Hallo, vielleicht kannst Du Dir mal eine 11' GE-Matte mit UQ für einen Urlaub leihen und schaust ob das für Dich passt. Ich glaube hammockfairy verleiht Setups. Ansonsten schau Dir das Haventent-System an. Je nach körperlicher Einschränkung könnte der Ein.-und Ausstieg in eine Crosshammock schwierig sein. In einer GE kann man gerade liegen und ein anständiges Setup mit UQ könnte Dir als Outdoor-Kenner auch gut gefallen. Ich würde Isomatte vernachlässigen. Die 3 Dinge die ich Einsteigern empfehlen würde, um es nicht zu kompliziert zu machen, sind: Gute Matte, Guter UQ, guter Top Quilt.
Beiträge von Gironimo
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Würdest du wegen eines Schnupfens sofort eine Tour abbrechen und in den Notfallmodus schalten?

Die Nase läuft bei den Temperaturen doch eh dauerhaft wenn man draußen ist. Es gab mit Sicherheit Punkte auf der Tour wo man hätte los gehen sollen (Wenn denn möglich), aber der Schnoppen alleine wäre für mich auch kein Warnsignal gewesen
Naja, es gibt normales Naselaufen und ein plötzlicher Einbruch eines richtigen Schnupfens, d.h. ein merkliches körperliches Erkältungs-Symptom. Bin ich bei deutlichen Minustemperaturen draußen alleine unterwegs, dann würde ich Letzteres definitiv als Warnsignal deuten und handeln.
Ich würde es nicht darauf ankommen lassen, dass sich der Bewusstseinszustand eintrübt wie bei einer Hypothermie üblich.
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Ich muss ehrlich sagen, dass ich Deine Geschichte ab der Hälfte nicht gerne gelesen habe. Ich meine Du warst deutlich unterkühlt und standest kurz vor der Ohnmacht. Alleine im Wald bei Minusgraden nicht wirklich erstrebenswert.
Der erste Anflug von Schnupfen war eigentlich das erste Warnsignal bei dem Du sofort hättest abbrechen, und alle Sicherheitsvorkehrungen hättest treffen müssen, um in Sicherheit zu gelangen. Ist natürlich leicht gesagt im Nachhinein . Der Zustand der totalen Erschöpfung, bei dem der Körper das Denken langsam herunterfährt ist fürchterlich. Man muss unbedingt vermeiden an diese Grenze zu kommen. Kenne ich leider selbst. Der Moment bei dem irgendwann die Beine wegklappen ist dann nicht mehr weit entfernt.
Es gibt ein paar Maßnahmen die ich beim ersten Schnupfen getroffen hätte, wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte:
- Egal um welche Uhrzeit, sofort abbauen und sich in Bewegung setzen. Körpertemperatur durch zügiges gehen hochfahren. Körpertemperatur nicht mehr runterfahren bis man in Sicherheit ist.
- Eine starke Paracetamol kann schon bewirken, dass man einige Stunden lang wieder normal funktioniert. Die Zeit muss man dann nutzen.
- Manchmal reicht ein "Peitschenhieb", bestehend aus einem Schnapps, red bull oder einer deftigen Mahlzeit aus, um vorübergehend wieder zu Kräften zu kommen. Darauf darf man sich aber nicht verlassen.
- Die nächst gelegene heiße Dusche ansteuern und erstmal aufs Ohr legen, in einem warmen Zimmer.
- Freunden/Verwandten Bescheid geben, damit jemand weiß wo man ist. Regelmäßig melden.
Ich denke das war eine klassische Unterkühlung. Hoffe Dir gehts wieder besser. Danke fürs Teilen.
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Hammock Fairy hast Du schon mal mit Fleece gearbeitet? Ich habs gemacht und bin der Meinung dass ein Synthetik-Fleece das Apex sehr gut aufwertet.
