Beiträge von Schwarzwaldine

    Welche Schirme verwendet ihr? Bei früheren Trekkingtouren in der Schwerlastzeit hatte ich gern einen von ShedRain dabei, groß genug, um über den Rucksack zu gehen, den ich auch mit Brust- und Hüftgurt handfrei aufspannen konnte und der stabil genug war, auch etwas Wind abzukönnen. Aber halt nicht gerade leicht. Und auch bei Schwerlast-Radtouren war ein Schirm an Bord, fand ich praktisch zum aus dem Zelt kommen, wenn das Regenzeug ausgezogen und klatschnass irgendwo versuchsweise trocknete. Aber auch der war nicht gerade leicht. Empfehlungen für Teile, die nicht gleich auseinanderfliegen?

    Bisher setze ich beim Trekking auf den Poncho. Mein Rucksack ist nicht wasserdicht, insofern passt das, und ich nutze den Poncho noch als Plane, z.B. zum Isomatte aufblasen. Bei nassem Gras und kälteren Temperaturen in der Theorie mit kniehohen Gamaschen, wobei die noch aus der Nicht-UL-Zeit stammen und ich sie während dieser zum letzten Mal im Einsatz hatte.

    Bikepacking: leichte Radregenjacke, Helmüberzug und MYOG-Regenkilt mit Fixiermöglichkeit für die Beine. Habe ich mangels Regentour aber noch nicht ausprobiert.

    Nein, das ist der nur wenig komprimierte Schlafsack. Wenn man den im Packsack richtig eng packt, passen auch noch etliche Kleidungsstücke dort rein. Zelt, Isomatte, Kocher und Hängematte sind in den Gabeltaschen, Ofen, Stuhl, Säge und Tarp im Rahmen, hinten nur feste und flüssige Lebensmittel.

    ... (Hervorhebung von mir) ... gehören die zum Wärmekonzept? ;)

    sakura: ich fahre mit einem ähnlichen Koffer von Ortlieb am Lenker rum, von daher ist mir der nicht extra aufgefallen. An der Lefty-Gabel kann ich keine Taschen anbringen und bin deshalb froh, dass das Handlebar-Pack bei mir passt.

    Interessant, woher? Ich wollte es eigentlich mal mit dem Klassiker Zipp-off Hose veruchen und habe bei Decathlon was gekauft, Decathlon MH550, wiegt aber geschmeidige 405 Gramm. Eine reine, kurze Hose plus Beinlinge wäre eine Option. Allerdings sollten die stichfest sein. Mittlerweile reagiere ich ziemlich heftig auf alle Arten von Stichen. Keine Ahnung, warum das früher nicht so war.

    Guck mal im Rennradbedarf, da sind Beinlinge/Armlinge Standard. Ohne Fahrradhose rutschen sie allerdings ziemlich schnell, auch mit eng genähten Anti-Rutsch-Gummi. Ansonsten sind sie sehr schnell selbst genäht und du kannst dann auch die Dicke bestimmen.

    Ich finde es bei unserer Bikepacking-Ausrüstung ja schon faszinierend, dass man alles ohne Gepäckträger verstaut bekommt. Aber bei Dir mit Deinem Hottent und Ofen ist mir das absolut ein Rätsel, zumal Deine Arschrakete jetzt nicht gerade groß aussieht ... danke für die Bilder, das sieht nach einem tollen Overnighter aus.

    Zum sonstigen aufpumpen - hab ich's überlesen oder von welchem Ventil ist überhaupt die Rede Schwarzwaldine ?

    Ich nutze schon länger einfach meinen Rucksack Liner, den ich eh dabei habe.

    Manche kleben sich was ein, wo ein Schlauch Adapter ran passt, aber es geht auch einfach nur mit dem Sack, beim winglock mit Rückschlag erst Recht, aber auch beim Alten Ventil super. Die Matte ist ja nicht unter nennenswertem Druck, dass viel Luft beim Sack füllen wieder entweicht.

    ;) Mittlerweile von mehreren. Ausgangspunkt für meinen Unmut ist das Speed Valve, der Schnozzelsack passt auf das ältere TAR-Ventil (ob er auch auf die der ersten Generation passt, hab ich noch nicht ausprobiert), aber nicht auf das Winglock. Wenn der Schnozzel dabei ist, nutze ich den entweder als Liner oder als wasserdichten Packsack, die Liner-Umfunktionierung brauche ich also nicht (und auch nicht Sackis "Trick" mit dem Plastikmüllsack, der schon vom Hinsehen kaputt geht ...)

