Beiträge von Schwarzwaldine

    ... und wie der eigene Trainingszustand ist, ich mache nach fünfjähriger Zwangspause wieder die ersten Rucksacktouren in diesem Sommer. Vorher, also vor den fünf Jahren, waren meine Füße an die Belastung gewohnt, da habe ich viele Wanderungen barfuß oder in Surffüßlingen gemacht, teilweise auch mit Übernachtungsgepäck. 40+ habe ich allerdings noch nie gemacht, Respekt!

    Fest? Altras haben ja ein ordentlich Dämpfung und gehen davon langsam in Richtung Marshmallow shoes...

    "Marshmallow shoes" ist übrigens eine sehr gute Beschreibung für das Laufgefühl in den Altras ... hat mich etwas genervt. Aber bei der diesmaligen Tour mit den Altras anstatt der Merrells an den Füßen (allerdings auch ein etwas leichterer Rucksack, da ich weniger Wasser dabei hatte) hat die Beinmuskulatur auf den Schotterstrecken, die wieder reichlich dabei waren (da kommt man halt im Schwarzwald häufig nicht drum rum, wie Ted auch schon bemerkt hat) nicht gemotzt. Den rechten muss ich allerdings gut (=fest) schnüren, wenn es bergab geht, der ist etwas knapp, da der rechte Fuß ein paar Millimeter größer ist.

    Nach der ersten Regennacht im Wald - wie erwartet, hat sich das Tarp von Cross Hammock bestens geschlagen (obwohl ich im Dunklen die Seiten vertauscht hatte).

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    Im Vergleich mit der letzten Tour war diese deutlich mehr "Abenteuer" - fing mit der Hängeplatzsuche an, ich hatte mir ja vom Fahrrad aus einen möglichen Platz ausgespäht, kleiner Pfad auf einen Bergrücken, Gebüsch zum Hauptweg hin - wäre auch ideal gewesen, dachten aber andere auch schon. Nein, war nicht schon durch Hänger belegt, sondern von einen Hochsitz mit Anfütterstelle und kaum, dass ich mich etwas seitlich umgeschaut hatte, ob es da auch noch Stellen gäbe (hätte es), hörte ich Schritte. Ich horizontal hinter den nächsten Wurzelstock: es war der Jäger, allerdings nicht in Jagdmontur, sondern mit einem Futtereimer, anschließend verschwand er wieder. Für den Tag also weg, aber der Ort war mir dann doch zu heiß, es soll ja auch Morgendämmerungsansitzer geben ... weil es aber durch die Aktion schon ziemlich spät war und bald dunkel werden würde, bin ich den relativ steilen Hang parallel zu den Wegen abgestapft, in der Hoffnung, irgendwann auf einen tauglichen Platz zu stoßen. Kam irgendwann auch, allerdings nicht gerade ideal, weil ziemlich steil, gemütlich unterm Tarp kochen oder sitzen war nicht drin. Egal, es wurde dunkel und ein paar erste Tropfen kamen auch schon runter, also aufgebaut - insbesondere beim Tarp habe ich die fehlende Routine deutlich gemerkt. Keine gute Kombi mit dem noch verbliebenem Restlicht. Aber irgendwann hing es brauchbar, ein Abendessen (norwegisches rotmos, Wurzelgemüsenstampf, besser als Kartoffelstampf, mit Röstzwiebeln, Dessert wurde aus Zeitgründen und Regengefahr gestrichen) gab es auch noch. Dann in die Matte, was am Berg nicht unbedingt einfacher ging als zu Hause, weil ich partout mit den Füßen voraus in den Hang schaukeln wollte.

    Die Seitenvertauschung (kurzes Ende vorne bei den Füßen) merkte ich vor allem am permanenten Reiben der Matte gegen das Tarp bei jeder kleinsten Bewegung, nervig, weil ich auch nicht unbedingt unterscheiden konnte, ob das nicht doch auch ein Viech war, zusätzlich war es unglaublich warm, ich war so lose in der Sommertüte als nur möglich, wachte aber trotzdem sehr warm auf - also irgendwann nochmals raus, pinkeln musste ich eh und geregnet hatte es bis auf ein paar Tropfen auch noch nicht wieder, und dabei gemerkt, dass das Reiben seinen Grund hatte, eine der hinteren Abspannschnüre hatte sich gelöst. Neu abgespannt (den Hering habe ich tatsächlich am nächsten Morgen wiedergefunden!) ging es erheblich besser. Um mehr Luft an die Matte zu lassen und weil ich den Hering brauchte, öffnete ich die Wetterschutztüren auf der einen Seite (hatte sie halb geschlossen), was die Temperatur verbesserte, aber ein paar Minuten später, als es dann richtig anfing zu regnen, auch etliche Spritzer in der Hängematte bedeutete. Aber ansonsten hatte ich ein gutes Gefühl und pennte irgendwann mit dem herrlichen Trommelgeräusch wieder ein. Am Morgen beim Abbauen hatte es aufgehört, tropfte nur noch von den Bäumen. Gepäck in der Gepäckmatte ist trocken geblieben, Schlafsack ganz leicht feucht (es lebe die die Ultra-Dry-Behandlung von StS!). Nur auf Kaffee und Frühstück musste ich noch etwas warten, weil ich das doch lieber in der nächsten Schutzhütte servieren wollte.