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Servus,
Ich möchte den Faden gerne noch einmal kurz rausholen. Ich bin gerade an einem Sookie ähnlich deinem dran aber ich bin mir noch nicht ganz sicher ob ich die Isolierung zwischen Matte und Trägerstoff mache oder unter den Träger Stoff. Merkt ihr da in der Praxis irgendwelche Unterschiede wen die Isolierung zwischen Matte und Trägerstoff liegt. Weil dann kann ich die Isolierung in dünnerem atmungsaktiverem Stoff packen ohne daß der Stoff irgendwie mit der Außenwelt in Berührung kommt und kaputt geht.
Ich habs zwischen genäht, weil ich am Anfang unsicher war ob meine näherischen Fähigkeiten ausreichen würden um den Stoff sauber drunter zu setzen und ich fand, daß es nicht schön aussieht, wenn die Isolierung außen angenäht ist. Die Naht an das Apex zu setzen sieht schnell improvisiert aus, weil es sich schlecht sauber vernähen lässt. Man muss sauberer (anzeichnen) und genauer nähen.
Bisher habe ich von einem Nutzer gehört der sagte, daß er mit dem Apex innen schneller einen "cold butt" bekommt. Ich kann das nicht bestätigen. Habe den Sookie auch mal umgedreht und habe keinen Unterschied gemerkt. Ich würde heute eine 2. schmale Lage Apex von ca. 40cm auf das 200er noch zusätzlich einnähen, die nochmal zusätzlich die mittige Liegefläche unterstützt bei der Isolierung. Sind Wirbelsäule, Gesäß und Waden stärker isoliert als die Seiten, bringt das mehr Komfort, und man muss nicht gleich die ganze Isolierfläche doppellagig machen.
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"wenn Du die Gummis meinst, die stören eigentlich überhaupt nicht solange sie fix verbunden sind und im letzten Drittel der RL-Länge angebunden sind. Weder bei Auf,- Abbau, Ein- noch Ausstieg."
du baust das aber immer wieder auf und ab?
Nein, ich habe Prusik-Knoten an die RL montiert und die halten sicher in Position auch nach Abbau. Ich stopfe alles in meinen Stuff-Sack. Beim Aufbau ziehe ich alles raus und die Gummis sind in der richtigen Position und ziehen den UQ gleich hoch.
Das Einzige was ich beim Aufbau immer wieder justieren muss ist, dass die HM sauber hängt und sich nicht eindreht.
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wenn Du die Gummis meinst, die stören eigentlich überhaupt nicht solange sie fix verbunden sind und im letzten Drittel der RL-Länge angebunden sind. Weder bei Auf,- Abbau, Ein- noch Ausstieg.
Ich hatte mir auch zusätzlich noch Tunnelzüge in die Seiten des UQs genäht. Bis jetzt habe ich nichts durchgefädelt weil dank der Dutch-Quilt-Hook-Methode alles gut sitzt.
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Seltsam. Er rutscht zu weit an Deiner rechten Körperseite hoch und hat zuviel "Luft" an Deiner linken Wade.
So wie ich das hier beschrieben habe, würde ich versuchen das Problem zu lösen. Du könntest mit stärkeren Klammern Gummischnur aus dem Baumarkt und Maurerschnur einen Test machen, ohne etwas an Deinem Wooki zu verändern. Sollte die Methode für Dich funktionieren, könntest Du das Annähen von 4 Schlaufen in Betracht ziehen.
Es kommt schließlich nur darauf an, dass der isolierte Bereich eng anliegt und gleichmäßig am Körper hoch geht.
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Ich habe an den Schultern 140cm Breite genommen, die dann schmaler werden bis auf ca. 50 cm an den Füßen. An den Seiten habe ich dann ungefähr 10-20cm Material übrig, für meine "Wärmemulde", wenn der UQ hochgezpgen wird. Das war mir wichtig.
Für die Länge reichts für mich aus, wenn die Fläche gerade noch bis an die Ohren geht und knapp über die Fersen. Für mich muss die Isolation nicht weit über den Kopf hinaus gehen. Ich nutze meist ein Kopfkissen.