    Das mit der Isomatte in der Hängematte lassen wäre ein echtes Argument, könnte aber bei der Cross Hammock wegen der Aufhängeschnüre weniger gut funktionieren. Hat da jemand Erfahrung mit?

    Zum Ablassen ist es ja super. Aber beim Aufblasen bin ich gescheitert, mein Mann ebenfalls, keine Ahnung, was wir falsch machen, Cross Hammock und Levi . Beim ersten Versuch hat sich wenigstens noch die Matte halbwegs gefüllt, im Wald und anschließend zu Hause überhaupt nicht mehr - und ja, Abstand zum Ventil habe ich eingehalten. Mit dem Exped-Sack muss ich dreimal den Füllvorgang wiederholen, das ist völlig ok. Auf das Abschneiden und Umbügeln bin ich auch schon gestoßen, aber wie gesagt, das schnelle Ablassen damit finde ich durchaus praktisch. Und vielleicht klappt es ja doch noch irgendwann mit dem Speed Valve. Nach meinem Eindruck ist der "Knubbel", den das zusammengerollte Ventil bildet, aber auch gar nicht so schlecht, um die Matte in der Cross Hammock zu platzieren, der hält das Moskitonetz auf Abstand.

    Danke für den Tipp, aber auch ne Minipumpe ist zusätzliches Gerödel, während ich den Pumpsack ja eh als Packsack gebrauchen kann (der Exped Schnozzelbag ist ja auch noch wasserdicht im Gegensatz zu sonstigen Modellen). Für die TAR Neoair mit Speed Valve hat übrigens der TAR Pumpsack (jedenfalls der für die Uberlite) gar nicht gepasst, schon wieder ein anderes Modell ...

    Cooles Gästezimmer habt ihr, was ist das für eine Tapete? Und bei euch scheint das Gästebett auch Ablage für diverse Outdoor-Ausrüstung zu sein ...

    Mir hat der Tag bzw. mein Mann eine außerordentlich banale Erkenntnis beschert. Bei der Ü-Tour von Dienstag auf Mittwoch habe ich mit dem Speed Valve der TAR Neoair noch mehr gekämpft als im heimischen Wohnzimmer, ich bin echt zu doof für das Ding. Und weil ja hier aber mit der Exped Schnozzeltüte ein vernünftiger Pumpsack vorhanden ist, habe ich mich vorhin durch mehrere Youtube-Videos geklickt, um eine Adaptermöglichkeit zu finden, um Schnozzel mit der TAR zu verbinden. Tja, und dann frage ich meinen Mann, der versuchshalber einfach die Schnozzel-Öffnung auf das TAR-Ventil steckt und: tada, passt einfach so! Ganz ohne Adapter!

    Hurra, die nächste Waldnacht beginnt also nicht mit einem halben Kreislaufzusammenbruch, weil ich mir Sterne vor die Augen gepustet habe. Manchmal ist es soooo einfach!

    ... und wie der eigene Trainingszustand ist, ich mache nach fünfjähriger Zwangspause wieder die ersten Rucksacktouren in diesem Sommer. Vorher, also vor den fünf Jahren, waren meine Füße an die Belastung gewohnt, da habe ich viele Wanderungen barfuß oder in Surffüßlingen gemacht, teilweise auch mit Übernachtungsgepäck. 40+ habe ich allerdings noch nie gemacht, Respekt!

    Fest? Altras haben ja ein ordentlich Dämpfung und gehen davon langsam in Richtung Marshmallow shoes...

    "Marshmallow shoes" ist übrigens eine sehr gute Beschreibung für das Laufgefühl in den Altras ... hat mich etwas genervt. Aber bei der diesmaligen Tour mit den Altras anstatt der Merrells an den Füßen (allerdings auch ein etwas leichterer Rucksack, da ich weniger Wasser dabei hatte) hat die Beinmuskulatur auf den Schotterstrecken, die wieder reichlich dabei waren (da kommt man halt im Schwarzwald häufig nicht drum rum, wie Ted auch schon bemerkt hat) nicht gemotzt. Den rechten muss ich allerdings gut (=fest) schnüren, wenn es bergab geht, der ist etwas knapp, da der rechte Fuß ein paar Millimeter größer ist.