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    Wie lange brauchst Du für eine Tasse, MrHydeAndMe ?

    Wir trinken unterwegs ja ganz schnöde das, was mein Mann Bröselkaffee nennt ... aber der von Alnatura ist eigentlich ganz lecker. Den Unterschied haben wir deutlich gemerkt, als er in Norwegen ausging und ich den Fehler beging, aus alter Gewohnheit "First Price" (Discountmarke) -Instantkaffee nachzukaufen - bäh!

    Ich war eine Runde mit dem Gravel im Wald ... doch, hat was mit der Hängematte zu tun, ich habe nämlich gecheckt, was eine Quelle oben am Berg nach der Trockenheit macht und Ausschau nach einem Hängeplatz in deren Nähe gehalten. Sie plätschert zwar nicht grad, sondern tropft mehr vor sich hin, aber mit etwas Geduld wird schon das Wasser für das morgige Abendessen und das Frühstück am Mittwoch zusammenkommen - ich habe nämlich ausnahmsweise einen Tag mitten in der Woche frei. Also werde ich morgen Nachmittag den schon fertig gepackten Rucksack auf den Rücken schmeißen und lostigern. Das wird wohl dann auch gleich der Tarptest, denn in der Nacht zum Mittwoch soll es anfangen zu regnen. Sei's drum, das ist die einzige Möglichkeit in einigen Wochen, für eine Nacht im Wald zu verschwinden, die lasse ich mir nicht nehmen.

    Fest? Altras haben ja ein ordentlich Dämpfung und gehen davon langsam in Richtung Marshmallow shoes...

    ... aber die Sohle ist trotzdem gegenüber echten Minimalschuhen ziemlich fest im Sinne von unflexibel, Dämpfung hin oder her. Und damit bewege ich mich anders als in Schuhen mit flexibler Sohle. Und abgesehen von den paar Metern in den Radschuhen trage ich eben nur noch solche Schuhe.

    Spannend, wie unterschiedlich die Erfahrungen sein können, danke für eure Erfahrungen! Ich finde die Sohle der Vapor Gloves ebenfalls unschlagbar fühlig und griffig (Vibram halt), die Zehenbox im Vergleich zu anderen Herstellern super ... nur leider hat sich die Luftigkeit geändert. Die erste Generation war diesbezüglich unschlagbar, dieses Paar habe ich noch und schon mehrfach die Zehenbox wieder an den Stoff geklebt, aber lange halten sie nicht mehr durch, schade. Die Nachfolger fand ich schon nicht mehr so überzeugend.

    Ich bin gespannt, wie ich mit den festeren Sohlen der Altra klar komme auf der nächsten Tour.

    Hier sind ja sehr viele MinimalschuhträgerInnen, sehr schön! Ich gehöre auch zur Fraktion, bin seit 9 Jahren barfuß oder in Minimalschuhen unterwegs. Angefangen habe ich, als ich noch in Norwegen gelebt habe, das waren einfach wesentlich bessere Barfußbedingungen als hier. Damals war ich auch im Winter häufig barfuß unterwegs, das war die Zeit der super-warmen Füße für mich. Barfuß übers Eis oder über gefrorenen Boden ist toll, Schnee mochte ich allerdings weniger (wobei es den sagenhaften "warmen" Schnee tatsächlich gibt).

    Leider musste ich durch das ISG/Rückentheater einige Jahre Schuhe tragen und so sind die Zeiten des unbeschwerten Barfußgehens wieder vorbei und ich habe wieder gelegentlich kalte Füße (ein Orthopäde hatte einen Beckenschiefstand festgestellt und meinte, das ISG-Theater käme daher, ich solle es mit ausgleichen versuchen - bis sich dann vor einem guten Jahr endlich gezeigt hat, dass der Beckenschiefstand vom Kieferpressen verursacht wird, mit entsprechender Behandlung isser weg und ich kann wieder barfuß laufen, Gott sei Dank!). Aber ob ich jemals wieder so radikal barfuß unterwegs sein kann wie in Norwegen, glaube ich nicht, da waren die Bedingungen einfach viel besser, viel mehr Naturboden, kaum Schotter, da war ich regelmäßig barfuß wandern. Barfuß durchs Moor ist ein Traum ...