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Ich finde kaum 20D-Stoffe in tarnenden Farben (braun/oliv/camo),
die gleichzeitig bezahlbar sind
und annähernd an die Breite meiner Matte (174 cm) herankommen.
Habt ihr Bezugsquellen für breite UL-Stoffe in naturfreundlichen Farben oder Camouflage?
Möchtest Du unbedingt auf die 174er Breite kommen, wirst Du ggf. an beiden Seiten einen Streifen annähen müssen, weil die meisten Stoffe eine Rollenbreite von ca. 150cm haben. Die doppelte Kappnaht eignet sich dafür.
So wie sich das liest wirst Du am ehesten bei Ripstopbytheroll.com fündig werden. Die haben dünne Stoffe in camo, aber inkl. Einfuhrzölle + Steuer wird das bestimmt kein Schnäppchen.
Ich habe einen "leichten" Ripstop in camo mit 83g/m² bei Tolkostoffe für 6€/lfm gefunden. Geschätzt liegt der zwischen 40D und 70D. Ich habe mich auch schwer getan etwas Passendes in dem Bereich zu finden.
Möchtest Du Daune vernähen, muss das Material auch daunendicht sein, was das Anforderungsprofil erweitert.
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Seltsam ist, dass Hundehalter mitten in der Nacht Gassi gehen. Vielleicht war das auch ein Jäger. Zum Teil ist die Jagd (mittlerweile) nachts erlaubt. Beide Tiere waren neugierig und wollten sich vergewissern was da hängt.
Ich würde mich Hunden wenn möglich "vorstellen", so dass sie die Situation verstehen. Fühlt man sich gestört, dann auch das deutlich machen.
Aus Sicht eines Hundehalters ist es grundsätzlich nicht verkehrt wenn der Hund einen Menschen im Wald aufspürt. Es kann sich auch um eine verletzte Person oder sonstige Situation handeln, die der Hund dem Herrchen anzeigt. Ein Spürhund macht nichts anderes.
Wir leben hier in NRW in einer der dichtbesiedelsten Regionen der Welt. Deshalb hat man hier selten seine Ruhe.
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Gironimo Hast du dir das System an den wooki angepasst?
Ich dachte die sind für UQ mit seitlichen Gummikordeln.
Nein, ich habe einen Eigenbau-UQ. Habe jeweils an beide Seiten des UQ 2 Gurtschlaufen angenäht und 2 Prusiks aus Maurerschnur an die RL gebunden. Danach je eine Gummischnur befestigt. Den Prusik kann man verschieben, bleibt unter Spannung aber da wo er sein soll auf der RL.
Entscheidend sind 4 stabile Befestigungspunkte am UQ, woran er schräg hochgezogen wird. Theoretisch wären noch mehr möglich.
Habe mir das bei Naphtet abgeschaut und versucht nachzubauen. Ich weiß auch nicht genau wie das heißt. Habe nur die Bezeichnung von Dutch gefunden.
Für mich kappt das sehr gut weil meine Isolierung jetzt endlich an meiner linken Schulter anliegt und ich noch besser gegen Wind geschützt liege.
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Auf dem letzten Forumstreffen habe ich die Methode der "ridgeline quilt hooks" von Dutch erstmalig gesehen. Kann man sich leicht selbst basteln. Ich habe das bei mir installiert mit Gummis und es funktioniert gut. Zieht den UQ hoch zur RL.
Der UQ wird nicht mehr nur durch die beiden Enden an die HM gespannt , sondern noch durch 1-2 Gummis die hoch zur RL gehen.
Das "Gelabber" der Seiten ist bei mir jetzt weg.
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Ganz nebenbei: kennt wer diese Warbonnet-Leute? Ich habe mir ja eigentlich vorgenommen, möglichst wenig US-Brands zu unterstützen solange der Nazi-Clown am wüten ist… daher würde mich im Prinzip schon auch etwas interessieren, wie die Leute da ticken…
Frag doch mal an ob Du vor der Bestellung ein Psychogramm vom Geschäftsführer machen kannst, ob er dem zustimmt.
