Heyho
Zu den Kilometern:
Ich war schwerst beeindruckt von mir, so viel bin ich noch nie gelaufen, sonst auch so 25Km max (allerdings auch immer nur bis zum Nachmittag). Am nächsten Tag habe ich dann den Preis gezahlt
Ich habe nicht soo viel Erfahrung mit langen Touren (ein bisschen schon). Mein Gefühl ist, dass Waldläufer Recht hat. Ich habe den ganzen Tag darauf geachtet, nicht zu schnell zu gehen, bin oft stehen geblieben um was anzusehen ... ich habe ein ausgiebige Pause mit 20 Minuten Dösen in der Sonne (in der Matte! Das ist für mich das Beste daran - gemütlichste Pausen am Tag) am Nachmittag gemacht. Ich wusste von Anfang an, dass ich Zeit verlieren muss, weil ich sonst zu weit komme. Ich glaube das zusammen hat den Unterschied gemacht. Ich war selbst überrascht, dass ich einfach weiter gehen konnte.
Ich bin übrigens am nächsten Morgen wegen Kälte um 4:30 raus und war um 5:00 auf dem Weg um warm zu werden. Da bin ich dann auch recht schnell gegangen Bis 8:15 hatte ich die letzten 13 Kilometer hinter mir ... und war absolut fix und fertig, die letzten Meter waren eine Qual. Am Abend vorher war mir das gehen noch viel leichter gefallen. Ich war wahrscheinlich zu schnell, zu durstig, zu hungrig, zu schlecht erholt.
Furbrain (was austauschen)
Ich habe das Tarp nicht benutzt, weil die Aussichten sehr stabil trocken waren. Ich bin etwas skeptisch, dass das Tarp für ernsthaft schlechtes Wetter geeignet ist, aber da müsste ich erst mal bei Wetter testen.
Ich habe auch einen Poncho um den Rucksack und mich trocken zu halten. Abends am Lager wäre eine Hardshell zur Isolation sinnvoller. Aber das habe ich ja eh nicht gebraucht, dann. Und wäre etwas mehr Gewicht.
In der Nacht war das Problem eindeutig die Isolation, aber es war halt auch echt kalt. Da es von oben wie unten gleichmäßig kühl war, vermute ich, dass meine Underquilt-Einstellung gar nicht soo mies war. Es war allerdings auch windstill ...
Wie ich da so leicht frierend lag habe ich mich gefragt, ob meine Underquilt Einstellung optimal war. Da es gleichmäßig war, gehe ich davon aus, aber das waren meine konkretesten Sorgen.
Ich schätze, mein Setup ist bis 10-15°C richtig komfortabel. Das ist Mist. In einer Hängematte, oft in Berg(ch)en ist das glaube ich nicht sinnvoll. Da sollte jenseits vom Hochsommer die Komfortzone bis zum Gefrierpunkt gehen. Und das hieße für mich Top- & Underquilt müssten ausgetauscht werden.
Ach, ich hatte in der Nacht meinen Buff über Hals und Kopf. Das ist bei den Temperaturen auch grenzwertig. Da wäre eine "echte" Mütze hilfreich. Die habe ich natürlich, hatte ich nur nicht dabei.
Die Quilts sind sowohl vom Komfort als auch vom Gewicht gerade der Flaschenhals. Aber für den Komfort müssten beide gleichzeitig ausgetauscht werden.
Sollte ich aufrüsten, würde ich mich wahrscheinlich zwischen Cumulus und Warbonnet entscheiden. Tendenz ginge zu Cumulus, weil es sich flexibel mit unterschiedlichen Matten kombinieren lässt und man insgesamt leichter und günstiger rauskommt. Für Warbonnet (Wookie) spräche glaube ich, dass man relativ sorglos ist. Just works und soll ja sehr komfortabel sein. Kein Gewiggel. Aber arg teuer und nicht kombinierbar. Aber ich werde jetzt erst mal über den Sommer in hoffentlich wärmeren Nächten mit dem Setup lernen. Ist schon viel, was da zu beachten ist. 