    Anfangs habe ich mir viele Schuhe selbst genäht, weil es vor 9 Jahren in Norwegen noch nicht viel Auswahl gab, mittlerweile habe ich eine ziemlich große Auswahl, von funktional bis schick. Wandern gehe ich mit Zaqq expeq oder Merrell Vaporgloves, wobei ich mit letzteren mit dem 10kg-Rucksack auf viel Asphalt und Schotter Probleme mit dem linken Bein bekommen habe, völlig verspannt, hatte ich noch nie - für den Schwarzwald-Schotter brauche ich wohl etwas mehr Steifigkeit in der Sohle und werde bei der nächsten Tour die Altra Superior anziehen, die ich eigentlich fürs Radfahren gekauft habe. "Normale" Schuhe besitze ich gar nicht mehr, mit normalen Wanderschuhen käme ich vermutlich keinen Meter mehr, nur auf dem Gravel trage ich clickpedaltaugliche Mountainbikeschuhe, in denen ich aber nach Möglichkeit keine längeren Strecken gehe.

    Ich hoffe, Dir kommt beim Teetrinken die Erleuchtung, wie der Versuch noch zu retten ist! Bei dem "ich bin unverletzt" hatte ich aber schon an einen totalen Absturz (gibt ja noch andere Möglichkeiten als die Knoten) gedacht, von daher ist "nur" die Matte verletzt - aber blöd genug ist es und ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn ein Projekt nicht so funzt wie es hätte sollen.

    Also, Daumendrücken für die erfolgreiche Verbesserung. Hier findet sich sicher auch noch ein Näher mit konkreten Tipps. ;)

    Levi und jenshelge: Wir sprechen uns am Berg ... ;)

    Meinen Schwerlasttransporter habe ich zwar auch oft genug über die Alpen und übers norwegische Hochgebirge gekarrt bekommen und stoisch jedes Transportangebot abgelehnt, frau hat ja schließlich auch ihren Stolz, aber jetzt macht es einfach mehr Spaß. Obwohl ich gar nicht ausschließen will, dass der Schwerlasttransporteur irgendwann wieder ran darf. Ist schließlich auch ein verdammt feines Schätzchen.

    Leichter, schneller, günstiger.

    Ich hoffe, es ist ok, wenn ich bei älteren Beiträgen mitsenfe und diese wieder hochhole ... für mich war vor allem das "leichter" der ausschlaggebende Grund, dass das Gravel auch zum Reiserad geworden ist. Es wiegt mit Campingausstattung so viel wie mein altes Reiserad ohne Gepäck. Und damit kann ich es problemlos tragen, wenn es nötig ist (ich muss immer noch etwas auf den Rücken aufpassen).

    Und der Spaßfaktor ist auch nicht zu vernachlässigen. Mit dem Reiserad und Schwerlastbepackung (4 Ortliebtaschen, Gepäcksack quer über dem Gepäckträger, Lenkertasche) konnte ich auch Schotter fahren, ja. Aber Spaß hat das selten gemacht. Mit dem beladenen Gravel machen dagegen Schotter und grobe Wege richtig Spaß. Jetzt in Norwegen waren wir auf (wohlgemerkt: ausgeschilderte Fahrradrouten!) unterwegs, da hätte ich früher die Wahl zwischen abpacken und einzeln drüber tragen gehabt oder umdrehen. Gravel: einfach anheben und drübertragen. :thumbup:

    Das wird ja hier richtig kreativ, klasse! So viele gute Ideen zum Verbessern. tomtom - ich weiß nicht, ob ich Deine Beschreibung so richtig nachvollziehen kann, für mich hört sich das an wie eine Bridge-HM mit den Trekkingstöcken. Oder willst Du die TS an der CrossHammock anbringen?


    Cross Hammock: Dogbone musste ich jetzt erst nachschlagen ;). Und ich weiß, was bei der nächsten Extex-Bestellung mit in den Warenkorb wandert ...

    Auch eine gute Idee mit den Verbindungsschnüren zum Auffächern - gerade, weil dieser erste Versuch relativ schmal ausfällt. Aber die Restebahn war halt nicht breiter und immerhin ist der Rucksack bisher nicht rausgepurzelt. Er legt sich aber von selbst leicht diagonal, das schlaue Kerlchen ;) .

    Eine dünne Rückholschnur am Ende der Daisychains werde ich definitiv ausprobieren (ich hatte mich schon bei Cross Hammocks Videos gefragt, wie der seine Baumgurte wieder runterbekommt angesichts des wesentlich höheren Astes ... kam da die Leiter ums Eck marschiert, sobald die Kamera aus war? ;) ).

    @Tüfteln: Falls Cross Hammock nicht reagiert - so ein Ding ist wirklich super schnell genäht.