Beiträge von jenshelge

    Danke Euch allen! :)

    Ich werde weiter experimentieren und bei Erfolg gern berichten.

    Es scheint klar, dass eine mex. Netzmatte in unseren Breiten ohne UQ kaum verwendbar ist, heisse Sommernachmittage oder -dachböden mal ausgenommen.

    Ich denke, meine Matte wird eher zum Chillen als zum ernsthaften Übernachten Verwendung finden.

    Vor allem freue ich mich, so eine "echte" von mir lieben Freunden geschenkt bekommen zu haben und werde sie schon deshalb in Ehren halten.

    ... meine letzte bei-Schwester-und-Schwager-Besuchsnacht bei böigem Sturm-Regen abgehangen.

    Also erstmal vom Porchmodus auf "schön tief" abgespannt.

    Bis kurz nach drei hab ich wachgelegen, gehofft, das Tarp hält Stand, unter der Daune fast geschwitzt und an der Glatze gefroren.

    Während einer Regenpause festgestellt, dass das Tarp auf der HM-Ridgeline aufliegt. Nochmal raus, Tarpfirst höher gehängt, ab dann war es windstill und hat nur noch geregnet.

    Bis halb acht gepennt, was deutlich zu wenig ist, aber naja.

    Aber: Das Material hat überstanden und alles unter'm Tarp ist trocken geblieben!

    Das schafft doch Vertrauen, nicht wahr?

    Im Lauf des Tages geht es wieder nach Hause in den Norden.

    Dann wird auch das Tarp im Keller trockengehängt.

    Habt's gut heute!

    Moin ins Forum!

    Diesen alten Faden greife ich mal auf (auch, um zu dokumentieren, dass die SuFu ihn mir gezeigt und ich ihn gelesen habe ;) :thumbup: ).

    Frage: Wie hänge ich eine mexikanische Netzhängematte richtig auf?

    Mein ehem. WG-Partner und seine mexikanische Frau haben mir eine Netzhängematte aus Yukatan geschenkt.

    ( alasiesta , die Matte kommt wohl aus einer Gefängnisknüpfung, nicht aus deiner Produktionsquelle.)

    E. hat in Mexiko immer in Matten geschlafen, weil alles andere viel zu warm sei.

    Underquilts waren ihr fremd.

    Bei (seltenem) Bedarf lege man eine dünne Decke unter und eine noch dünnere Decke drüber. Aber bei Temperaturen von oft 30°C und teils deutlich mehr sei das einfach nicht erforderlich.

    E. betonte mehrfach, dass man in solchen Matten nicht, wie wir in unseren Campingmatten, schrägonal, sondern wirklich 90° zur Längsachse liege.

    Bei ihnen vor Ort konnten wir es nicht richtig ausprobieren.

    Aber den Erzählungen meines ehem. WG-Partners konnte ich entnehmen, dass in den Häusern in Yucatan oft Haken neben Haken unter der Decke an der Wand sitzen, und abends die Familienmitglieder ihre Matten dort nebeneinander aufhingen.

    Ich vermute also, das mexikanische Netzhängematten vielleicht relativ hoch, dafür aber ziemlich durchhängend aufgehängt werden... :/ Eher wie ein U.

    Hier mein erster Versuch zwischen Bäumen.

    Aufgehängt so hoch ich kam und an Gurten so lang, dass ich beim Reinsetzen grade noch keinen Bodenkontakt hatte.

    Hier liege ich mit 90° zur Längsachse.

    Die Matte ist breit genug.

    Aber Oberkörper und Po hängen deutlich tiefer als die Beine.

    Nicht tauglich zum Schlafen. Undenkbar für Seiten- oder gar tatsächlich Bauchlage (was in mex. Netzmatten ja gehen soll).

    Ich vermute, sie hat immer noch zu wenig Durchhang in der Längsachse.

    Schrägonalliegen, auch mit echten 45°, geht. Aber dann schlabbert's einem über Kopf und Füsse...

    Kann mir jemand Orientierung geben?

    Wie hoch, wie weit auseinander, wieviel Durchhang, Fotos, Videos, irgendwas?

    (P.S. Beim Zusammenlegen der Matte hab ich E. gefilmt. Sonst hätt ich's mich alleine nie getraut, das Ding auch wieder auszupacken... 8| :) So viele lange dünne Fäden.)

    Ich schlage vor, die Finne nicht unter die schlanken Wülste des Bodens zu kleben, sondern ganz am Bootsende unter den dicken (bootsumlaufenden) Rand.

