Okay, sollte hier eigentlich nicht Thema werden aber um den Grund und das Ausmaß des Urlaub-Plans zu erläutern:
Nach dem Norwegenurlaub mit dem Motorrad haben wir beide bemerkt, dass das Outdoor-Leben doch zu kurz kam. Was uns im Nachgang gestört hat, waren tatsächlich die ständigen Ortswechsel. Wir hätten gern mehr "Lagerbau" betrieben und kennen gelernt, mehr geangelt, geschnitzt und am Feuer gesessen. Damit war der Keim als Wunsch bei mir gelegt, nochmal einen Outdoor-Urlaub zu machen, wo ich einzig und allein das Umsetze (also ohne Motorrad).
Dann kam ich irgendwann auf die "7 vs Wild" Serie und war von der ersten Staffel total geflashed (hab mit der Zeit aber alles Staffeln gesehen und von einigen interessanten Teilnehmern noch mehr). Da ich mir im Vorfeld schon einige Gedanken zum Land gemacht hatte, wurde ich von "7 vs Wild" inspiriert und denke auch genau an den selben See zu fahren. Es gibt dort eine Menge Stellen, an den man das Auto stehen lassen kann um Richtung See zu wandern.
Das Jedermannsrecht ist mir aus Norwegen schon sehr bekannt und ich werd mich diesbezüglich natürlich für Schweden genauso informieren.
Ich habe tatsächlich vor mir einen kleinen Unterstand zu bauen. Dafür würde ich aber keine Bäume fällen. Auch ein Versuch mit nem Floß auf das Wasser würd mich reizen, wenn man genug und geeignetes Holz findet. Das ich einen Platz so verlasse, wie ich ihn vorgefunden habe, muss mir kein Jedermannsrecht erklären, das gehörte allgemein zu meiner Erziehung. Für Details werd ich mir aber alles nochmal genau durchlesen 
Ich nehme an, euer Outdoor-Leben kam zu kurz weil das Wetter nicht mitgespielt hat. Das ist bei "Minimal-Equipment" das Hauptproblem. Regnet es 2 o. mehr Tage durch, ist ein Aufenthaltszelt wo man drin stehen kann bereits erforderlich, damit man entspannt bleibt und sich die Laune der Beteiligten nicht zu sehr eintrübt. Ansonsten liegt man genervt nur unterm Tarp in seiner HM. Klar, das kann man "mal" machen, aber auf Dauer wirds schwierig.
7 vs. Wild hat mich auch inspiriert, und ich sehe das so wie Du. Lieber ausgiebig an einem Platz bleiben und entspannen, anstatt häufige Ortswechsel. Im Grunde genommen sehen die Ufer und Wälder sowieso alle gleich aus in Schweden. Ob ich nun 100 km nördlich fahre oder 5km westlich macht für mich keinen Unterschied.
Unterstand und Floß bauen sind romantische Vorstellungen die man entwickelt wenn man zuviel Youtube guckt. Geht mir aber auch so. Vor Ort sieht die Welt anders aus. Groß irgendwas sägen und bauen ist einfach nicht praktikabel, als "Urlauber"
Was allerdings praktikabel ist , ist insgesamt für einen runden komfortablen Aufenthalt zu sorgen. Dafür gibt es wirklich genug zu tun, wie z.B.
- zusätzlich ein größeres "Aufenthalts-Tarp" mitnehmen und aufbauen für 2-3 Personen
- Outdoor Stühle und Tisch mitbringen
- Kanu ausleihen und Fische fangen
- Genügend Feuerholz besorgen , so dass man auch mal gemütlich bis Mitternacht am Feuer sitzen kann.
- Gute Verpflegung in ausreichender Menge dabei haben, und 1 x am Tag erstklassig kochen (ab Tag 3. nervt Fisch, glaubt es mir)
- Für Nachschub samt Kühlkette sorgen
- Dafür sorgen dass man alle 2 Tage heiß duscht und Klamotten waschen kann
- Vernünftiges WC
Das alles ist aufwändig genug, und man versteht warum Campingplätze ihre Daseinsberechtigung haben. Für mich ist ein Mittelmaß am besten. Nicht zuviel, aber auch nicht zu wenig Komfort. Die notwendigen Dinge müssen erstklassig laufen, und man erhält sich trotzdem eine rustikale Biwak-Romantik.