    Nach der ersten Regennacht im Wald - wie erwartet, hat sich das Tarp von Cross Hammock bestens geschlagen (obwohl ich im Dunklen die Seiten vertauscht hatte).

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    Im Vergleich mit der letzten Tour war diese deutlich mehr "Abenteuer" - fing mit der Hängeplatzsuche an, ich hatte mir ja vom Fahrrad aus einen möglichen Platz ausgespäht, kleiner Pfad auf einen Bergrücken, Gebüsch zum Hauptweg hin - wäre auch ideal gewesen, dachten aber andere auch schon. Nein, war nicht schon durch Hänger belegt, sondern von einen Hochsitz mit Anfütterstelle und kaum, dass ich mich etwas seitlich umgeschaut hatte, ob es da auch noch Stellen gäbe (hätte es), hörte ich Schritte. Ich horizontal hinter den nächsten Wurzelstock: es war der Jäger, allerdings nicht in Jagdmontur, sondern mit einem Futtereimer, anschließend verschwand er wieder. Für den Tag also weg, aber der Ort war mir dann doch zu heiß, es soll ja auch Morgendämmerungsansitzer geben ... weil es aber durch die Aktion schon ziemlich spät war und bald dunkel werden würde, bin ich den relativ steilen Hang parallel zu den Wegen abgestapft, in der Hoffnung, irgendwann auf einen tauglichen Platz zu stoßen. Kam irgendwann auch, allerdings nicht gerade ideal, weil ziemlich steil, gemütlich unterm Tarp kochen oder sitzen war nicht drin. Egal, es wurde dunkel und ein paar erste Tropfen kamen auch schon runter, also aufgebaut - insbesondere beim Tarp habe ich die fehlende Routine deutlich gemerkt. Keine gute Kombi mit dem noch verbliebenem Restlicht. Aber irgendwann hing es brauchbar, ein Abendessen (norwegisches rotmos, Wurzelgemüsenstampf, besser als Kartoffelstampf, mit Röstzwiebeln, Dessert wurde aus Zeitgründen und Regengefahr gestrichen) gab es auch noch. Dann in die Matte, was am Berg nicht unbedingt einfacher ging als zu Hause, weil ich partout mit den Füßen voraus in den Hang schaukeln wollte.

    Die Seitenvertauschung (kurzes Ende vorne bei den Füßen) merkte ich vor allem am permanenten Reiben der Matte gegen das Tarp bei jeder kleinsten Bewegung, nervig, weil ich auch nicht unbedingt unterscheiden konnte, ob das nicht doch auch ein Viech war, zusätzlich war es unglaublich warm, ich war so lose in der Sommertüte als nur möglich, wachte aber trotzdem sehr warm auf - also irgendwann nochmals raus, pinkeln musste ich eh und geregnet hatte es bis auf ein paar Tropfen auch noch nicht wieder, und dabei gemerkt, dass das Reiben seinen Grund hatte, eine der hinteren Abspannschnüre hatte sich gelöst. Neu abgespannt (den Hering habe ich tatsächlich am nächsten Morgen wiedergefunden!) ging es erheblich besser. Um mehr Luft an die Matte zu lassen und weil ich den Hering brauchte, öffnete ich die Wetterschutztüren auf der einen Seite (hatte sie halb geschlossen), was die Temperatur verbesserte, aber ein paar Minuten später, als es dann richtig anfing zu regnen, auch etliche Spritzer in der Hängematte bedeutete. Aber ansonsten hatte ich ein gutes Gefühl und pennte irgendwann mit dem herrlichen Trommelgeräusch wieder ein. Am Morgen beim Abbauen hatte es aufgehört, tropfte nur noch von den Bäumen. Gepäck in der Gepäckmatte ist trocken geblieben, Schlafsack ganz leicht feucht (es lebe die die Ultra-Dry-Behandlung von StS!). Nur auf Kaffee und Frühstück musste ich noch etwas warten, weil ich das doch lieber in der nächsten Schutzhütte servieren wollte.

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