    Tut mir leid, am Handy und unterwegs bin ich nicht so versiert mit Bildbearbeitung.

    So in etwa hatte ich gedacht:

    Was hast Du heute gemacht?

    Mich hinter die Hängematte und direkt in den Wooki gesetzt. :/

    Es funktioniert, der kleine fußseitige Karabiner macht seinen Job als Sollbruchstelle ganz ausgezeichnet. :thumbup:

    Hoffe, die Fee hat noch einen oder zwei im Bestand...

    Ist jetzt OT, aber hier ist das Foto der Anlass.

    Wie hoch hängt Deine Matte an der Einstiegstelle, Fagorian , wenn Du da auch noch eine Gepäckmatte unter Dich hängst?

    Ich brauch den Saum der Matte in der Kniekehle, um gut ein- und aussteigen zu können.

    Da würde nie und nimmer nocj 'ne Gepäckmatte passen, die läge einfach immer am Boden.

    Wie machst Du das? Springst Du hoch, um in Deine Matte zu kommen???

    Oh Freunde der Freiheit!

    Die wuchernden Grasmeere in den Überschwemmungsgebieten des Flüsschens am Rande des Dorfes, in dem Gast zu sein ich gerade für ein paar Tage die Freude habe, wurden gestern gemäht.

    So trieb es mich hinaus und drängte mich sehr, könnten doch spannendes Treibgut, unverhoffte Schätze oder unentdeckte Höhlen ihrer Entdeckung harren.

    (Nö. Da war nix.)

    Am Ufer jedoch stehen teils gewaltige Weiden, tief hängen die Zweige und der Mähtraktor liess den dichten Brennesselrand direkt an der Uferkante stehen.

    "Hier sollte noch nie ein Mensch je gehangen haben", dachte ich mir.

    Es wurde Zeit, die Sense aus des Schwagers Schuppen zu holen.

    Mit kühnem Schwung und weitem Schnitt schuf ich denn Platz, meine Matte zu spannen.

    So packte zum Einbruch der Dämmerung ich meine Ausrüstung und machte erneut mich auf den Marsch. Getragen von Abenteuerlust und beschwingt, hier der Erste zu sein, trieben flott austretend die Füsse mich voran.

    200m weiter war ich am Platze.

    Plätschernd das Wasser, leicht rauschend die Weiden, von Reihern und Enten beäugt und erste Fledermäuschen gar ausmachend, schlug frohgemut ich mein Lager zur Nacht denn auf.

    Von Menschenblicken geschont und nur durch der Kirchglocken zarten Klang ihrer Nähe bewusst, wollte hier ich meine Nacht verbringen.

    Nun vermag ich nicht zu sagen, ob der säuselnde Singsang des Wassers, das noch zuvor genommene grosse Radler oder das Alter gar mich mehrmals die Nacht aus dem Schlaf mich trieben.

    Jedoch, hier auszutreten war je ein Genuss, mit stolzem Strahle dem Fluss zu geben, was des Flusses ist, liess stets zufrieden wieder in den Schlaf mich sinken.

    Und könnt' ich ob des Ausflugs nicht glücklicher schon sein, so adelte doch das Schrecken des Rehbocks mich nun erstmals zum echten Wildhänger.

    Nie zuvor hat weniger zartes Rufen in tiefer Nacht den Weg an mein Ohr gefunden. Eines verschnupften Dackel gleich einzelnes Bellen steht diesem Ruf der Wildnis wohl treffend zum Vergleiche. Wie gross doch die Kluft zwischen dem eleganten Antlitz des Bockes in grazilem Sprung zu diesem öden Geblöke mich dünkt.

    Nein, ein lieblich Geräusch ist der Rehe Schrecken wohl nicht.

    Und doch, des ersten Hörens stolz erfüllt, wähne ich mich glücklich, dies nun erstmals in freier Natur vernommen zu haben.

    Und dämmerte denn erneut ich zum Schlafe hin, so tanzten doch Fledermäuse klein und flink in gewandtem Fluge so dicht über mein schützend Tarp, dass sie aus dem Fluge mit der Hand sie zu greifen mir durchaus möglich schien.

    Doch tat ich dies micht.

    Oh Nacht, oh Seligkeit, wie warst Glück Du mir.

    Und wie schön, am nächsten Morgen erstmal gemütlich auf Klo gehen und mir eine Kaffee im Haus von Schwester und Schwsger kochen zu können.

    Das ganze Campgerödel kann ich auch nachher noch abbauen...

    Moin erstmal.