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Ich würde nicht unter 200gr. Apex gehen. Besser sogar 300gr. Ist es zu warm kann man immer noch den UQ lösen und für etwas Durchzug sorgen. Ein schmaler Streifen von ca. 60cm Breite (von Kopf bis Fuß) mit doppelter Apex-Lage bringt auch schon mehr Komfort, so dass Wirbelsäule, Po und Waden doppelt isoliert sind.
Muckelig warm wirds bei mir nur im Rückenbereich wo ich ein großes Stück doppelt gelegt habe (400gr.).
Der Vorteil von Kufa ist natürlich der Preis , aber auch die Robustheit. Ich mache mir zuhause nicht die Mühe den UQ zu pflegen, so wie es bei Daune erforderlich wäre. Kufa ist pflegeleicht und die Faser ist unkaputtbar, (außer Funkenschlag beim Lagerfeuer). Aus den Gründen bin ich schon zufrieden auf Kufa gesetzt zu haben. Zum Wandern ist es nicht optimal, aber für Leute die viel draußen sind und etwas Robustes suchen in jedem Fall ok.
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An das Digitale wage ich mich noch nicht ran. Aber ich lerne da gerne von dir.
Rollschneider habe ich auch, funtioniert bei mir nur so medium. Viele "unserer" Stoffe ziehen dann immer noch Fäden, hier wäre wohl ein Heißschneider erste Wahl.
Es gibt einen Podcast von ripstopbytheroll und da geht es auch immer mal wieder um Themen rund um das Nähen.
Naja, von mir lernen wäre erst dann plausibel, wenn ich die praktische Umsetzung schon hinter mir hätte. Ist bislang nur Theorie. Ich bin eher der faule und nachlässige Typ weshalb ich mich vorbeugend in die Materie eingelesen habe. Ich will Frustration unbedingt vermeiden. Schnittmuster aus Pappe die irgendwo herumliegen würden mich schon stören. Das Ausdrucken ist mir ein Dorn im Auge und wenn Du Deinem Hänger-Freund etwas maßschneidern willst, wirds richtig aufwändig. Sind die Schnitt-Teile in einer Cloud gespeichert und über einen Beamer abrufbar, bin ich schneller beim Nähvorgang. Das Nähen ist das was mir am meisten Spaß macht. Tüfteln eher weniger.
Seamly2d ist open source und die Kalibrierung des Beamers ist dank Pattern projector auch schnell gemacht. Bevor es die Webanwendung gab, war die Beamer-Kalibrierung deutlich aufwändiger.
Für einen Rollsäumer braucht man eine Schneidmatte, damit er gut funktioniert, aber ich gehe auch davon aus, dass das bei Outdoorstoffen nicht zufriedenstellend funktioniert. Mit Heiißschneidern habe ich mich noch nicht befasst. Podcast von ripstopbytherroll klingt interessant. Höre ich mal rein. Danke.
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Ich wollte mich auch bald an Schnittmuster heranwagen und habe Einiges an Informationen dazu durchgearbeitet. Ich will versuchen die Schnittmuster in Seamly2D digital zu zeichnen, und über einen Beamer auf den Stoff zu projizieren, um dann mit einem Rollschneider direkt auszuschneiden. Ich will möglichst wenig Bastelmaterial einlagern und die Software kann unterschiedliche Körpermaße direkt auf das Schnittmuster umrechnen. So der Plan, aber ob das alles so klappt weiß ich nicht. Um das Abzeichnen auf transparenten Papier kommt man nicht drum herum, wenn man ganz was Neues machen will.
Solche Fäustlinge sind ideal als Schnittmuster-Einstieg und das Polartec-Fleece macht einen sehr guten Eindruck. Gute Materialwahl und Umsetzung
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Sehr cool. Die Handschuhe sind bestimmt angenehm zu tragen.
Wie machst Du denn Deine Schnittmuster?