder runterbekommt angesichts des wesentlich höheren Astes ... kam da die Leiter ums Eck marschiert, sobald die Kamera aus war? ;) ).

    @Tüfteln: Falls Cross Hammock nicht reagiert - so ein Ding ist wirklich super schnell genäht.

    Klappt nicht, zu hoch ... da geht nur nach unten. Aber mittlerweile komme ich auch so ganz gut rein. Etwas tiefer hängen des Systems ginge aber noch, denn, wie ich mittlerweile gemerkt habe: dank Queraufhängung komme ich im Liegen an die Verstellung der Gepäckmatte, ich könnte sie also zunächst tief hängen und dann so hoch ziehen, dass sie exakt noch etwas pendeln kann.

    Aber das Abhängen hat mich vor neue Herausforderungen gestellt: wie zum Geier kommt ihr an Baumgurte, die (mit Schmackes über den Ast geworfen, eingefädelt und hoch gezogen) höher hängen, als ihr hinauf reichen könnt? Ich habe mich heute mit einem Hering als Haken beholfen, ging gerade so - die Titanheringe, die ich mit auf Tour habe, wären dafür aber schon wieder zu kurz gewesen.

    Außerdem noch die Frage nach dem Gewicht: 68g inklusive Karabiner sagt die Küchenwaage. Ohne Packtäschchen, das brauche ich nicht, sie passt nämlich noch gut zur Crosshammock dazu. :thumbup:

    Gell? Die ist echt nett! :thumbup: Nur das Einsteigen musste ich nochmals neu organisieren als mit der STS Etherlight.

    Rucksack an die Ridgeline ist auch eine Idee, muss ich ausprobieren. Danke für die Anregung! Die Schuhe hatte ich in der bisherigen Ausprobiernacht, als ich eh mal raus musste, zusammengeknotet an die Seite gehängt, aber das funktioniert wohl nur mit meinen sehr leichten Minimalschuhen. Ich hatte nämlich echt plötzlich Angst bekommen, dass die ein Fuchs klaut, am Stadtrand sollen schon öfters Schuhe verschwunden sein, sind angeblich Fuchswelpenspielzeug geworden 8| .

    Mein erster MYOG-Versuch im Bereich Hängematten: eine Gepäckhängematte für die Crosshammock. Das Stoffrestepaket von Extex hatte eine längere Bahn hellgraues SilNyl, aus dem ich mir schon einen fahrradtauglichen Regenkilt genäht hatte, der Rest hat noch gut für die Hängematte gereicht. Säumen habe ich mir gespart, auch der Tunnelzug ist nicht exakt genäht (sieht man auf dem Bild), aber sie erfüllt ihren Zweck und reicht für meinen kleinen Rucksack. Sollte jemals das alte norwegische Tourenmonster (90 l) mit, braucht es eine andere Lösung.

    Einhängen in die Daisychain geht erstaunlich gut und der Anti-Pendeleffekt tritt auch ein, die Crosshammock beruhigt sich nach dem Einsteigen viel schneller, schwankt aber trotzdem noch leicht (was erwünscht ist). Einziges Problem: die Crosshammock so hoch zu bekommen, dass die Gepäckmatte auch nach dem Einsteigen tatsächlich hängt und nicht auf dem Boden aufliegt.

    Die Schwarzwaldine meldet sich für etwa zwei Wochen ab - Urlaub, endlich mal wieder Norwegen, allerdings pennen im Bus und "gravelieren" mit DNT-Hyttenübernachtung anstatt Hängematte (für eventuelles Abhängen ist allerdings die olle A-Matte an Bord, dafür sollte sie gut sein).

    ... Dummerweise hat Arved Fuchs nicht den Bekanntheitsgrad von Reinhold Messner, wage ich jedenfalls mal zu behaupten.

    Ansonsten bleibt zu hoffen, dass potentielle Ausprobierer es spätestens nach einer Nacht wieder sein lassen oder vielleicht schon nach einem Probeliegen im Garten. Nicht, dass wegen zu vieler Vollhonks mit Aldimatte das Pennen in der Hängematte explizit verboten wird ... :rolleyes:

    Aldi Süd macht jetzt auch einen auf Bushcraft und verkloppt ab morgen ne Hängematte (immerhin etwas länger als die von A***, sofern die Maße stimmen) und nen Hobokocher, unter einer neuen "Marke" namens "Arved Fuchs". Insbesondere der nach unten offene Hobo/Holzvergaserkocher bereitet mir in Kombination mit der derzeitigen Trockenheit doch etwas Sorge und ich hoffe, dass nicht all zu viele Neueinsteiger das Ding gleich ausprobieren wollen ...